Das Los

von Tibor Rode 
4,1 Sterne bei40 Bewertungen
Das Los
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Positiv (31):
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Brilliante Erzählung- packend und fesselnd

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Inhaltsangabe zu "Das Los"

Für was bist du bereit, deine Seele zu verkaufen? Diese Frage müssen sich vier Menschen in verschiedenen Teilen der Welt stellen, als ihnen ein mysteriöser Mönch die Teilnahme an einem jahrhundertealten Spiel anbietet. Ihr Einsatz: alles, was sie besitzen. Der Gewinn: ein Preis von unermesslichem Wert -- die Erfüllung all ihrer Träume. Alle vier lassen sich auf das Spiel und seine Regeln ein. Aber dann geschieht ein Mord, und die Teilnehmer erkennen, wie hoch ihr Einsatz wirklich ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404173198
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:640 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:12.02.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.03.2014 bei Audible GmbH erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    mesus avatar
    mesuvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Brilliante Erzählung- packend und fesselnd
    Das Los des Lebens verbindet packend Vergangenheit und Gegenwart

    Und wieder ein außergewöhnliches Buch von Tibor Rode.
    Geschickt und mit viel Einfallsreichtum verknüpft er eine Geschichte von der ersten Lotterie in der Vergangenheit bis zu unserer Gegenwart. Er lenkt die Pfade der Protagonisten um Glück, Spiel, Macht und Gier und fesselt mit seinem Schreibstil den Leser bis zum Ende.
    Überraschende Wendungen und eine interessante Geschichte machen das Buch zu einem echten Geheimtipp!
    Lesen empfehlenswert

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    Claudia-Marinas avatar
    Claudia-Marinavor 3 Jahren
    Ein schweres Los...

    Stell dir vor, eines Tages steht ein fremder Mann vor deiner Tür. Ein Mönch. So richtig in Kutte, mit Kapuze. Er bietet dir einen ungeheuerlichen Deal an. Ein Los in einer jahrhundertealten Lotterie, das schon seit dem 18. Jahrhundert im Besitz deiner Familie ist. Dein Einsatz: Dein gesamtes Vermögen, das du auch nicht mehr zurückbekommst, wenn dein Los nicht gezogen wird. Der Gewinn, falls doch: Unermesslicher Reichtum. Würdest du dein Los einsetzen?

    Diese Frage müssen sich vier Menschen stellen, verteilt über drei Kontinente. Ihr plus: Sie haben eh nichts mehr zu verlieren. Weil sie nichts haben, was sie verlieren könnten. Sie alle nehmen ihr Los an. Doch dann wird der Mönch ermordet und allen wird bewusst, dass sie kein Spiel spielen. Und plötzlich tut jeder von ihnen alles dafür, um das Losglück auf seiner Seite zu haben.

    Vier Menschen, die im Leben mehr Pech als Glück hatten - eine glücklose Pokerspielerin, einen Anwalt in Sicherheitsverwahrung, einen bettelarmen Inder und einen betrügerischen Unternehmer - sie alle sollen plötzlich die Chance auf unermesslichen Reichtum haben – ein wenig konstruiert wirkt diese Figurenkonstellation schon, um ehrlich zu sein. Aber das sei Tibor Rode schnell verziehen, denn die Idee hinter seinem Thriller ist einfach zu interessant, um sich daran aufzuhängen.

    Es geht zunächst zurück ins Jahr 1763. In Berlin versucht sich der Italiener Giovanni Galzabigi am Aufbau einer Lotterie, doch seine Idee kommt beim Volk nicht gut an und scheitert. Genau wie sein Leben. Wie kann er König Friedrich doch noch von seiner Idee überzeugen?

    Die Idee, anhand von historisch belegten Hintergründen die Geschichte der Lotterie in einen Thriller einzubinden, hat mir gut gefallen. Zunächst fragt man sich noch, wie diese Rückblenden mit der Geschichte der vier Losbesitzer zu tun hat, doch nach und nach werden die Hintergründe enthüllt.

    Aber wird daraus deshalb auch ein spannender Thriller? Ich bin nicht so ganz überzeugt.

    Denn: Die Idee, historische Episoden mit wechselnden Episoden aus der Sicht der vier Losbesitzer abzuwechseln, ist zwar gelungen und auch spannend, aber letztendlich fehlt mir das Thrillerelement. Der Fokus liegt für mich ganz eindeutig auf der Psychologie der Figuren. Wie handeln sie und warum? Trotz meiner Kritik ist es jedoch das, was Das Los letzten Endes lesenswert gemacht hat.

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    Brina1983s avatar
    Brina1983vor 4 Jahren
    → Es konnte mich leider nicht fesseln ←

    Kurzbeschreibung lt. amazon:

    Für was bist du bereit, deine Seele zu verkaufen? Diese Frage müssen sich vier Menschen in verschiedenen Teilen der Welt stellen, als ihnen ein mysteriöser Mönch die Teilnahme an einem jahrhundertealten Spiel anbietet. Ihr Einsatz: alles, was sie besitzen. Der Gewinn: ein Preis von unermesslichem Wert – die Erfüllung all ihrer Träume. Alle vier lassen sich auf das Spiel und seine Regeln ein. Aber dann geschieht ein Mord, und die Teilnehmer erkennen, wie hoch ihr Einsatz wirklich ist …

    Erster Satz:

    Er kauerte unweit des Treppenaufgangs neben einer der Säulen.

    Meine Meinung:

    → Es konnte mich leider nicht fesseln ←

    Inhaltlich...

    …finde ich es wirklich sehr schwer wiederzugeben. Vier Menschen in der heutigen Zeit dürfen an einer ganz alten Lotterie teilnehmen. Es gibt nur diese vier Lose und am Ende einen Preis von unermesslichem Wert. Wer kann da schon nein sagen? ;)

    Das Buch wechselt von den Personen der Gegenwart hin und her. Und dann wechselt die Perspektive auch noch in die Vergangenheit, damit der Leser erfährt, was es mit der uralten Lotterie auf sich hat bzw. warum diese Lotterie noch nicht ganz beendet ist…am Ende ist es ein Spiel auf Leben und Tod. Aber warum? Was oder wer steckt dahinter?

    Erzählt…

    …Man kann die Geschichte richtig gut und zügig lesen, keine Frage. Der Satzbau und der Erzählstil sind auch in Ordnung. Aaaaaber mir fehlten die Emotionen. Es war mir außerdem zu trocken und sachlich erzählt. Was allerdings sehr gut war, sind die Beschreibungen und Erlebnisse der Protagonisten.

    Äußerlich…

    …ist das Buch ganz nett und einfach gestaltet. Es gefällt mir auf den ersten und auch auf den zweiten Blick ganz gut. ;)

    Charakterlich…

    …finde ich Trisha und Henri ganz toll. Aber so ist die Geschichte, denke ich, auch ausgelegt. Die Beiden sind auch der Grund, warum ich bei der Stange geblieben bin. Immer wenn ich in der Überschrift sah, dass es in Las Vegas weitergeht, habe ich mich gefreut. Endlich passierte mal was. Ich mochte Trisha und war von Anfang an skeptisch in Bezug auf diesen Chad. Ein sehr mysteriöser Typ. Und Padreep ist für mein Gefühl ganz schön schwer vom Schicksal getroffen.

    Fazit:

    Ich bin von dem Buch hin- und hergerissen. Auf der einen Seite war es mir zu trocken und sachlich, aber auf der anderen Seite mochte ich ein paar Personen sehr gerne.Die Geschichte ist nicht schlecht, aber sie konnte mich auch nicht fesseln. Ich denke aber auch, dass nicht für jeden Leser die Emotionen so eine große Rolle spielen.

    Ich vergebe 3,5 Bücher!

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    Nefertari35s avatar
    Nefertari35vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein gut recherchierter Roman, aber wie ich finde, kein Thriller
    Das Los - Tibor Rode

    Kurze Inhaltsangabe:
    Berlin im Jahre 1763: Der junge Italiener Giovanni Galzabigi führt die Lotterie in verschiedenen Städten ein. Er hat keinen großen Erfolg und versucht nach seiner letzten Pleite König Friedrich den Großen für sich zu gewinnen. Calzabigi hat die Lotterie und alle Teilnahmebedigungen so überarbeitet, das es keine Verluste auf Seiten der Krone geben dürfte. Er hat aber nicht mit den Intrigen und Gier seiner Mitmenschen gerechnet.
    250 Jahre später versucht ein Mönch die letzten vier Lose einer schon jahrhundertelang andauernden Lotterie an den Mann zu bringen. Es scheint zu gelingen und der Gewinn für einen der Teilnehmer, wäre ein Preis von unermeßlichem Wert. Aber dann geschieht ein Mord und die Teilnehmer erkennen, das die Lotterie unsagbare Gefahren in sich birgt.
    Schreibstil:
    Der Autor schreibt sehr anspruchsvoll, detailliert, gut recherchiert und spannend. Dieser Roman ist nichts für nebenbei, sondern fordert viel Aufmerksamkeit. Die Geschichte ist in zwei Zeitepochen geschrieben und beinhaltet mehrere Handlungsstränge, die erst nach und nach zueinander finden. Der Spannungsbogen ist gut und meist auch fesselnd, allerdings fehlen die Überraschungsmomente. Die Story ist oft sehr vorhersehbar. Interessant ist die Vielfalt der Themen, die im Buch behandelt werden, z.B. Beginn der Lotterie, Spielsucht, Organhandel und vieles mehr. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und beschrieben, egal ob in der historischen oder der jetzigen Zeitepoche.
    Eigene Meinung:
    Mir hat das Buch ganz gut gefallen, das Hauptthema war für mich neu und auch sehr interessant. Ich finde aber, das die Geschichte kein Thriller ist, dafür fehlten eindeutig die Überraschungsmomente, die Dramatik und vieles mehr. Für mich war das Buch ein gut geschriebener Krimi mit historischen und neuzeitlichen Elementen, die  hervorragend zueinander finden. Auch die vielen Handlungsstränge laufen am Ende zusammen und lassen keine Fragen offen. Für mich war vieles einfach zu offensichtlich und zu leicht zu erraten. Für einen Thriller meiner Meinung nicht stark genug, aber für einen Roman klasse. Ich gebe vier Sterne.

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    jackdecks avatar
    jackdeckvor 4 Jahren
    Das Los entscheidet

    Die Hoffnung auf den großen Gewinn, ich glaube diesen Traum geben sich Menschen schon seit Jahrhunderten hin. Die Lösung aller Probleme scheint  für viele Menschen in einem Hauptgewinn zu liegen.
    Auch die vier sehr unterschiedlichen Hauptprotagonisten erhoffen sich  ihr Glück. Sie bekommen Besuch von einem mysteriösen Mönch der ihnen die exklusive Teilnahme an einem Jahrhunderte alten Lotteriespiel anbietet. Der Einsatz ist das Vermögen welches sie zum Zeitpunkt des Abschlusses besitzen. Die vier erzählstränge verweben sich als spannende, rasante Rally um den Globus und führen mich als Leser in Städte wie Hamburg, New York, Las Vegas und Mumbai. Als zusätzlicher roter Erzählfaden werde ich zurück ins 18 Jahrhundert geschickt Ich erfahre wie in Preußen die erste Lotterie eingeführt wird. Dort beauftragt Friedrich der Große Giovanni Calzabigi das Glücksspiel zu organisieren. Neugier beim Lesen wuchs immer mehr je dichter die Erzählstränge sich verflochten. Welchen Zusammenhang haben die beiden Zeitebenen? Ich war gefesselt und fasziniert von der flüssigen Schreibweisen die mich beim Lesen schnell alles um mich herum vergessen ließ.
    Die Thematik um Gier, Geld und Glücksritter  wurde wie ich finde perfekt in Szene gesetzt, alles fügte sich zu einem logischen Finale zusammen der Spannungsbogen ging gerade am Ende steil nach oben und erlaubte mir keine Verschnaufpause beim Lesen.
    Somit kann ich dem zweiten Buch von Tibor Rode meine vollste Leseempfehlung aussprechen. 

    Kommentare: 1
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    Banefuls avatar
    Banefulvor 4 Jahren
    Spannend, historisch, ungewöhnlich!

    Inhalt:
    Eine geheimnisvolle Lotterie, die sich über mehrere Jahrhunderte erschtreckt und bei der nur auserwählte Personen mitmachen dürfen. Der Einsatz ist alles oder nichts. Entweder man setzt sein ganzes Vermögen aufs Spiel oder man darf nicht mitmachen …

    Meine Meinung:
    Das Buch hat eine interessante Handlung und auch die Protagonisten sind interessant und passen nicht in die Thriller-Schublade.

    Ein indischer Vater aus dem Slum von Mumbai, der mitmacht, weil er seine Tochter retten möchte und nichts zu verlieren hat.
    Eine professionelle Pokerspielerin aus Vegas, die ihre Eltern um mehrere tausend Doller erleichtert, und bei dem Spiel mitmacht um ihren Ex zu schockieren.
    Und ein unschuldig inhaftierter Mann und Carter, der Börsenmakler, der viele Menschen ausgenutzt und irregeleitet hat.

    Auf dem ersten Blick haben die Personen nicht viel gemeinsam. Sie werden einzeln in vier parallelen Perspektiven vorgestellt, die nacheinander sich miteinander verweben und zu einem großen Ganzen werden.

    Besonders gut haben mir die Passagen gefallen, die historisch angehaucht sind, da hier die Geschichte bzw. die Entwicklung der Lotterie dem Leser nähergebracht wird.

    Die Handlung ist ziemlich spannend. Mysteriöse Todesfälle, geheimnisvolle Mönche, ein Orden und und und. Manchmal lässt die Action den Leser kaum zum Atemluft holen kommen, wodurch man sehr viel und schnell liest, auf lange Sicht ist das aber auch etwas ermüdend. Sehr leicht wird einem alles sehr viel und man fühlt sich erschlagen.

    Obwohl die Charaktere interessant sind, konnte ich nicht mit allen warmwerden. Vorallem Trisha fand ich anfangs sehr interessant. Ich habe mir erhofft, dass sie eine tolle Entwicklung durchmachen würde. Leider habe ich das so nicht wahrgenommen und irgendwann hat sie mich nur noch genervt.

    Bewertung: 
    Bei der großen Enthüllung und Aufklärung hat mir zum Teil Tiefe gefehlt. Einiges wirkte auf mich etwas gestellt. Vielleicht habe ich mir auch zu viel erhofft, sodass die Auflösung mich nicht mehr ganz umhauen konnte. Dennoch ein lesenswertes Buch, für alle Thriller-Fans.

    Kommentare: 4
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    MissErfolgs avatar
    MissErfolgvor 4 Jahren
    Das Leben ist ein Glücksspiel, und Rode erhöht den Einsatz.

    Er wird als der John Grisham von Hamburg gehandelt: Tibor Rodes neuer Roman "Das Los" ist vor Kurzem erschienen und mir wurde das Glück zuteil, den historischen Thriller im Rahmen einer Leserunde kennenzulernen. Auf rund 600 Seiten berichtet Rode von vier menschlichen Schicksalen und der Geschichte des Lottospiels.

    „Die schlimmsten Verlockungen kommen im harmlosesten Gewand.“

    Es ist das harmlose Gewand eines einfachen Mönches, das für 4 ganz unterschiedliche Menschen den Anfang eines nervenaufreibenden Abenteuers darstellt. Die junge Pokerspielerin Trish, der rücksichtslose Finanzhai Carter, der inhaftierte Betrüger Henri und der in ärmlichen Verhältnissen lebende Inder Pradeep haben auf den ersten Blick nichts miteinander gemein. Erst der geheimnisvolle Mönch bringt Licht ins Dunkle: Die 4 Protagonisten sind die letzten lebenden Teilnehmer einer uralten Lotterie, die nach dem "Alles oder nichts"-Prinzip funktioniert. Um den "unermesslichen Reichtum" gewinnen zu können, müssen sie "lediglich" all ihre Besitztümer aufgeben.

    „Um zu gewinnen – oder um wenigstens nicht zu verlieren -, muss man eines beherzigen in diesem Spiel, das Leben heißt: Spiel nach deinen eigenen Regeln, dort, wo du es kannst.“


    Dem geneigten Leser wird hier nicht nur eine gut durchdachte, spannende Geschichte geboten, nein, Tior Rode versteht sich auch meisterlich darin, historische Fakten höchstinteressant und anschaulich aufzuarbeiten. Die wechselnden Perspektiven zwischen Gegenwart und Vergangeneit haben mir ausgesprochen gut gefallen, den einzigen Punktabzug muss ich für den Einstieg in die Geschichte erteilen, der für meinen Geschmack etwas zu schwergängig war.



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    garfieldbuechers avatar
    garfieldbuechervor 5 Jahren
    Das Los - Tibor Rode

    Klappentext:
    Für was bist du bereit, deine Seele zu verkaufen? Diese Frage müssen sich vier Menschen in verschiedenen Teilen der Welt stellen, als ihnen ein mysteriöser Mönch die Teilnahme an einem jahrhundertealten Spiel anbietet. Ihr Einsatz: alles, was sie besitzen. Der Gewinn: ein Preis von unermesslichem Wert – die Erfüllung all ihrer Träume. Alle vier lassen sich auf das Spiel und seine Regeln ein. Aber dann geschieht ein Mord, und die Teilnehmer erkennen, wie hoch ihr Einsatz wirklich ist…


    Meine Meinung:

    Stell dir vor ein mysteriöser Mönch besucht dich und bietet dir ein Los aus einer uralten Lotterie an. Einziger Einsatz, dein gesamtes Vermögen. Der Gewinn, ein unermesslicher Reichtum. Wie würdest du dich entscheiden? Nimmst du an oder verzichtest du? Unsere 4 Hauptprotagonisten haben angenommen.

    Trisha verdient ihre Brötchen als professionelle Pokerspielerin und musste um an Geld zu kommen sogar schon ihre Eltern belügen.

    Pradeep ist einer armer Inder der in einer Plastikfabrik arbeitet und eine schwer kranke Tochter zu Hause hat.

    Carter, der Makler, verspekulierte das Vermögen anderer und weiß nicht mehr wie er aus dem Schlamassel raus kommt.

    Und zu guter Letzt noch Henri. Er sitzt schon fast sein ganzes Leben im Gefängnis und hat sowieso nichts zu verlieren.

    Soweit so gut. Alle haben die Regeln verstanden und warten auf die Ziehung. Bis eines Tages ein Mord geschieht und die Lotteriespieler nicht mehr wissen was Wahrheit ist und wer hier ein falsches Spiel spielt.

    Anfangs habe ich mir wirklich schwer getan in das Buch hineinzukommen. Zu viele Handlungsstränge und die Sprünge in der Zeit haben mich verwirrt, so dass ich nach einer gewissen Zeit nicht mehr gewusst habe wer wer ist und wer welches Schicksal hat. Den kurzen Kapiteln ist es zu zuschreiben, dass ich Geschehnisse und Personen vermischt und vertauscht habe. Dadurch wird der Leser mit zu vielen Eindrücken überschwemmt.

    Aber nach einiger Zeit wird die Geschichte verständlicher und überschaubarer. Die Handlungen fügen sich zu einem Ganzen und die Geschichte wir interessant, spannend und schlüssig.

    Leider hat mir das Buch zu viele Startschwierigkeiten bereitet, was mich zu Beginn sogar verlockte es zur Seite zu legen. Von einem Thriller erwarte ich mir Spannung von der ersten Seite an, was die Geschichte einfach nicht bieten konnte. Wäre nicht der grandiose Mittelteil und der Schluss wäre es für mich ein wahrer Reinfall gewesen, so heißt es sich durch einem langatmigen und verwirrenden Anfang zu kämpfen, um ein richtiges Lesevergnügen hinein zu stürzen.

    Fazit:
    Die Startschwierigkeiten können den einen oder anderen abschrecken, jedoch sei gesagt, dass kämpfen lohnt sich und wird mit einem wirklich sehr, sehr spannenden Thriller belohnt. 

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    Kristine_liests avatar
    Kristine_liestvor 5 Jahren
    Spannender Lesegenuss

    Für was bist du bereit, deine Seele zu verkaufen?
    Diese Frage müssen sich vier Menschen in verschiedenen Teilen der Welt stellen, als ihnen ein mysteriöser Mönch die Teilnahme an einem jahrhundertealten Spiel anbietet. Ihr Einsatz: alles, was sie besitzen. Der Gewinn: ein Preis von unermesslichem Wert...

    Tibor Rode erzählt seine Geschichte, die in zwei Zeitebenen spielt, in anfangs fünf Handlungssträngen. Der eine Strang spielt im 18. Jhd, die anderen vier Stränge erzählen in der Jetztzeit das Leben der vier "Auserwählten" in vier verschiedenen Städten in den unterschiedlichsten Teilen der Welt: Hamburg, New York, Las Vegas und Mumbai. 
    Anfangs musste ich mich richtig überwinden, die Lektüre des Romans zu beginnen, die vielen Seiten schreckten mich ab. Aber nachdem ich mich (Gott sei Dank!) aufgerafft hatte, war ich schon nach kürzester Zeit mittendrin in der Geschichte, völlig gefangen in der sich ständig steigernden Spannung, ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Die Seiten flogen nur so dahin, denn der Autor beschreibt sowohl die Charaktere als auch die Szenen und Handlungen in so lebensnaher Weise, dass ich immer einen richtigen Film dazu im Kopf hatte - dies gelingt bei mir nur selten!
    Ein besonderer Reiz war für mich, dass auch historische Personen mitspielen, bekannt waren mir sofort Giacomo Casanova, Friedrich der Große und Papst Clemens XIII. Dass auch Calzabigi und Marie wirklich lebten, erfuhr ich erst im Nachwort.
    Die Auflösung der Geschichte hat mich ebenfalls zufrieden gestellt, auch wenn ich schon eine Zeit vorher eine Ahnung hatte, wie diese wohl sein könnte. Den Mörder "wusste" ich sofort, hoffte den Rest des Buches, dass ich nicht Recht haben möge, aber leider... Das war einfach zu offensichtlich.

    Ein weiterer kleiner Minuspunkt, und da kann der Autor nichts dafür, ist die Bezeichnung "Thriller" für diesen wunderbaren, spannenden, mitreißenden Roman. Es gibt weder einen Hauptprotagonisten, der gegen irgendwelche Gewalt zu kämpfen hat, noch ist die Spannung zu rasant oder atemraubend, wie es zu einem Thriller gehört.

    Ich vergebe 4,5 Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung

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    WolfgangBs avatar
    WolfgangBvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Mitreißende Handlung, differenzierte Figuren, ein Roman, der sich allen Erwartungen widersetzt.
    Ein Preis von unermeßlichem Wert

    Eine sich über Jahrhunderte erstreckende Lotterie, ein Mönch, der in der Gegenwart die Teilnehmer über ihre Ansprüche informiert und der kurz darauf ermordet wird ... wer aufgrund dieses Klappentextes eine mystische Schatzsuche gewürzt mit konspirativen Elementen im Stile Dan Browns erwartet, wird enttäuscht werden.

    Stattdessen serviert der deutsche Autor Tibor Rode mit "Das Los" nach dem Erstling "Das Rad der Ewigkeit" ein sich über Kontinente und Jahrhunderte erstreckendes Abenteuer, in dem historische Fakten geschickt durch fiktive Elemnte verdichtet und aufbereitet werden. Sei es in den Slums von Mumbay, an den Pokertischen von Las Vegas oder an der Fontana di Trevi in Rom, die peniblen Recherchen des Autors ermöglichen es ihm, jeden Schauplatz zum Leben zu erwecken. Indem er die Sinneswahrnehmungen durch zahlreiche Details stimuliert, versetzt er den Leser zurück an den preußischen Königshof des 18. Jahrhunderts, läßt ihn die holprigen Pflastersteine auf einer Kutschenfahrt in den Knochen oder den Geruch der Straßen in der Nase verspüren.

    In auktorialer Erzählperspektive wechselt der Autor zwischen seinen fünf Protagonisten, ohne sich dabei jemals in Nebensächlichkeiten zu verzetteln oder den Leser zu verwirren. Die Figuren weisen ausreichend eigenständige Wesenszüge auf, um sich nachhhaltig im Gedächtnis zu verankern. Nuanciert in Grauschattierungen gezeichnet, werden sie von ihren eigenen Absichten und Plänen getrieben, sodaß der Leser unbewußt, abhängig von der jeweiligen Situation seine Sympathien verteilt.

    Im Laufe der Handlung kommt es - beginnend mit dem Mönch - zu mehreren mysteriösen Todesfällen, ein Element, das der Autor geschickt nutzt, um die Spannung zu erhalten, nachdem die Figuren eingeführt und auf ihre jeweilige Reise geschickt worden sind. Obwohl der Mörder erahnt werden kann, erlangt der Leser erst gegen Ende des Romans Gewißheit. Ein weiterer überaus geschickter Zug besteht darin, den Strang um Giovanni Calzabigi im 18. Jahrhundert lange parallel zu den Erzählpassagen der Gegenwart zu führen und den erforderlichen Zusammenhang erst zum spätestmöglichen Zeitpunkt herzustellen, was die Neugier ins Unermeßliche steigert.

    Diese Rezension bezieht sich auf die ungekürzte Hörbuchfassung, in der Robert Frank als Sprecher fungiert. Neben einer angenehm neutralen Tonlage für die Passagen des Erzählers hält er für jede Figur eigene Nuancierungen bereit und genießt es dabei deutlich hörbar, in die Rolle Calzabigis zu schlüpfen. In all seinem Sehnen, seiner charmanten Schlitzohrigkeit, seiner Verzweiflung tritt der Italiener, der das Lottospiel in Preußen einführt, am deutlichsten hervor, was seiner Sonderstellung im Quintett der Hauptfiguren gerecht wird.

    Fazit:
    Eine spannende Abenteuergeschichte, die ungewohnte Erzählpfade beschreitet, ohne allzu bekannte Stereotypen zu bedienen, das bietet "Das Los". Gewiß nicht unbeabsichtigt ist die Doppelbedeutung des Titels sowohl als Teilnahmeberechtigung für die Lotterie als auch als Synonym für den Begriff Schicksal ...

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    TiborRodes avatar
    Liebe Bücherfreundinnen und Bücherfreunde,

    am 13. März 2014 erscheint mein zweites Buch "DAS LOS"  und auch dieses Mal möchte ich mit Euch eine Leserunde starten. 
    Eine Leseprobe findet Ihr hier und einen ersten Eindruck zum Buch kann Euch der Trailer verschaffen:

    ###YOUTUBE-ID=Soc-25uIwps###

    Der Lübbe Verlag verlost wieder unter allen Bewerbern 15 Bücher. Wenn ihr dabei sein wollt, bewerbt euch bitte bis zum 23. März 2014 ,18:00 Uhr.

    Diesmal würden mich Eure Antworten auf die folgende Frage interessieren:

    Hast Du schon mal richtig großes Glück gehabt?
    ("ja" oder "nein" als Antwort zählt nicht ;-)) 

    Ich hoffe auf viele Bewerbungen und freue mich sehr auf die Leserunde. 

    Tibor Rode
    Zur Leserunde

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