Tilman Weysser Verlust & Erfüllung - Ein Bild vom alten Gringo

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Inhaltsangabe zu „Verlust & Erfüllung - Ein Bild vom alten Gringo“ von Tilman Weysser

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  • Rezension zu "Verlust & Erfüllung - Ein Bild vom alten Gringo" von Tilman Weysser

    Verlust & Erfüllung - Ein Bild vom alten Gringo
    Ichbinswieder

    Ichbinswieder

    05. November 2012 um 10:19

    Das Buch startet mit dem Prolog im Jahr 1945, um dann im ersten Kapitel auf das Jahr 1985 zu schwenken. Diese Zeitwechsel findet man immer wieder, wobei die Geschichte im Jahr 1985 zusammenhängend erzählt wird, und man aus dem zweiten Weltkrieg (und der Zeit danach) immer nur Bruchstücke erfährt. Einerseits habe ich dieser Perspektivenwechsel genossen, denn mich reizen Darstellungen der deutschen Vergangenheit sehr, auf der anderen Seite musste ich auch sehr aufpassen, dass mir kein, evtl. wichtiges Detail entging. Die geschichtliche Aufarbeitung war an einigen Stellen schon sehr komplex, manchmal sogar leicht verwirrend. Ich muss allerdings sagen, dass sich immer alles im Nachhinein aufklärte und der sogenannte „Aha-Effekt“ eintrat. Die historische Seite war eine Aufarbeitung der damals herrschenden Rassenkonflikte. Ich finde, dass der Autor alles gut dargestellt hat, wenn ich auch das eine oder andere mal von der Handlung geschockt war. Doch so war die damalige Zeit nunmal. Annas und Georgs Geschichten haben mich sehr berührt. Beide Charaktere entwickelten sich sehr gut und wurden mit der Zeit immer stärker. Die gegenwärtige Geschichte dreht sich hauptsächlich um eine Suche nach alten Verwandten, ausgelöst durch den Brieffund auf einem Speicher. Lange Zeit wusste ich nicht wohin das führen würde, die jungen Erwachsenen tappten scheinbar viel im Dunklen. Doch nach und nach lichtete es sich, und die Fäden der Vergangenheit verwoben sich langsam mit der Gegenwart. Parallel dazu entwickelt sich in der Gegenwart zwischen zwei der Hauptfiguren eine zarte Liebesgeschichte. Auch das fand ich sehr schön dargestellt, denn dies passte sich gut in die Geschichte ein ohne kitschig zu wirken oder den Rest der Erzählung zu erdrücken. Hier wurde dann noch eine überraschende Wende eingebaut, was mir auch gut gefiel. Eine gelungene Mischung aus Kriminalroman, Jugendbuch und Liebesgeschichte, verquickt mit historischen Elementen des zweiten Weltkrieges. Manche Stellen hätten etwas eher zum Punkt kommen können, aber insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten.

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  • Rezension zu "Verlust & Erfüllung - Ein Bild vom alten Gringo" von Tilman Weysser

    Verlust & Erfüllung - Ein Bild vom alten Gringo
    Fabella

    Fabella

    08. August 2012 um 19:18

    Meine Meinung: Der Inhalt klang für mich nach Abenteuer, nach Spannung, nach Rätsel und nach Liebe. Aus diesem Grunde nahm ich das ebook des Autors sehr gerne an und freute mich darauf. Jedoch musste ich sehr schnell feststellen, dass man in eine Inhaltsangabe sehr viel hinein interpretieren kann, was ich wohl getan hatte. Schwebten mir romantische Erinnerungen aus verstaubten Briefen vor, die ihre Leser in der Gegenwart berührten, so wurde ich hier schnell eines Besseren belehrt. Das Buch spielt hauptsächlich in zwei Zeiten. Einmal die Gegenwart, die hier 1985 darstellt und einmal der Zeitpunkt, an dem die Briefe erstellt wurden, so ungefähr 1944. Es gab noch einige kurze Ausflüge in andere Zeiten, die hier aber gut außer Acht gelassen werden können. Ich weiß nicht, welche der beiden Zeiten mir unsymphatischer war. Während sich 1944 eigentlich alles nur um Intrigen, Macht, Judenverfolgung und Unterdrückung dreht - wie z.B. dass eine junge Frau zu einem Mann gezwungen wird, damit nicht ihre Mutter zwangsabgeholt wird, dreht sich im Jahre 1985 alles um eine Gruppe junger Erwachsener, die ein Haus ausräumen sollen und dabei die Briefe aus der alten Zeit finden. Diese Gruppe junger Erwachsener stellt sich zusammen aus lauter Menschen, die mir persönlich alle unsymphatisch waren. Ein Mädel, das nur Sex im Kopf hat und damit ihre Freiheit demonstrieren will. Ein Typ der scheinbar nur Testosteron gesteuert ist. Eine hmmm Öko-Trulla, die selbst nicht so genau weiß, was sie will und noch zwei weitere Charaktäre die ebenfalls nicht mit Symphatie beladen waren. Das Buch verliert sich meiner Meinung nach in sehr langen, unwichtigen Unterhaltungen zwischen den Protagonisten, wo wir uns am Ende immer fragen, ob man das nicht auch hätte mit zwei Sätzen sagen können. Zwei von ihnen machen sich dann zunächst auf die Suche nach Beteiligten der damaligen Briefe. Währenddessen erlebt man immer wieder die Wirren des Krieges, die eigentlich auch nichts weiter machen, als das Buch ohne großen Inhalt in die Länge zu ziehen. Ich denke, es gibt bestimmt genug Leute, die von diesem Buch, seinem ernsten Hintergrund und vielleicht sogar von den Dialogen begeistert sind. Für mich war es definitiv nichts. Ich finde, und das betone ich immer wieder: Unsere Realität ist hart und anstrengend genug. Ich möchte beim Lesen Unterhaltung. Ich möchte Schönes erleben, wundersames und etwas, was das Herz erfreut. Nennt mich oberflächlich in dieser Beziehung, das mag sein, aber so ist es nun einmal. Fazit: Definitiv nicht mein Buch. Zu langatmig, zu inhaltslose Handlung, zu lange Dialoge. Und ein viel zu langer Aufenthalt in den Wirren des zweiten Weltkrieges.

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