Tilman Röhrig In 300 Jahren vielleicht

(70)

Lovelybooks Bewertung

  • 60 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 0 Leser
  • 9 Rezensionen
(16)
(30)
(18)
(4)
(2)

Inhaltsangabe zu „In 300 Jahren vielleicht“ von Tilman Röhrig

Hunger, Elend und Furcht bestimmen das Leben in Eggenbusch im Jahre 1641. Nur wenige Menschen können sich noch an die Zeit vor dem Krieg erinnern. Gegen die Not, den Krieg mit seinen plündernden Soldatenhorden und die Angst vor der Pest setzt der 15-jährige Jockel seine Liebe zu Katharina und die Hoffnung, dass irgendwann wieder Friede sein wird: in dreihundert Jahren vielleicht. (Quelle:'Flexibler Einband/24.07.2013')
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Kurzweiliger Jugendroman mit viel Gewalt

    In 300  Jahren vielleicht
    Lightkeeper

    Lightkeeper

    03. October 2014 um 21:50

    Inhalt Eggebusch im Oktober 1641: Hunger, Elend und Furcht bestimmen das Leben in dem kleinen Ort. Nur wenige Menschen können sich noch an die Zeit vor dem Krieg erinnern. Gegen die Not, den Krieg mit seinen plündernden Soldatenhorden und die Angst vor der Pest setzt der 15jährige Jockel seine Liebe zu Katharina und die Hoffnung, daß irgendwann wieder Friede sein wird: in dreihundert Jahren vielleicht. Meine Meinung Ein kurzweiliger Jugendroman. Krieg im Mittelalter. Und dieser Krieg geht schon so lange, dass nur die ganz alten Menschen im Dorf noch die Zeit kennen in der Friede war. An manchen Stellen ist es sehr grausam ... abgehackte Köpfe usw. Vieles wird aus Sicht der Jugendlichen in dieser Zeit dargestellt. Das fand ich besonders interessant. Die im Klappentext beschriebene Liebesstory kam dabei aber ziemlich kurz. Ich finde wenn man das im Klappentext so erwähnt, dann sollte das doch auch etwas umfangreicher geschildert werden. Das Ende hat mir gar nicht gefallen. Für mich war das eigentlich überhaupt kein richtiges Ende. Es hört plötzlich einfach auf. Ich hätte gerne gelesen wie es weiter geht. Schade! Ich kann nicht nachvollziehen warum das Buch den deutschen Jugendliteraturpreis erhalten hat Nette Unterhaltung wars trotzdem, aber nix was man unbedingt lesen muss.

    Mehr
  • Rezension zu "In dreihundert Jahren vielleicht." von Tilman Röhrig

    In 300  Jahren vielleicht
    hans-kahle

    hans-kahle

    18. October 2012 um 11:20

    Eine Entdeckung im Antiquariat, die mich begeisterte. Das Buch wird vorgeführt als „Deutscher Jugendbuchpreis 1984“-Träger. Ich wusste, dass eine Ausgabe kurz zuvor auch in der DDR erschienen war – ein grenzüberschreitendes Buch sozusagen. Ich habe es gelesen … und nun gehört es zu den schwierigsten Aufgaben zu begründen, warum ich NICHT fünf Sterne dafür vergebe. Der Autor erzählt doch gut und seine Absicht, den Lesern Abscheu gegen Krieg anzuerziehen, ist doch löblich?! Da geht das Problem aber schon los: Zumindest mir guckte diese Absicht zu offensichtlich durch. Wer weiß denn nicht, dass Krieg keine Nährlösung für Menschlichkeit ist? Doch höchstens ein paar Werbeoffiziere, die in Schulen die Bundeswehr als interessante Berufsalternative anzupreisen habe. Bei allem konkreten Leiden, was im Einzelnen angesprochen und beschrieben wird, bleibt der Krieg trotzdem fern und abstrakt. Röhrig meint, seiner Absicht einen Gefallen zu tun, dass er die Soldaten anonym lässt, weil es egal ist, ob es „unsrige“ oder gegnerische sind. Damit verletzt er aber mindestens die Perspektive der damaligen Menschen, für die das sicher „Schweden“, „Kaiserliche“ usw. gewesen sind – auch, wenn es die gleiche Heimsuchung war. Den Einstieg fand ich großartig: Kinder und Jugendliche spielen ein perverses Spiel und werden von Herumvagabundierenden um ihre Beute gebracht. Hier wird Jockel eingeführt, man kann zusehen, was für seinesgleichen „normal“ ist, und fühlt mit ihm. Ich glaube, diese Perspektive beizubehalten, hätte meinen Problemen entgegengewirkt. Aber der Autor wollte exemplarisch das Schicksal des Dorfes durchexerzieren. Er springt mit seiner Filmkamera hin und her zu verschiedenen Erwachsenen, zu angedeuteten Ereignissen, einer Geburt, den Todesfällen usw. Nun bin ich ein fauler Leser. Ich möchte nicht laufend blättern oder einen Zettel führen, wer wie mit wem zusammengehört. Vor allem nur, um die klare Aussage illustriert zu bekommen. Vielleicht auch nicht: Alle Menschen dieses Beispieldorfs Eggebusch haben scheinbar eines gemeinsam: Sie verstehen die Welt nicht und reflektieren „den Krieg“ als eine schicksalhafte Naturkatastrophe. Gelegentlich sah ich ein Gemälde mit den vier apokalyptischen Reitern vor mir. Bei einem solchen Kaleidoskop von Typen hätte mehr drin sein sollen – hätte sich alles um Jockel gedreht, so wäre es „möglich“ gewesen. In seiner Zerrissenheit, sich sogar zu wünschen, selbst zu den Soldaten zu gehören, damit die Leute endlich vor ihm Angst haben und er nicht nur zu den Hilflosen gehört, ist er verständlich gestaltet. Geradezu schrecklich fand ich jene Szene, die für den Titel ausgewählt wurde. Der geschändeten, schwerst verletzten 12jährigen Schwester so pathetische letzte Worte in den Mund zu legen, dass in dreihundert Jahren vielleicht Frieden sei, sollte bestimmt weh tun. Das Bild lässt aber in erster Linie Unsicherheit zurück über die Wahrscheinlichkeit des Bildes und der Worte. Hier spuckt das Buch Verlassenheit aus: 300 Jahre nach der Szene ging der 2. Weltkrieg mit dem Überfall auf die Sowjetunion auf den Höhepunkt zu. Auf der anderen Seite: Jockel, Katharina und ganz wenige Dörfler verlassen ihr zerstörtes Dorf. Nachdem zuvor begründet worden war, dass man nirgendwo einen halbwegs sicheren Ort vorstellen kann und warum, ist es nur einer Dramaturgie eines Jugendbuches zuzuschreiben, wenn der Autor dem Abmarsch der Entwurzelten etwas Positives zu geben versucht. Er hätte lieber die Schnauze halten sollen und die beiden Jugendlichen, die plötzlich ein geduldetes Paar geworden waren, hätten eben festgestellt, „Wir haben ja uns“ … Und so gingen sie dem anhaltenden Krieg entgegen … Auf der Cover-Rückseite findet sich bei meiner Ausgabe eine lobpreisende Rezension von „DIE ZEIT“. Die nimmt das Ganze als Jockel-Buch an und betont zurecht, dass es ein Buch für Jugendliche und Erwachsene zugleich ist, „...uns nicht erst in dreihundert Jahren vielleicht zur Vernunft zu bringen“. Wie viele verantwortungslose mit „Friedensnobelpreis“ ausgezeichnete Verantwortungsträger müssten wohl dafür Plätze in Guantanamo zugeteilt bekommen, um ununterbrochen Lesungen aus diesem Buch anzuhören???

    Mehr
  • Rezension zu "In dreihundert Jahren vielleicht" von Tilman Röhrig

    In 300  Jahren vielleicht
    mabuerele

    mabuerele

    02. October 2010 um 16:34

    Krieg, Not, historisch

  • Rezension zu "In 300 Jahren vielleicht" von Tilman Röhrig

    In 300  Jahren vielleicht
    Ambre

    Ambre

    31. January 2010 um 16:24

    Anno domini 1641: Der Dreißigjährige Krieg geht seinem Ende entgegen, doch davon merken die Menschen in Eggebusch nur wenig. Sie sind viel zu sehr damit beschäftigt, Hunger, Pest und die plündernden Soldaten im Zaum zu halten. Dennoch bewahrt sich Jockel, der fünfzehnjährige Protagonist, die Liebe zu Katharina und die Hoffnung auf das Ende des Krieges. *** Das Werk, so kurz es auch ist, reißt mit. Es erzählt plastisch und ohne zu schönen, wie es damals war, mit was die Menschen zu kämpfen hatten und welchen Preis man zahlt, um die eigene Menschlichkeit zu wahren. Im Hinblick auf die Genrezuordnung war ich dennoch kurz irritiert: Ein Kinder- und Jugendbuch mit solch detailliert beschriebenen, gewalttätigen Szenen? Vielleicht nicht unbedingt geeignet für jüngere Leser. Fazit: Röhrig lässt die Vergangenheit auferstehen. Und zwar so, wie sie wirklich war.

    Mehr
  • Rezension zu "In dreihundert Jahren vielleicht" von Tilman Röhrig

    In 300  Jahren vielleicht
    Maggi

    Maggi

    19. November 2009 um 13:12

    Dieses Buch habe ich vor vielen Jahren gelesen, es war mein erstes Werk zum Thema 30-jähriger Krieg und ich war höchstens 14. Und ich war gefesselt, entsetzt, abgestoßen und zugleich angezogen und äußerst fasziniert! Erzählt werden in mehreren kleineren Handlunssträngen die Geschichten der Familien, vor allem der Kinder in einem kleinen Dorf, in das irgendwann die Soldatentruppen einfallen. Aber auch schon die Kriegsauswirkungen vor dieser Kathastrophe, der Hunger, die Not, die Kindersterblichkeit und die Ängste werden thematisiert. Es ist mir als beeidruckend in Erinnerung geblieben und hat mich an mehreren Stellen zu Tränen gerührt, und das hatte weniger mit meinem zarten Alter als mit fesselndem Schreibstil, hohem psychologischen Einfühlungsvermögen in die Personen und grandios übermittelter Geschichtskenntis zu tun! Prädikat: besonders wertvoll und sehr empfehlenswert auch für Erwachsene!

    Mehr
  • Rezension zu "In 300 Jahren vielleicht" von Tilman Röhrig

    In 300  Jahren vielleicht
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. September 2009 um 13:14

    Die Geschichte des 30jährigen Krieges wird hier aufgegriffen. Es zeigt die ungeschminkte Wahrheit. Brutalität ist auf fast jeder Seite zu finden, dennoch finde ich dieses Buch gut, denn es zeigt wie Krieg eben ist: grausam! Wenn man allerdings bedengt das dieses ein Jugendbuch ist, so sollte unbedingt die Psyche des jungen Lesers berücksichtigt werden. Selbst ich hatte bei manchen bildlich beschriebenen Szenen arg zu käpfen.

    Mehr
  • Rezension zu "In 300 Jahren vielleicht" von Tilman Röhrig

    In 300  Jahren vielleicht
    hazli

    hazli

    28. May 2009 um 23:04

    Die Darstellung des Lebens in einem Dorf während des 30-jährigen Krieges.
    Leicht verständlich und doch mitreißend und realistisch - zurecht Gewinner des Deutschen Jugendbuchpreises.

  • Rezension zu "In dreihundert Jahren vielleicht" von Tilman Röhrig

    In 300  Jahren vielleicht
    hazli

    hazli

    01. January 2008 um 15:44

    ein wirklich sehr bewegender Roman über die Erlebnisse einer Familie im 30-jährigen Krieg... ein faszinierend erzähltes Schicksal!

  • Rezension zu "In dreihundert Jahren vielleicht" von Tilman Röhrig

    In 300  Jahren vielleicht
    Dolittle

    Dolittle

    31. January 2007 um 20:12

    Ein spannend geschriebenes Buch über den dreißigjährigen Krieg, der in einem Ort spielt, der überall sein könnte. Geschichte wird hautnah erlebt und jugendliche Leser- auch Erwachsene- erleben mit den Familien die Schrecken des Krieges und auch die Hilflosigkeit der einzelnen Menschen.