Tijan Sila

 3.6 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von Tierchen unlimited, Tierchen Unlimited und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Tijan Sila

Ein Debüt von Krieg, Flucht und einem Neuanfang: Tijan Sila ist 1981 in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina, Sarajevo, geboren. Gemeinsam mit seiner Familie emigriert er Mitte der 90er nach Deutschland. In Heidelberg studiert Sila Germanistik und Anglistik, er entwickelt ein großes Interesse für Literatur. 2017 erscheint sein erstes eigenes schriftstellerisches Werk, sein Debütroman „Tierchen unlimited“. Darin verarbeitet er eigene Erinnerungen an seine Kindheit in Bosnien und die Umsiedlung nach Deutschland und lässt sie seine Figuren auf bewegende Weise erzählen. Sila lebt heute in Kaiserslautern, wo er neben dem Schreiben als Lehrer an einer Berufsschule arbeitet.

Alle Bücher von Tijan Sila

Tierchen unlimited

Tierchen unlimited

 (8)
Erschienen am 16.02.2017
Die Fahne der Wünsche

Die Fahne der Wünsche

 (1)
Erschienen am 07.09.2018
Tierchen unlimited

Tierchen unlimited

 (0)
Erschienen am 18.04.2019
Together Forever

Together Forever

 (0)
Erschienen am 01.03.2017
Tierchen Unlimited

Tierchen Unlimited

 (3)
Erschienen am 17.02.2017

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Tijan Sila

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Nimmer_Satts avatar

Rezension zu "Tierchen unlimited" von Tijan Sila

Fluchtliteratur mal anders?
Nimmer_Sattvor einem Jahr

Ab Minute 16:48 bespreche ich Tijan Silas Debüt:

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Luna101s avatar

Rezension zu "Tierchen unlimited" von Tijan Sila

So lala..
Luna101vor einem Jahr

Ich habe den jungen und sympathischen Autoren, Tijan Sila, auf einer Lesung kurz kennen lernen dürfen. Nachdem er einige Ausschnitte mit seinem sehr charmanten Osteuropäischen Akzent gelesen und noch frei von seinen eigenen Erfahrungen in Serbien während des Krieges und seiner Einbürgerung in Deutschland erzählt hatte, war meine Lust und Vorfreude auf seinen Debütroman groß. 
Dann wurde ich allerdings ein wenig enttäuscht, muss ich leider sagen. Der Schreibstil ist einfach und schnörkellos, aber sicher nicht schlecht. 
 Allerdings fehlte mir ein wenig der Sinn in der Geschichte. Da es autobiografisch ist, habe ich keine große Action erwartet, allerdings plätschert seine Erzählung, teilweise auch etwas willkürlich strukturiert erscheinend, nur so dahin, es entsteht keine Spannung, kein richtiger Handlungsbogen. Sila springt immer mal wieder in den Jahren und Erfahrungen hin und her, erzählt hiervon, dann wieder davon.. 
 Auch der Schluss konnte mich leider nicht überzeugen und als das Buch beendet war, ließ es mich irgendwie unbefriedigt zurück. 
Was genau wollte der Autor mir sagen? Warum schrieb er dieses Buch? Er konnte zumindest mich, leider nicht damit erreichen.

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sar89s avatar

Rezension zu "Tierchen unlimited" von Tijan Sila

Unglücklich aber gut gelaunt
sar89vor einem Jahr

Der Roman wird nicht chronologisch erzählt und startet damit, dass der Protagonist vom Nazibruder seiner Flamme brutal zusammengeschlagen wird und dann von seiner Polizistenfreundin im Spital aufgegabelt und gerächt wird. Der Nazibruder wird dann in Bosnien im Kampf umkommen. Der Ich-Erzähler kommt als Flüchtling mit seinen Eltern aus Sarajevo nach Deutschland. Die Schilderungen der Heimat wirken echt und faszinieren. Der Erzähler beschreibt seine Freundschaften und wie man Freundschaft in Bosnien lebt. Dem Leser wird der Kriegsalltag gezeigt, der von Bombardements, Waffenstillstand, Stromausfällen und Hunger geprägt ist aber auch vom Tauschen von Comics und Games mit der Nachbarschaft. Der Krieg nimmt immer absurdere Formen an und es kämpfen auf beiden Seiten Extremisten unterschiedlichster Couleur. Jeder versucht seine Ideologie zu verteidigen, auch in einem fremden Land. Schon in Bosnien hat der Ich-Erzähler eine Vorliebe für spezielle Freundschaften mit Aussenseitern und Aussenseiterinnen in seinem Quartier, die er sich erlauben kann, da er in seiner Gruppe gut etabliert ist.
Die Eltern halten es nicht mehr länger aus und versprechen sich von der Flucht ein besseres Leben für sich und den Sohn. In Deutschland angekommen, können Sie trotz akademischer Ausbildung nicht an einen so guten Beruf anknüpfen wie in der Heimat. Der Protagonist kommt über Umwege zu zwei Studienabschlüssen und fühlt sich ob der Auswahl völlig überfordert. Er wird in allerlei dubiose Geschichten verstrickt, rund um bosnische und deutsche Nazis, Einbrüche und wechselnde Freundinnen. Dabei wird er nur einmal fast erwischt. Eine der ersten und beständigsten Freundschaften ist jene mit Sarah, die Kampfsport betreibt und später Polizistin wird. Sie beschützt den Ich-Erzähler. Er schwankt gegenüber ihr mit einer Mischung aus Scham, Bewunderung, Liebe und Unterlegenheit. Sarah bildet aber einen Rückhalt in dem sonst unbeständigen und widersprüchlichen Leben des jungen Immigranten, der in Deutschland seinen Weg sucht. Die Sprache ist sehr direkt und teilweise derb, was sehr gut zum Inhalt passt. Trotz der eigentlich tragischen Ereignisse wird mit viel Humor erzählt. Der Roman entwickelt einen Sog und ist schnell weggelesen.

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