Tilman Rammstedt Erledigungen vor der Feier

(26)

Lovelybooks Bewertung

  • 25 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 5 Rezensionen
(5)
(13)
(7)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Erledigungen vor der Feier“ von Tilman Rammstedt

„Ein erstaunliches Debüt. Präzise, scharfsinnig und höchst amüsant.“ (Der Spiegel) Tilman Rammstedts Debüt ist eine Einladung zur Feier. Auf wunderbare Weise führt er vor, wie wenig wunderbar das Leben sich manchmal zeigt. Es könnte so leicht sein zu zweit, wenn man sich nicht ständig selbst im Wege stünde. Tilman Rammstedts Helden wissen viel zu gut, was sie tun. Hinter jedem geglückten Augenblick wartet schon das betretene Schweigen danach, so ist auch "küssen auf jeden Fall einfacher als sich geküsst haben". Mit Tuchjolskys schwermütiger Leichtigkeit schaffen es Tilman Rammstedts Figuren ein ums andere Mal, dem Glück aus dem Weg zu gehen. So groß ihre Sehnsucht ist: Vor der Feier warten viele Hindernisse. „Man möchte Rammstedt ständig zitieren.“ (Frankfurter Rundschau)

Kurzgeschichten, die für Leseabende konzipiert wurden - nicht alles gefällt, aber manches ist durchaus gefällig...

— parden
parden

Die titelgebende Geschichte "Erledigungen vor der Feier" ist der Knaller! Sie entschädigt für die eine oder andere etwas langweilige oder konfuse Erzählung.

— Saari
Saari

Stöbern in Romane

Die goldene Stadt

Eine wunderbare Abenteuergeschichte über die Entdeckung von Machu Picchu. Hervorragend recherchiert, spannend und interessant geschrieben.

Daria87

Der Junge auf dem Berg

Eine herzzerreißende Geschichte darüber, was das Streben nach Macht mit einem kleinen Jungen anrichten kann.

Daria87

Liebe zwischen den Zeilen

Aufschlagen und eintauchen!

lesemaus1981

Dann schlaf auch du

Spannende, bedrückende Geschichte, gut erzählt, doch ohne das gewisse Etwas, das mich völlig vom Hocker gehauen hätte.

once-upon-a-time

Heimkehren

Beeindruckender Roman über die Geschichte einer Familie

striesener

Sommer unseres Lebens

Ein Sommer in Portugal

buchernarr

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Luftgitarre und Deorollermikrophone...

    Erledigungen vor der Feier
    parden

    parden

    LUFTGITARRE UND DEOROLLERMIKROPHONE... "Erledigungen vor der Feier" ist ein besonderes Debüt, das von Elke Heidenreich in ihrer damaligen Sendung "Lesen" eindringlich empfohlen wurde. Tilman Rammstedt führt auf wunderbare Weise vor, wie wenig wunderbar sich das Leben manchmal zeigt. Es könnte so leicht sein zu zweit, wenn man sich nicht ständig selbst im Wege stünde. Tilman Rammstedts Helden wissen viel zu gut, was sie tun. So wartet hinter jedem geglückten Augenblick schon das betretene Schweigen danach. "Wenn man das Weite suchen will, dann ist es nicht nur wichtig, Schuhe und eine Jacke anzuziehen, es ist auch wichtig, nicht erst im Zimmer auf und ab zu laufen" - der Erzähler hat viele Wünsche, aber es findet sich immer ein Grund, sie nicht zu verwirklichen. Er ist verliebt in eine wunderbar-wunderliche Frau, aber aus Furcht, sich festzulegen, bleiben die beiden unverbindlich. So tun sie die Dinge, die man nur tun kann, solange man kein Liebespaar ist - bis zu jener Nacht, "in der wir aufhörten, nicht miteinander zu schlafen". Tilman Rammstedt beschreibt in seinen Episoden Gedanken, die so oder ähnlich wohl jeder schon gedacht hat, doch viel zu selten ausspricht. Er schreibt im Tempo der Gedanken und bringt sie dennoch immer auf den entscheidenden Punkt. Die meisten werden sich wiederfinden in den Beziehungsentwicklungen, den kleinen Alltagsfreuden und den lästigen Selbstreflexionen. Und dabei bleibt alles Erzählung, der Erzähler selbst steht im Hintergrund, er wertet nicht, er beschreibt. Dieses Debut ist unterhaltsam, aufschlußreich und intelligent geschrieben. Allerdings sind es Kurzgeschichten, die nur teilweise in einem Zusammenhang miteinander stehen. Geschrieben sind diese 21 Kurzgeschichten in einem Stil, den Tilman Rammstedt selbst in einem Interview mit "Schriftstelle" (November 2001) als LESEBÜHNENSTIL bezeichnet hat: "Poentiert zu schreiben, über Alltägliches zu schreiben, mit einer gewissen Distanz darüber zu schreiben und vor allen Dingen: wie man es vorträgt, also sehr, sehr trocken vortragen, gar nicht der gefürchtete pathetische Dichtervortrag." Dass die Texte zunächst für Leseabende geschrieben wurden, merkt man ihnen an, nicht nur an der "Leselänge von vier bis acht Minuten pro Text", sondern auch an den "Lacherstellen". Der Schreibstil war in jedem Fall interessant und poentiert, und für sein Erstlingswerk erhielt Tilman Rammstedt 2005 den Kasseler Förderpreis für Komische Literatur. So weit wäre ich nicht gegangen, aber ich bin gespannt darauf, einen Roman von ihm kennen zu lernen. © Parden

    Mehr
    • 9
    Sabine17

    Sabine17

    16. November 2014 um 14:09
  • Rezension zu "Erledigungen vor der Feier" von Tilman Rammstedt

    Erledigungen vor der Feier
    Callso

    Callso

    13. May 2012 um 10:08

    Tilman Rammstedt serviert kleine Geschichten und man liest, schweigt, genießt und freut sich. Feine Kost – subtil, verworren, schwierig, ideenreich und anspruchsvoll. Dabei kommt Rammstedt immer wieder um die Ecke als Andeuter, als wagemutiger Literat und Verpackungs- und Wortkünstler. Und als fieser Fährtenleger - nie ist man sich sicher, wie es der Autor wohl meint...Er erzählt, umschreibt, deutet an und formuliert munter weiter. Als Leser ist man sich nie sicher. Man grübelt, rätselt und denkt nach. Und – und hier gibt es Abzüge der Sterne - nicht immer kann man folgen. Rammstedt ist ein Freund von vielen und schönen Worten. Das kleine und dünne Buch ist dafür ein dicker Beweis!

    Mehr
  • Rezension zu "Erledigungen vor der Feier" von Tilman Rammstedt

    Erledigungen vor der Feier
    Die Buchprüferin

    Die Buchprüferin

    23. October 2009 um 11:38

    Mix! So kam mir dieses Buch vor: Ein Mix aus vielen vielen Assoziationen, manchmal ganz beliebig gereiht, manchmal in irgendeiner Absicht, für mich nicht wirklich durchschaubar, ein flach ausgelegtes, aber noch nicht festzementiertes Mosaik aus aufblitzenden Splittern. Nehmen wir zum Beispiel mal den Splitter "Neutronen". Da hat einer aus dem Freundeskreis, Berend, bei einer Geburtstagsfeier den verrückten Einfall für ein Spiel: das Molekülspiel. Alle rennen zuerst wild durcheinander, schließen sich zu Klumpen wie zu Atomen zusammen, trennen sich wieder – am Schluss der ersten Runde landet man lachend und schnaufend auf dem Boden. Zu Beginn der fünften Runde steht man dann schon gar nicht mehr auf, sondern formt "kriechend und übereinander rollend Atomklumpen", die sich zu einem riesigen Molekülklumpen zusammenballen, "der dann nicht mehr auseinander brach, bis man sich vor lauter Beinen und Händen und Füßen, Armen, Oberkörpern, Haaren und Hüften nicht mehr bewegen" kann. Augen zu, denn "in einem Klumpen sollte man sich keinen Überblick verschaffen", was zu wem gehört, Hände tasten über andere Elemente des Moleküls, bis ... bis schließlich Nina fragt, "ob uns auch schon aufgefallen sei, dass diese Runde schon etwas länger dauern würde als die vorigen." Man macht sich zügig auf den Heimweg und plaudert dabei möglichst unbefangen. Erst Jahre später, als man sich eigentlich längst aus den Augen verloren – und das Molekülspiel natürlich nie wieder gespielt – hat, trifft man sich doch mal wieder, ein paar aus der alten Clique. In eisiger Nacht geht man noch ein bisschen spazieren. "Irgendwann sah ich Berends Schal neben mir. Denkst du auch gerade an das Spiel, fragte er. Nein, sagte ich. Berend hakte sich bei mir ein. Ich auch nicht, sagte er. Ich musste lachen. Ich lachte." Mir macht diese kurze Erzählung ein wunderbares Gefühl, ganz ähnlich wie Tilman Rammstedts Roman "Wir bleiben in der Nähe": Menschen begegnen sich – und legen sich nicht fest. Sie probieren Gefühle und Berührungen aus, aber was daraus resultiert, ist nicht Unverbindlichkeit, sondern Sorge füreinander, Sehnsucht nacheinander, Wärme und Vertrauen. Es rührt mich immer wieder heftig, wie zutraulich die Charaktere in TRs Texten sind, wie bereit, sich aufeinander einzulassen; mir gefällt, dass aus diesen Texten keine großen Dramen erwachsen, die mit Paukenschlägen eingeläutet werden. Die Texte bleiben still. Trotzdem passiert eine Menge. Es wird aber weder überhöht noch künstlich verschleiert. Es liegt mit derselben Zutraulichkeit vor unseren Augen, die auch die Figuren kennzeichnet. "Erledigungen vor der Feier" scheint buchstäblich abzubilden, was der Autor vor seinem Roman noch mitzuteilen hatte. Was er zur Diskussion stellen wollte, indem er es öffentlich machte. Fragmente, die er noch irgendwo ablegen wollte. Einiges ist in einem Ton gehalten, den ich damit verbinde, wie junge Autoren häufig schreiben, weniger damit, was ich an dem späteren Roman dann so großartig und eigen finde. Darum würde ich sagen: Dieses Mosaik aus losen Stücken muss man nicht lesen, kann man aber.

    Mehr
  • Rezension zu "Erledigungen vor der Feier" von Tilman Rammstedt

    Erledigungen vor der Feier
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    14. June 2009 um 09:26

    Ich fands super. Klar, die Geschichten sind ein wenig neurotisch und der Zusammenhang der einzelnen Kapitel läßt sich da und dort nur erahnen, aber ich fand es schön. So schön chaotisch, wie er von sich und seiner L. spricht. Dem Foto auf dem nur ihre Spiegelung ist und daß er Angst hat, wenn sie stirbt nur dieses eine Bild zu haben und daß er deshalb mit ihr Fotos macht, ihr das aber nicht sagen kann, weil sie dann ja beleidigt wäre, weil er ihren Tod herbeisehnt... Ich fand das Büchlein schön, gefühlvoll, nett geschrieben, nicht sehr abwechslungsreich und es lebt eher von den leisen und stillen Tönen, aber durchaus sehr lesenswert und sentimental. Langweilig fand ich das Buch zu keiner Sekunde, Rammstedt beleuchtet, die alltäglichen Situationen und findet auch in ihnen immer etwas besonderes... Doch, das hat mir überraschend gut gefallen, sehr lesenswert.

    Mehr
  • Rezension zu "Erledigungen vor der Feier" von Tilman Rammstedt

    Erledigungen vor der Feier
    Chrele

    Chrele

    05. April 2009 um 20:12

    Tilman Rammstedts Erstlingswerk - eine Sammlung von Kurzgeschichten - weist wie seine anderen Bücher eine über allem schwebende Melancholie auf, zeigt aber auch Anflüge seines sehr exquisiten groteskem Humors. Trotzdem konnte mich das Buch nicht richtig überzeugen, da mir die Geschichten im Allgemeinen zu seicht erschienen. Wer noch nie ein Buch des jungen deutschen Erzählers gelesen hat, sollte meiner Meinung nach nicht mit diesem beginnen.

    Mehr