Till Lindemann In stillen Nächten

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Inhaltsangabe zu „In stillen Nächten“ von Till Lindemann

Gedichte von Till Lindemann, dem Sänger der Band »Rammstein« Bekannt ist Till Lindemann vor allem als Sänger (und Texter) der Band »Rammstein«. Weniger bekannt ist, dass er unabhängig davon seit über 20 Jahren Lyrik schreibt – Gedichte, von denen zwar einige zu Songs geworden sind, die aber als Gedichte ihr ganz eigenes Leben haben. Höchst erstaunlich klingen diese oft fast beiläufig daherkommenden, dabei aber rhythmisch und musikalisch genauestens gebauten Texte, in denen ein abgründiges, reizbares, verletzliches lyrisches Ich in eine intime Zwiesprache mit dem Leser tritt. Darunter sind Gedichte, die – wie der Herausgeber Alexander Gorkow schreibt – »klingen wie in kalten Nächten aus dem Eis gekratzt«, aber auch solche voller Wehmut, Sehnsucht und Gefühlsinnigkeit. Trotz des zeitgenössischen Tons stellen sich sofort Assoziationen zur Lyrik der deutschen Romantik und des Expressionismus ein, auch zu Gottfried Benn und Bertolt Brecht. Die Motive umkreisen die Abgründe der Existenz, den Hunger des Begehrens, den Körper, den Schmerz, die Lust, die Komik und Tragik der Kommunikation, die Einsamkeit und Gewalt. Herausgegeben und mit einem Vorwort versehen wird der Band von Alexander Gorkow, der 2012 für seine große Reportage über die US-Tournee von »Rammstein« im Magazin der Süddeutschen Zeitung den deutschen Reporterpreis erhielt. Der Band erhält neben den Gedichten als Illustrationen eine Reihe von Schwarzweiß-Zeichnungen des Künstlers Matthias Matthies.

... fürs Einatmen, Atem anhalten, ausatmen....

— Edith_Hornauer

Rammstein fürs Gemüt

— JenniferHilgert

Ehrlich, mit Selbstironie und verdammt gut! Nicht nur für Fans.

— Zyrin

Lyrik, welche die Seele bewegt. Einzigartig.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Manche Gedichte lesen sich überraschend zart, manche sind düster und provokativ und manche hintergründig witzig. Sehr gelungen!

— Tree_Trunks

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  • Gedichte wie aus dem Eis gekratzt

    In stillen Nächten

    Nespavanje

    04. June 2017 um 22:24

    Das der Frontsänger der Deutschen Band Rammstein nicht nur selbst die Texte zu den harten und oft die Grenze des "guten" Geschmacks übertretenden Lieder schreibt, ist wohl allgemein bekannt. Das Till Lindemann allerdings auch schon den zweiten Gedichtband herausgebracht hat - der erste mit dem Titel Messer, ist schrecklicherweise vergriffen und für Fans der Band und des Sängers zu horrenden Preisen zu haben - wissen wahrscheinlich nicht viele. Für den nicht sehr bibliophilen Leser gibt es allerdings eine Alternative: Kiepenheuer&Witsch haben vor einigen Jahren ein Taschenbuch mitsämtlichen Gedichten von Till Lindemann herausgebracht. In stillen Nächten - heißt nun der zweite Gedichtband und beim Lesen der einzelnen Gedichte kommt mir unweigerlich Lindemanns einzigartige Stimmte in den Sinn - und lese es still mit einem lauten und starken rollenden R. Unterstrichen werdne die Bilder, mit den Illustrationen von Matthias Matthies - teilweise sehr frivole Bilder - mir gefallen sie. Hierzu kann ich mir eine Hörcd gut vorstellen, falls er sie selbst sprechen würde. Im Vorwort heißt es sinngemäß, dass Rythmus und Reimschemata oft nicht zugegen sind und das die Inhalte oft tabuisiert sind - es geht teilweise um sexuelle Ausbeutung und um Altersdiskriminierung. Sie sind wie in kalten Nächten aus dem Eis gekratzt. Von Lindemanns Gedichten würde der geneigte Leser auch nichts anderes erwarten.

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  • In stillen Nächten weint ein Mann, weil er sich erinnern kann

    In stillen Nächten

    JenniferHilgert

    07. October 2016 um 19:05

    Die Lektüre liest sich bisweilen wie einzelne Rammstein-Strophen. Gnadenlos. Einfach. Direkt. Und doch (nachvollziehbar) sanftmütig. Mir kommen Melodien während des Lesens und ichspüre den Takt in Wort und Form. Fast zufällig erscheinen manche Verse. Fast wie nebenbei erdacht. Und doch lässt es mich schmunzeln, das lyrische Ich und oft auch seriös die Stirne runzeln, weil ich finde, was ich nicht vermutete. Verletzlichkeit und die Dunkelheit im Licht.EinBuchEinSatz: http://schriftverkehr.net/2016/02/02/rammstein-fuers-gemuet/

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  • Hart, ehrlich und voller Ironie

    In stillen Nächten

    Zyrin

    08. August 2016 um 19:10

    „In stillen Nächten“ behandelt wesentlich stärker das Hier und Jetzt, wobei auch in diesem Band Lindemann den Aspekt der Zeit nicht auslässt. Ein Zustandsbericht, leicht, amüsiert. An einigen Stellen sehr kritisch, aber immer mit einem Hauch Ironie.Liest man Lindemann, fühlt man sich mit jedem Gedicht in eine Szene gestoßen. Steht als stiller Beobachter. Lacht, weint, teilt und wundert sich. Nicht selten will man zustimmen. Das schönste, vielleicht für einige Leser das schlimmste ist, sich in Lindemanns Gedichten tatsächlich einmal selbst wiederfinden zu können und dabei zu lachen.An Lindemanns Werken gefällt mir die Sprache. Wo andere sich verklausulieren, mit Fremdwörtern und zum Teil absurden Wortgebilden versuchen ein Bild zu transportieren, schafft es der Autor mit einem wie „entbüben“. Das ist es auch, was die Lyrik tatsächlich ausmacht. Sie möchte trotz der Kunst des Reims und der Sprachfertigkeit verstanden werden, vor allem wenn sie von Dingen erzählt, die uns bewegen.

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  • Ein typischer Lindemann...

    In stillen Nächten

    Madlenchen

    Wer Rammstein und Till Lindemann kennt, weiss das seine Texte nicht immer leicht zu verstehen sind. Oder das sie des öfteren auch mit perversen Worten gespickt sind. Meiner Meinung nach mag man Till Lindemann oder nicht. Es gibt bei ihm und seinen extremen Worten kein Mittelding. Ich persönlich bin ein absoluter Rammstein und Lindemann - Fan. Daher bin ich froh, dass mein Freund mir das Buch geschenkt hat.  Ich werde an dieser Stelle mal ein Gedicht zitieren, dass mich sehr beeindruckt hat. Das Gedicht heisst: Angst "Die Sonnenblume ist verdurstet am Fenster stirbt sie da im Stehen sie weint ihr letztes Gelb ins Zimmer es ist gar traurig anzusehen Angstvoll wende ich mich ab Alt vertrocknet und vergessen wird mir das gleiche Leid geschehen so schnell vorbei die ganze Pracht war gestern noch so wunderschön" Fazit: Für jeden Rammstein-/Till Lindemann -Fan ein absolutes Muss! Es gibt einige Gedicht, die mich sehr berührt haben.

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  • In stillen Nächten

    In stillen Nächten

    darvstein20

    07. November 2013 um 07:06

    Gut

  • Lyrik vom Rammsteiner

    In stillen Nächten

    Athene

    21. October 2013 um 12:16

    INHALT: Till Lindemann, Sänger und auch Schreiber der Liedtexte der Gruppe Rammstein, schreibt seit Jahren Gedichte und Verse. Nach "Messer" ist dies nun der neue Gedichtband. FAZIT: Zu Rammstein und Till Lindemann wurde ich durch meinen Mann gebracht. Zwar kannte ich hier und da ein Lied, aber infiziert mit dem feurigen Rammsteinfieber wurde ich erst, als ich meinen Mann zu einem Konzert begleitet habe. Damals kannte ich nicht alle Lieder und habe daher besonders auf die Texte geschaut. Auch wenn mir nicht alle Lieder auf Anhieb gefallen haben, lohnte sich hier ein zweites oder drittes Mal "Hinhören". Reportagen und DVDs waren natürlich Pflicht und bei einer Reportage "Anakonda im Netz" fiel auf wie still, ruhig - fast schüchtern - Till Lindemann von sich und seiner Art zu arbeiten erzählt hat. Das Buch "Messer" steht hier signiert und ich durfte auch schon reinlinsen. Um so neugieriger war ich nun, als das Buch "In stillen Nächten" in der Verlagsvorschau aufgetaucht ist. Was erwartet einen Buchfan? Zunächst einmal muss man anführen, dass nicht unbedingt an den Texten erkennbar ist, dass es sich um Till Lindemann handelt. Denn durch die Medien haben ja viele ein vorgefertigtes Bild. Thematisch sind die Verse natürlich nicht zum Auswendiglernen und Aufsagen unterm Tannenbaum geeignet, es sei denn die Zuhörer sind über 16, denn hier wird Sex, Tod, Mord und Co. genauso thematisiert wie Liebe, Liebeskummer (Du bist mir ins Herz geschlichen - Seite 48), der Sonnenaufgang (Hat der Tag den Mond getötet - Seite 63) und der Duft von Rosen. Auch zum Lachen gibt es einiges: So gibt es doch einen Reim über das Pinkeln ins Schwimmbecken. Erkennbar ist aber auf jeden Fall, dass Till Lindemann in seinem Leben einige Bücher in der Hand hatte, über einen großen Wortschatz und eine große Allgemeinbildung verfügt. Bebildert wurde das Buch von Matthias Matthies und diese Bilder haben mich teilweise ordentlich zum Staunen und Schmunzeln gebracht: Männchen mit hängendem Gemächt, Schwangere mit Raubtierfischen im Bauch; hier werden auch mal Brüste aufgepumpt. Die Zeichnungen sind teilweise überzogen bzw. detailgenau (ich sag nur: Haare am Sack). Eine andere Bebilderung hätte ich mir gar nicht vorstellen können. Mit einigen Gedichten konnte ich viel anfangen, bei anderen fand ich die Doppeldeutigkeit genial und einige Wortspiele sind grandios. Es gab aber auch Gedichte, mit denen ich nichts anfangen konnte, aber ich denke, das ist abhängig vom Betrachter. Das Buch ist sehr abwechslungsreich Daher 4 von 5 Punkten und ich gebe das Buch nun an meinen hibbeligen Mann weiter. Leider hat dieses keine Signatur von Till Lindemann. Vielleicht wäre das mal ein ordentlicher Gast für eine Buchmesse (oder als Sprecher für ein Hörbuch). Wichtig Dreimal täglich soll man essen Post und pinkeln nicht vergessen Weihnachten Pakete schicken Einmal in der Woche f***** (Seite 27) P.S.: Für ein Präsent unterm Baum wäre das Buch auf jeden Fall geeignet. http://kleeblatts-buecherblog.blogspot.de/2013/10/till-lindemann-in-stillen-nachten-von.html

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  • Tolles Gedichtsbuch

    In stillen Nächten

    hazelnut

    09. October 2013 um 23:24

    In stillen Nächsten ist mein erstes Gedichtsbuch und mich bin echt erstaunt! Die Gedichte sind teilweise hart aber dennoch tiefgründig und oft auch sehr liebevoll geschrieben.

    Teilweise muss man bei einigen Gedichten auch an sich selber denken. Absolute Leseempfehlung!

  • Stiller als scharf

    In stillen Nächten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. October 2013 um 09:56

    Kurz ein Kommentar zur leidigen Diskussion, ob dies Lyrik im eigentlichen Sinne ist, die auch hier garantiert wieder ausbrechen wird: Wen interessiert‘s? Die Frage sollte m.M.n. vielmehr lauten, was das Geschriebene in einem auslöst. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich bei Lindemann manche Leute an der formalen Ebene aufhängen, um sich nicht mit der inhaltlichen oder der Deutungsebene befassen zu müssen, denn die sind natürlich oft unbequem, wenn nicht verstörend. „In stillen Nächten“, Lindemanns zweiter Gedichtband nach „Messer“, enthält 99 Gedichte; die kürzesten bestehen aus ein paar Wörtern, die längsten gehen ungefähr über zwei Seiten. Die Themen sind überwiegend düsterer Natur, als Leitmotiv könnte man Sexualität im weitesten Sinne sehen. Es gibt aber auch stillere Motive wie Einsamkeit und inneres Leid allgemein. Außerdem geht es um Beobachtungen und Wortspiele. Hier und da erschließt sich einem der (oder ein möglicher) Sinn erst nach ein bisschen Nachdenken. Viele Gedanken und Gefühle konnte ich nachvollziehen und empfand sie als schön „verpackt“, andere waren mir fremd, doch fand ich es interessant, ihnen einmal zu folgen. Richtige Highlights, wie Schockmomente (z.B. beim erstmaligen Lesen von „Glück“ in „Messer“, brr), richtig absurd-phantastische (z.B. „Nebel“ in „Messer“) oder perfekt auf den Nagel getroffene Sachen, waren diesmal für mich nicht dabei, auch wenn das eine oder andere Gedicht durchaus hängengeblieben ist. Im Vergleich zu „Messer“ finde ich „In stillen Nächten“ ruhiger, weniger extrem und aufs Schockieren ausgelegt. Hier eine Kostprobe der leiseren Töne, die ich sehr gelungen finde: Schönheit Wenn im Garten Rosen blühen wird jeder nur die Rosen sehen der Veilchen Seufzer in der Luft verwechselt man mit Rosenduft Kombiniert wird das Ganze mit einigen Illustrationen von Matthias Matthies; scherenschnittartige Figuren, die i.d.R. irgendwie mit ihren Genitalien beschäftigt sind. Manche sind originell und erreichen m.M.n. auf illustratorischer Ebene eine ähnliche Wirkung wie die Gedichte, weil sie eine fiese Idee verkörpern. „In stillen Nächten“ ist eine gelungene, weniger effektheischerische Gedichtsammlung als „Messer“. Neben natürlich Rammstein- und/oder Lindemann-Fans können alle Lyrik-Interessierte bedenkenlos zugreifen! Danke fürs Teilen, Herr Lindemann, fürs Herausgeben, Herr Gorkow, und fürs Anreichern, Herr Matthies!

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