Ehrlich gesagt tue ich mir immer bei Klassikern oder älteren Werken etwas schwer, da ich die Dialoge vermisse und ich mich somit beim Lesen schnell langweile. Diese Nacherzahlung von Kalevala war daher perfekt für mich. Man braucht etwas, um in die Geschichte reinzufinden, und es war für mich auch gewöhnungsbedürftig, dass die direkte Rede nicht mit Anführungszeichen gekennzeichnet war oder dass zwischen der Sage und dem Reisebericht des Autors gesprungen wird, aber zusammenfassend kann ich sagen, dass die ganze Erzählung sehr verständlich und voller magischer Momente war und somit ein tolles Leseerlebnis geboten hat. Ich mochte auch, dass die typisch skandinavische Mentalität wie z. B. die enge Naturverbundenheit und die Mischung aus Lebenszufriedenheit und Melancholie durchweg beim Lesen zu spüren war. Die Abbildungen waren ebenfalls sehr passend und wunderschön gestaltet. Wer sich für Sagen, Mythen und Märchen interessiert, sollte Kalevala unbedingt lesen!
Tilman Spreckelsen
Lebenslauf
Neue Bücher
Fast wie im Märchen
Alle Bücher von Tilman Spreckelsen
Das Nordseegrab
Der Nordseespuk
Kalevala
Das Nordseekind
Otfried Preußler
Der Mordbrand von Örnolfsdalur und andere Isländer-Sagas
Die Nordseefalle
Der dämonische Liebhaber
Neue Rezensionen zu Tilman Spreckelsen
Inhalt: Husum 1845. Eine fremde Frau klopft bei Theodor Storm an. Sie behauptet, die vor zwanzig Jahren als Kleinkind entführte Tochter der wohlhabenden, in Eiderstedt ansässigen Familie van Ovens zu sein. Nun soll Storm ihre Erbansprüche durchsetzen – ein Unterfangen, dem Storm sich aufgrund der windigen Geschichte der Frau nicht widmen möchte. Doch plötzlich geschehen Morde im Dunstkreis der van Ovens…
Persönliche Meinung: „Das Nordseekind“ ist ein historischer Kriminalroman von Tilman Spreckelsen. Es handelt sich um den fünften Krimi mit der Ermittlerfigur Theodor Storm. Die ersten vier Bände erschienen im Fischer Verlag; „Das Nordseekind“ ist der erste Band im Aufbau Verlag. Zwar ist es sinnvoll, die Reihe chronologisch zu lesen, allerdings finden sich in „Das Nordseekind“ – spoilerfrei – alle für das Verständnis nötigen Informationen zu den Figuren, sodass man den Roman auch ohne Kenntnis der Vorgänger lesen kann. Wie die anderen Krimis, so wird auch „Das Nordseekind“ aus der Ich-Perspektive von Storms Schreiber Peter Söt erzählt, wodurch ein schöner Holmes-Watson-Stil entsteht. Zum Fall selbst möchte ich gar nicht so viel vorwegnehmen. Nur: Er ist fesselnd, sehr durchdacht und rätselhaft. Zudem finden sich mehrere Wendungen, mit denen man kaum rechnen konnte. Sehr schön fand ich auch das Einflechten von literarischen Werken Storms (hier besonders „Auf dem Staatshof“). Handlungsorte sind dieses Mal primär Husum, Friedrichstadt und die Marschlandschaften, Höfe und Dörfer der Eidersteder Halbinsel. Alle Handlungsorte beschreibt Spreckelsen atmosphärisch dicht. Insgesamt ist „Das Nordseekind“ ein fesselnder historischer Kriminalroman mit hoher Spannungskurve und einer interessanten Ermittlerfigur.
Inhalt: Theodor Storm hat einen neuen Mandanten: den Tagelöhner Hinrich Dahl. Dieser wird beschuldigt, nach einer durchzechten Nacht einen Fremden erstochen zu haben. Brisant: Der Fremde war Däne, wodurch die Husumer Justiz nur bedingt agieren kann. Storm, der von der Unschuld seines Mandanten überzeugt ist, reist daher kurzerhand auf die Insel Föhr, wo gerade der dänische Hofstaat residiert…
Persönliche Meinung: „Die Nordseefalle“ ist ein historischer Krimi, der in Husum und Umgebung spielt. Es handelt sich um den vierten Storm-Krimi (da die Fälle in sich geschlossen sind, lassen sich die einzelnen Teile auch unabhängig voneinander lesen). Erzählt wird die Handlung aus der Ich-Perspektive von Peter Söt, dem Schreiber von Theodor Storm. Storm und Söt bilden hier ein Ermittlergespann à la Holmes und Watson. Eine große Stärke des Romans ist seine historische Akkuratesse: Der historische Hintergrund sowie die Lebenslagen der Protagonisten sind stimmig und basieren – wie das Nachwort aufzeigt – auf detailreicher Recherche; die beiden Handlungsorte Husum und Föhr werden ebenfalls schön in das historische Setting eingebunden und insgesamt atmosphärisch dicht beschrieben. Der Schreibstil ist ingesamt klar und besitzt eine passende, leicht altertümliche Patina. Allerdings: Vor diesem wirklich brillanten Historischen blieb für mich die Krimihandlung zu blass. Storm und Söt ermitteln kaum, stolpern eher über Leichen und die prinzipiell spannende Lösung des Falls konnte ihr eigentliches Potential für mich nicht völlig entfalten. Insgesamt ist „Die Nordseefalle“ daher eher eine Lektüre für Liebhabende des Historischen als des Kriminellen – die Reihe insgesamt möchte ich dennoch jedem ans Herz legen, da sie durch den Ermittlern Theodor Storm wirklich einmalig ist!
Gespräche aus der Community

Dichter, Anwalt, Ermittler – Theodor Storm auf Verbrecherjagd
Theodor Storm ermittelt in Husum an einem geheimnisvollen Fall. Eine Leiche wird im Schlick gefunden, doch es bleibt nicht bei diesem einzelnen Fund. Alle Ermordeten haben eine Gemeinsamkeit – sie hatten Kontakt zu einer Sekte, die seit Hunderten von Jahren im Verborgenen agiert. Was hat es damit auf sich?Im zweiten Teil "Der Nordseespuk" lässt Tilman Spreckelsen den bekannten Schriftsteller an einer besonders mysteriösen Mordreihe arbeiten und verwebt dabei gekonnt die reale Anwaltstätigkeit Theodor Storm mit spannenden Kriminalfällen im Husum des 19. Jahrhunderts. Lasst euch diese besondere Lektüre nicht entgehen und bewerbt euch direkt für unsere Leserunde!
Mehr zum Buch:
Husum, Winter 1843: Nachts am Hafenbecken entdeckt Peter Söt, der Schreiber und Freund des jungen Anwalts Theodor Storm, eine Leiche im Schlick. Der erste von mehreren Toten, die Husum in Angst versetzen. Alle Ermordeten hatten Kontakt zu einer Sekte, die vor über hundert Jahren auf der Insel Nordstrand einen Gottesstaat errichten wollte. Storm entdeckt, dass die Gemeinschaft im Verborgenen bis heute besteht. Nimmt sie jetzt späte Rache?
>> Hier geht es zur Leseprobe!
Mehr zum Autor:
Tilman Spreckelsen (Jahrgang 1967) studierte Germanistik und Geschichte in Freiburg und ist heute als Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Er hat verschiedene Anthologien ediert und ist Herausgeber der ›Bücher mit dem blauen Band‹ bei FISCHER. Für seinen ersten Kriminalroman ›Das Nordseegrab‹ wurde er mit dem Theodor-Storm-Preis der Stadt Husum 2014 ausgezeichnet.
Gemeinsam mit FISCHER Taschenbuch verlosen wir insgesamt 25 Exemplare von "Der Nordseespuk" von Tilman Spreckelsen unter allen, die sich bis einschließlich 29.05. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bewerben* und uns verraten, warum sie gerne bei dieser Leserunde mitlesen möchten.
Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen!
* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

Mit Theodor Storm auf Verbrecherjagd hinterm Deich?
Was die Nordsee sich holt, gibt sie nicht mehr frei.
Aber ihre Opfer sind nicht vergessen.
Begebt euch mit Tilman Spreckelsens neuem Roman "Das Nordseegrab" auf eine Zeitreise ins gar nicht so beschauliche Husum des Jahres 1843. Dort erwarten euch der junge Anwalt und zukünftige Dichter Theodor Storm, sein Gehilfe Peter Söt und ihre Ermittlungen in diesem spannenden und atmosphärisch dichten Kriminalfall!
Mehr zum Buch
Husum, 1843: die Stadt ist in Aufregung. Ein Bottich voll Blut, darin eine Leiche, die sich als Wachspuppe erweist. Wenig später wird ein echter Toter gefunden. Der junge Anwalt Theodor Storm spürt dem Rätsel nach, in alten Dorfkirchen und vor den Deichen Husums. Ihm und seinem geheimnisumwobenen Schreiber Peter Söt schlägt die ohnmächtige Wut armer Bauern entgegen, und das arrogante Schweigen der Reichen. Bis er auf ein fast vergessenes Schiffsunglück stößt, auf eine alte Schuld und einen Mörder, der diese Schuld eintreiben will…
Hier gibt es einen ersten Eindruck vom Buch!
Jetzt reinlesen mit der Leseprobe!
Der Redakteur und Autor Tilman Spreckelsen wurde 1967 in Kronberg geboren und arbeitet für die Frankfurter Allgemeine. Er studierte Germanistik und Geschichte in Freiburg. Zu seinen Anthologien und Büchern zählen u.a. "Der Mordbrand von Örnolfsdalur", "Kalevala" und sein neuester Krimi "Das Nordseegrab", für den er 2014 den Theodor-Storm-Preis erhielt.
Zusammen mit FISCHER Taschenbuch verlosen wir 25 Exemplare von "Das Nordseegrab" unter allen, die bei diesem historischen Kriminalfall um die Begleichung einer alten Schuld dabei sein wollen. Wenn ihr diesen Roman im Rahmen einer Leserunde lesen, euch darüber austauschen und am Ende eine Rezension schreiben möchtet, dann bewerbt euch* bitte bis zum 29.04., indem ihr auf folgende Frage antwortet:
Ahnungslos öffnet die Magd Lina in "Das Nordseegrab" das Kartoffelfass ... und findet eine blutüberströmte Leiche!
Was ist der schaurigste Ort, den ihr euch vorstellen könnt, um eine Leiche zu finden?
*Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur aktiven und zeitnahen Teilnahme an der Leserunde in allen Leseabschnitten, sowie zum Schreiben einer Rezension zu "Das Nordseegrab" verpflichtet. Im besten Fall solltet ihr bereits vor eurer Bewerbung mindestens eine Rezension bei LovelyBooks veröffentlicht haben.
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Mit diesem Buch könnt ihr auch an der FISCHER Jahreschallenge 2015 teilnehmen: Bücher lesen, Punkte sammeln, Preise gewinnen!
Zusätzliche Informationen
Tilman Spreckelsen wurde am 28. März 1967 in Kronberg (Deutschland) geboren.
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