Tilar J. Mazzeo Irenas Liste oder Das Geheimnis des Apfelbaums: Die außergewöhnliche Geschichte der Frau, die 2500 Kinder aus dem Warschauer Ghetto rettete

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Inhaltsangabe zu „Irenas Liste oder Das Geheimnis des Apfelbaums: Die außergewöhnliche Geschichte der Frau, die 2500 Kinder aus dem Warschauer Ghetto rettete“ von Tilar J. Mazzeo

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  • Eine weiblich „Schindler“

    Irenas Liste oder Das Geheimnis des Apfelbaums: Die außergewöhnliche Geschichte der Frau, die 2500 Kinder aus dem Warschauer Ghetto rettete
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    09. May 2017 um 12:15

    Eine weiblich „Schindler“Es sind, immer wieder, Geschichten von Zivilcourage, vom Mut, das Richtige in schwierigen Zeiten zu tun und dabei auf das eigene Leben deutlich weniger Rücksicht zu nehmen, als auf das Eintreten für die eigenen Überzeugungen und die unmittelbare, praktische Hilfe für bedrängte Menschen, die das Bewusstsein wach halten, dass es um geht in diesem Leben als um die hedonistische Befriedigung alltäglicher Bedürfnisse oder das „Wegducken“, wenn es ernst, eng und gefährlich werden kann.Irena Sendler war ein solcher Mensch: Eine „Retterin“, und as nicht zu knapp.Wie der Untertitel bereits sagt, über 2500 Kinder hat sie im dritten Reich aus dem Warschauer Ghetto vor dem sicheren Tod bewahrt.Wobei sie, im Unterschied zu Oskar Schindler, zwar federführend, aber in keiner Weise alleine gehandelt hat. Ein Geflecht von Beziehungen, ein Netzwerk mutiger Menschen, zumeist Frauen, hat Irena zu Zeiten gewebt, in dem ein Teil ins andere griff und alle der ständigen Bedrohung der Entdeckung ausgesetzt waren.Koffer, Kisten, alles, was als Versteck dienen konnte, dazu jede heimliche Route (wie die durch die Kanalisation) wurde von Irena und den Ihren benutzt, um Kinder an der SS und der „verräterischen Judenpolizei“ vorbei zu schmuggeln. Momente der Spannung, die dem Leser in den entspr4echenden Szenen im Buch hautnah nahe kommen.Wobei auch das private Leben Irenas das Seine dazu getan hat. Die Liebe zu einem jüdischen Mann, die Irena sich ebenso bewahrte, wie den Mann selbst (mühsam versteckt in den Jahren des Krieges).Eine Geschichte, die in den Folterzimmern der Gestapo einen hohen Preis von ihr forderte, eine Geschichte aber auch, in der Mazzeo eng und dicht am Menschen verbleibt und Irena in keiner Form zu einer „Heiligen“ stilisiert. Auch jene Seiten, durch die die eigene Mutter, die von nichts wusste, in Gefahr gebracht wurde, auch das unruhige Liebesleben Irenas, ihre manches Mal eher kurzsichtigen Handlungen nimmt Mazzeo auf.Was gerade deswegen eine solch beeindruckende Wirkung entfaltet, denn mit allen Stärken und Schwächen ist diese Irena eine ganz normale Person und zeigt dem Leser, dass jeder zu jeder Zeit, wenn er gefordert wird, aufrichtig und mutig handeln kann, ohne „heilige Gene“ mit in die Wiege gelegt zu haben bräuchte.Was ja auch eine Seite dieses Lebenslaufes und der Darstellung im Buch ist, Dass sich viele „ganz normale Leute“ ohne großes Getöse dieser Form der Rettung und des Widerstandes damals angeschlossen haben und Irena erst ihr Handeln ermöglichten.Wie Mazzeo im Vorwort betont:„Wenn Ihnen zu Beginn des Buches zu viele Namen vorkommen, bedenken sie bitte, dass ich hier nur die Geschichten eines kleinen Teils der Menschen erzähle, von denen bekannt ist, dass sie Irena halfen“.Und dass eben die Zahl der Namen sich deutlich verringern wird im Lauf der Geschichte. Denn viele überlebten ihre uneigennützige Hilfe nicht.Eine flüssig zu lesende, emotional nahekommende Biographie, die vor allem am Ende aufzeigt, „wozu wir normalen Menschen angesichts des Bösen und des Schreckens fähig sind,“

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