Morgen mehr

von Tilman Rammstedt 
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Sehr unterhaltsamer Roadtrip mit ungewöhnlichem Erzähler. Ein Blick unter den Schutzumschlag lohnt sich.

L

Eine haarsträubende, wahnwitzige und sehr lustige Geschichte, voller Poesie und Sympathie für jeden der Charaktere.

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Inhaltsangabe zu "Morgen mehr"

Anfang 1972: Das ganze Leben liegt noch vor dem Erzähler. Er sieht es alles schon vor sich, er freut sich darauf. Das einzige Problem: Er ist noch nicht geboren. Um genau zu sein, ist er nicht einmal gezeugt worden, seine zukünftigen Eltern wissen noch nichts voneinander und beide haben im Moment ganz andere Sorgen: Seine Mutter steht kurz davor, einem schwermütigen Südfranzosen zu verfallen, während sein Vater zur selben Zeit mit einbetonierten Füßen in den Main geworfen wird. Wie es dem Erzähler gelingt, die beiden in herzzerreißend komischen, atemlos traurigen Abenteuern zueinander zu führen, ist größtes Fabulierfeuerwerk. Wenn Tilman Rammstedt einen Roman schreibt, sehen wir 'plötzlich, Tränen lachend, hinter der irrwitzigen Fassade eine tiefe Wahrheit.' (F.A.Z.).

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499272707
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:20.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Bookster_HROvor einem Jahr
    Tilman Rammstedt | MORGEN MEHR

    INHALT: Im Sommer 1972 trudelt ein knappes Dutzend Leute in Paris ein, die durch eine Reihe von Zufällen einem gemeinsamen Showdown entgegensteuern. Dimitri, der gerne der König der Unterwelt wäre; Dr. Rolf, der wahre König der Unterwelt; die drei Hendels, seine Handlanger, die hinter Dimitri her sind; Claudia und Fridtjof, die eigentlich schon auf halbem Weg in die Flitterwochen waren; der zwölfjährige Junge, der sich von allem Notizen macht. Und dann noch eine junge Frau, die für ihre verstorbene Schwester Eva die »Liste der Dinge, die man im Leben getan haben muss« beendet, und ein junger Mann, der sich nicht von der Trennung seiner Freundin erholen kann.

    Diese Frau und dieser Mann sind die Eltern des Ich-Erzählers … also … sie werden es sein, denn sie kennen sich noch nicht … der Erzähler ist quasi noch gar nicht geboren … sozusagen … aber ich will nicht zuviel …

    Es ist kompliziert.

    FORM: Tilman Rammstedt (*1975) legt mit MORGEN MEHR ein witzig-rasantes Roadmovie vor, das vor Humor und rhetorischen Spielereien nur so strotzt, und mit einem Finale glänzt, das alles Gelesene noch einmal umwirft. Alles auf schriftstellerisch hohem Niveau, denn zwischen den Zeilen, zwischen der vermeintlichen Leichtigkeit, liegt eine Tiefe, die einem bei allzu schneller Lektüre entgehen könnte. Rammstedt versteht es, seine Leser zu gleichen Teilen zu unterhalten, zu erstaunen und auf falsche Fährten zu locken.

    Die mehr als sechzig recht kurzen Kapitel wurden Anfang 2016 als Fortsetzungsroman Tag für Tag in einer Art Blog veröffentlicht (so erklärt sich auch der Titel) und später dann, mit kleinen Änderungen, in Buchform herausgegeben. Die Online-Variante ist mir seinerzeit leider entgangen, ich kann also schlecht vergleichen, aber als Buch funktioniert die Geschichte vielleicht sogar besser. Wenn ich mir vorstelle, die kleinen Häppchen über einen Zeitraum von mehreren Monaten zugeteilt zu bekommen, ich hätte wohl bald die Geduld verloren…

    FAZIT: …aber jetzt, so in einem Rutsch, hat mich MORGEN MEHR mit Leichtigkeit bei Laune gehalten. Tolle Idee, einfallsreich geschrieben; ein Buch für Leser, die sich gern verblüffen lassen – fünf Sterne!

    *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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    ulrikerabes avatar
    ulrikerabevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr unterhaltsamer Roadtrip mit ungewöhnlichem Erzähler. Ein Blick unter den Schutzumschlag lohnt sich.
    Unterhaltsamer Roadtrip

    Morgen mehr ist ein ganz besonderes Buch. Nicht nur, dass Tilman Rammstedt, diese Buch als online Fortsetzungsroman konzipiert hat, es wird auch aus einer äußerst ungewöhnlichen Erzählperspektive geschildert.

    Der Erzähler ist nämlich das noch ungeborene Kind, von Eltern, die sich selber noch gar nicht kennen. Nun hat der Erzähler die aberwitzige Aufgabe, seine Eltern zusammen zu führen, damit er auf die Welt kommen kann. Dies passiert in einem gleichsam haarsträubenden wie unterhaltsamen Roadtrip durch das Deutschland und Frankreich der 70er.

    Ich habe mich beim Lesen immer wieder sehr amüsiert. Besonders gelungen fand ich auch das Cover und noch besser was sich unter dem Schutzumschlag befunden hat.

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    L
    lukijavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine haarsträubende, wahnwitzige und sehr lustige Geschichte, voller Poesie und Sympathie für jeden der Charaktere.
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    monchichi.vor einem Monat
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    Kein anderer deutscher Autor entwirft mit so leichter Hand, mit so einnehmendem Humor fabelhafte Welten voller lebenszugewandter Melancholiker. Es ist der Sommerroman des Jahres.

    Nichts geschieht zufällig, und jedes erzählerische Rädchen greift präzise ins nächste. Morgen mehr ist trickreich ausgetüftelt, witzig, temporeich, intelligent und wirklich ein total abgefahrenes Buch. Abgefahren im Wortsinn, denn ein Road-Movie ist das Ganze auch. Nebenbei lotet Rammstedt die Möglichkeiten des Erfindens aus und die Bedingungen, unter denen Literatur entsteht. Erst mal den Ich-Erzähler erschaffen! Ziemlich genial.

    Bei Rammstedt funkelt der Quatsch, und niemand bittet in seinen Romanen die Realität um Genehmigung.

    In einem zwischen Kalauer und weltliterarischem Witz, zwischen dämlicher Idee und großem Stoff changierenden Ton bindet Rammstedt auch Leserwünsche in die Fiktion mit ein. Eine der Zeit angemessene Fortführung des Shandyismus.

    Wenn Tilman Rammstedt einen Roman schreibt, entsteht 'ein Affenzirkus, eine Liebeserklärung an die Fantasie.

    Wenn Tilman Rammstedt einen Roman schreibt, sehen wir 'plötzlich, Tränen lachend, hinter der irrwitzigen Fassade eine tiefe Wahrheit.

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