Till Weber Tokyo - eine Biografie

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Tokyo - eine Biografie“ von Till Weber

Von der kaiserlichen Residenz zur Megacity Tokyo ist mit seinen 35 Stadtbezirken und über 9 Millionen Einwohnern heute die größte Metropolregion der Welt. Politiker, Fürsten und Unternehmer, aber auch Reisende, Künstler, Erfinder, Gelehrte, Handwerker und einfache Leute prägten die Stadt im vergangenen Jahrtausend. Ihre Lebensläufe führen die ganze Farbigkeit und Lebendigkeit dieser faszinierenden Metropole vor Augen. Als im 15. Jahrhundert der Kriegsherr Ota Dokan eine kleine Stadtsiedlung neben eine alte Burg und ein Fischerdorf namens Edo setzte, konnte niemand ahnen, dass dieses Edo um 1700 mit einer Million Einwohner die größte Stadt der Welt sein würde. Zu verdanken war das dem Fürsten Tokugawa Ieyasu, der 1590 nach Edo kam und aus dem Provinznest seine Hauptstadt machte, in der 15 Generationen seines Hauses als Shogune regierten. Die Stadt, die nach 1868, Tokyo (östliche Hauptstadt) genannt wurde, wurde schnell Heimat der Eliten Japans und wandelte sich durch die Öffnung zum Westen. Trotz aller Zuwanderung behielt die Stadt aber einen eigenen, urbanen Charakter, der auch durch die weitgehende physische Auslöschung im Großen Kanto-Beben 1923 und im Bombenhagel 1945 nicht völlig verloren ging. Ein Zugang zu Edo/Tokyo bietet sich durch die Biographien bedeutender Persönlichkeiten, die in der Stadt lebten und sie entweder aktiv prägten oder in ihren Schicksalen wiederspiegeln. Ihnen widmet sich dieses Buch.

Till Weber ist es gelungen, ein spannendes Buch über die geschichtliche Entwicklung der Stadt Tokyo und seiner Bewohner zu schreiben.

— geha362000
geha362000

Stöbern in Sachbuch

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Einmaliges Buch voller autobiographischen Aufzeichnungen aus einer anderen Zeit.

lindenelmar

Homo Deus

Der Autor spannt einen Rahmen von der Vergangenheit bis in die Zukunft. Sein Menschenbild ist gewöhnungsbedürftig.

mabuerele

Hygge! Das neue Wohnglück

Ein inspirierendes Buch, mit vielen Tipps, Interviews, und noch mehr Bildern, die das skandinavische Wohlfühlflair wiederspiegeln

Kinderbuchkiste

Spring in eine Pfütze

Ich muss sagen, ich war positiv überrascht und freue mich nun jeden Tag auf eine neue & kreative Aufgabe.

NeySceatcher

Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss

Kurzweilige, aber amüsante Lektüre über das Leben mit einem Kleinkind - auf jeden Fall lesenswert.

miah

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Informativ und spannend

    Tokyo - eine Biografie
    geha362000

    geha362000

    16. July 2016 um 18:01

    Die Geschichte der japanischen Hauptstadt Tokyo, deren Entwicklung vom Mittelalter bis 1945 als Collage aus biografischen Essays zu erzählen, ist eine grandiose Idee und äußerst geglückt in der Umsetzung. Die Geschichten von Fürsten, Shogunen, deren Familien und Samurai, Ukiyo-e-Künstlern, Verlegern, Kaufleute sind spannend zu lesen. Die Zusammenhänge werden klar.Als im 15. Jahrhundert der Kriegsherr Ota Dokan eine kleine Stadtsiedlung neben eine alte Burg und ein Fischerdorf namens Edo setzte, konnte niemand ahnen, dass dieses Edo um 1700 mit einer Million Einwohner die größte Stadt der Welt sein würde. Zu verdanken war das dem Fürsten Tokugawa Ieyasu, der 1590 nach Edo kam und aus dem Provinznest seine Hauptstadt machte, in der 15 Generationen seines Hauses als Shogune regierten.Es entwickelte sich eine Großstadt, die wegen der Ansiedlung aller japanischen Fürstenfamilien und deren Samurai unter starkem Frauenmangel litt. Die Bürgerlichen räumlich streng von den Bereichen der Adeligen getrennt, aber sehr interessiert, etwas Genaueres über deren Leben zu erfahren. So gab es die gelben Hefte: Kibyoshi und Ukiyoe Künstler, die Einblicke in das Leben gaben. Viele Feuersbrünste führten zum Erstarken der bürgerlichen Feuerwehren.Tokyo bzw. Edo, wie die Hauptstadt der Tokugawa-Shōgune bis 1868 hieß, hat eine Fülle von faszinierenden Persönlichkeiten hervorgebracht, angefangen vom Rebellen Taira Masakado, dessen Kopf mehrere 100 km bis ins heutige Herz der Stadt flog, bis hin zu Hirohito, dem Vater des heutigen Kaisers, der die Bombardierungen 1945 erleben musste, und über dessen mögliche Mitschuld am Krieg man heute noch keine einhellige Auffassung hat. Daneben begegnet man Herrschern, Gelehrten, Künstlern, Priestern, Samurai, Politikern und einfachen, aber auch skurrilen Menschen wie dem Erfinder des Sushi „nach Edo-Art“ Hanaya Yohei. Gemeinsam ist allen skizzierten Personen, dass sie ihre Stadt prägten und von ihr geprägt wurden. Die vorgestellten Essays legen Wert auch auf die historische Verortung in der Stadttopographie, die heute oft unter mehreren Schichten Zerstörung und Modernisierung freigelegt werden muss, und zeichnen in ihrer Gesamtheit den Aufstieg eines provinziellen Fischerdorfs zu Japans Metropole nach.Till Weber ist es gelungen, Geschichte spannend zu erzählen und erlebbar zu machen. Um die japanische Gesellschaft und die Bedeutung der Stadt Tokyo zu verstehen, ist es sehr lohnend, dieses Buch zu lesen.

    Mehr