Till Raether

 3.7 Sterne bei 135 Bewertungen
Autor von Treibland, Blutapfel und weiteren Büchern.
Till Raether

Lebenslauf von Till Raether

Till Raether, geboren im Februar 1969, begann nach seiner Schullaufbahn eine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule und absolvierte hinterher mehrere Praktika bei diversen Zeitungen und Zeitschriften. Als Schriftsteller bekannt ist Raether unter anderem für sein Buch "Das Leben ist nur eine Phase", das 2007 bei PIPER veröffentlicht wurde. Neben der Schriftstellerei ist Raether als Journalist für "Brigitte" und das "Süddeutsche Zeitung Magazin" tätig.

Neue Bücher

Unter Wasser

 (1)
Neu erschienen am 23.10.2018 als Taschenbuch bei ROWOHLT Taschenbuch.

Alle Bücher von Till Raether

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Treibland

Treibland

 (74)
Erschienen am 28.08.2015
Blutapfel

Blutapfel

 (16)
Erschienen am 22.07.2016
Fallwind

Fallwind

 (15)
Erschienen am 23.06.2017
Das Leben ist nur eine Phase

Das Leben ist nur eine Phase

 (12)
Erschienen am 19.09.2008
Neunauge

Neunauge

 (2)
Erschienen am 22.09.2017
Unter Wasser

Unter Wasser

 (1)
Erschienen am 23.10.2018
Treibland

Treibland

 (12)
Erschienen am 27.03.2014

Neue Rezensionen zu Till Raether

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Rezension zu "Neunauge" von Till Raether

Häschen
walli007vor einem Jahr

Wozu braucht man eigentlich einen Fallanalytiker aus München? Dort wird doch auch nur mit Wasser gekocht. Adam Danowskis letzter größerer Einsatz ist nun schon eine Weile her und seit dem fischt er eher im Trüben. Sein Glückstagebuch soll Adam eigentlich aufbauen, so recht wirkt das aber nicht. Da könnte doch ein echter Fall eine gute Ablenkung sein. In den Kellern zweier Hamburger Schulen wurden mumifizierte Leichen gefunden, was eine mittelschwere Hysterie unter den Eltern hervorruft und die Schulbehörden besorgt reagieren lässt. Besser wird das Ganze auch dadurch nicht, dass die Kollegin Meta Jurkschat einen der Toten kannte, dieses Wissen aber nicht an die große Glocke hängen möchte.


Zum vierten Mal versucht Kommissar Adam Danowski seiner Hypersensibilität Herr zu werden. Nach seinem letzten Fall ist er der Verrentung wahrscheinlich nur knapp entkommen und es bleibt zu hoffen, dass seine toten Eltern nicht noch irgendwo lauern. Auch wie es mit seiner Ehe steht, ist ihm nicht ganz klar. Immerhin hat er, um während der Arbeitswoche näher an der Arbeit zu sein, eine kleine Wohnung in der Nähe des Reviers bezogen. Schon die erste Vorführung des Münchner Kollegen Martin Gaitner, der etwas sehr kollegial daherkommt, verstimmt Danowski. Die Analysen Gaitners wirken daher geholt und lassen keine Seite klingen. Und so beginnt Adam Danowski gemeinsam mit seinen Kollegen Finzi und Meta, ein wenig auf die Seite zu ermitteln.


Nach seinem Ausflug an die Küste konzentriert sich Danowski diesmal wieder hauptsächlich auf die schöne Hansestadt, die allerdings auch vor Verbrechen und Verbrechern nicht gefeit ist. Das Triumvirat Danowski, Finzi und Jurkschat ist nochmals heimlich unterwegs. Mit Witz, Spürsinn und manchmal auch Geschick fieseln sie die einzelnen Fäden des Falles auseinander. Teilweise haben sie dabei mehr Glück als Verstand, teilweise macht Not auch erfinderisch. Was im Laufe der Nachforschungen an Beweggründen zutage kommt, ist manchmal für den normalen Verstand nicht leicht nachzuvollziehen trifft jedoch ziemlich genau eine aktuell brisante Thematik. 


In diesem vierten Fall laufen Danowski, seine Kollegen und damit auch der Autor zu ausgesprochen guter Form auf. Ein packender Fall mit genau der richtigen Portion drumherum. Davon möchte man mehr.


4,5 Sterne

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Rezension zu "Treibland" von Till Raether

Kreuzfahrtschiff „Große Freiheit“
nati51vor einem Jahr

Das Landeskriminalamt erhält einen anonymen Anruf, dass es auf dem Kreuzfahrtschiff „Große Freiheit“ einen Toten gegeben hat. Der Tote, ein Hamburger, soll an einer merkwürdigen Krankheit gestorben sein, es ist nicht klar, ob er absichtlich infiziert wurde. Da das Schiff unter panamaischer Flagge fährt, fällt der Kreuzfahrer eigentlich nicht in die Zuständigkeit der Hamburger Polizei. Doch es sollen zwei Ermittler an Bord, um Amtshilfe für die Kollegen aus Panama zu leisten. Es werden bewusst zwei Polizeibeamte ausgesucht, die die Arbeit langsam angehen lassen und keine Bäume ausreißen. Die Wahl fällt auf Kommissar Adam Danowoski, dem vom Arzt gerade Hypersensibilität bestätigt wurde und auf den trockenen Alkoholiker Finzel. Da das Schiff unter Quarantäne steht, darf es nur mit einem Schutzanzug betreten werden. Bei einem Besuch von Danowoski auf dem Schiff zerreißt der Anzug und der Kommissar muss auf dem Kreuzfahrer bleiben. Er wird von allen gemieden und wird der Pestbulle genannt. Da er an Bord nicht untätig sein will, beginnt er zu ermitteln, doch dieses geschieht oft sehr widerwillig.

In Zeiten der boomenden Kreuzfahrtreisen fand ich es interessant, wenn ein Krimi mal auf diesen Hotelschiffen spielt. Auch über die Zuständigkeiten auf einem solchen Schiff, hatte ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht. Doch meine Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt. Zu den handelnden Personen konnte ich keine Beziehung aufbauen, es gab keinen, dem ich meine Sympathie schenken konnte. Die vielen Gedanken, die sich der Kommissar über seine Krankheit und seine Familie machte, hemmten meinen Lesefluss, da die Geschichte um den tödlichen Virus, dann immer wieder in den Hintergrund trat. Der Schreibfluss wirkte auf mich am Anfang etwas hölzern, dieses wurde erst im weiteren Verlauf runder. Genauso war es mit der Spannung, die sich nur langsam aufbaute, dann aber im letzten Drittel des Buches anstieg. Aber so richtig warm geworden bin ich mit dem Buch nicht.

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walli007s avatar

Rezension zu "Fallwind" von Till Raether

Fallanalytiker
walli007vor einem Jahr

Wegen seiner Hypersensibilität ist es für Kommissar Adam Danowski immer schwieriger geworden im täglichen Polizeidienst. Neben regelmäßigen Untersuchungen, die er verordnet bekommen hat, durfte er eine Stelle als Fallanalytiker annehmen - seine letzte Chance. In dem ersten Fall, den er alleine betreuen soll, steht er den Kollegen in Friederikenburg bei. Dort hat man eine weibliche Leiche gefunden, die merkwürdig abgelegt wurde. In dem kleinen Ort kennt jeder jeden, so dass ein Blick von außen hilfreich sein kann. Danowski ist sehr froh, dass er nicht mehr mit den direkten Ermittlungen betraut ist. Schnell muss er allerdings feststellen, dass er mit seinen lauen Ratschlägen, die dem Protokoll entsprechen, aber auch nicht mehr, sein Ansehen bei den Kollegen kaum verbessern kann.


Endlich fühlt sich Adam Danowski mal halbwegs wohl. Mit seiner neuen Tätigkeit scheint er endlich das Richtige gefunden zu haben. Die eher theoretische Arbeit liegt ihm, so meint er. Auch dass er häufiger mal für ein, zwei Wochen auf Dienstreise ist, kommt ihm zupass. Aber sollte er nicht doch mehr auf andere zugehen oder sich besser um seine Familie kümmern. Auch Finzi und Meta hat er in letzter Zeit ziemlich links liegen lassen. Wenn es ihm also so vorkommt, als sei sein Seelenkostüm in recht gutem Zustand, hat er vielleicht durchaus Grund, seine Annahme nochmals zu überdenken.


Der liebenswert schräge Kommissar Adam Danowski hat mal wieder eine letzte Chance. Und wie nicht anders zu erwarten, entwickelt sich seine Fallanalyse anders und weitaus weniger ruhig als der Kommissar es sich wünschen würde. Und damit wird es für den Leser weitaus spannender als  es bei der Ausgangslage zu erwarten gewesen wäre. Zwar vermisst man die Zusammenarbeit mit Finzi und Meta, doch auch auf sich allein gestellt, stolpert Danowski in einen Fall, der komplizierter ist als man nach Auffinden der Leiche annehmen konnte. Eine Kleinstadt hat es manchmal schon in sich, die Einheimischen, die Zugezogenen, die Ermittler, denen ihre Ortskenntnis zwar hilft. Aber für die ihr Beziehungsgeflecht zu den Verwandten, Nachbarn und Freunden aber die Gefahr der Befangenheit erstehen lässt. Zudem ist mit Adam Danowski auch ein Großstädter auf dem Land, wodurch er einen frischen Blick auf die Dinge hat, ihn jedoch mitunter unsicher werden lässt.


Ein lesenswerter Kriminalroman, der etwas anders ist als die Vorgänger der Reihe, aber nichtsdestotrotz fesselnd.

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Gespräche aus der Community

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Treib - land (Seew.), so w. v. Butterland,
eine durch Dünste auf See verursachte
täuschende Erscheinung von Land.
Pierer’s Universal-Lexikon,
Altenburg 1857

Im Hamburger Hafen läuft das Kreuzfahrtschiff «MS Große Freiheit» ein. An Bord: ein toter Passagier – verstorben an einem rätselhaften Virus. Das unter panamaischer Flagge fahrende Schiff wird unter strikte Quarantäne gestellt – von wegen «Oh, wie schön ist Panama». Bald herrscht Panik in der Stadt. Kriminalkommissar Adam Danowski, der eigentlich am liebsten am Schreibtisch ermittelt, wird an den Schauplatz beordert. Niemand darf das «Todesschiff» verlassen – auch Kriminalkommissar Adam Danowski nicht, der auf der Spur eines monströsen Verbrechens ist …

Mit «Treibland» hat der Kolumnist Till Raether sein Krimi-Debut vorgelegt. Vielen von Ihnen wird er aus seiner Brigitte-Kolumne «Das Leben: Ein Selbstversuch» bekannt sein, in der er allerlei Skurriles aber auch Liebenswertes behandelt. Und so sind auch die Figuren in seinem ersten Krimi – liebenswert normal. Kommissar Danowski hat kein Alkoholproblem, er ist glücklich verheirate, hat zwei Töchter, und möchte eigentlich am liebsten Dienst nach Vorschrift machen. Wenn da nur nicht die blöde Seuche auf dem Kreuzfahrtschiff wäre, und die Kollegen aus Panama sich mal ein wenig beeilen würden. Aber, bis diese in Hamburg eintreffen, müssen Danowski und sein Kollege, von allen nur «Finzi» genannt, in dem seltsamen Fall ermitteln. Und stoßen schon bald auf Gegner, die genau das verhindern wollen …

Wir würden Sie sehr gerne zu einer Leserunde zu «Treibland» einladen. Ein wirklich spannender Hamburg-Krimi, der aber auch sehr unterhaltsam ist. (Vor allem «Finzi» sei Dank! ;-)

Und auch Till Raether wird an der Leserunde teilnehmen und all‘ Ihre Frage beantworten. 


Hier können Sie in die Leseprobe schnuppern,  oder auf der Webseite zum Buch schon mal in die Recherche des Autors eintauchen, denn Till Raether hat selbstverständlich selbst eine Kreuzfahrt unternommen. www.treibland.de

Um sich für die Leserunde zu bewerben würden wir gerne wissen, ob Sie sich vorstellen könnten, wie es wäre, auf einem Schiff in Quarantäne an Bord bleiben zu müssen, wenn dort wegen einem rätselhaften Virus-Tod ermittelt wird.

Wir sind sehr gespannt! Die Bewerbung läuft bis einschließlich 28.03. Zusätzlich zu den 15 Büchern, gibt es außerdem 10 Hörbücher von «Treibland» von den Kollegen vom Argon Verlag. Vom Berliner Tatort-Kommissar Boris Aljinovic wirklich ganz großartig, mit leichtem Hamburger Akzent ;-), gelesen!

Hier eine kleine Kostprobe.

 Viel Spaß!Ihr Rowohlt-Team.

 




Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Till Raether wurde am 15. Februar 1969 in Koblenz (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 158 Bibliotheken

auf 24 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

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