Till Raether Blutapfel

(16)

Lovelybooks Bewertung

  • 24 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 5 Rezensionen
(4)
(10)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Blutapfel“ von Till Raether

Es ist Abend, dunkel. Im Elbtunnel herrscht wie immer Stau. Plötzlich ein Schuss. Der Fahrer eines weißen Geländewagens sackt über dem Lenkrad zusammen. Der Täter entkommt unerkannt. Ein Amokläufer? Der Beginn eines Bandeskrieges? Alle Spuren führen ins Nichts. Und dann interessiert sich mit einem Mal ein amerikanischer Geheimdienst für den Fall. Hauptkommissar Adam Danowski gilt trotz seines jüngsten Ermittlungserfolges als unberechenbar. Auch diesmal geht er eigene Wege. Die führen in eine Neubausiedlung inmitten weiter Moorwiesen am Rande der Stadt, an verlassene Orte und düstere Geheimgänge.

Stöbern in Krimi & Thriller

Die Fährte des Wolfes

Actionreicher, brutaler Thriller! Die Hauptfigur konnte mich gar nicht überzeugen!

Mira20

Der Nebelmann

Für mich eher Gesellschaftskritik, denn Thriller. Echte Spannung kam für mich erst zum Ende hin auf.

elafisch

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

Ein Buch was sich wirklich sehr gut lesen lässt.

kleine_welle

Death Call - Er bringt den Tod

Bereits die ersten 50 Seiten sind der Wahnsinn und es lässt bis zum Ende hin nicht nach. Chris Carter ist einfach ein Muss im Genre Thriller

sabbel0487

Projekt Orphan

Großes Kino, spannend konstruiert, vielschichtige Charaktere und gut geschrieben. Was will man mehr?

Jewego

Das Mädchen, das schwieg

Ein spannender Norwegen-Krimi!

Danni89

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Tief in Hamburgs Untergrund

    Blutapfel
    guybrush

    guybrush

    02. August 2016 um 16:12

    Was soll ich von einem Buch halten, das so beginnt: „Hauptkommissar Adam Danowski war enttäuscht von der Rosine. Ja, er fühlte sich von ihr im Stich gelassen. Er hatte sich das besser vorgestellt mit ihr, so, dass da was passieren würde zwischen ihm und der Rosine. Jetzt saß er hier und sah, wie die anderen abgingen mit der Rosine, die waren richtig vertieft in die, die liebkosten die Rosine mit den Fingern, die drehten und drückten sie ganz nah an ihren Ohren und lauschten der Rosine, die schnüffelten mit geschlossenen Augen an der Rosine, als berge deren Aroma wortlose Antworten auf alle Fragen. Er kriegte irgendwie nichts mit von der Rosine …“ Ich schmunzle, ich lese weiter, ich unterhalte mich großartig. Ich mag ihn nämlich, diesen Danowski, der in seiner grüblerischen und leicht verpeilten Art, den Dingen auf den Grund geht. Er hat es ja auch wirklich nicht leicht. Der frühere Partner im Pflegeheim, weil er sich den Verstand weggesoffen hat. Die Frau will Karriere machen und er soll dafür auf Teilzeit. Die Kollegen verspotten ihn und seine neue Partnerin ist gewöhnungsbedürftig. Allein die Nummer, wie sie sich ständig an den Haaren fummelt … nur die Chefin ist auf seiner Seite … oder doch nicht? Der Prolog hätte nicht sein müssen. Er nimmt dem gesamten ersten Teil die Spannung, weil man als Leser genau weiß, dass die Ermittler auf dem Holzweg sind. Und zwar gründlich. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht, den Irrwegen zu folgen, die fast genauso ziellos dahinmäandern, wie Danowskis Gedankengänge.  Die oft den Faden verlieren, um ihn an ganz anderer Stelle wieder aufzunehmen und genauso sicher wie unvermuteter ins Ziel zu finden. An dieser Stelle spreche ich wieder meine Warnung aus: Es ist KEIN besonders spannender Krimi und garantiert KEIN Thriller. Es ist aber mal wieder eine ungewöhnliche Geschichte mit vielen Hindernissen, verschrobenen Charakteren und einem Humor, der so staubtrocken ist, dass man husten muss. So gar nicht Mainstream  und genau mein Geschmack.

    Mehr
  • Going Underground

    Blutapfel
    walli007

    walli007

    28. December 2015 um 11:40

    Er ist ein netter Nachbar und er hilft wo er nur kann, Bäume beschneiden, Reifen wechseln. Aufopferungsvoll kümmert er sich um seine alt gewordenen Eltern. Wieso also wird Oliver Wiebusch im Elbtunnel mit zwei Schüssen in seinem Auto getötet. Adam Danowski nach seinem Pestschiff-Fall eigentlich auf dem Abstellgleis gelandet, muss mit seiner neuen Partnerin Meta Jurkschat nach einer Panne die Ermittlungen übernehmen. Im Kommissariat wird er wegen seiner Hypersensibilität fast schon gehänselt, sein alter Partner Finzi ist nach einer Art Alkohol-Rückfall im Pflegeheim. Danowskis Leben befindet sich im Umbruch und seine Nachforschungen führen ihn in den Untergrund Hamburgs. Erstaunlich, was sich unter den Häusern und Straßen vieler Städte verbirgt. Ob London oder Berlin und nun eben Hamburg, irgendwie lässt sich darum immer ein spannender Krimi konstruieren. Dieses Geheimnisvolle der ungenutzten, verlassenen Gänge und Orte. Wenig bekannt in der Bevölkerung und dennoch die Neugier weckend. Was kann sich dort alles zutragen, schon die möglichen Fluchtwege regen die Phantasie an. Und wenn das auch noch das Opfer gleiche mehrere geheime Leben zu haben scheint, erwartet man gebannt eine Enthüllung nach der anderen. Diesen kommt Kommissar Danowski zwar nur langsam aber doch stetig näher, häufig mit sich selbst beschäftigt, mit seinem Ringen um Ruhe und Gelassenheit, gewinnt man doch den Eindruck, dass er zusammen mit den richtigen Partnern einfach nur Verbrechen bekämpfen möchte. Die Teilzeitschiene mag man ihm nicht so richtig abnehmen. Und so stellt er auch ein ums andere Mal mit der Ausrede des „Letzten Mals“ die Ermittlungen vor sein Privatleben.  Etwas beklemmend, was sich da nach und nach vor den Augen des Lesers entblättert. Nicht nur die vielfältigen Möglichkeiten der Nutzung des Untergrunds, auch die Vielschichtigkeit des Opfers machen Nachdenklich. Schließlich sind Räume neutral, den Menschen kann man jedoch immer nur vor den Kopf gucken. Findet man heraus, was sie alles zu verbergen haben, können sich schon mal die Nackenhaare aufstellen. Dennoch kann es einen gerechten Mord nicht geben. Zwar gibt die internationale Komponente dem Fall eine Besonderheit, wirkt aber doch ein wenig fremd. Sei es drum, Adam Danowski, Finzi und Jurkschat möchte man gerne wieder begegnen. Und auch die mit Durchblick gesegnete Chefin sollte sich das mit dem Ruhestand noch mal genau überlegen, so leicht ist sie nicht zu ersetzen.

    Mehr
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

    Mehr
    • 6213
    kubine

    kubine

    01. December 2015 um 16:48
  • eine wirklich tolle Fortsetzung

    Blutapfel
    Pelikanchen

    Pelikanchen

    10. November 2015 um 21:35

    >>Blutapfel<< von Till Raether Der zweite Fall für Hauptkommissar Adam Danowski, der sich eigentlich nach seinen letzten spektakulären Fall beruflich etwas zurückziehen möchte. Der Karrieresprung seiner Frau und seine Hypersensibilität sind Grund genug, sich jetzt auf eine Teilzeitstelle versetzen zu lassen. Aber wie soll es auch anders sein, es kommt ein Mord dazwischen, ein IT-Spezialist wird während eines Staus im Elbtunnel im eigenen PKW erschossen und keiner hat was gesehen. Danowskis Kollegen glauben an einen Bandenkrieg und nachdem seine eigenen Nachforschungen im Sand verlaufen, muss er auch davon ausgehen. Danowski findet nebenbei auch endlich die Zeit dafür, seinen früheren Kollegen Finzi im Pflegeheim zu besuchen, der dort als Pflegefall nach seinen vermutlich letzten Alkoholmissbrauch vor sich hin vegetiert. Da muss ich zugeben, das Danowskis erster Fall, der noch gar nicht so lange zurückliegt, mir nicht mehr richtig im Gedächtnis geblieben ist. Das hat lange gedauert, bis ich endlich wusste, was damals passiert war. Ein MEK Einsatz läuft dann total schief und der Fall wird immer brisanter, alle beteiligten haben Geheimnisse und Danowski ist sich nicht sicher, wem er noch trauen kann. Ich habe mich wirklich gefreut, als ich von meiner Freundin das Buch bekommen habe, den Adam Danowski, ein etwas schrulliger Hauptkommissar ist ein wirklich sehr sympatischer Typ, den hier der Autor Till Raether auch wirklich sehr lebensecht in Szene setzt. Nebenbei nimmt man an Danowskis Familienleben teil und muss wirklich des öfteren schmunzeln, eine wirklich nette Familie, die auch neben mir wohnen könnte. Anfangs hatte ich zwar ein bisschen Probleme in die Geschichte zu kommen, aber der wirklich geniale Schreibstil bringt einen dann doch mitten rein ins Geschehen und so langsam entwirrt sich so mancher Nebel, durch den man Anfangs nichts sehen konnte und es ergibt dann auch Sinn.  Der Krimi konnte mich wirklich fesseln, es war viel Spannung vorhanden und die Charaktere sind wirklich wieder toll beschrieben. Ich kann nur sagen, ich hoffe Danowski bekommt die Teilzeitstelle nicht und unterhält uns bald wieder mit der suche nach einen Mörder.

    Mehr
  • Ich liebe diese Reihe!

    Blutapfel
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    Die Geschichte: Nach seinem letzten spektakulären Fall trägt sich Hauptkommissar Adam Danowski mit dem Gedanken, sich beruflich etwas zurück zu ziehen. Seine Hypersensibilität und der bevorstehende Karrieresprung seiner Frau haben ihn auf die Idee gebracht, sich eine bequeme Teilzeitstelle zuteilen zu lassen. Doch dann kommt ihm ein Mord dazwischen: ein IT-Spezialist wird während eines Staus im Elbtunnel in seinem eigenen Auto erschossen. Danowskis Kollegen ermitteln in Richtung eines Bandenkriegs, an den er nicht so recht glauben will. Doch auch seine eigenen Nachforschungen verlaufen zunächst eher ergebnislos. Nebenbei besucht Adam seinen Ex-Partner Finzi im Pflegeheim, in dem er seit einem noch nicht entdeckten Mordversuch lebt. Leider ist er noch nicht wirklich ansprechbar und wirkt wie im Koma … und leider bleibt Adam nicht sein einziger Besuch. Dann läuft ein MEK-Einsatz total schief und der Fall wird immer brisanter, Danowski und seine Kollegin Jurkschat werden schließlich sogar offiziell von den Ermittlungen ausgeschlossen. Eine höhere Instanz scheint Interesse an der Sache zu haben, doch Adam lässt nicht locker und legt sich sogar mit Geheimdiensten an! Meine Meinung: Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, denn der etwas schrullige Hauptkommissar Adam Danowski ist einfach ein total sympathischer Typ, den ich schon im ersten Teil der Reihe sofort ins Leserherz geschlossen habe. Durch seine Hypersensibilität hat er es nicht leicht im Alltag: er nimmt alle Eindrücke besonders ungefiltert wahr und fühlt sich dadurch schnell überfordert. Er ist ein Typ, der nicht davon träumt, Karriere zu machen: er will einfach nur in Ruhe gelassen werden. Genauso hab ich mich auf ein Wiedersehen mit Finzi gefreut. Der hatte ja im letzten Buch großes Glück im Unglück: er hat den heimtückischen Mordanschlag einer Profikillerin überlebt, den diese leider als beinahe tödlichen Alkoholrückfall getarnt hat. Auch die anderen Mitglieder des Ermittlerteams sind genial ausgedacht: Jurkschat, die ständig an ihrem Pferdeschwanz herumfummelt, die Chefin mit ihrer Ehefrau und die beiden unliebsamen Kollegen Behling und Kienbaum, mit denen sich Danowski gerne verbale Schlagabtäusche liefert. Alle haben ihre Macken, wirken lebendig und authentisch. Das trifft auch auf die übrigen Charaktere zu, die Till Raether mit genauso viel Liebe zum Detail beschreibt wie seine Schauplätze. Besonders toll finde ich an dieser Reihe den genialen Schreibstil des Autors: es fühlt sich beim Lesen anfangs immer etwas an, als würde man durch dichten Nebel irren. Seltsame Szenen werden beschrieben, in denen man zunächst keinen Sinn erkennen kann. Erst so nach und nach schälen sich Zusammenhänge heraus und man sieht klarer. Absolut super finde ich auch die ständigen ironisch-witzigen Kommentare von Adam und überhaupt die ganzen Dialoge, die niemals konstruiert und steif wirken. Der ganze Schreibstil von Till Raether ist humorvoll, locker und ungekünstelt – einfach super zu lesen! Und natürlich weiß er auch, wie man Spannung aufbaut. Durch das anfängliche “Im-Dunkeln-tappen” ist man sofort gefesselt von der Story und will immer wissen, wie es weitergeht. An Action und brenzligen Situationen fehlt es auch nicht, doch vor zu viel Blut und ekligen Szenen muss man hier keine Angst haben: das hat der Autor nicht nötig, um seinen Krimi spannend zu machen! Super finde ich auch, dass es viele liebevolle, irgendwie tröstliche Szenen gibt inmitten der Mordermittlungen. Vor allem was Finzi betrifft, aber auch der Umgang zwischen Adam und seiner Ehefrau hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Fazit: Ein rundum gelungener Krimi mit viel Spannung, tollen Figuren, einem genial-humorvollen Schreibstil und einem stimmigen Ende, das mich auf eine baldige Fortsetzung hoffen lässt. Ich liebe diese Reihe!!!

    Mehr
    • 3
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    26. September 2015 um 23:50
    Floh schreibt Da spürt man deine ganze Begeisterung für diese Reihe. Das Cover finde ich auch total ansprechend!

    Aber die Szene zum Cover war so traurig, da musste ich fast ein Tränchen verdrücken. :/

  • Unverbrauchtes Thema im Hintergrund

    Blutapfel
    Girdie

    Girdie

    16. July 2015 um 20:25

    Bäume mit Blutäpfeln stehen in der Hainapfel-Siedlung, in die die Ermittlungen in einem Mordfall den Hamburger Hauptkommissar Adam Danowski führen. Dort hat das Opfer Oliver Wiebusch gewohnt, unauffällig, freundlich und gerne hilfsbereit beispielsweise beim Beschneiden der Apfelbäume beim Nachbarn. Unverständlich also, dass Wiebusch auf der Fahrt durch den Elbtunnel in seinem eigenen Auto erschossen wurde und der Täter unerkannt entkommen konnte. „Blutapfel“ von Till Raether ist der zweite Fall für den Ermittler Danowski. Das Buch lässt sich ohne Vorkenntnisse des ersten Bands problemlos lesen, denn auch ich kenne den ersten Fall nicht. Mit dem Prolog stellt der Autor den Leser zunächst vor ein Rätsel, denn dort begegnet er der Geheimdienstagentin Tracy Harris, die nicht mit der Wimper zuckt während zwei ihrer Kollegen jemanden unter Gewaltanwendung verhören und dabei misshandeln. Zunächst scheint kein Zusammenhang mit dem Fall von Adam Danowski zu bestehen. Erste Ermittlungserkenntnisse im Mordfall geben Hinweise in Richtung Organisierte Kriminalität. Bei einem gezielten Einsatz mit dem Ziel, die Täter festzunehmen, sollen Schulterkameras eingesetzt werden. Tracy Harris begleitet diesen Einsatz als Product Deployment Manager des Unternehmens, das die Kameras vertreibt. Obwohl sehr lange die Hintergründe des Verbrechens an Wiebusch unbekannt bleiben, hat der Leser ab diesem Zeitpunkt gegenüber Danowski den Vorteil, dass er über die Agententätigkeit von Harris Bescheid weiß. So kann er einige Situationen und Handlungen von ihr besser einschätzen als Danowski, der sich von ihr täuschen lässt. Der Leser lernt Adam Danowski nicht nur bei der Ausübung seines Berufs kennen, sondern auch im Privatleben. Seine Frau ist Lehrerin, er hat zwei Kinder und gemeinsam wünschen sie sich mehr Platz zum Wohnen. Er grübelt darüber, ob er in Teilzeit gehen und sich dann mehr um die Kinder kümmern soll, wenn seine Frau eine Rektorenstelle annimmt. Aber so ein wenig ist er auch eifersüchtig über die Beförderung eines Mitarbeiters und würde sich diese eigentlich selber wünschen. Der Charakter Danowski wirkt sehr realistisch. Der Umgang mit den Kollegen ist stimmig ebenso wie sein Verhalten zur Vorgesetzten. Neben dem Hauptkommissar gibt es gerade im beruflichen Umfeld des Ermittlers eine ganze Reihe Figuren mit liebenswerten Ticks und Eigenheiten wie beispielsweise die ständig an ihrem Pferdeschwanz nestelnde und auf richtliniengenaues Vorgehen achtende Meta Jurkschat. Sie ersetzt seinen früheren, Zoten liebenden Partner Andreas Finzel, genannt Finzi, der zum Anfang des Buch in einem Pflegeheim untergebracht ist, praktisch bewegungsunfähig und stumm nach einem Alkoholexzess. Niemand glaubt seine Behauptung, dass jhm jemand nach dem Leben trachtet. Finzi sorgt im Buch für eine große Überraschung. Das Buch wechselt in nicht zu langen Kapiteln immer wieder die Perspektive. Eine der Personen auf die sich dabei der Fokus richtet ist Trickster,  der wie das Mordopfer das Hobby Urban Exploring teilt und zu diesem in Konkurrenz stand. Sehr interessant fand ich die Beschreibungen über die Ausübung dieses Hobbies, dass mir bisher unbekannt war. Mehrere mögliche Täter und dadurch Taterklärungen machen diesen Krimi spannend von Beginn an. Eingeflochtene Nebenhandlungen, die mit den am Fall beteiligten Figuren verbunden sind, steigern die Spannung zusätzlich und lassen diese nicht abreißen. Zum Schluss gibt es eine überraschende Lösung. Mir hat „Blutapfel“ sehr gut gefallen und ich empfehle ihn daher gerne an Krimileser weiter.

    Mehr