Tilmann Schott Spur der Tränen

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Inhaltsangabe zu „Spur der Tränen“ von Tilmann Schott

Sie hat einen Traum. Sie wird zum Opfer. Die junge, intelligente Moldauerin Irina träumt von einem Leben im „Goldenen Westen“. Sie fasst Vertrauen zu den falschen Leuten und findet sich geschunden und missbraucht in einer deutschen Hafenstadt wieder. Kann sie dort auf die Hilfe von Professor Frank Thervall bauen oder führt ihr Weg sie wieder zurück auf die Spur der Tränen? Fakten- und kenntnisreich verdichtet der Jurist und Kriminologe Tilmann Schott seine Erfahrungen mit dem modernen Sklavenhandel in Europa zu einem hochspannenden Kriminalroman.

Bisschen schwammig

— RickysBuchgeplauder
RickysBuchgeplauder

Interessanter Roman über Menschenhandel und Schleuserkriminalität. Geschreiben vom Fachmann. Jurist versucht sich als Romanautor: Mit Erfolg

— karatekadd
karatekadd

Wovon die "Spur der Tränen" erzählt: Malmö, Schweden, zwei Uhr nachts: Kristina Lindström erwacht, als Schüsse über die Straße hallen. In der Cityklinik macht Åsa Persson in ihrer Nachtschicht in diesem Zusammenhang eine unheimliche Entdeckung. - Zur selben Zeit auf der Nachtfähre Malmö – Lübeck: Frank Thervall, Kristinas Lebensgefährte, wird er mit seiner eigenen Vergesslichkeit konfrontiert – und mit einem Mann aus Constanţa, den er nicht mehr vergessen wird. - Chişinău, Republik Moldau: Irina Yordonova erkennt zu spät, dass es waren falsche Freunde waren, denen sie sich für ihren Aufbruch in ein neues Leben anvertraut hatte. Noch ahnt Frank Thervall nicht, dass Irinas Schicksal unaufhaltsam auf seines zuläuft – und sein bisheriges Leben aus den Angeln heben wird … - "Spur der Tränen" erzählt frei nach wahren Begebenheiten von Menschenhandel und von der Hilflosigkeit und korrumpierten Doppelmoral der Gesellschaft im Umgang mit den Opfern.

— Tilmann_Schott
Tilmann_Schott
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  • Robert Langdon Verschnitt

    Spur der Tränen
    RickysBuchgeplauder

    RickysBuchgeplauder

    06. March 2017 um 21:29

    Meine Meinung:Geschichte❤:Die Geschichte ist in zwei Teile eingeteilt. Zum einen wird die tragische Geschichte von Irina erzählt, die wirklich interessant war und unglaublich traurig. Auf der anderen Seite haben wir Frank der zwischen seinem Heimatort und Schweden hin und her pendelt, wo seine Freundin wohnt. Diesen Teil des Buches empfand ich ein bisschen als langweilig und teilweise echt unnötig in die Länge gezogen. Manchmal konnte ich viele Handlungen nicht nachvollziehen. Der Schreibstil kam mir oft sehr oberflächlich vor.Hier gibt es ❤❤ von 5 Gryffindor – PunktenCharaktere💛:Ganz so originell habe ich die Charaktere nicht gefunden. Frank war sehr stark an Professor Robert Langdon aus den Dan Brown Büchern angelehnt. Irina und die meisten anderen Charaktere waren nicht sehr tiefgründig und wirkten ein bisschen schwach.Hier gibt es ganze 💛 von 2 Hufflepuff – PunktenEmotionen💚:Die großen Emotionen blieben leider aus. Wenn Irinas Geschichte erzählt wurde habe ich allerding schon mitgefiebert und hatte auch Mitleid mit ihr. Sie muss ja echt eine große Last tragen.Hier gibt es 💚 von 2 Slytherin – PunktenAufmachung/ Design💙:Das Cover finde ich ziemlich nichtssagend. Einzig die große rote Schrift auf dem dunklen Hintergrund sticht ins Auge.Hier gibt es 0 von 1 Ravenclaw – PunktenFazit:Eine nette Zwischendurch Lektüre für einen regnerischen Nachmittag. Richtig umgehauen hat es mich leider nicht.Insgesamt gibt es: 📖📖📖📖 von 10 Buchplaudis

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  • Die Spur der Tränen führt nach Lübeck

    Spur der Tränen
    karatekadd

    karatekadd

    Die reiche Europäische Union lockt viele Menschen an. So auch die arbeitslose Lehrerin Irina, welche sich in der Republik Moldau, in Chişinău, Leuten anvertraut, die ihr einen guten Job in der EU versprechen. Ihr Schicksal wird verknüpft mit Kristina Lindström in Schweden zu der Zeit als der so genannte „Heckenschütze von Malmö“ dort sein Unwesen treibt. Grund für diese Verbindung ist ein Professor in Lübeck namens Frank Thervall, denn der liebt die Schwedin, reist ständig zwischen Malmö und Lübeck hin und her. Eines Tages findet er in Malmö Ausweispapiere und beschließt, diese dem Besitzer wieder zuzuleiten, dazu bedient er sich allerdings der Post. So kommt seine Lübecker Adresse in die Hände eines gewissen Adrian. Und der braucht ihn irgendwann, denn er will diese Irina Yordonova aus den Fängen skrupelloser Menschenhändler in Lübeck befreien, Zuhälter der schlimmsten Art. Frank Thervall ist einer, der nicht „nichthelfen“ kann… * * * Der ►Heckenschütze spielt eigentlich gar keine große Rolle im Roman, außer dass er in Malmö für Aufregung sucht, dies fand in den Jahren 2009 / 2010 statt. Damals konnten Staatsangehörige der ► Republik Moldau nur schwer ein Visum in die EU erhalten. Eng mit dem Nachbarland ► Rumänien verbunden, wurde selbst ein Besuch dort schwer, denn Rumäniens Grenze zur „Moldau“, wie man auch sagt, war nun eine EU – Außengrenze geworden. Menschenhändlerringe und Schleuserorganisationen schleusen Menschen aus den Osteuropastaaten wie die Moldauische Republik, die Ukraine und Weißrussland in die EU und zwingen junge Mädchen und Frauen nicht selten in die Zwangsprostitution. Dies geschieht auf abenteuerlichen Wegen über die Grenzen bis nach Europa hinein. Eingepfercht in Kleintransporter, mit ein wenig Verpflegung, Wasser und einem Eimer für die Notdurft wurden Gruppen von Menschen auch mit Hilfe von korrupten Grenzbeamten in die EU geschleust. Hinter legalen LKW –Ladungen in Verschlägen versteckt sind die Mädchen oft tagelang unterwegs, auch zu Todesfällen kam es bei Unfällen oder durch Erstickung. Selbst in Containern auf Schiffen werden die Menschen transportiert. Meist hatten sie ihre wenigen Ersparnisse dafür gegeben und haben nun gegenüber den Schleuserbanden auch noch Schulden. Daher werden ihre Pässe oft mit gefälschten oder erschlichenen Visa einbehalten, aus dem Teufelskreislauf von Erniedrigung, Prostitution, Vergewaltigungen und anderen Misshandlungen kommen sie nur mit Hilfe anderer wieder hinaus. Einladungen für „brauchbare“ Ausländerinnen zu fälschen war kein Problem und lange war es auch kein Problem, Touristenvisa für 90 Tage in Kiew und anderswo zu erschleichen. Erst spät wurden Maßnahmen dagegen ergriffen. Halten sich Menschen illegal zum Beispiel in Deutschland auf, werden sie abgeschoben. Trifft man diese zum Beispiel während einer Kontrolle an den Binnengrenzen an, dann werden sie schnell zurückgeschoben in das Land, aus dem sie kommen. Was aber ist mit denen, die Opfer von Menschenhändlern geworden sind? Abschieben ohne z.B. jegliche psychologische Hilfe die wegen vielfältig erlittener Traumata notwendig ist? * * * „Inzwischen ist die - am historischen Hintergrund der Berichte über den Heckenschützen von Malmö erkennbar - im Winter 2009 / 2010 angesiedelte Geschichte durch die schnelllebige Entwicklung des Aufenthaltsrechts zum Teil überholt. Die EU-Rückführungsrichtlinie wurde umgesetzt, die Stellung von Opfern von Menschenhandel aufgrund der EU-Opferschutzrichtlinie teilweise verbessert - sie bleibt aber bei weitem verbesserungsbedürftig.“[1] Außerdem können Moldawier anders als noch 2010 unter erleichterten Bedingungen Pässe von Rumänien erhalten. Die Aufnahme der Republik Moldau in die Liste der Staaten für den visafreien Aufenthalt von 90 Tagen ist ebenfalls vorgesehen. Vielleicht muss der Dozent der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Lübeck und damit für künftige Polizeikommissare der Bundespolizei dies auf seiner ► Webseite ja vermerken, auf der er Hintergründe für seinen Roman darstellt. Da er Jurist ist und mehrere Jahre auch als Richter arbeitete, hat er natürlich auch die Rechtgrundlagen dargestellt. Somit ist Tilmann Schott – Mehrings also Experte für Schleuserkriminalität und Menschenhandel. Darüber hat er auch Fachbücher geschrieben, das so genannte „Schleuserfachhandbuch“[2], welches keines für Schleuserbanden ist. Allerdings kann ich nicht erkennen, warum der Roman damit „teilweise überholt“ sein soll. Die EU ist für viele Menschen immer erstrebter Zufluchtsort und Deutschland darin vor allem. Auch wenn 90 – Tage – Visa die Einreise erleichtern, nach 90 Tagen sind die unter falschen Versprechungen und ebenfalls zu Schwarzarbeit oder eben auch zur Zwangsprostitution gezwungen Menschen „unerlaubt aufhältig“ (Polizeideutsch). Verbessert hat sich allerdings der Umgang mit Mädchen und Frauen, die dem Teufelskreislauf entkommen sind. Dies ist bei Moldawierin Irina im Roman noch schwerer. * * * Wie bin ich auf den Roman eigentlich aufmerksam geworden? Tilmann Schott – Mehrings und ich kennen uns bisher nicht persönlich, allerdings haben wir es beruflich mit demselben „Klientel“ zu tun. Während der Autor dieses vor allem als Dozent für Aufenthaltsrecht und Asylverfahrensrecht genau dieses unterrichtet, ist es eher meine Aufgabe, mit den Studenten die Kontrolle von zum Beispiel Schleusungsfahrzeugen und deren Insassen zu besprechen und auch zu üben und auch den polizeilichen Kräfteeinsatz zur Fahndung nach solchen Fahrzeugen an den Binnengrenzen. Aufgrund einer gemeinsamen Aufgabe telefonierten wir kürzlich miteinander und so wurde ich über seine Webseiten auf den ►„Schleuserkrimi“ aufmerksam. Nach Erledigung der dienstlichen Geschäfte erzählte er mir, wie schwierig es war, einen Verlag zu finden und dass der Roman leider nicht als Druckwerk an einen zu bringen war. Auch erwähnte Tilmann Schott, dass er eine Menge Tipps bekam, wie man als Autor den Spannungsgrad einer Geschichte erhöhen sollte. Damit komme ich wieder zurück zum Roman. * * * Die Hauptfigur ist ein Lübecker Professor. Genau wie der Autor selbst, allerdings nicht vom selben Fach. Logisch, sonst wären manche Dinge nie passiert, glaube ich. Aber die Hansestadt Lübeck verbindet beide. Auf dieser ► Webseite zeigt Tilmann Schott Bilder der Handlungsorte, ich finde das sollte der geneigte Leser wissen. Auch auf seiner Dozentenwebseite, welcher er zur Hilfe für die Studierenden[3] pflegt, finden wir Hinweise auf die schöne Stadt an der Trave. Dass der Autor auch Malmö und Kopenhagen gut kennt, kann man an den teilweise detaillierten Beschreibungen erkennen. Die Figur des Frank Thervall sticht positiv hervor, allerdings sind seine Erlebnisse schon mal sehr erstaunlich und unvorstellbar, aber auch folgerichtig, weil durch eine Reihe von Zufällen bedingt. Ein wenig erinnert er an ► Stieg Larssons VERBLENDUNG, denn sein Gerichtsverfahren, in dem er wegen Verleumdung eines schwedisch-deutschen Politikers angeklagt wird, erinnert an Mikael Blomquist und die Affaire Wennerström. Das Schott davon ein wenig inspiriert wurde, gibt er zu. Franks Freundin Kristina erscheint skandinavisch spröde, doch wahrscheinlich bilden wir uns das bloß ein, klischeebehaftet, womit ich nicht den Autor meine. Den missbrauchten Mädchen um Irina glaubt man das Elend, in das sie geraten sind auch. Warum wieder ein bescheuerter und cholerischer Polizist mitwirken muss, ist mir schleierhaft, irgendwie macht das überall Schule und als „Polizistenausbilder“ würde mir das so nicht einfallen. (Man muss ja nicht alles mitmachen – oder fällt das unter die oben erwähnten Tipps?) Ob es Absicht war, dem weißen Mercedes Sprinter, der als Schleuserfahrzeug von Chişinău nach Lübeck fuhr, den schwarzen Mercedes des Chefs der Schleuserbande gegenüberzustellen? Das Ende des Romans ist nur vermeintlich voraussehbar und bleibt in gewisser Hinsicht auch offen. Alles in allem haben wir hier einen von einem Experten verfassten Roman vorliegen, der durchaus spannend und insgesamt glaubhaft ist. Die erwähnten Webseiten eignen sich sehr gut für die Recherche, sie sind natürlich sehr sachlich und lassen den „Rechtsgelehrten“ durchblicken. www.tilmann-schott-luebeck.de wird auch auf den ersten Seiten des e-Books erwähnt. Was man nicht alles so findet… ► DNB / Dotbooks Verlag / ISBN: 3-943835-09-X / 310 Seiten ► Tilmann Schott in der DNB © KaratekaDD [1] http://www.tilmann-schott-luebeck.de/39201/143601.html [2] http://d-nb.info/983719845 [3] Das Wort Studenten ist irgendwie verloren gegangen – vermutlich um die Anwendung der männlichen und weiblichen Form zu umgehen, und StudentInnen will ja nun auch nicht jeder schreiben…. [4] DAS ERSTE am 22.06.2014 um 20:15 Uhr * * * PS: Der Zweiteiler – Tatort um ► Charlotte Lindholm, die beim LKA Hannover arbeitet, ► WEGWERFMÄDCHEN und ► DAS GOLDENE BAND[4] ist ebenso interessant. Siehe auch: Litterae-Artesque

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  • Rezension zu "Spur der Tränen" von Tilmann Schott

    Spur der Tränen
    Buchwaerterin

    Buchwaerterin

    04. February 2013 um 19:55

    Hallo alle zusammen, da verlässt man sich, wenn man krank ist einmal darauf, dass alles so läuft wie man es geplant und vor allem vorbereitet hat und dann geht natürlich alles schief… Im Ernst die letzte Woche war super vorbereitet und eigentlich sollte alles automatisch online gehen! Aber irgendwo muss sich wohl ein Fehler eingeschlichen haben sonst hätte alles reibungslos geklappt. Naja, jetzt bin ich ja fast wieder gesund und kann ein Auge auf den PC werfen. Außerdem kann ich Euch nun den Krimi Spur der Tränen von Tilmann Schott aus dem dotbooks Verlag (www.dotbooks.de) vorstellen. Irina ist jung, intelligent, kommt aus Moldawien und träumt von einem besseren Leben im „goldenen Westen“, sie will unbedingt ihr trostloses Leben hinter sich lassen und ist somit das perfekte Opfer. Sie gerät an die falschen Leute und landet durch skrupellose Menschenhändler als Zwangsprostituierte in Deutschland. Dort kreuzt sich ihr Weg durch unglaubliche Zufälle mit dem von Professor Frank Thervall. Wird er ihr helfen oder landet sie wieder bei ihren Häschern? Tilmann Schott schreibt nicht nur spannend sondern auch überzeugend. Der gesamte Roman glänzt nur so vor Fach- und Faktenwissen. Da ich meine Rezensionen auch auf www.amazon.de sowie www.buecher.de und www.lovelybooks.de veröffentliche werde ich dieses eBook leider nur mit 3 von 5 Sternen bewerten. Zum einen, weil ich die Formatierung sehr unglücklich gewählt finde, das Lesen ist durch sie wirklich anstrengend, obwohl der Schrifttyp thematisch super passt, und mich das Ende der Story irgendwie unbefriedigt zurück lässt. Ich meine was wird aus Irina, die so plötzlich abgereist ist? Findet sie ihre Schwester und kann sie all die Dinge verarbeiten? Was geschieht mit ihrem Freier, der im Krankenhaus liegt und ihr versucht hat zu helfen? Ihr seht Spur der Tränen hat potential, ist ein gelungener Krimi und wirklich lesenswert da er so realistisch und authentisch ist. Leider verschenkt er gegen Ende hin, wie bereits erwähnt, ein paar Punkte. Trotzdem ist es einen Kauf wert! Bis bald, Eure Buchwärterin!

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  • Leserunde zu "Spur der Tränen" von Tilmann Schott

    Spur der Tränen
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Sie hat einen Traum. Sie wird zum Opfer. Die junge, intelligente Moldauerin Irina träumt von einem Leben im „Goldenen Westen“. Sie fasst Vertrauen zu den falschen Leuten und findet sich geschunden und missbraucht in einer deutschen Hafenstadt wieder. Kann sie dort auf die Hilfe von Professor Frank Thervall bauen oder führt ihr Weg sie wieder zurück auf die Spur der Tränen? Fakten- und kenntnisreich verdichtet der Jurist und Kriminologe Tilmann Schott seine Erfahrungen mit dem modernen Sklavenhandel in Europa zu einem hochspannenden Kriminalroman. (Leseprobe) An Tag 4 in unserer dotbooks-Verlagswoche stellen wir Euch einen spannenden Kriminalroman und dessen Autor Tilmann Schott vor. Ihr habt heute und in der kommenden Leserunde die Möglichkeit ihm Fragen zu seiner Tätigkeit als Autor und seinem Arbeitsalltag zu stellen und bewerbt euch damit gleichzeitig für eines von zehn Ebook-Exemplaren von "Spur der Tränen". Die Bewerbungsdetails: stellt Tilmann Schott bis einschliesslich 22. Juli 2012 eine Frage & hüpft damit automatisch in den Lostopf! Bei uns wird Neugier belohnt!!! Tilmann Schott, Jahrgang 1963, wuchs in Hamburg auf und zog 1990 nach Berlin. Er war als Richter am Kriminalgericht Berlin-Moabit sowie in der kriminologischen Forschung tätig. Seit 2004 ist er Professor an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Lübeck. Zu seinen Unterrichtsgebieten gehören unter anderen das Visa- und Einreisesystem der EU und die Bekämpfung der Schleuserkriminalität. Tilmann Schott ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und deren Kinder an der Ostsee. Der Autor im Internet: http://www.tilmann-schott-luebeck.de Auf die Fragen - fertig, los!!!

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  • Rezension zu "Spur der Tränen" von Tilmann Schott

    Spur der Tränen
    conneling

    conneling

    29. August 2012 um 22:02

    Frank und Kristina führen eine Wochenendbeziehung, er lebt in Deutschland, sie in Schweden. Eigentlich geht es ihnen gut, aber es passt eben doch nicht komplett, die Wochenendbeziehung ist eben doch nicht perfekt. Die arbeitslose Moldauerin Irina träumt von einem guten Leben im Westen und glaubt einen Weg gefunden zu haben. Leider kommt es nicht so wie gedacht, eine Schlepperbande verspricht ein neues Leben, aber die Frauen werden zur Prostitution gezwungen. Sehr gut recherchierte Gegenden und Fakten rund um das Thema Gewalt und Prostitution, man merkt schnell dass Herr Schott sich sehr gut in dieser Thematik auskennt. Der Stil lässt sich gut lesen, ist allerdings etwas trocken und nüchtern, man spürt nicht die Verzweiflung, die Wut, die Trauer der beteiligten Frauen, da hätte mir etwas Emotion besser gefallen.

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  • Rezension zu "Spur der Tränen" von Tilmann Schott

    Spur der Tränen
    abuelita

    abuelita

    09. August 2012 um 20:56

    Spuren aus Tränen und Blut von Chisinau bis hinter Schwerin….. das Herz voller Hoffnung auf ein Leben, das es nicht gibt, folgt sie dem Geliebten, der sie in Wahrheit nicht liebt. Sie ahnt nicht :auf sie warten grausame Zeiten, das Licht am Waldrand hat nur Unheil zu bedeuten. Denn die anderen wollen die Ware und nicht die Frau , und keiner versteht sie, die Tränenspur aus Chisinau. Ein Auszug aus dem Buch, in dem es genau um das geht….Zwangsprostitution, auch eine Form des Menschenhandels, der Ausbeutung und Ausnutzung von Zwangslagen. Wer will es den jungen Frauen, die in ihrer Heimat kaum eine Chance haben, denn verdenken, wenn sie auf die vollmundigen Versprechungen auf ein besseres Leben von – angeblichen – Freunden hereinfallen ! Und genau das passiert hier der Protagonistin Irina. Auf der anderen Seite ist da dann Professor Frank Thervall aus Lübeck, der eine schwedische Freundin hat und daher dauernd hin-und herpendelt - anstrengend! Die Geschichten der beiden laufen erst parallel nebeneinander her, bis sich dann die Wege von Irina und Frank durch einen Zufall kreuzen. Vorab muss ich sagen, dass Herr Schott wohl ein sehr guter Kenner der Gegenden ist, die er beschrieben hat. Und dass er sich mit Kriminalität dieser Art gut auskennt; schlüssig und gut recherchiert sind die Fakten. Trotzdem- oder vielleicht gerade deshalb? - bin ich mit dem Buch nicht richtig warm geworden. Das liegt an erster Linie wohl daran, dass mir manches zu „trocken“ war, zu emotionslos. Ich habe über die Not, den Kummer, die Erniedrigung und Demütigung der Frauen zwar gelesen,aber nichts davon gespürt. Als Irina z.B. erkennt, in was sie da hineingeraten ist – das liest sich für mich eher wie ein Polizeibericht und nicht wie die Gefühle einer zutiefst entsetzten, eingeschüchterten, verängstigen jungen Frau. …. Zur Handlung an sich - nun, es hat mich nicht gestört, dass es ein bisschen arg viel Zufälle gab und manches doch recht unwahrscheinlich erscheint. Nicht gefallen aber hat mir, dass einige Fragen offen blieben, die meiner Meinung nach unbedingt eine Antwort gebraucht hätten , damit die Geschichte glaubwürdig bleibt. Was genau kann ich leider nicht verraten ohne zu spoilern… Auch mit dem Schluss kann ich mich nicht richtig anfreunden – auch hier zu vieles offen bleibend, und das Endkapitel für Irina – das war und ist mir zu „schnell „ abgehandelt bzw. leider gar nicht vorhanden… Ich bedanke mich nochmals beim Verlag, bei Herrn Schott und bei Lovely books für den Gewinn und dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte.

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  • Rezension zu "Spur der Tränen" von Tilmann Schott

    Spur der Tränen
    laleluxya

    laleluxya

    08. August 2012 um 19:16

    so, habe es aus gelesen und finde die Thematik gut . ich finde es spannend und zügig geschrieben, aber man hätte es besser ausbauen können, manche Sachen wurden , die nicht so wichtig für die Geschichte waren ausführlich erklärt und manches Wichtige, nur so am rande. Bei einigen Abschnitten hätte ich gerne ein zwei Sätze mehr erfahren, sie waren wie abgehackt. Ich hätte gerne erfahren was aus Irinas Schwester geworden ist und was macht Irina jetzt? Ein positives Ende das mir sehr gut gefallen hat, was leider wohl in der Wirklichkeit nicht so oft passiert.Es ist und bleibt ein heikles Thema, die Frauen/ Mädchen tun mir sehr leid.

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  • Rezension zu "Spur der Tränen" von Tilmann Schott

    Spur der Tränen
    ina_kzeptabel

    ina_kzeptabel

    01. August 2012 um 20:45

    Ich habe mich sehr darüber gefreut, für die Leserunde ausgewählt worden zu sein. Und auch wenn das Buch nur als Ebook zu bekommen ist (was ich schade finde), hat es mir sehr gut gefallen! Ich mag nämlich eigentlich keine Ebooks :) Der Inhalt: Frank Thervall lehrt als Professor an einer Universität in Lübeck, hat eine schwedische Freudin aus Malmö und ihm geht es gut. Eigentlich. Doch schon bald muss Frank feststellen, dass eine Wochenendbeziehung sehr anstrengend sein kann. Und seine Freundin, Kristina, merkt dies auch sehr schnell. Frank ist mal wieder zu Besuch bei Kristina, als er am Strand einen Führerschein findet. Leider vergisst er diesen vor seiner Abreise abzugeben. Doch dies soll noch ungeahnte Folgen für ihn haben... Zusätzlich muss er sich noch mit einer ärgerlichen Situation vor Gericht Irina lebt in Moldau und ist arbeitslose Lehrerin. Darum ist sie auch auf der Suche nach einem neuen Leben. Sie hofft dieses zu finden, als sie unter falschem Vorwand eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen soll. Woher diese kommt, ist Irina nicht ganz klar - leider. Denn sie merkt viel zu spät, das sie einer Schlepperbande zum Opfer gefallen ist und muss sich nun mit Gewalt, Freiheitsberaubung und Zwangsprostitution auseinder setzen. Irina fügt sich, im Gegensatz zu ihrer Freundin, doch lernt sie bald den Feier Danut kennen. Ob er ihr helfen kann? Ihr alter Pass wurde eingezogen, sie soll sich mit ihrer neuen Identität zufrieden geben, oder sie muss weitere Qualen erdulden. Nur wie lange soll sie das noch aushalten? Frank ahnt davon nichts,will sein Leben mit Kristina auf die Reihe bekommen... Doch wie passen diese beiden Geschichten zusammen? Was verbindet Frank und Irina wirklich? Der Stil ist ein, meiner Ansich nach, recht eigener. Man stellt sehr schnell fest, das der Autor definitiv sehr gute Kenntnisse bzgl.der jeweiligen Umgebung hat. Sowohl Moldau, Malmö als auch Lübeck werden detailgetreu beschrieben, sodass man sich gut in die Geschichten einfinden kann. Anfangs war es für mich noch sehr irritierend, auf so viele schwedische Worte zu stossen. Laut Aussage des Autors aber auch kein Wunder, ist er doch selbst bekennender Schweden-Fan mit Sprachkenntnissen. Das Buch beginnt mit der Geschichte von Frank und wechselt dann immer zwischen den beiden Protagonisten hin und her. Bis sie sich dann durch einen Zufall miteinander verknüpfen. Und diese Verknüpfung ist garnicht schlecht gelungen, wenn die Ereignisse auch ein wenig zu sehr nach Hollywood klingen. Und das bleibt leider auch so. Die Geschichte hätte man meiner Ansicht nach ein wenig schlüssiger gestalten können. Trotzdem ist sie in sich sehr gut geschrieben! Man merkt in jedem Kapitel, wieviel Mühe und Recherche in dieser Geschichte stecken. Da hat sich der Autor, Tillmann Schott, sehr viel Zeit genommen. Mein Fazit fällt aber aufgrund des Hollywood-Charakters der Geschichte ab der Vereinigung trotzdem nicht so positiv aus, wie ich das beim ersten Drittel noch dachte. Wenn ich nur diesen betrachte, dann würde ich eine durchweg positive Rezension schreiben können. Weiterhin trägt dazu bei, das mir das Ende ein wenig zu offen scheint. Es gibt zwar ein Endkapitel, aber nur für Frank und Kristina. Für Irina fehlt dies leider und man weiß nichts über sie

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  • Rezension zu "Spur der Tränen" von Tilmann Schott

    Spur der Tränen
    Ratina

    Ratina

    01. August 2012 um 18:25

    Die arbeitslose Moldauer Lehrerin Irina träumt von einem besseren Leben im Westen. Sie vertraut sich zwei Fremden an, die ihr eine Möglichkeit verschaffen wollen, in den Bereich der Schengen-Staaten zu gelangen. Letztlich landet sie als Zwangsprostituierte in Deutschland in einer ziemlich ausweglosen Situation. Durch Zufall gerät sie an den Hochschuldozenten Frank Thervall, der ihr beim Weg zurück in die Heimat helfen will… Der wichtigste Punkt ist für mich, dass man sofort merkt, welche Recherchearbeit dahinter steckt. Das macht die Geschichte für mich sehr realistisch und glaubwürdig. Mit anderen Worten, man merkt die Fachkompetenz des Autors und das macht die Geschichte für mich sehr angenehm zu lesen. Zur Geschichte selbst: ich finde, man kann sehr gut nachvollziehen, warum Irina sich auf die Schlepper einlässt. Und man kann verstehen, warum sie und die anderen Frauen sich nicht wehren (können) und auch nicht flüchten. Genauso gut nachvollziehbar ist es, dass Frank ihr hilft, obwohl er damit selbst mehr als einmal straffällig wird. Insgesamt nimmt die Handlung immer mehr an Fahrt auf, wird spannender und schneller bis zum Finale. Was ich besonders positiv finde: ich habe beim Lesen nicht das Gefühl, dass diese Dinge passieren, weil der Autor will, dass sie passieren. Stattdessen ist es eher so, als wäre diese Geschichte so und nicht anders passiert und das hätte jetzt halt mal jemand aufgeschrieben. Weiß jemand, was ich meine? Es ist ganz sicher kein Buch, dass man als leichte Lektüre bezeichnen und nach dem Lesen direkt wieder vergessen kann, setzt die Themen Menschenhandel und Schleuserkriminalität aber hervorragend in einen spannungsgeladenen Krimi um. Daumen hoch also von mir – definitive Leseempfehlung!

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