Tilman Röhrig Wir sind das Salz von Florenz

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Inhaltsangabe zu „Wir sind das Salz von Florenz“ von Tilman Röhrig

Wir sind das Salz von Florenz", sagt Lorenzo de' Medici zu seinem Bruder Guiliano, als beide auf der Höhe ihrer Jugend und Macht über den Domplatz gehen und die Huldigung des Volkes entgegennehmen. Aber Girolamo Savonarola, der finstere Prediger von San Marco, ist überzeugt, dass das Heil der Welt in der Abkehr von allem liegt, was Freude bringt. Nur die junge Laodomia Strozzi lässt sich von ihm nicht täuschen. Trotz Willkür und Glaubenswahn sucht sie mit ihren Freundinnen, der Magd Petruschka und der lebenshungrigen Fioretta, unbeirrt ihren eigenen Weg. Der prächtige Fürst, der fanatische Mönch und die schöne Patrizierin - durch ihre Augen öffnet sich der Blick auf die dramatische Zeit der Renaissance.
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  • Florenz im 15. Jahrhundert

    Wir sind das Salz von Florenz

    mondy

    18. September 2016 um 13:05

    Anfangs habe ich etwas gebraucht, bis ich mich wirklich auf das Buch einlassen konnte. Das lag zum einen an der Dicke des Buches, welche mich abgeschreckt hat. Im Nachhinein möchte ich aber sagen, dass sich jede Seite lohnt, denn nur so kann der Autor diese durchdachte, detaillierte Geschichte erzählen, die mir einen Teil der Geschichte der Stadt Florenz so nahe gebracht hat. Zum anderen musste ich mich erstmal in die recht derbe erzählte Handlung einlesen. Es geht gleich mal los mit einer Hinrichtung, begleitet von Sex und Dekadenz. Diese Mischung aus Brutalität und Wolllust zieht sich eigentlich durch das ganze Buch, spiegelt sie doch die Moralvorstellungen der damaligen Zeit wieder. Manche Begebenheiten sind heftig, aber gerade das macht das Buch aus. Ich für meinen Teil finde das gut, lieber lese ich einen Roman, der nahe an der Realität ist, als eine weichgespülte Geschichte. Während des Lesens habe ich viel im Internet über die Medici, Girolamo Savonarola und die politischen Entwicklungen der damaligen Zeit gelesen. Der Autor hat es geschafft, mich für diese Zeit zu interessieren, was ich längst nicht von allen historischen Romanen sagen kann. Man sollte sich jedoch immer bewusst sein, dass man einen Roman liest, denn obwohl der Autor die Geschichte relativ neutral erzählt, gibt er den Charakteren schon eine gewisse Färbung in die positive oder negative Richtung mit. So hatte ich den Eindruck, dass z.B. Savonarola im Buch negativer dargestellt wird als er eigentlich gesehen wird. Mir macht das aber wenig aus, die Geschichte passt einfach so, wie sie erzählt wird. Jetzt habe ich viel über die Medici und Florenz geschrieben, eigentlich geht es aber um Laodomia Strozzi, eine Dame aus gutem Hause. Man erlebt die Stadt im 15. Jahrhundert größtenteils durch ihre Augen, ihre Gefühle und ihre Ansichten, obwohl z.B. Savonarola oder Lorenzo de’ Medici auch nicht zu kurz kommen. Laodomia ist eine selbstbewusste Frau, die zwar außerhalb des üblichen Lebens einer damaligen Frau agiert, mir aber dennoch sehr glaubhaft erschien. Ich persönlich kam gut mit ihr zurecht und auch wenn ich manche Entscheidungen so vielleicht nicht getroffen hätte, konnte ich sie doch immer nachvollziehen. Insgesamt kann ich dieses Buch nur empfehlen. Nachdem ich meine erste Skepsis überwunden hatte, konnte ich stundenlang lesen ohne dass mir langweilig wurde. Die Zeiten damals waren ziemlich turbulent und der Autor hat es geschafft, alles in eine spannende, lehrreiche, aber dennoch unterhaltsame Geschichte zu packen. Von mir gibt es 5 Sterne.

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  • Eine bunte Beschreibung des Lebens in Florenz zur Zeit der Renaissance!

    Wir sind das Salz von Florenz

    buchbunt

    25. May 2016 um 09:46

    Der Roman spielt in der Zeit der Herrschaft der Medici von Florenz, zur Zeit der Renaissance (1465 ff.). Die Charaktere des Romans sind einerseits die Familien Medici, Strozzi und Pazzi, andererseits die Frauen Laodomia, Fioretta und die Magd Petruschka, die das Leben in Florenz richtiggehend zelebrieren und als Gegenspieler der fanatisch religiöse Fra Savonarola, der gegen alles moralisch verwerfliche in der Welt kämpft und dabei vor brutalen Methoden zur Ausmerzung derselben nicht zurückschreckt. Ein sehr gut recherchierter und spannender Roman von T. Röhrig, der es versteht, die Renaissance vor dem Auge des Lesers so bunt zu beschreiben, dass man sich manchmal richtig in das Leben der Florentiner hineinverstetzt fühlt. Für Liebhaber von historischen Romanen ein Muss.

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  • einer der besten historischen Romane, die ich je gelesen habe!

    Wir sind das Salz von Florenz

    katzekatzekatze

    26. July 2013 um 21:53

    Ich war Feuer und Flamme für das Buch, schon von den ersten Seiten an. Tillman Röhrig versteht es wie kaum ein zweiter seine Leser in den Bann zu ziehen. Nicht nur die sorgfältige Ausarbeitung der Charaktere, sondern auch das schlüssige Zusammenfließen der einzelnen Schicksale, die in diesem Buch beleuchtet werden, bestechen. Röhrig verleiht Persönlichkeiten, wie den Medici, neues Leben, historische Berühmtheiten wie Leonardo da Vinci und Boticelli haben ebenso Gastauftritte, was mein Herz als als Rennaissance-Liebhaber höher schlagen lässt. Man fühlt sich einfach mitten hinein versetzt in das pulsierende Leben Italiens des späten 15. Jahrhunderts, in welchem Röhrigs Figuren - sowohl die fiktiven als auch die "echten" interagieren. Einfach nur empfehlenswert und lesenswert von der ersten bis zur letzten Seite. Trotz seiner Länge hat sich das Buch kein einziges Mal gezogen und sowas macht mMn einen richtig guten Autoren aus.

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  • Rezension zu "Wir sind das Salz von Florenz" von Tilman Röhrig

    Wir sind das Salz von Florenz

    vormi

    26. August 2011 um 15:12

    Wieder ein richtig toller, historischer Roman von Tilman Röhrig.
    Eine tolle Story, glaubhafte Personen und Handlungen.
    Überhaupt wieder einer der historischen Romane, von denen man denkt: "Ja, so könnte es wirklich gewesen sein."
    Ein Roman, in dessen Geschichte man eintauchen kann und nach dem lesen sich erstmal erstaunt umschaut.
    Sehr empfehlenswert.

  • Rezension zu "Wir sind das Salz von Florenz" von Tilman Röhrig

    Wir sind das Salz von Florenz

    Miriam81

    11. June 2011 um 21:18

    Brachte mich zum Mittelaltergenre.....TOP!!!

  • Rezension zu "Wir sind das Salz von Florenz" von Tilman Röhrig

    Wir sind das Salz von Florenz

    Kaenguruh

    30. December 2008 um 21:26

    Der historische Roman "Wir sind das Salz von Florenz" von Tilman Röhrig war für mich mit größten Erwartungen verknüpft. Erstens schätze ich Tilman Röhrig als einen Autor, der mit feinsinniger und schöpferischer Erzählkunst längst vergessene Epochen vor dem geistigen Auge lebendig werden lässt. Zweitens ist das Florenz der Renaissance, mit all seinem schöngeistigen Überflüss, immer auch ein Wiedersehen mit "alten Freunden" aus Kunst und Literatur - die Medici, allen voran natürlich Lorenzo, Boticelli und seine Venus, Michelangelo, da Vinci, und natürlich auch Savonarola. Eigentlich, so müsste man meinen, eine Erfolgsgarantie für mitreißende Schmökerstunden. Die fiktive Figur Laodomia steht im Mittelpunkt der Geschichte und lässt den Leser, durch die originell gewebten Verbindungen zu den bekannten Figuren ihrer Zeit, das Spiel der Mächtigen durch ihre Augen mitverfolgen. Es ist die typische Figur einer rebellischen Frau, wie sie in historischen Romanen sehr gern verwendet wird. Und obwohl der Rahmen wie auch die sprachliche Ausgestaltung des Romans eigentlich stimmen, habe ich keinen rechten Berührungspunkt gefunden und bin - auch nach den ganzen 900 Seiten - einfach nicht in den Sog der Erzählung geraten. Ich habe den Roman abgehackt und gestückelt gelesen, was zweifelsohne daran lag, dass mich das Lesefieber nie gepackt hat. Ich urteile mit drei Sternen - kein Top und auch kein Flop. Es gilt zu bedenken, dass ich jeoch keinerlei objektive Kritikpunkte habe. Wer weiß, vielleicht haben wir (das Buch und ich) uns nur auf dem falschen Fuß erwischt?

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  • Rezension zu "Wir sind das Salz von Florenz" von Tilman Röhrig

    Wir sind das Salz von Florenz

    Eve

    27. April 2007 um 13:33

    Ein sehr spannender historischer Roman, der einen guten Einblick in die Zeit der Renaissance gibt, in die Modernität dieser Zeit, die durch kirchliche Fanatiker zunichte gemacht wird.

  • Rezension zu "Wir sind das Salz von Florenz" von Tilman Röhrig

    Wir sind das Salz von Florenz

    HeikeG

    18. April 2007 um 19:24

    wunderbare Beschreibung der Renaissancezeit in Italien "Wir sind das Salz von Florenz" ist ein historisches Ausnahmebuch. Nicht nur, dass der Autor nahezu perfekte Recherche betrieben hat: Man versinkt beim Lesen in eine ganz andere, faszinierende Welt. Der Roman ist wie das Florenz der Medici selbst - opulent und schillernd in seiner Pracht. Die Blütezeit und der Untergang der Medici, das Ende des Mittelalters durch die Entdeckung Amerikas - das alles und noch viel mehr gibt es zu entdecken. Die Charaktere werden glaubwürdig vorgestellt - mal sympatisch, mal weniger sympatisch und manchmal sogar hassenswert. Doch Röhrig versinkt nie in Schwarz-Weiß-Malerei. Immer gibt es Grauzonen und sogar einem fanatischen Mönch Savonarola hätte man am liebsten einen anderen Verlauf der Geschichte beschieden.

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