Tiffany Murray Lieber Gott und Otis Redding

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Inhaltsangabe zu „Lieber Gott und Otis Redding“ von Tiffany Murray

Für alle Leser von Marina Lewycka und Willy Russell Es gibt sie noch, diese Romane, die einem den Glauben an das Gute in der Welt zurückgeben. In diesem Fall liegt diese Welt in Wales, wo die Familie Llewlyn zu Hause ist. Auf einem umgebauten Bauernhof namens Rockfarm, wo Bands ihre Platten aufnehmen, während die Schweine sich im Dreck suhlen und die Oma ihren Elvis- und Johnny-Cash-Schrein pflegt. Jeden Abend beginnt die kleine Halo ihr Nachtgebet mit den Worten »Lieber Gott und Otis Redding«. Über einen Zeitraum von 30 Jahren erzählt sie die anrührende Geschichte ihrer skurrilen Familie und unmöglichen Liebe. Ein Roman, der fast zu schön ist, um wahr zu sein.

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  • Rockerfarm ohne Witz

    Lieber Gott und Otis Redding
    Dubhe

    Dubhe

    28. October 2013 um 21:28

    Halo wächst in Wales an der Grenze zu England auf der so genannten Rockerfarm auf, die auf dem Traum ihres Vaters beruht.  Das Leben dort ist etwas ungewöhnlich, wenn nicht gar schon skurril, denn die Oma hat eine Kapelle aus Knochen, die Tische sind gezeichnet von Mahlzeiten, Geburten und auch Toden.  Und dann kommt eines Tages eine amerikanische Band, 8 Brüder und die Leadsängerin ist die Frau von einem von ihnen.  Halo freundet sich mit dieser an und eine Woche nach der Abreise der Band wird das Kind dieser nun offiziell in Halos wilkommen geheißen.  . In diesem Buch geht es um das Aufwachsen von Halo auf dieser Farm.  Das Buch verspricht Spaß und Skurriles, doch es hat mich leider enttäuscht.  Es ist nicht gerade sehr lustig und es ist sehr, sehr, sehr skurril.  Klar, es ist auch etwas rührend, doch ich habe mir unter dem etwas anderes vorgestellt. 

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  • Rezension zu "Lieber Gott und Otis Redding" von Tiffany Murray

    Lieber Gott und Otis Redding
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. February 2013 um 13:54

    Die hinten aufgedruckte Werbung auf dem Buch, welche dieses als das lustigste Buch des Jahres bezeichnet, ist meiner Meinung nach schlicht ein Versehen. Die Ereignisse auf der Rockfarm sind dann doch ein wenig zu dramatisch dafür. Trotzdem ist es eines der besten und unterhaltsamsten Bücher, die ich gelesen habe. Vor allem, weil ich großer Fan der genannten Musik bin und auch eine Schwäche für die Zeit habe, in der das Buch spielt. Die Charaktere in dem Buch haben genug Tiefe, um sie sich gut vorzustellen und ihren Lebensweg gespannt zu verfolgen. Für Fans von "Rubinrotes Herz-Eisblaue See" oder "Als Gott ein Kaninchen war"

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  • Rezension zu "Lieber Gott und Otis Redding" von Tiffany Murray

    Lieber Gott und Otis Redding
    vielleichtsagerin

    vielleichtsagerin

    29. December 2010 um 11:31

    "Das erste wirklich lustige Buch des Jahres!" - Sunday Tribune Ob es wirklich das erste lustige Buch des Jahres ist, lässt sich schwerlich verifizieren. Aber lustig ist das Buch schon. Zumindest zwischen den Stellen, an denen gestorben wird. Und gestorben wird in diesem so heiter aufgemachten Büchlein eine ganze Menge. Gleichzeitig wird aber auch schwer geschmachtet, leidenschaftlich gesehnt und bedingungslos geliebt. Auf die Frage, worum es in Tiffany Murrays Werk denn so geht, könnte man antworten: Es geht um den Tod und die Liebe. Um diese beiden thematischen Fixpunkte herum konstruiert Murray also einen Roman, "der fast zu schön ist, um wahr zu sein." Als Handlungsort dient eine Farm in Wales. Hier wird aber weder Viehzucht betrieben noch werden Äcker bestellt ... nein, hier wird Musik produziert. Bands aus aller Welt reisen auf die Rockfarm, um in einem umgebauten Schweinestall ihre Platten aufzunehmen. Diese kühne Geschäftsidee wirft ausreichend ab, um die gesamte Familie Llewelyn zu ernähren, aus welcher die Autorin nahezu das komplette Romanpersonal rekrutiert. Nicht, dass es langweilig wäre. Die Llewelyns sind schließlich ein reichlich skurriler Haufen - eigenwillig und musikversessen. Gleich zu Beginn des Buches erinnert sich Halo, die Ich-Erzählerin: "Nach Elvis' Tod hörte meine Mutter auf, sich darüber Sorgen zu machen, dass Steine auf ihre Kinder fallen könnten; meine kleine Schwester Molly lernte zu knurren, und Vincent zog Mums Kleid aus Käseleinen an." Während Nana, die Großmutter, in einem viktorianischen Herrenhaus Seite an Seite mit Hausgeistern residiert, lebt der Rest der Familie - das sind: Mum, Dad, Vincent, Halo und Molly - im ehemaligen Pförtnerhäuschen. Dad kümmert sich um die Musiker, Mum um deren Verpflegung. Den Kindern stehen all die aufregenden Möglichkeiten zur Verfügung, die ein weitläufiges Farmgelände mitten im Nirgendwo so bietet. Perfekt. Und damit meine ich nicht das Leben der Llewelyns, sondern die meisterhaft gestrickte Illusion einer glücklichen Familie, welcher der naive Leser zunächst erliegt. Die Hinweise sind spärlich, kryptisch und dezent eingestreut - aber sie sind da: die hermetische Abgeschiedenheit der Farm, Mums leerer Blick, ihre nie verheilenden Fingernägel, unterirdische Gänge, verbotene Wälder, vergilbte Polaroids, ein unbewohntes Jungenzimmer voller Staub ... Die Llewelyns trauern um Robert, der mit nur 10 Jahren auf dem farmeigenen Friedhof beim Verstecken spielen tödlich und auf bizarre Weise verunfallte: "Der obere Teil des größten und dicksten Grabsteins war heruntergefallen. Ob es das Grab eines englischen Mistkerls war oder eines Llewelyns, konnte ich nicht sagen. Es sah aus, als sei ein Blitz eingeschlagen und hätte die Hälfte des Granits und der verwitterten Aufschrift abgebrochen. Ich konnte die frische Bruchkante riechen, dort, wo der Stein gesprungen, vornübergekippt und herabgestürzt war." Diesem schmerzhaften Verlust stellt Murray einen heilenden Zugewinn gegenüber. An Roberts Stelle tritt nur ein paar Jahre später ein fremdes Baby. Es ist das Kind von Abraham, dem Sänger der Band "Tequila", und Jenny, welche kurz nach der Entbindung im Aufnahmestudio der Farm an einer Überdosis stirbt (auch diesmal ist es Halo, die den Leichnam findet ...). Der junge Witwer weiß sich nicht anders zu helfen, als das Baby, Fred Connor, heimlich auf der Farm zurückzulassen: Der Geschichte um Fred Connor räumt Murray viel Platz ein. Fred und Halo verbindet von Beginn an eine besondere Beziehung, zu welcher später auch sexuelle Spannung hinzukommt. Der bezaubernde und von allen verehrte Fred legt eine steile Karriere als Rockstar hin, schläft mit Vincent, schwängert Halo und verschwindet erst einmal vom Radar. Leider nimmt diese am wenigsten glaubwürdige und interessante Geschichte auch noch den Rang der Haupthandlung an, womit sie die wirklich bemerkenswerten Stellen im Buch, etwa den rührenden Abschied von der krebskranken Mum, zu Nebenschauplätzen degradiert. In der thematischen Durchwachsenheit liegt auch die Schwäche des Romans, die nicht einmal Murrays poetische und kunstvoll verschlungene Erzählweise ausgleichen kann. Um die Stimmung des Buches deutlicher herauszustellen, hier einige Titel, an die während der Lektüre von "Lieber Gott und Otis Redding" denken musste: "Die Ebene der schrägen Gefühle" - Kate Atkinson "Ein Sommernachtsspiel" - dito "Die Lewins" - Gita Lehr Fazit: Sprachlich top, aufgrund falscher Priotisierung inhaltlich leider ein Flop. Ein gute gedachter Roman, der an den Nebenschauplätzen seine besten Momente feiert.

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