Tilman Rammstedt Der Kaiser von China

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Inhaltsangabe zu „Der Kaiser von China“ von Tilman Rammstedt

«Ein herzzerreißend komisches Buch über das Abschiednehmen und das Erwachsenwerden.» TAZ Keith Stapperpfennig ist beim Großvater aufgewachsen, mit vier Geschwistern und einer Reihe immer jüngerer Großmütter. In die aktuelle ist er selbst verliebt. Zum Achtzigsten schenken die Enkel dem alten Herrn eine Reise an ein Ziel seiner Wahl. Er wünscht sich China, und Keith soll mit. Doch der weigert sich, verjubelt das Reisegeld und lässt den Großvater allein ziehen. Dann bekommt Keith einen Anruf, der Großvater sei im Westerwald gestorben. Er muss nun eine Geschichte aus dem Hut zaubern, die den Geschwistern glaubhaft macht, die Reise habe stattgefunden – und erfindet sein eigenes China. Und was für eines. HAUPT- UND PUBLIKUMSPREIS BEIM INGEBORG-BACHMANN-WETTBEWERB 2008

Fand es extrem lustig und den Protagonisten - trotz seines anstrengenden Verhaltens - komischerweise auch ziemlich sympathisch.

— innsb
innsb

Skurril und rührend zu Beginn, lässt das Buch leider zum Ende hin ein wenig nach. Trotzdem lesenswert!

— Queenelyza
Queenelyza

Hat latent genervt. Unsympathischer Protagonist, dürftige Erzählung. Wäre es nicht eh so dünn - ich hätte es vorzeitig abgebrochen.

— Wortwanderin
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  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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  • Der Kaiser von China von Tilman Rammstedt.

    Der Kaiser von China
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. March 2013 um 00:54

    Ein nicht näher benannter Großvater kriegt von seinen Enkeln eine Reise nach China geschenkt. Sein Lieblingsenkel Keith soll ihn begleiten, leider verspielt dieser aber das Reisegeld und so fährt der Großvater eben in den Westerwald, wo er auch stirbt. Nun werfen sich durch den Tod im Westerwald unangenehme Fragen auf, denen Keith dadurch begegnen will, dass er die Reise nach China einfach erfindet. Es fing damit an, dass ich begeistert war, von der Geschichte, der Erzählweise, des Humors, kurz gesagt von allem. Nach ungefähr 100 Seiten nahm die Begeisterung dann allmählich ab – der Gewöhnungseffekt setzte ein. So wurde der Schreibstil des Tilman Rammstedt, den ich vor kurzem noch mit den Worten revolutionär oder einfach voll geil beschrieben hätte, schnell zum alten Hut und den wollte ich mir nun nicht unbedingt aufsetzen. Da es so schlimm nicht war und ich mich dem Hörbuch widmete – maximale Entspannung bei minimaler Leseanstrengung – habe ich meine fiktive Reise durch China an der Seite von Keith und seinem extrem merkwürdigen Großvater einfach fortgesetzt, obwohl meine Begeisterung merklich abgeflaut hatte. Ich würde dieses Buch seicht nennen und humorig – manchmal richtig komisch, aber auch sehr gleichförmig. In einem scheinbar endlosen inneren Monolog, und später auch in Briefen, schildert Keith die China-Reise und die Zeit davor. Das macht zunächst großen Spaß und dann lullte es mich unglaublich ein, was mich streckenweise davon abhielt konzentriert zuzuhören, da ich einen erbitterten Kampf mit meinen schwerer werdenden Lidern führte, der mich stark in Anspruch nahm. Für mich sind die skurrilen Charaktere das beste am Buch, besonders der obskure Großvater mit seinem Kontrollwahn, den Flirtattacken auf Keiths Freundinnen und dem späten Wunsch China zu bereisen ist immer für einen Lacher, mindestens einen Schmunzler gut. Erzähler Keith hingegen wirkt da eher undynamisch und resigniert, im Gartenhaus der Familie lebend, liebes-technisch verbandelt mit Stief-Großmutter Franziska, ist er für mich mehr Charakter-Katastrophe als Sympathieträger. Das perfekte Buch, wenn Du eine kurzweilige Sommerlektüre, voller skurriler Charaktere mit nicht allzu viel Anspruch, suchst. Die Hörbuch-Version ist allerdings eine Katastrophe.

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  • Rezension zu "Der Kaiser von China" von Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China
    Sarlascht

    Sarlascht

    09. February 2013 um 20:35

    Inhalt: Der Großvater hat es sich gewünscht und so soll es sein – eine Reise nach China. Fünf Geschwister, die auslosen, wer mitfahren muss, weil klar ist – alleine kann Opa nicht reisen. Die Wahl fällt auf Keith, der hat aber mal überhaupt keine Lust das Haus zu verlassen und so macht sich der Großvater alleine auf den Weg nach China – mit dem Auto. Die Geschwister bleiben im Glauben gelassen, dass beide gemeinsam verreist sind, nur Keith und Großvater kennen die Wahrheit. Während der eine mit dem Auto quer durch Deutschland fährt, versteckt sich der andere in der Gartenlaube und schreibt Briefe, Briefe aus China und über eine Reise, die niemals stattfand. . Meine Meinung: Was es ist, weiß ich nicht genau, aber dieses Buch hat etwas sehr magisches an sich. Skeptisch machte ich mich an die Geschichte, sie klang einladend und doch hatte ich keine Vorstellung, wie man über eine Reise berichten sollte, die nicht stattfindet, aber hier liegt das Talent des Autors. Man liest sich durch die Briefe an die Geschwister, die ein Leben des Großvaters erschaffen, die einen zweifeln lassen. Wirklichkeit oder nur Fantasie? Obwohl mir klar war, dass diese Reise nicht stattfand, konnte ich dies während des Lesens nicht trennen. Für mich waren es keine leeren Postkarten, sondern tatsächliche Erlebnisse die Enkel und Großvater durchmachten. Darin sehe ich die Magie, darin, dass der Autor Grenzen verwischen kann. . Die Geschichte schließt sich schnell um einen, irgendwas bringt einen dazu, immer weiterzulesen, auch wenn man jetzt nicht sagen könnte, was gerade die Faszination ausmacht. Das Erzählte ist nett und skurril, eine seltsame Idee, aber vordergründig nimmt einen der Schreibstil in Beschlag, der sich in einem Rutsch genießen lässt. Nebenher bleibt immer die Frage offen, ob das Versteckspiel aufrechterhalten werden kann, da es zu, sagen wir, unerwarteten Stolpersteinen kommt, was nur noch mehr Feuer in die Sache bringt. . Man hat einmal die Situation, dass sich der Enkel in der Gartenlaube versteckt und dann dazwischen wieder einmal eine Postkarte eingeschoben. Von der Reise, die der Großvater tatsächlich unternommen hat, davon bekommt man leider nichts mit, irgendwie hätte mich seine Sicht der Dinge auch interessiert, aber es war Keiths Erzählung, deswegen kann man sich vermutlich eine Ausschmückung in diese Richtung nicht erwarten. Die Vorkommnisse in China, die, die also nie stattgefunden haben, sind sehr authentisch und lassen entweder auf eine wahnsinnige Recherchearbeit schließen, oder auf die blühende Fantasie dieses Autors – einerlei, es ist grandios, was hier geschaffen wurde. . Egal wie viel man gelesen hat, welche Idee man hegt, wie es weitergehen könnte, es war ständig anders wie gedacht. Dieses Buch lässt sich nicht erahnen, seine Handlung ist undurchsichtig, sprudelt nur so vor Überraschungen. Ich habe die Geschichte beendet, den Buchdeckel zugeklappt und mich gefragt: Was war das? Skurrilität auf höchstem Niveau. . Oft wird bei dem Buch das Wort Humor verwendet, was ich nicht ganz unterschreibe, da ich niemals lachen musste. Kopfschütteln wegen Absurdität – ja, mehr aber nicht, wobei, mehr brauchte das Buch für mich auch nicht. . Fazit: Absurd und skurril sind wohl die Worte, die das Buch am besten umschreiben. Nicht alle wird die Erzählweise überzeugen, dafür braucht man den Willen, sich auch mal auf etwas Seltsames einzulassen, aber letztlich ist es lohnenswert, wenn man einmal über den Tellerrand schaut.

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  • Rezension zu "Der Kaiser von China" von Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China
    Lalapeja

    Lalapeja

    18. November 2012 um 17:21

    Keith Stapperpfennig - was für ein Name! - ist bei seinem Großvater aufgewachsen und war sein Lieblingsenkelsohn. Der Großvater war immer etwas eigen, traf sich sehr oft mit immer jünger werdenden Frauen und schien dabei selbst nie zu altern. Als sich Keith mit der letzten Geliebten des Großvaters dann selbst trifft, nimmt die Geschichte eine Wendung. Er zieht aus und lebt seitdem im Gartenhaus. Der Großvater wird nun 80 und die Enkel entscheiden ihm eine Reise zu schenken. Dabei soll ihn einer begleiten, die Wahl trifft Keith. Dieser ist damit nicht wirklich einverstanden und versucht sich irgendwie drumherum zu reden, aber der Großvater will unbedingt verreisen. Und das Ziel steht auch schon fest: Es muss unbedingt China sein! Aber warum China? Das erfährt man dann nach und nach. "Der Kaiser von China" ist auf jeden Fall ein Buch für einen Tag und bleibt einem auch nicht lang im Gedächtnis. Irgendwie schade, aber viel zu bieten hat es leider nicht. Es ist witzig, charmant geschrieben, keine Frage. Aber Keith verhält sich manchmal so dämlich und unüberlegt, dass da ein schöner Schreibstil auch nicht mehr helfen kann. Zudem habe ich etwas ganz anderes erwartet beim Lesen des Klappentextes und war dann im Nachhinein etwas enttäuscht. Positiv: Im Buch befinden sich von Keith geschriebene Briefe an die Familie und diese sind wiederum sehr schön. Gut gemeinte 3 Sterne für dieses Buch, das "okay" ist, aber einen nicht vom Hocker haut...

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  • Rezension zu "Der Kaiser von China" von Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China
    Ritja

    Ritja

    10. June 2012 um 19:46

    Ich war gespannt auf dieses Buch, da die Kritiken so gut waren. Aber leider konnte mich das Buch nicht fesseln und mitziehen. Ich fand Keith Stapperpfenning einfach nur langweilig und träge ohne Rückgrat und Spannung. Ich konnte keine Symphatie aufbauen. Der Großvater war hier manchmal der rettende Anker mit seinen Kommentaren und Ansichten und seinem Dickkopf und den wechselnden Großmüttern. Die Briefe aus China fand ich etwas zäh und irgendwie wiederholten sie sich und nahmen kein Ende. Das Buch hat eigentlich nur knapp über 200 Seiten und doch kamen sie mir ewig vor. Schade, kein Buch was mich überzeugt hat.

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  • Rezension zu "Der Kaiser von China" von Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China
    Marcus_Krug

    Marcus_Krug

    13. March 2012 um 11:31

    Warum nur, warum? Preise über Preise? Ich kann es nicht nachvollziehen. Aber vielleicht überschätzt man einfach den Wert von Preisen. Man sollte eher stutzig werden. Sie drängt sich in dem Falle einfach auf, die Stutzigkeit und das Unvermögen diesem Buch überhaupt eine Auszeichnung zuzugestehen. Es ist nicht schlecht, sonst hätte es maximal einen Stern gegeben. Aber Lob kommt mir nur schwerlich über die Lippen bzw. Finger. Es geht um Keith, der mit seinem Großvater nach China fahren muß. Das wollen seine Geschister, weil er den Kürzeren gezogen hat. Aber Keith fährt nicht mit dem Großvater nach Fernost, sondern verjubelt das Geld. Die Geschichte wird teils durch erfundenen Briefe Keiths an seine Geschwister und retrospektive Abschnitte geschildert. Die Laudatoren sind sich großtenteils einig darüber, dass es in diesem Buch sehr komisch und skurril zuginge. Warum man Skurrilität immer mit einem Zirkus oder akrobatischen Schaustellern in Verbindung bringt, ist mir nach wie vor schleierhaft. Und die Stellen, die herzzerreißend komisch sein sollen, kann man an den Fingern der Hand an Großvaters nichtvorhandenem linken Arm abzählen. Das Buch wird vollkommen überbewertet, ist stellenweise, und das nicht selten, so langatmig, dass man es weglegen möchte. Aber knapp zweihundert Seiten kann man sich auch mal in der Form antun, in der Hoffnung, dass das Ende ja vielleicht noch was rausreiße. Nein, tut es nicht! So abrupt endet es, dass man glauben mag, dass der Autor selbst keine Lust mehr hatte, etwas "skurriles" und "komisches" zu schreiben. Nicht empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Der Kaiser von China" von Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China
    Callso

    Callso

    05. December 2011 um 11:21

    Ganz toll geschrieben mit viel Hingabe, sehr unterhaltsam und mit viel, viel Phantasie. Der tolle Schreibstil aus „Wir bleiben in der Nähe“ hat sich wieder bestätigt. Beeindruckend. Das Ende des Buches kam für mich ein wenig abrupt, so dass die Geschichte auf mich etwas unvollendet wirkt. Der Roman ist etwas strange, etwas konfus und insgesamt keine leichte Kost; aber höchst unterhaltsam und wie erwähnt: ein ganz feiner Stil des fabelhaften Tilman Rammstedt.

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  • Rezension zu "Der Kaiser von China" von Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China
    Lax

    Lax

    01. August 2011 um 16:32

    Die Reiseerlebnisse von Keith Stapperpfennig im fernen China beruhen nur auf Erfindungen desselben und gerade deshalb sind sie so komisch. Viele Romane leben von den ausführlichen Recherchen der Autoren. Wenn es um ein fremdes Land geht, wird dieses bereist, die Gerüche, Farben, Eigenheiten werden aufgesogen und dann in eine Geschichte verwandelt, die je nach Fabulierkunst des Autors detailreich und spannend erzählt wird, und der Leser sozusagen in das Land reist. Dass es auch anders geht. Nämlich eine gute Geschichte aus einem weit entfernten Land erzählt werden kann, wenn man nur einen Reiseführer zur Hand hat, zeigt Tilman Rammstedt, in seinem Roman „Der Kaiser von China“. Der Protagonist Keith Stapperpfennig wird von seinen Geschwistern dazu verdonnert, mit dem Großvater eine Reise nach China zu unternehmen. Dazu hat dieser aber keine Lust, deshalb erfindet er die ganze Reise, samt einer unglaublichen, exotischen Vergangenheit des Großvaters. „…ob sich Großvater nicht in etwas hineinsteigerte, was er sich vielleicht vor so langer Zeit einmal ausgedacht hatte, dass er es mittlerweile für eine tatsächliche Erinnerung hielt.“ Die Schilderungen aus dem Reich der Mitte wirken manchmal, wie aus dem Reiseprospekt abgeschrieben, was sie ja auch sind oder wie es manche Reisende auch ihren daheimgebliebenen Freunden erzählen, „Wir wohnen im Bamboo Garden, einem gemütlichen und ruhigen Hotel. Die Angestellten sind nicht ganz so zuvorkommend wie gewünscht, das liege aber an der Kultur…“, doch sind sie immer amüsant zu lesen, „…eine der kleinen Tonfiguren aus der Sui-Dynastie trägt zweifelsohne einen Pullunder.“ Das Spiel mit der Wahrheit zieht sich durch das ganze Buch und der Familie von Keith. Allein schon der Name des Protagonisten scheint einer maßlosen Phantasie zu entspringen, deshalb nennt ihn seine Geliebte, die vorher die Geliebte seines Großvaters war, sozusagen kurzzeitig Keiths Großmutter, Kapunkt, manchmal Mick oder auch Dingens. Nicht nur die Übernahme der Geliebten bringt Keith Schwierigkeiten, auch die Verhältnisse in seiner Familie sind alles andere als gut. Bei aller vorhandenen Komik ist die Geschichte auch von einer sanften Melancholie durchzogen, die manchmal gar Schwermütig wird, vor allem zum Ende des Romans. Unerfüllte Liebe, Tragödien, Sehnsucht, Tod. Alles ist in dem Roman enthalten. Tilman Rammstedt wurde 1975 geboren und studierte unter anderem Philosophie. Im Jahre 2008 wurde er mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Neben der Schriftstellerei ist er auch Musiker in der Band Fön.

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  • Rezension zu "Der Kaiser von China" von Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. March 2011 um 18:59

    Eine nette, humorvolle, poetische Geschichte.

  • Rezension zu "Der Kaiser von China" von Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China
    VeraliebtSonne

    VeraliebtSonne

    27. February 2011 um 00:04

    Das Buch „Der Kaiser von China“ von Tilmann Rammstedt handelt von Keith, der mit seinen drei weiteren Geschwistern beim Großvater aufgewachsen ist. Diesem Großvater wird zum Geburtstag eine Reise geschenkt, wobei er das Ziel selbstbestimmen kann. Und das Ziel soll China sein. Keith, sein Liebling, wird als Begleitung unter den Geschwistern ausgelost. Keith hat wenig Lust mit nach China zu reisen, er verprasst das Geld, welches für die Reise bestimmt war und lässt seinen Großvater allein losziehen, ohne dass jemand davon erfahren soll. Keith verschanzt sich in seiner Wohnung, wo ihn dann ein Anruf erreicht, dass sein Großvater verstorben sei. Plötzlich muss Keith eine Chinareise erfinden, da keiner erfahren soll, dass diese nie stattfand. So schreibt er Briefe an seine Geschwister, in denen er die Zeit mit seinem Großvater in China beschreibt. Den alten Herrn, den er nie richtig ins Herz geschlossen zu haben scheint, lässt er wieder voll aufleben und erdichtet ihm sogar ein Geheimnis und eine Geschichte von einer ungewöhnlichen, großen Lieben an. Die Geschichte wird erzählt aus Sicht von Keith. Einmal wird von Keiths Situation berichtet, vom Verhältnis zu seinem Großvater und wie er mit dessen Tod umgeht. Und zwischendurch gibt es die von ihm geschriebenen Briefe an seine Geschwister. Die Briefe sind sehr liebevoll und voller Phantasie. Es wird ein unglaubliches China beschrieben, sehr lebhaft und beeindruckend. Mit viel Humor, sehr skurrilen Personen und Situationen ist dieser Roman sehr lesenswert.

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  • Rezension zu "Der Kaiser von China" von Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China
    Klaripopari

    Klaripopari

    23. February 2011 um 17:06

    Herzerwärmende Geschichte.
    Auch wenn alles auf einer riesigen Lüge basiert, so ist es doch schön, wie der Opa scheinbar doch noch China sehen kann. Ein letzter Wunsch wird erfüllt. Irgendwie dann doch noch. Und man fragt sich: was für Menschen sind das überhaupt? Wieso haben sie das Recht? Aber es ist doch erheiternd, was sie machen.

  • Rezension zu "Der Kaiser von China" von Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China
    Gilfaen

    Gilfaen

    21. February 2011 um 17:12

    Der Text sei „hochkomisch und super“(1), so Klaus Nüchtern(2), geradezu „brilliant“(3), „… diese überbordende Suada sei mit großem Können ausgeführt, besitze bei seinem slawischen Humor etwas sehr Eigenständiges“(4), so Daniela Strigl(5), ein in seiner „Musikalität hervorragend ausgeführter Text“(6), so Andre Heiz(7). Einzig Burkhard Spinnen(8) attestierte dem wenig Potential, er „… gerät auch irgendwann in eine Schieflage, weil immer mehr und mehr aneinander gereiht wird“(9); zwar wäre die Idee, die Figurengestaltung interessant, die Motive, die Figuren, die humoristische Aufarbeitung des Thanatos-Themas seien aber nicht neu. Er sehe kaum eine Weiterentwicklung schon bekannter Themata: „Zwar blendend komponiert, ein virtuoses Potpourri - aber was hat er der Summe seiner Teile hinzuzufügen…“(10). Trotz des negativen Urteils von Spinnen wusste der Text sowohl bei den anderen Juroren als auch beim Publikum zu begeistern. Er erhielt nicht nur den Hauptpreis der Jury, sondern auch den Publikumspreis. Zurecht? Ursula März(11) kritisierte die Haltung des Juryvorsitzenden Spinnen mit den Worten: „Immer wenn hier ein Text mit enormer Leichtigkeit und einer schönen Sprache daherkommt, bei dem viel gelacht wird, wird der Moment kommen, wo er verdächtig gemacht wird.“(12) Mir liegt es fern die Leistung Tilman Rammstedts zu verdächtigen; mir liegt es fern dem Buch eine Sogwirkung zuzuschreiben, genauso wenig möchte ich ihm das Talent absprechen zwischenmenschliche Beziehungen analysieren, beschreiben, beurteilen, darstellen zu können. Die Beziehung des Großvater-Enkel-Gespanns ist gezeichnet von Missverständnissen, Konflikten, die nicht nur die Probleme zweier Menschen in unterschiedlichen Altersklassen betreffen, mehr sind es nicht ausgesprochene Gefühle und Gedanken, mehr noch sind es die Dinge innerhalb des Alltagslebens, die beide trennen. Die Liebe ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Beziehung; das Gefühl jemanden zu lieben, ihn sich nähren zu wollen, nicht zu wissen wie, die Ablehnung, die aus einer solchen Unsicherheit resultiert – all das sind keine humoristischen, schönen Momente. Beide, sowohl Keith, der Enkel, als auch der Großvater sind in dieser Beziehung einsam; sie fühlen sich vom Gegenüber allein gelassen, missverstanden, fehlinterpretiert. Die gegenseitige Suche nach Nähe innerhalb der Familie, auch zu Keith, wird der Figur des Großvaters als Negativum angelastet. Seine zahlreichen, teilweise sehr skurril beschriebenen Eigenheiten übertrieben, auch seine positiven Charakterzüge ins Negative umgekehrt. Zitat “Du kannst froh sein einen solchen Großvater zu haben“, sagte Dai, als wir den Park wieder verließen. „Ja“, sagte ich, auch wenn ich nicht wusste, ob ich darüber wirklich froh sein konnte. Ich wollte es aber können, ich wollte nichts lieber können als das, allen anderen gelang es doch auch, es konnte doch nicht so schwer sein.“(13) Der verzweifelte Versuch ihn zu lieben, ihn zu verstehen, lässt ihn auch die Nähe zu Franziska, der letzten „Großmutter“ suchen. Er baut mit ihr eine ‘Beziehung’ auf, die vornherein zum Scheitern verurteilt ist; sie teilen keine Liebe füreinander, keine tiefer gehende Emotion, einzig ihre negative Beziehung zum Großvater bleibt ihre Gemeinsamkeit. Die Beziehung zwischen beiden steht ganz im Mittelpunkt dieses Romans und wird damit auch zum Damoklesschwert für meine negative Beurteilung. Die Handlung bleibt stoisch, Konflikte zwischen den Figuren werden durch das Ableben des Großvaters nicht geklärt; die Beziehung wird einzig und allein durch Keith beurteilt. Es bleibt kein Raum für fremde Beobachtungen, für Beobachtungen von Franziska z.B. oder anderen Mitgliedern dieser Familie. Die Umwelt bleibt ein nicht erwähnter Faktor innerhalb dieser zwischenmenschlichen Beziehung. Nur die charakterliche Schwäche beider Figuren steht im Mittelpunkt, Einflüsse von Außen gibt es kaum, selbst in den fiktiven Briefen Keiths aus China verändert sich dieses Verhältnis nicht. Der Roman ist als Introspektive aufgebaut und bleibt diesem Schema bis zum Ende treu. Ein großes Manko, meiner Ansicht nach. Nicht nur die Eindimensionalität der Figuren bleibt so bis zum Ende vorhanden, auch bewegt sich in der Handlung nichts; es gibt keinen Fortgang, keine neue Erkenntnis für Keith. Er bleibt in seiner Welt gefangen, in der Konflikte nicht ausgesprochen werden, Emotionen und Gedanken nicht ausgetauscht werden. Auch die China-Episoden, die durchaus imposant, sehr skurril, sehr innovativ in Briefen des jungen Mannes an seine Familie geschildert werden, verstärken den Eindruck noch. Diese Reise hat nicht stattgefunden, sie ist nur ein Phantasieprodukt von Keith, um über den Verlust des eigentlich Ungeliebten hinweg zu kommen – Zudem wirken die Briefe nicht authentisch, aufgesetzt, zu stark konstruiert, um eine Aussage treffen zu können. Andre Heiz hat es sehr passend charakterisiert, wenn er sagt, dass in diesem Roman „Humor als Therapie eingesetzt“(14) werde und der Leser einem „ständig schwatzendes Über-Ich“(15) begegne. Fazit: Eine stilistisch gut aufgearbeitete Großvater-Enkel-Beziehung, die sich allerdings innerhalb von fast 200 Seiten wenig bis gar nicht entwickelt; ein Problem ist hier, dass die Möglichkeit Konflikte auszutragen und Lösungsmöglichkeiten zu finden von Anfang an nicht gegeben ist. Der Roman bleibt so stoisch, ohne große Wendungen, ohne große Veränderungen in seiner atmosphärisch heiter-melancholischen Introspektive. ~*~ [1] Bewertungen des Romanauszuges „Der Kaiser von China“ von Tilman Rammstedt beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2008 [2] Klaus Nüchtern ist ein österreichischer Journalist und publiziert u.a. für „Literaturen“. Seit 1989 arbeitet er als fixer Kulturredakteur, seit 1990 als Chefredakteur bei der Wiener Stadtzeitung „Der Falter“. Von 2004 bis 2008 war er Juror für den Ingeborg-Bachmann-Preis. (lyrikwelt.de) [3] Bewertungen des Romanauszuges „Der Kaiser von China“ von Tilman Rammstedt beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2008 [4] ebenda [5] Daniela Strigl ist „Literaturwissenschaftlerin, -kritikerin und Essayistin (Der Standard, Wiener Journal, Die Presse, Literatur und Kritik, ORF-Radio).“ (literaturhaus.at) [6] Bewertungen des Romanauszuges „Der Kaiser von China“ von Tilman Rammstedt beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2008 [7] „André Vladimir Heiz (* 1951) ist ein Schweizer Schriftsteller, Dozent für Semiotik und ein Designtheoretiker.“ (Wikipedia) [8] Burkhard Spinnen ist „seit 1996 (ist er) freier Autor und erhielt zahlreiche Preise; 2004 den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld für sein bisheriges Gesamtwerk.“ (perlentaucher.de) [9] Bewertungen des Romanauszuges „Der Kaiser von China“ von Tilman Rammstedt beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2008 [10] ebenda [11] Ursula März ist Journalistin bei der Frankfurter Rundschau. (Ursula März: Der 70er-Jahre-Feminismus ist passé) [12] Bewertungen des Romanauszuges „Der Kaiser von China“ von Tilman Rammstedt beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2008 [13] Tilman Rammstedt; Der Kaiser von China; DUMONT; Dezember 2008; S.166 [14] Bewertungen des Romanauszuges „Der Kaiser von China“ von Tilman Rammstedt beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2008 [15] ebenda

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  • Rezension zu "Der Kaiser von China" von Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China
    Winterzauber

    Winterzauber

    07. January 2011 um 21:33

    Ehrlich gesagt, war dieses Buch nicht ganz mein Geschmack. Habe tapfer bis zum Schluss gelesen. Es ist zweifellos gut geschrieben und ich kann auch verstehen, warum es vielleicht gut gefunden wird, aber für mich war die Geschichte einfach zu abstrus. Lügen hinter noch mehr Lügen zu verstecken machen meiner Meinung alles nur noch schlimmer und Keith setzt ja immer noch einen drauf. Die Erzählung über den Großvater hat zweifellos seine komischen Seiten !!!

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  • Rezension zu "Der Kaiser von China" von Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China
    Golondrina

    Golondrina

    19. December 2010 um 11:30

    Monatelang stand dieses Buch in meinem "lese ich gerade" Regal und machte mir ein schlechtes Gewissen. Mit etlichen Seufzern Erleichterung markiere ich es als gelesen und mit Unmut vergebe ich einen Stern: Keith Stapperpfennig - der Name der Hauptperson klingt bereits so bemüht wie die ganze Geschichte sich dann darstellt. Ein erwachsener Mann, der das Reisegeld für die Chinareise mit seinem Großvater zusammen mit der ehemaligen Geliebten seines Großvaters verspielt, die Reise dann nicht antritt und es über mehrere Tage nicht schafft, seinen allein abgefahrenen und im Westerwald verstorbenen Großvater zu identifizieren, sich stattdessen lieber unter einem Tisch zu Hause versteckt und fingierte Briefe aus China an seine Geschwister schreibt, also der hat deutlich ein Problem. Ein für mich nicht nachvollziehbares Problem. Sowohl die Briefe als auch die Beschreibung der eigentlichen Handlung lassen bei mir keine Symphatie für die Figuren aufkommen. Abstruse Handlungen werden unmotiviert aneinandergereiht und mir scheint, dass der Autor einfach alles verwurstelt, was ihm so in den Sinn kam und in seinen bisherigen Büchern keinen Platz gefunden hat. Bitte nicht noch mehr davon.

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  • Rezension zu "Der Kaiser von China" von Tilman Rammstedt

    Der Kaiser von China
    Fotini

    Fotini

    29. October 2010 um 00:39

    Also ehrlich gesagt verstehe ich nicht, wie man mit diesem Buch einen Preis gewinnen konnte. Den einzigen Preis den ich verleihen würde, wäre der, des "langweiligsten Buches des Jahres". Ich lege wirklich nur sehr selten ein Buch weg, weil es mir nicht gefallen hat, aber hier ging es nach 2/3 des Buches wirklich nicht anders. Die ganzen guten Kritiken sind mir unbegreiflich, das Buch ist weder lustig, noch interessant und auch nicht spannend. Ich hab mir wirklich sehr viel von diesem Roman versprochen, vorallem auch wegen der vielen guten Rezensionen und dem gut klingenden Klappentext, aber ich wurde vollends enttäuscht. Vielleicht versuche ich bald mal den Rest des Buches zuende zu lesen, aber momentan habe ich wirklich keine Lust dazu. Meiner Meinung nach ein Flop. Nicht empfehlenswert.

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