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Rukhi

vor 2 Jahren

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Ach menno. Ich wollte so viele tolle Dinge schreiben. Über die Handlung, den Aufbau, die Schauplätze, ja sogar über das Hörbuch. Aber kennt ihr das, wenn euch das Ende bzw. die Auflösung des Rätsels das ganze Buch mies macht? Wenn die Enttäuschung alle guten Gefühle überschattet, die vorher beim Lesen durchaus vorhanden waren?

So ging es mir bei „Das Mona Lisa Virus“. Ich bin mit riesigen Schritten durch das Buch gewandert, habe 2/3 davon in einem Tag durchgesuchtet, mir extra noch das Hörbuch bei Audible gekauft, damit ich während Hausarbeit etc… die Geschichte weiter verfolgen kann. Und dann hat es mich bitterlich enttäuscht und mit so einem „meh“ Gefühl zurückgelassen.

Dabei hat alles so gut angefangen. „Das Mona Lisa Virus“ hat viele verschiedene Handlungsstränge, jeder Strang für sich super ausgearbeitet, spannend und interessant. Die Kapitel sind sehr kurz, was mir immer dabei hilft schnell durch ein Buch durchzukommen. Der „nur noch ein Kapitel“ Effekt, würde ich das mal nennen.

Tibor Rodes Schreibstil liest sich auch sehr einfach und flüssig und auch die vielen Perspektivwechsel schafft er gut, sodass ich nie das Gefühl hatte den Faden verloren zu haben. Auch im Hörbuch nicht, denn die Sprecherin Tanja Geke ist richtig genial. Sie spielt mit verschiedenen Stimm- und Tonlagen, so geschickt, dass man auch in Actionszenen mit vielen Personen keine Kopfschmerzen bekommt. Selten höre ich das Hörbuch lieber, als das Buch zu lesen. Mit Tanja Geke war das aber so. Ich werde sie definitiv im Auge behalten und mir als nächstes „Das Kind“ von Sebastian Fitzek als Hörbuch holen. Das liest sie nämlich auch.

"Schönheitsköniginnen in Mexiko, Bienenköniginnen hier. Und er mittendrin. [] Er war eben ein moderner Ritter und immer dort, wo Königinnen seine Hilfe brauchten."
(S.77/78)


Aber zurück zu „Das Mona Lisa Virus“. Ihr habt es am Anfang der Rezension vielleicht schon gemerkt, mir fallen nur ganz sachliche Dinge ein, die an dem Buch gut waren. Gefühlsmäßig hat es mich einfach nur enttäuscht zurückgelassen.

Am Anfang konnte mich wirklich jede einzelne Handlung in den Bann ziehen. Das Bienensterben, die entführten Schönheitskönigin, der Diebstahl einer falschen Mona Lisa, ein Computer Virus der alle schönen Frauen hässlich macht… ich habe Fingernägel kauend Seite um Seite verschlungen, weil ich wissen wollte wie der Autor die ganzen Dinge am Ende ineinander greifen lässt, denn das schien für mich unmöglich.

Vielleicht war dann einfach meine Erwartungshaltung zu hoch, als das Ende kam. „Hat er jetzt wirklich so ein einfaches/lapidares Motiv?“ habe ich mich gefragt. „Und wo ist eigentlich die Erklärung zu dem Rathaus? Und wieso denn jetzt doch?“ So viele Fragen, so ein spannendes Mysterium viel zu unspektakulär zu Ende gebracht. Mich hat die Auflösung der ganzen Rätsel einfach nur enttäuscht.

Ich vergebe trotzdem drei Sterne, irgendwie war es ja eine tolle Idee die solide umgesetzt wurde. Vielleicht reicht anderen Lesern auch die Auflösung am Ende. Mir war es zu wenig.

Autor: Tibor Rode
Buch: Das Mona-Lisa-Virus
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