Tilli Schulze

 4.7 Sterne bei 23 Bewertungen

Lebenslauf von Tilli Schulze

Die aufregende Geschichte einer Flucht: Die Autorin Tilli Schulze wurde im Jahr 1934 in Dölitz geboren, einem Stadtteil von Leipzig. Als sie gerade fünf Jahre alt war, begann der Zweite Weltkrieg. Im Alter von 16 Jahren floh sie auf eigene Faust nach Westdeutschland. Von hier aus ging es für sie weiter bis in die USA. Auf diesem Weg lernte sie auch ihren Mann kennen, mit dem sie zwei Kinder hat. Literarische Berühmtheit erlangte Schulz mit dem Werk „Das Mädchen, das von Freiheit träumte“, in dem sie zusammen mit der US-amerikanischen Journalistin Lorna Collier die Erfahrungen ihrer Kindheit verarbeitet. Nach dem Fall der Mauer versuchte sie, längst verschüttete Erinnerungen an einer Kindheit im Nationalsozialismus und die ersten Nachkriegsjahre im von der Sowjetunion besetzten Teil Deutschlands hervorzuholen. Sie erzählt die Geschichte der kleinen Tilli, die trotz bedrohlicher Kriegswirren und der Angst vor den Nationalsozialisten, die mit ihrem Euthanasieprogramm auch ihren behinderten Bruder bedrohen, niemals die Hoffnung auf eine bessere Zukunft verliert. Berichtet wird vom langen Verstecken auf dem Dachboden und der unstillbaren Sehnsucht nach Freiheit, die sie auch im neuen Regime, das auf den Terror der Nazis folgt, nicht erlangen kann. Eingebettet wird die Erzählung in die Familiengeschichte und die Historie Deutschlands Mitte des 20. Jahrhunderts.

Alle Bücher von Tilli Schulze

Tilli SchulzeDas Mädchen, das von Freiheit träumte
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Das Mädchen, das von Freiheit träumte
Das Mädchen, das von Freiheit träumte
 (23)
Erschienen am 13.07.2018

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Maddinliests avatar

Rezension zu "Das Mädchen, das von Freiheit träumte" von Tilli Schulze

Ein ehrliches und wertvolles Zeitdokument
Maddinliestvor einem Monat

Die kleine Tilli wächst in den Kriegsjahren auf und muss als kleines Mädchen dem Hunger, der Kälte und den schrecklichen Kriegs-geschehen trotzen. Dennoch kämpft sie um ihr Talent ein gescheites Kind zu sein und besucht in der Nachbarstadt eine weiterführende Schule. Aber der Krieg rückt immer näher an die Familie heran und fordert auch erste Opfer. 

In dem Buch "Das Mädchen, das von Freiheit träumte" erzählt die Autorin Tilli Schulze aus ihrem bewegten Leben. Zu Beginn des Buches weist sie darauf hin, dass sie nur eine von vielen war, vor allem aber keine Heldin und keine außerordentlich hart betroffenes Opfer des Krieges. Aber der Krieg hat ihr Leben sicherlich stark beeinflusst und sie möchte diese Geschehen auch für die Nachwelt festhalten. 

Die Schilderung der damaligen Zeit erfolgt aus der Sicht des Kindes Tilli. Gemeinsam mit der Co-Autorin Lorna Collier erzählt sie ihre Geschichte in einer einfachen und sehr lebendigen Schreibweise, was dem Buch in meinen Augen sehr viel Authentizität verleiht. Gerade die Sicht eines Kindes, welches den Krieg immer wieder in Frage stellt und das Elend nicht begreifen kann, beschreibt die Sinn- und Hilflosigkeit der damaligen Zeit. Was zunächst noch ein Ereignis in weiter Ferne ist, rückt immer näher an die Familie ran, und als erste Opfer im Umkreis zu verzeichnen sind, gewinnt die Angst um eine ungewisse Zukunft und der Kampf ums Überleben immer mehr die Oberhand. Das Buch hat mich mit Tillis Schicksal in den Bann gezogen und die Erzählungen enden nicht mit der Beendigung des Krieges sondern erzählen auch noch von der russischen Besetzung und dem Fortgang der Angst und Verzweiflung. 

"Das Mädchen, das von Freiheit träumte" ist aus meiner Sicht ein sehr gelungener und wertvoller Erlebnisbericht einer dunklen historischen Zeit, der den Wert des heutigen Friedens noch einmal deutlich unterstreicht. Ein bewegendes und zugleich beeindrucken-des Buch, welches ich sehr gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Rezension zu "Das Mädchen, das von Freiheit träumte" von Tilli Schulze

Berührende wahre Geschichte über ein freiheitsliebendes Mädchen während und nach dem 2. Weltkrieg
4petravor einem Monat

Die Autorin Tilli wächst mit ihrer Familie auf einem Bauernhof in Ostdeutschland auf. In diesem Buch erzählt sie, wie sie den zweiten Weltkrieg miterlebt hat, ihre Angst vor den Nazis, aber auch später vor den Russen und wie sie sich mit anderen Mädchen aus dem Dorf monatelang auf einem Dachboden verstecken musste.

Mich hat Tillis Geschichte unheimlich bewegt. Die Autorin schafft es, einem zu vermitteln, wie einfach und hart das Leben auf diesem Hof war. Hier habe ich vor allem auch absolute Hochachtung vor Tillis Mutter, die den Bauernhof eigentlich organisierte und dennoch immer Verständnis dafür hatte, dass Tilli diesen Weg nicht gehen wollte und sie entsprechend unterstützte. Das Buch berührt einen auch in seiner Einfachheit: es ist so geschrieben, wie ein junges Mädchen vom Land es auch erzählen würde. Ich habe das Buch auf jeden Fall regelrecht verschlungen und es vermittelt einem mal dieses Stück Zeitgeschichte aus einer anderen Perspektive.

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M

Rezension zu "Das Mädchen, das von Freiheit träumte" von Tilli Schulze

Das Mädchen, das von Freiheit träumte
malo2105vor einem Monat

Als der 1939 der zweite Weltkrieg ausbricht, ist Tilli Horn gerade 5 Jahre alt. Mit ihren Eltern und Geschwistern lebt sich im brandenburgischen Dölitz auf einen Bauernhof. Zunächst sind die Schrecken des Krieges weit entfernt. Doch dann werden immer mehr Männer zum Wehrdienst einberufen, der Krieg lässt sich nicht mehr verdrängen und auch in Dölitz und damit Tilli´s Leben hält er Einzug. Die Appelle zu Hitlers Geburtstag, Luftschutzübungen, die Rationierung von Lebensmitteln, Kriegsgefangene – all das gehört jetzt dazu. Und nach Ende Hitlers Schreckensherrschaft kommen die Russen und verbreiten unter den Anwohnern Angst und Schrecken und wieder erlebt Tilli dies aus allererster Nähe mit. Sie und weitere Mädchen und junge Frauen müssen sich monatelang auf einen Dachboden verstecken, denn die Russen waren nicht die Heilsbringer und Befreier, für die alle sie gehalten haben. Viele wollten sich für die Verbrechen der Wehrmacht an der russischen Bevölkerung rächen und haben dabei alles menschliche vergessen lassen.

Doch Tilli lässt sich nicht unterkriegen. Sie ist ein starkes Mädchen, das von Freiheit und Amerika träumt.

Mir hat „Das Mädchen, das von Freiheit träumte“ gut gefallen. In einer leicht verständlichen Sprache schildert die Autorin darin ihre eigenen Erinnerungen an ihre Kindheit. Dies macht es für mich noch greifbarer und realistischer, gerade wenn ich bedenke, dass meine Oma ebenfalls 1933 geboren wurde. Welchen Schrecken diese Generation durchmachen musste, ist für uns heute unbegreifbar.

 


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aufbauverlags avatar
Autoren oder Titel-Cover
Solange wir träumen, sind wir frei

Dölitz, 1939: Die kleine Tilli erlebt Hunger, Kälte, Bombardierungen und vor allem die Angst vor den Nazis, deren Euthanasieprogramm ihren ertaubten Bruder bedroht. Dennoch verliert das Mädchen nie den Glauben an die Zukunft und setzt durch, auf eine höhere Schule gehen zu dürfen. Mit der Befreiung durch die Russen beginnt die Leidenszeit der Frauen. Monatelang muss sich Tilli auf einem Dachboden verstecken. Auch im neuen Regime eckt sie mit ihrem Streben nach Freiheit an, und schon bald muss sie alles riskieren – und entscheiden, ob sie die Flucht in den Westen wagen soll.

Die ergreifende und wahre Überlebensgeschichte eines kleinen Mädchens und seiner Familie

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