Tilmann Moser Gott auf der Couch

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Gott auf der Couch“ von Tilmann Moser

Zwischen Urvertrauen und Zweifel – braucht der Mensch nicht doch Religion?- Von einer Gottesvergiftung zu einem erträglichen Gott- 35 Jahre nach dem Klassiker Neues zum Verhältnis von Religion und PsychoanalyseIn seinem Bestseller »Gottesvergiftung« hat Tilmann Moser die Entstehung und die verheerenden Auswirkungen religiös begründeter Neurosen beschrieben. Heute, nach über 30 Jahren als Psychoanalytiker, berichtet er von den verschiedensten Erfahrungen mit den religiösen Prägungen seiner Patienten. Deutlich wird: Tief in der Seele der meisten Menschen gibt es eine Selbstverständlichkeit von Religiosität und Glaube. Moser nennt dies die Fähigkeit zur Andacht.Es ist das Geheimnis gläubiger Menschen, dass ihr Gottvertrauen und die Geborgenheit in einer Gemeinde ihr Leben stabilisiert, sie zuversichtlicher macht, ihnen Angst erspart. Solange die Religion bei vielen Menschen solch heilsame Wirkungen erzeugt, muss sie sogar als heilsame Ressource angesehen werden. Nicht jeder Mensch hält ein Leben ganz ohne Gott aus, deshalb ist es therapeutisch wichtig, verunsicherte Gläubige ihren eigenen Weg finden zu lassen und dabei doch ihr Gottesbild zu »entneurotisieren«.

Stöbern in Sachbuch

Gehen, um zu bleiben

Eines dieser Bücher, die etwas bedeuten; so viel, dass man bereits während des Lesens weiß, dass sie alles verändern. Dich selbst.Das Leben.

IvyBooknerd

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Lesestoff für die junge Generation.

annegretwinterberg

Homo Deus

Hararis Buch polarisiert, regt zum Nachdenken an und lässt kaum jemanden kalt.

Bellis-Perennis

Hillbilly-Elegie

Reflektierendes, biografisches Sachbuch über die eigene Herkunft und die möglichen Gründe für eine USA unter Donald Trump! Sehr lehrreich!

DieBuchkolumnistin

The Brain

Das Buch hat mich sehr bewegt, denn wir wissen immer noch wenig darüber, wie das Gehirn funktioniert und woher unser Ich-Gefühl kommt.

Tallianna

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Gott auf der Couch" von Tilmann Moser

    Gott auf der Couch
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    01. December 2011 um 11:40

    Sein Buch „Gottesvergiftung“ hat mich als junger Theologe vor 30 Jahren nachhaltig geprägt. Damals schrieb sich Tilmann Moser im Zuge seiner Lehranalyse als Psychoanalytiker in einem Brief an Gott seine eigenen religiösen Neurosen von der Seele in einer bitteren Anklage an einen strengen und strafenden Gott, so wie Moser ihn in seiner eigenen Kindheit in der Familie und in seiner Umgebung erlebt hatte. Diese harte persönliche Arbeit hat ihn über drei Jahrzehnte als Psychoanalytiker immer wieder ein ganz besonderes Verständnis aufbringen lassen für Patienten mit religiösen Neurosen. Unter dem Titel „Der grausame Gott und seine Dienerin“ hat er 2010 im Psychosozial Verlag eine lückenlose Dokumentation einer psychoanalytischen Körperpsychotherapie mit einer unter einem grausamen Gott leidenden Patientin veröffentlicht. War dieses Buch hauptsächlich an Therapeuten gerichtet, wendet sich die vorliegende Sammlung von Aufsätzen und Essays an ein breiteres Publikum. In „Gott auf der Couch“ berichtet er von den unterschiedlichen Erfahrungen mit den religiösen Prägungen seiner Patienten. Und es wird klar, dass bei den meisten Menschen tief in ihrer Seele es etwas gibt wie einen selbstverständlichen Glauben bzw. Religiosität. Moser nennt das die Fähigkeit zur Andacht und hält sie für unendlich wertvoll für die Heilung von Menschen und für ein stabiles Leben. Vielen Menschen vermittelt ihr Gottvertrauen eine Stabilität in ihrem Leben mit anderen und nimmt ihnen Angst. Moser ist davon überzeugt, dass Religion als eine heilsame Ressource in den Therapie angesehen werden muss, solange sie bei vielen Menschen noch eine solche Wirkung erzeugt. Er lässt offen, ob das irgendwann anders sein wird, wenn die Entkirchlichung und das Verschwinden des Glaubens weiter voranschreiten. Vielleicht, so wage ich anzumerken, wird aber auch eine Verkündigung, die sich bemüht, keine neurotisierenden Gottesbilder mehr entstehen zu lassen, irgendwann die dem Menschen eigene Fähigkeit zur Andacht so festigen und kräftigen, dass der Gott, wie Jesus ihn gepredigt und verkündet hat, den strafenden und grausamen abgelöst haben wird. So oder so: Therapien und Therapeuten müssen, unabhängig von ihrer eigenen Haltung zur Religion, Gläubige unter ihren Patienten ihren eigen Weg finden lassen und ihnen helfen, ihr Gottesbild zu „entneurotisieren.“ Ich empfehle dieses Buch ganz besonders meinen Kolleginnen und Kollegen auf den katholischen und protestantischen Kanzeln dieses Landes. Möge es ihnen helfen, ihre eigene Rede von Gott zu überprüfen auf ihre Menschenfreundlichkeit.

    Mehr