Tilman Röhrig Caravaggios Geheimnis

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Inhaltsangabe zu „Caravaggios Geheimnis“ von Tilman Röhrig

Im Schatten des Petersdoms sinnt Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio, auf Rache. Es ist das Jahr 1593, und der junge Maler will in Rom sein Talent unter Beweis stellen. Aber immer wieder erntet das verkannte Genie nur Spott – bis Caravaggio die Kunstwelt Italiens mit seinen Kompositionen von Licht und Schatten in Erstaunen versetzt. Doch um seinem Ruhm ein Ende zu bereiten, sind Feinde und Neider zu allem bereit. In die Enge getrieben, begeht Caravaggio eine furchtbare Tat. Allein seine große Liebe Paola kann ihn jetzt noch retten.

Abgebrochen. Kam mit dem Stil nicht zurecht :(

— buchbunt

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  • Buch-Assoziationen - Bücher passend zu Substantiven, Adjektiven und Verben lesen!

    Die Verratenen

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben, gerade hatte ich spontan eine Idee und vielleicht haben ja ein paar Lust dabei mitzumachen! In diesem Thema soll in jeder Woche ein anderes Wort im Mittelpunkt stehen. Dieses Wort kann eigentlich jeder Art sein, egal ob Substantiv, Adjektiv, Verb, Farbe etc. - dabei ist nur wichtig, dass man dazu gut etwas assoziieren kann. Für die erste Woche, die am 3. Mai startet, gebe ich als Wort "Muster" vor. Wenn ihr Lust und Zeit habt, dann könnt ihr in dieser Woche ein Buch beginnen, das hierzu passt. Wie ihr das Wort "Muster" für euch interpretiert, bleibt euch dabei natürlich überlassen. Hat das Cover vielleicht ein bestimmtes Muster oder handelt eine Figur im Buch nach einem bestimmten Muster? Das vorgegebene Thema soll einfach als Anregung dienen, sich vielleicht mal ein passendes Buch vom Stapel ungelesener Bücher (= SuB) zu schnappen! Natürlich soll es viele verschiedene Wörter für Buch-Assoziationen geben - genauer gesagt für jede Woche eins! Wer hier gern mitmachen möchte, kann also direkt auch ein Wort vorschlagen. Die vorgeschlagenen Wörter würde ich einfach in der Reihenfolge eurer Anmeldungen oben für die einzelnen Wochen eintragen. Wer mitmachen möchte, muss das selbstverständlich nicht in jeder Woche tun, sondern ganz so, wie man Spaß daran hat. Wenn ihr euch über die Bücher, die ihr gerade zu einem bestimmten Assoziations-Wort lest, austauschen möchtet, dann tut das bitte immer im zugehörigen Unterthema oben. Einfach auf das Thema klicken und dort eure Beiträge schreiben :-) Falls ihr Fragen und Ideen habt, richte ich dafür auch ein extra Thema ein. Nun wünsche ich uns ganz viel Spaß!

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    Kleines91

    04. May 2014 um 14:23
  • Rezenssion zu "Caravaggios Geheimnis"

    Caravaggios Geheimnis

    katzekatzekatze

    26. July 2013 um 22:08

    Wie auch in "Wir sind das Salz von Florenz" besticht Tilman Röhrig durch seinen einzigeartigen fesselnden Schreibstil und seine Gabe, seine Leser allein durch Worte in das damalige Geschehen hinein zu katapultieren. Michelangelo Merisi ist ein energischer, aufstrebender junger Künstler, der es nie wirklich leicht hatte in seinem Leben. Durch seinen exzentrischen Malstil und seinen "wütenden" Charakter jedoch fängt er bald an aufzufallen und bald sind seine Bilder heiß begehrt - und die Neider folgen auf dem Fuße. Das einzige, was mich persönlich jetzt an dem Buch gestört hatte, war die Kombination, bzw. die Konstruktion des Charakters der Paola. Ich fand, sie hatte keine Tiefe und war nur da um den Standart der weiblichen Hauptfigur zu erfüllen - was ich sehr schade fand, denn Mario, mit dem Michealangelo langjährige Affähren hat und den er sogar als seine Muse bezeichnet, der sich immer wieder in seinen Bildern wieder findet, verfügt über viel mehr Charakter und Leidenschaft und passte einfach viel besser zu ihm, war mit seinem Sanftmut sogar der optimale Gegenpol zu Michelangelos hitzigem Charakter. Paola war einfach nur da um da zu sein und erfüllte keinen besonderen Posten, was zeitweise ziemlich nervig war -(was auch schade ist, dass man als Autor heute noch fürchten muss, dass die Bücher weniger gelesen, oder gekauft werden, wenn ersichtlich ist, dass das Paar in dem Buch etwa homosxuell und nicht hetero ist =/). Das ist auch einer der beiden Gründe, warum ich "nur" 4 Sterne gebe, obwohl ich das Buch insgesamt wirklich gut fand. Der andere Punkt war der Anfang, der irritierenderweise in den 1960iger Jahren spielte in dem eines von Caravaggios Bildern aus einer Kirche entwendet wurde. Das war etwas langweilig zu lesen, wirkte fehl am Platz und ich habe nicht so ganz verstanden, warum das unbedingt notwendig war. Was mit der Zeit auch ein wenig einseitig wurde, waren Michelangelos ständige Zornesausbrüche, seine Unfähigkeit sich zu mäßigen und seine dadurch bedingte nicht vorhandene charakterliche Entwicklung im Buch - ich weiß zwar nicht, inwieweit Röhrig da tatsächlich nach seinem historischen Originalcharakter gehandelt hat, aber nun ja. Insgesamt kann ich dieses Buch aber nur wärmstes weiterempfehlen, trotz seiner Makel ist und bleibt es lesenswert.

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  • Rezension zu "Caravaggios Geheimnis" von Tilman Röhrig

    Caravaggios Geheimnis

    monja1995

    30. April 2012 um 23:50

    Einfach nur schön Tilman Röhrig schreibt die Geschichte Michelangelo Merisis, nach seinem Geburtsort Caravaggio genannt, in Form einer Biografie, die alle Höhen und Tiefen und auch den Werdegang dieses großen Künstlers beschreibt. Wundervoll wie immer hat der Autor bis ins kleinste Detail recherchiert, so dass einfach alles total glaubwürdig beim Leser ankommt. Mit einer sehr angenehmen Art zu schreiben, ohne brutal, ins Extreme ausschweifend oder ordinär zu sein beschreibt Tilman Röhrig die Zeit in der Caravaggio lebte. Feinfühlig versetzt er den Leser in die Personen dieser Zeit. Ich für meinen Teil fühlte mich zurückversetzt und lebte, liebte und litt mit Caravaggio und seinen Mitmenschen. Auch entwickelte ich Wut und Verzweiflung über die dargestellten negativen Geschehnisse. Nicht viele Bücher schaffen es, mich so in ihren Bann zu ziehen, wie dieses Ein wunderschönes Buch, das ich guten Gewissens empfehlen kann. Klappentext: Der steinige Weg zum berauschenden Ruhm, das unlösbare Band einer besonderen Liebe, die wahnsinnige Tat grausamer Verzweiflung und die spektakuläre Flucht übers Mittelmeer: In intensiven Farben schildert Bestsellerautor Tilman Röhrig das faszienierende Leben eines der größten europäischen Maler. Im Schatten des imposanten Petersdoms sinnt Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio, auf Rache. Es ist das Jahr 1593, und der junge Maler will nach harten Lehrjahren in Mailand nun endlich in Rom, der Stadt der Meister und Mäzene, sein Talent unter Beweis stellen. Aber immer wieder erntet das verkannte Genie nur Spott - bis Caravaggio die Kunstwelt Italiens in Erstaunen versetzt. Er provoziert mit seinen Kompositionen von Licht und Schattenund schafft sich dadurch Neider und Feinde. Um seinem Ruhm ein Ende zu bereiten, sind diese zu allem bereit. In die Enge getrieben, begeht Caravaggio eine furchtbare Tat. Allein seine große Liebe Paola kann ihn jetzt noch retten. Wäre da nicht sein künstlerischer, manchmal fast sogar zerstörerischer Freiheitsdrang.

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  • Rezension zu "Caravaggios Geheimnis" von Tilman Röhrig

    Caravaggios Geheimnis

    monja1995

    30. April 2012 um 20:06

    Tilman Röhrig schreibt die Geschichte Michelangelo Merisis, nach seinem Geburtsort Caravaggio genannt, in Form einer Biografie, die alle Höhen und Tiefen und auch den Werdegang dieses großen Künstlers beschreibt. Wundervoll wie immer hat der Autor bis ins kleinste Detail recherchiert, so dass einfach alles total glaubwürdig beim Leser ankommt. Mit einer sehr angenehmen Art zu schreiben, ohne brutal, ins Extreme ausschweifend oder ordinär zu sein beschreibt Tilman Röhrig die Zeit in der Caravaggio lebte. Feinfühlig versetzt er den Leser in die Personen dieser Zeit. Ich für meinen Teil fühlte mich zurückversetzt und lebte, liebte und litt mit Caravaggio und seinen Mitmenschen. Auch entwickelte ich Wut und Verzweiflung über die dargestellten negativen Geschehnisse. Nicht viele Bücher schaffen es, mich so in ihren Bann zu ziehen, wie dieses Ein wunderschönes Buch, das ich guten Gewissens empfehlen kann. Klappentext: Der steinige Weg zum berauschenden Ruhm, das unlösbare Band einer besonderen Liebe, die wahnsinnige Tat grausamer Verzweiflung und die spektakuläre Flucht übers Mittelmeer: In intensiven Farben schildert Bestsellerautor Tilman Röhrig das faszienierende Leben eines der größten europäischen Maler. Im Schatten des imposanten Petersdoms sinnt Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio, auf Rache. Es ist das Jahr 1593, und der junge Maler will nach harten Lehrjahren in Mailand nun endlich in Rom, der Stadt der Meister und Mäzene, sein Talent unter Beweis stellen. Aber immer wieder erntet das verkannte Genie nur Spott - bis Caravaggio die Kunstwelt Italiens in Erstaunen versetzt. Er provoziert mit seinen Kompositionen von Licht und Schattenund schafft sich dadurch Neider und Feinde. Um seinem Ruhm ein Ende zu bereiten, sind diese zu allem bereit. In die Enge getrieben, begeht Caravaggio eine furchtbare Tat. Allein seine große Liebe Paola kann ihn jetzt noch retten. Wäre da nicht sein künstlerischer, manchmal fast sogar zerstörerischer Freiheitsdrang.

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  • Rezension zu "Caravaggios Geheimnis" von Tilman Röhrig

    Caravaggios Geheimnis

    ribanna

    24. January 2012 um 20:57

    Es kommt selten vor, dass ich ein Buch aufgebe und nicht zu Ende lese. Mit diesem Buch habe ich mich drei oder vier Wochen geplagt. Manchmal muss man sich erst einmal einlesen, bevor es interessant wird. Diese Buch hat mich einfach nicht in seinen Bann gezogen. Der Protagonist zutiefst unsympathisch, die Nebendarsteller farblos. Eine Ansammlung von Episoden aus dem Leben des Michelangelo Merisi, fast ohne roten Faden. Nach zwei Dritteln habe ich aufgehört zu lesen.

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  • Rezension zu "Caravaggios Geheimnis" von Tilman Röhrig

    Caravaggios Geheimnis

    Nazena

    20. November 2010 um 20:44

    Das Buch Caravaggios Geheimnis handelt vom Leben Caravaggios, eigentlich Michelangelo Merisi. Die Handlung ist sehr plastisch und lebensecht dargestellt, zieht sich allerdings sehr hin. Es kommt keine wirkliche Spannung auf und es kostete mich teilweise viel Überwindung weiterzulesen, obwohl ich Romane üblicherweise am Stück durchlese und selten mehr als 3 Tage für diese Seitenzahl brauche. Der Schreibstil ist sehr darstellungsreich, allerdings stören mich die teilweise großen Zeitsprünge, ohne dass es überleitende Sequenzen gibt. Michele ist Kind, dann plötzlich Malergeselle, dann auf Wanderschaft… es gibt keine Überleitungen zwischen den Sequenzen und die Erklärung, wo er gerade ist, was er tut und wieviel Zeit vergangen ist folgt erst später. Auch stört mich die Darstellung Micheles ein wenig: Er wird teilweise absolut unbeherrscht, jähzornig und sehr arrogant dargestellt. Jedenfalls wirkt er im Buch äußerst unsympatisch. Man kann aber seine Liebe zur Malerei gut nachempfinden. Mich erinnert die Darstellung teilweise an eine Biographie von Michelangelo Buonarotti, die ich vor einiger Zeit gelesen habe, aber ich habe ohnehin den Eindruck, dass es von Künstlern der Renaissance und der späteren Zeit eine Art Klischeebild gibt, dass hier auch wieder bestätigt wird. Mir persönlich hat das Buch nicht gefallen. Ich interessiere mich sehr für Kunst, aber der Roman konnte mich nicht fesseln. Allerdings hat mich das Buch dazu gebracht, mich mit Caravaggio auseinanderzusetzen. Ich habe vorher noch nie von ihm gehört und mich jetzt mit seinen Bildern beschäftigt. Ich muss sagen: Schon deswegen hat es sich gelohnt den Roman zu lesen.

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  • Rezension zu "Caravaggios Geheimnis" von Tilman Röhrig

    Caravaggios Geheimnis

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. August 2010 um 19:01

    Michelangelo Merisi aus Caravaggio einer der Künstler, welche die Zeit der römischen Barockmalerei einleiteten, ist die Hauptperson des Romans von Tilman Röhrig. Die Geschichte beginnt in seiner frühesten Kindheit, die durch den plötzlichen Tod des geliebten Großvaters und des Vaters gekennzeichnet wurde. Dieses Ereignis bzw. diese beiden Ereignisse sind der Grund für eine innere Wut, die den Künstler (in dem Roman) sein ganzes Leben lang begleiten sollte. Gleichzeitig scheint diese Wut aber auch ein Antrieb für seine Arbeit gewesen zu sein. Nachdem die Mutter fast das gesamte Familienvermögen für seine künstlerische Ausbildung aufgebracht hat, entschließt er sich zukünftig keine Hilfe mehr anzunehmen. Er will es ohne fremdes Zutun zu einem gefragten Künstler schaffen. Dabei stehen ihm aber häufig seine Aggressivität, sein Hang zum Alkohol und ein gewisser Übermut im Weg. Im sündigen Rom schafft er es schließlich nach einer schwierigen Zeit in die höchste Riege der Maler aufzusteigen und wird von einigen Kardinälen vererbt. Er erhält zunehmend kirchliche Aufträge. Seine Nähe zur Kirche auf der einen Seite und ein "sündiges" Leben samt Prügeleien, Huren und Alkohol auf der anderen Seite, passen allerdings nicht zusammen. So stolpert er von einem Unglück in das nächste und kommt nicht mehr um das Annehmen von fremder Hilfe herum. Er muss zunächst aus Rom fliehen und findet längere Zeit einen Unterschlupf bei den Maltesern. Doch auch dort kommt es zu Konflikten. Er wird verstßen und für Vogelfrei erklärt. Nach weiteren Fluchten wird er aufgespürt und so stark verprügelt, dass sein Überleben schon an ein Wunder grenzt. Nach Verhandlungen scheint eine Rehabilitierung in greifbare Nähe gerückt zu sein. Auf dem Rückweg nach Rom verstirbt der Maler allerdings. Tilman Röhrig hät sich an die wichtigsten biografischen Eckdaten des Malers. Das Herzstück des Romans ist aber aus meiner Sicht die Vorgehensweise Röhrigs. Er webt die bekanntesten Bilder Caravaggios in den biografischen Verlauf ein. Er entwickelt Emtstehungsgeschichten zu den einzelnen Bildern, verknüpft die Bilder mit persönlichen Erlebnissen des Malers, den Auftraggebern und der Stimmung Caravaggios. Das Eingehen auf kleine Details (vgl. das Bild "Die Wahrsagerin") zeigt deutlich, dass ers ich eingehend mit dem barocken Maler beschäftigt hat. Weniger glücklich ist im die Darstellung der barocken Zeit gelungen. Ich finde, dass das ausschweifende Leben aller Personen, die einen gewissen Status erreicht hatten gerade im Hinblick auf die Sexualität etwas übertrieben wird. Das typische Klischee vom homosexuellen frühbarocken Mann in Machtpositionen wirkt etwas überzogen. Auch die Sprache wirkt teilweise etwas holprig und unausgeglichen. Die Zeitsprünge, gerade am Anfang des Romans, sind zunächst noch gewöhnungsbedürftig. Insgesamt handelt es sich aus meiner Sicht aber um ein solides Werk, das man weiterempfehlen kann.

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  • Rezension zu "Caravaggios Geheimnis" von Tilman Röhrig

    Caravaggios Geheimnis

    suse9

    03. August 2010 um 09:59

    Erschöpft lege ich das Buch zur Seite - erschöpft von der Anstrengung durchzuhalten, es nicht abzubrechen. Ich hatte mich doch so darauf gefreut, endlich einmal wieder einen historischen Roman mit realem Hintergrund zu lesen und nebenbei auch noch etwas über die Entstehung der beeindruckenden Bilder Caravaggios zu erfahren, kein "Die ....in", kein Schmachten, keine mutige selbstbewusste Heldin, die ihren Traumprinzen erkämpft. Einen gut recherchierten authentischen Roman über das Leben eines hervorragenden Künstlers wollte ich lesen, und das ist er auch - gut recherchiert und authentisch, aber so langweilig. Es klinkt brutal, aber ich kann es nicht höflicher umschreiben. Es passiert sehr viel in dem Buch. Die Handlung ist es nicht, die die Langeweile hervorruft. Caravaggios Stationen werden beschrieben, sein schwieriger Charakter, das ständige Streben nach Anerkennung, sein mühsamer Weg nach oben, aber auch ausschweifende Saufgelage, Schlägereien, durch seine Unbeherrschtheit verursacht und Freunde, die zu ihm halten, obwohl er sie ständig vor den Kopf stößt. Tilman Röhrig macht aber mit seinem Schreibstil die spannenste Intrige, hinterhältigste Kneipenschlägerei, erotischste Liebesszene mit seinen - ich will schon fast sagen emotionslosen - Worten zunichte. Eigentlich würde ich dem Roman nur einen Stern geben. Da er mich aber angeregt hat, mich mehr mit Michelangelo Caravaggio und seinen Bildern zu beschäftigen, war die Lektüre ja nicht vollkommen umsonst. Deshalb bekommt er - wenn auch wacklige - zwei Sterne und wird mein Bücherregal verlassen, damit jemand mehr Freude daran finden kann als ich.

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  • Rezension zu "Caravaggios Geheimnis" von Tilman Röhrig

    Caravaggios Geheimnis

    MissAusten

    14. December 2009 um 20:31

    Michelangelo Merisi, besser bekannt als Caravaggio. Ein sehr eigensinniger und sturer Künstler, der in seiner Ausbildung immer im Hintergrund stand und nie zeigen konnte, was wirklich in ihm steckt. Sein Meister trug ihm nur einfache Arbeiten auf und als er sich für eine Arbeit bei einem angesehenen Architekten Roms bewirbt, sinkt er weiter in der Gunst seiner Malerkollegen. Die Wege einer Freundin aus früher Kindheit und ihm kreuzen sich. Mit ihr fängt er ein Verhältnis an, doch dieses wird durch das Verhältnis zu seinem Modell Mario zerstört. Selten gebe ich ein Buch auf. Doch hier war es soweit. Bis Seite 258 habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass mich das Buch doch noch fesseln könnte. Leider vergebens. Der Anfang ist langatmig und zäh. Mit den Seiten wurde Röhrings Sprachstil anstrengender zu lesen, sodass ich öfter Pausen machen musste. Spannung kam dabei keinesfalls auf. Gehäuft gab es Einblicke gewaltsamer Ausbrüche und Sex mit Mario. Das zusammengenommen ist nicht was ich mir durch den Einblick der Leseprobe erhofft hatte. "Der mühsame Aufstieg eines verkannten Genies und die gefährlichen Abgründe des Ruhms" heißt es auf dem Buchdeckel. Der "mühsame Aufstieg" allein hat mir gereicht, sodass mir die "Abgründe des Ruhms", so wie auch sein Geheimnis nie offenbart werden. Leider stellte sich dieses Buch als ein Flop heraus. Da kann ich nur froh sein, dass ich dieses Buch nicht gekauft habe, sondern zum rezensieren zur Verfügung gestellt bekam.

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  • Rezension zu "Caravaggios Geheimnis" von Tilman Röhrig

    Caravaggios Geheimnis

    Claudia-Marina

    08. November 2009 um 17:02

    18. Oktober 1969. Zwei Männer dringen in eine Kirche in Palermo ein. Sie stehlen die Natività, eines von Caravaggios berühmtesten Gemälden, das bis heute nicht wieder aufgetaucht ist. Mit diesem Exkurs in die Gegenwart beginnt und endet Tilman Röhrigs Roman über einen der größten Maler des italienischen Barock; Michelangelo Merisi, genannt Caravaggio. Dazwischen lässt er den Leser eintauchen in eine völlig fremde Welt. Italien gegen Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Caravaggio, 1577. Der sechsjährige Michele trauert um seinen Großvater. Er ist ein zorniges Kind, leidenschaftlich und getrieben. Er wird älter, und er bleibt ein Einzelgänger. Einzig die Malerei interessiert und fasziniert ihn. Er zieht nach Mailand um dort Malerei zu studieren. Er hat kein Glück, wird ausgebeutet und missbraucht, zieht weiter nach Rom und schließlich nach Neapel. Die große Karriere bleibt aus, sein Werk wird zwar von Würdenträgern geschätzt, aber mehr auch nicht. Die einzige Konstante in seinem Leben ist Paola, seine Jugendliebe, die nicht von ihm lassen kann und die ihm immer wieder begegnet. Caravaggio liebt sie zwar auch, kann aber gleichzeitig nicht von seinen jungen Liebhabern lassen. In seinem Leben gibt es kein Mittelmaß, ständig befindet er sich im Rausch – sei es im Farb-, Alkohol-, Liebes – oder Gewaltrausch. Zwar ist er ein genialer Maler, doch er ist ein schwieriger Charakter; zerrissen, aggressiv, labil. Er will alles oder nichts. Tilman Röhrig schafft es mit Caravaggios Geheimnis, Italien im späten 16. Und frühen 17. Jahrhundert wieder lebendig zu machen. Mit all seinen Farben, Geräuschen und Gerüchen entsteht vor meinem inneren Auge ein Bild und ich fühle mich teilweise selbst wie in Italien, immer an der Seite von Caravaggio und Paola. Caravaggio selbst ist ein Gemälde, schillernd und faszinierend, doch er entzieht sich mir selbst bei längerem Betrachten. Ich kann nicht mit ihm mitfühlen, verspüre keine Sympathie für ihn. Einzig Paola schafft es, mein Mitgefühl zu wecken, wenn sie wieder und wieder um Caravaggios Gunst wirbt, und ihn doch nicht an sich binden kann. Das Geheimnis um Caravaggio, auf das der Titel hindeutet, ist wohl seinen Charakter zu verstehen. Leider bleibt dieser wie auch die Natività verborgen.

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  • Rezension zu "Caravaggios Geheimnis" von Tilman Röhrig

    Caravaggios Geheimnis

    hundertwasser

    08. November 2009 um 13:16

    Pralles Historiengemälde über einen Maler Gerne wird in Rezensionen historischer Romane von „prallen Sittengemälden“ gesprochen. Es trifft sich also gut, dass Tilmann Röhrig nun einen historischen Roman über den Maler Michelangelo Merisi da Caravaggio, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Carvaggio, also den Urheber solcher „prallen Gemälde“ im eigentlichen Sinne, geschaffen hat. In „Caravaggios Geheimnis“ erzählt Röhrig vom mühsamen Aufstieg des jungen Michele bis hin zum gefeierten Genie, dessen Gemälde bis heute nicht vergessen sind. Zunächst muss sich der junge Mann als Porträtmaler und Gestalter von Obst für die Werke angesehener Kollegen verdingen, bis er es schafft, sich langsam in der Künstlerszene Roms zu etablieren. Doch dann begeht er einen folgenschweren Fehler und muss Richtung Sizilien fliehen, da er es sich durch seine aggressive Art endgültig mit der Herrscherclique in Rom verscherzt hat … Röhrig schafft es tatsächlich, das eingangs erwähnte pralle Gemälde über die Epoche des Frühbarock in Italien zu zeichnen. Man meint förmlich die damalige Stadtluft Roms zu atmen und fühlt sich um 400 Jahre zurückversetzt, da Röhrig plastische Schilderungen beschreibt, wie es nur wenige Romanautoren können. Er geht mit Akribie zu Werke und erschafft so ein detailliertes Bild des damaligen Lebens. Bei all dieser Genauigkeit, mit der Röhrig dem Malergenie nachspürt, hat mir nur eines am Buch nicht so richtig gefallen, und das ist die Hauptperson Michele Merisi selbst. Ich verstehe ja, dass der Autor ein detailgetreues Bild des Malers schaffen wollte (was ihm auch gelungen ist!), aber zu meiner Sympathie für Caravaggio hat das nicht beigetragen. Mir erschien er als Trunkenbold, der nach einigen Bechern Rotwein nur noch vom Hass und seiner Aggression getrieben wurde, als Mann, der sich zwischen den Geschlechtern nicht entscheiden konnte, und als selbstherrlicher Egoist. Daher konnte ich mich während des Lesens nicht so richtig mit dem Maler identifizieren, da er mir selbst nicht sympathisch war. Insgesamt aber ein toller Schmöker für lange Winterstunden über einen weltbekannten Maler und dessen weniger bekanntes aufregendes Leben!

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  • Rezension zu "Caravaggios Geheimnis" von Tilman Röhrig

    Caravaggios Geheimnis

    kleinfriedelchen

    04. November 2009 um 12:49

    Im Jahr 1969 wurde aus einer Kapelle in Palermo ein Gemälde gestohlen, welches bis heute nicht wieder aufgetaucht ist. Ob im Besitz der Mafia oder einer reichen Einzelperson, der Verbleib des Bildes ist unbekannt. Die Rede ist vom Gemälde „Nativita“ von Michelangelo Merisi da Caravaggio. Dieser Diebstahl ist der Auftakt zu Tilman Röhrigs Buch über das Leben des italienischen Malers. Im Jahr 1571 geboren, wächst Michele, wie er nur genannt wird, wohlbehütet im Städtchen Caravaggio auf. Schon früh erkennt sein Großvater die Liebe des Jungen zur Malerei und schickt ihn in die Lehre bei einem Maler. Doch die Lehrjahre sind hart. Michele muss sich nicht nur gegen die Bedrängungen des älteren Gesellen des Malers wehren, sondern auch, nach Ende seiner Lehre, gegen den Spott anderer, die seinen Malstil für zu schlicht halten. Denn Michele malt revolutionär: statt den Hintergrund auszuschmücken, hält er ihn dunkel, statt antike Statuen verwendet er einfache Leute aus dem Volk, um die Heiligen in seinen Bildern darzustellen. Trotz der Kritik lässt sich der junge Mann nicht unterkriegen. Überzeugt von seinem Talent, ist er fest entschlossen, einen reichen Gönner zu finden, der seine Karriere fördert. Und das gelingt ihm auch. Bald schon wird er mit Aufträgen überhäuft. Doch auch seine Neider bleiben nicht untätig. Man lässt ihn ausspionieren und mehrmals werden Anschläge auf seine Leben verübt, um ihn vom Malen abzuhalten. Als Michele bei solch einem Anschlag jemanden tötet, muss er aus Rom fliehen… Röhrig zeichnet ein komplexes Charakterbild des Malers: einerseits verabscheut er Ungerechtigkeit und will unbedingt durch seine eigenen Anstrengungen berühmt werden, statt nur durch die Hilfe anderer. Andererseits ist er doch auch jähzornig, sehr selbstbezogen und leicht reizbar. Eine Mischung, die ihn mir nicht sonderlich sympathisch gemacht hat. Meine Sympathie gehört eindeutig seiner Jugendliebe Paola, die durch Micheles diverse Liebschaften tief verletzt wurde und doch nicht von ihm loskommt. Trotzdem hat mich das plötzlich endende Schicksal des Malers am Ende mitgenommen. Die Handlung endet abrupt und man erfährt leider nichts mehr vom Schicksal der anderen Charaktere. Desweiteren versteht es Röhrig gut, die Schauplätze und Nebencharaktere durch klangvolle Beschreibungen zum Leben zu erwecken. Zeitweise haben mich die Beschreibungen der verkommenen Obrigkeit oder brutaler Szenen sogar schockiert, doch das zeigt nur, wie gut es Röhrig gelingt, das Bild der damaligen Gesellschaft zu vermitteln. Mein Fazit: ein schöner historischer Roman aus dem Italien des 16. Jahrhunderts, über einen charaktervollen Maler, der sich gegen jede Widerstände durchsetzt, um Ruhm zu erlangen. Mir hat’s gefallen!

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  • Rezension zu "Caravaggios Geheimnis" von Tilman Röhrig

    Caravaggios Geheimnis

    bonomania

    11. October 2009 um 01:11

    In Caravaggios Geheimnis wird das kurze aber pralle Leben des italienischen Malers Michelangelo Merisi, besser bekannt als Caravaggio, im 17. Jahrhundert beschrieben. Im Alter von 6 Jahren beginnt die Geschichte gleich mit einem recht prägnanten Beispiel seines viel gerühmten Jährzorns, der ihn Steine auf seine kleine Nachbarsfreundin Paola werfen lässt und ihr damit die Oberlippe spaltet und ihr Gesicht fürs Leben "zeichnet". In szenenhaften Absätzen und Fragmenten beschreibt das Buch seinen Werdegang vom kleinen Bauernsohn in der italienischen Provinz bis zum Maler beeindruckender Kirchengemälde in Rom. Dabei begleiten ihn nicht nur die treue Paola und deren kunstinteressierte Herrin, sondern auch jede Menge jugendlicher Liebhaber, allen voran der Geliebte Mario. Röhrig beschreibt Caravaggios Leidenschaften, die ihm im wahrsten Sinne des Wortes jede Menge Leiden schafften. Seine wild ausgelebte Sexualität zu beiden Geschlechtern und vor allem seine immer wieder schwer beherrschbaren Wutausbrüche brachten ihn mehr als einmal in Teufels Küche. Einmal brachte er deshalb sogar jemanden um und landete auch im Gefängnis. Nur guten Freunden verdankte er immer wieder sein gesellschaftliches Auferstehen. Dazu kam natürlich noch die neidische Konkurrenz im Maler-Milieu, die seine unkonventionellen Werke schlecht machen wollte, seine Vorliebe für Modelle aus der Gosse wie Huren und einfache Arbeiter verlachte und ihm Schläger und Mörder auf den Hals hetzte. Um die tatsächlich belegten Fakten spinnt Röhrig seine teils brachiale und weinselige Geschichte mit gewohnt kräftiger Sprache. Gestört hat mich allerdings, dass teilweise in sehr rasantem Tempo und deshalb oft etwas oberflächlich durch dieses bewegte Malerleben gehetzt wird. Die Szenen reihen sich stakkatoartig aneinander, wie kurze Lichtblitze die nur die Höhepunkte beleuchten. Dadurch konnte ich nicht wirklich in die Geschichte finden und habe zwar viel über den berühmten Maler Caravaggio erfahren, er ist mir aber in keinster Weise ans Herz gewachsen - wie auch keiner der anderen Protagonisten.

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  • Rezension zu "Caravaggios Geheimnis" von Tilman Röhrig

    Caravaggios Geheimnis

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. October 2009 um 17:40

    Tilman Röhrigs Roman "Caravaggios Geheimnis" beschreibt den Lebens- und Schaffensweg des italienischen Malers Michelangelo di Merisi, heute besser bekannt als Caravaggio. Geboren in einfachen Kreisen, begibt Caravaggio sich mit 13 Jahren in die Ausbildung bei einem Maler, um dann in seinem späteren Leben selbst ein bekannter und gefragter Maler zu werden. Gut gefallen hat mir an dem Buch, dass genau beschrieben wurde, wie in der frühen Neuzeit Bilder entstanden sind. Kaum ein Maler hat das gemalt, was er wollte, sondern das, was ihm in Auftrag gegeben wurde. So auch Caravaggio. Trotzdem halten ihn die Aufträge nicht davon ab, in seinen Bildern Spott und Kritik an seinen Auftraggebern oder den Umständen der Zeit zu verstecken. Auch wird seine Maltechnik, den Hintergrund zu weiten Teilen unbeleuchtet zu lassen, genau beschrieben. Weniger gefallen hat mir die Darstellung von Caravaggios Charakter. Er erscheint als cholerische Person, die keiner Streiterei aus dem Weg geht und seinen nächsten und liebsten Mitmenschen gegenüber nicht immer nett ist. Außerdem erschließt sich mir immer noch nicht, warum das Buch mit "Caravaggios Geheimnis" betitelt wurde.

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  • Rezension zu "Caravaggios Geheimnis" von Tilman Röhrig

    Caravaggios Geheimnis

    Leserrezension_2009

    01. October 2009 um 08:53

    Eingereicht von Silke R.-R.: Das Buch beschreibt in erzählender Weise das Leben einer umstrittenen Künstlerfigur im Italien des späten 16. bzw. frühen 17. Jahrhunderts. Den Rahmen der Handlung bildet die Gegenwart. In malerischer Weise, im wahrsten Sinne des Wortes, lässt der Autor den Leser anschließend in eine fremde Epoche eintauchen und beschreibt einerseits mit feinsinniger Poesie und andererseits mit schonungsloser Offenheit die Zustände im frühbarocken Italien. Dabei lässt er auch gesellschaftliche Kritik an den Verhältnissen zu. Röhlig arbeitet sehr präzise die Charaktere in ihrer Ambivalenz vor passendem historischen Hintergrund heraus. Wortwahl des Erzählers respektive Dialoge entsprechen unserem Verständnis der Epoche und lassen die Lektüre außerordentlich authentisch wirken. Das Werk ist gut strukturiert und auf Grund einer Reihe fesselnder Ereignisse mit deutlichem Spannungsbogen versehen. Der Autor versteht es, durch wechselnde Satzstellungen und Bezüge unter reichlicher Verwendung ergänzender Ausführungen einen flüssigen Stil zu erzeugen, der den Stoff leicht erschließbar werden und keine Langeweile aufkommen lässt. Das Buch darf als Bereicherung und gelungenes Werk historischer Prosa gewürdigt werden und ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen.

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