Tim Akers

 3.7 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von Das Herz von Veridon, Die Untoten von Veridon und weiteren Büchern.

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Cover des Buches Das Herz von Veridon9783404206667

Das Herz von Veridon

 (13)
Erschienen am 20.07.2012
Cover des Buches Die Untoten von Veridon9783404206865

Die Untoten von Veridon

 (7)
Erschienen am 01.12.2012
Cover des Buches Das Herz von Veridon9783732535910

Das Herz von Veridon

 (0)
Erschienen am 05.07.2016
Cover des Buches Vermächtnis des Mondes9783957525925

Vermächtnis des Mondes

 (0)
Erschienen am 01.09.2017
Cover des Buches Handbuch Völker des Flusses9783957522924

Handbuch Völker des Flusses

 (0)
Erschienen am 22.06.2016
Cover des Buches Pagan Night: The Hallowed War 19781783297399

Pagan Night: The Hallowed War 1

 (0)
Erschienen am 19.01.2016

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Rezension zu "Die Untoten von Veridon" von Tim Akers

Spannende und Actionreiche Fortsetzung
Tefelzvor einem Jahr

Nach einem absolut abgedrehten und faszinierendem ersten Teil, musste ich mir sofort die Fortsetzung besorgen und war sofort wieder von der bizarren Welt Veridons gefangen.

Geschichte:  Veridon ist eine Stadt, irgendwo , umgeben von Wasser und anderen Kontinenten, die nicht erkundet sind und von denen die Bewohner Veridons nur wissen, daß im Fluss ab und an Maschinenteile liegen, die sie ebenfalls zur Herstellung von Maschinen oder als Teile zur Reparatur Ihrer Körper benutzen können. Im Fluss leben die Fehn, wiedererweckte Tote die im Fluss umgekommen sind und sich noch genau an Ihr Leben vor dem Tod erinnern können, bis sie eines Tages in der Gesamtheit aufgehen. Und natürlich Jacob Burn der nach wie vor Zwielichtige Geschäfte betreibt und einen Auftrag annimmt, den Fehn etwas als Bote zu überbringen. Der Auftraggeber ist Anonym und Jacob bereut den Job als er ein Gefäß den Fehn übergibt. Kurze Zeit später brodelt das Wasser und es wimmelt von Leichen der Untoten auf dem Wasser , die nun endgültig tot sind, aber auch verwandelte Fehn, die alles lebendige angreifen und die Schiffsbesatzung als auch die Stadt Veridon angreifen. Jacob wird somit wieder als Überbringer der Seuche von allen gesucht und verfolgt....

Veridon ist eine Stadt aus Dampftechnik, Untoten, gefallenen Engeln, einer Kirche die Technik anbetet, Spinnenähnliche Wesen, Verbrecher, korrupte Ratsmitglieder. Das Buch bietet nur 2 Möglichkeiten. Man tauch in diese komplett bizarre Welt ein und lässt sich auf einen besonderen Trip mitnehmen oder man kann damit gar nichts anfangen.In jedem Fall macht der 2. Teil ohne den ersten gelesen zu haben, absolut keinen Sinn.

Wahnsinnig viele Ideen. Action von Anfang bis Ende, Spannung und sich treiben lassen. Keine Ahnung was und wo Veridon ist, es wird auch nicht wirklich erklärt wer auf den anderen Kontinenten lebt oder warum diese Teile im Wasser liegen. Wer nach viel Erklärungen sucht, wird enttäuscht sein. Akzeptieren dass über die Vergangenheit kaum etwas bekannt ist. Ab und zu wird ein Spritzer enthüllt, nur um wieder neue Ratlosigkeit auszulösen. Die Geschichte spielt im hier und jetzt.

Jacob Burn ist ein Held, der keiner sein will, aber der unbändige Wille die Lösung der Probleme zu finden, lässt ich nicht aufgeben. Es ist Fantasy , aber doch so komplett anders als gewohnt und doch so gut, dass ich wirklich mehr will. Für mich eine absolute Empfehlung.


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Rezension zu "Das Herz von Veridon" von Tim Akers

Ungewöhnlich aber Genial
Tefelzvor einem Jahr

Ich habe das Buch ehrlich gesagt einfach aufgrund des überragenden Covers mitgenommen, später dann ein paar Rezessionen dazu gelesen. Steampunk als Genre war mir bis Dato nicht bekannt und eigentlich ist es auch egal, da das ganze Buch einfach nur ungewöhnlich und absolut Klasse ist. Zum Glück haben mich die Rezessionen nicht abgeschreckt, Wer sich hierauf einlässt und sich einfach treiben lässt, bekommt auch etwas geboten.

Geschichte:  Irgendwo in einem Zeppelin über Veridon, einer Stadt im Nirgendwo,umgeben von viel Wasser, tötet jemand den Pilot und der Zeppelin stürzt ab. Kurz vor dem Absturz übergibt ein Bekannter, Jacob Burn ein metallischen Gegenstand und stürzt über Bord. Jacob überlebt als einziger diesen Absturz aufgrund einer sehr außergewöhnlichen Regenerationsfähigkeit seines Körpers, der totgeglaubte im Nu heilen lässt. Kurz darauf wird er von einem Wesen aus Stahl mit Engelsflügeln verfolgt, sowie so ziemlich allen Gruppen und Organisationen die in Veridon etwas zu sagen haben. Zwischen Verstecken und Fliehen versucht Jacob in dieser ungewohnten Rolle herauszufinden, was eigentlich los ist und was der Gegenstand darstellen soll, den er bei sich trägt und hinter dem alle her sind....

Veridon ist Bizarr und das ist das Besondere, mit Bewohnern die sich durch Einnahme von Metall und bestimmten Käfern verwandeln können um Beispielsweise ein Lied im Original nachsingen zu können oder Organe werden durch Dampfmaschinen ersetzt, die den Menschen besser als Vorher funktionieren lassen. Jacob hat ein Herz aus Metall bekommen, da sein Vater im Rat der Stadt sitzt und Jacob selbst als Piloten ausbilden lassen wollte aber irgend etwas stimmte nicht mit dem Herz....Zeppeline die sich sogar noch von eigentlich toten Piloten steuern lassen. Intrigen, Korruption, Menschen, die im Wasser sterben, werden wiedererweckt und leben im Fluss mit ihren alten Erinnerungen. Was für verrückte Ideen finden sich auf diesen Seiten, es ist Wahnsinn.... 

Jacob gehört zur Gründerfamilie von Veridon, aber will mit dem Rat nichts zu tun haben und lebt lieber von Aufträgen, die er für einen kriminellen Paten erledigt. Seine einzige Verbündete ist Emily, die er schon lange kennt oder glaubt er nur sie zu kennen ? Dieses Buch hat etwas von Endzeit, Depression und ist keine schöne Feenwelt, aber alleine das Potential dieser Stadt. Wer lebt noch auf diesem Kontinent ? Vieles bleibt einfach offen und spielt im Jetzt... Wer damit leben kann, nicht alle Fragen beantwortet zu bekommen, kommt in den Genuß eines packenden Buches voller Action, die nicht abzureißen scheint und ein immer höheres Tempo entwickelt.

Fazit: Wer genug Fantasie besitzt um sich in diese Stadt hineinzudenken, wird nicht enttäuscht und erlebt eine spannende Geschichte mit wirklich merkwürdigen und verlogenen Menschen, bei den Jacob herausragt und zum Helden wird. Absolut Top !

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Rezension zu "Die Untoten von Veridon" von Tim Akers

Großartiger Schmöker im Steampunk-Setting
Serkalowvor einem Jahr

Klappentext Band 1: Mein Name ist Jacob Burn. Ich war an Bord eines Zeppelins, als er vom Himmel fiel. Ich stürzte mit den Flammen und zerschmetterten Getrieben in den dunklen Fluss hinab und überlebte. Der Himmel mag mich wohl nicht besonders. Aber noch weniger mögen mich die Leute, die mich jagen. Sie sind hinter dem Artefakt her, das mir ein alter Bekannter vor dem Zeppelinabsturz in die Hand gedrückt hat. Keine Ahnung, was es damit auf sich hat, aber es scheint ziemlich bedeutend zu sein. Schließlich will man mich dafür töten. Meine Stadt Veridon ist ein gefährlicher Ort. Aber wenn es sein muss, kann ich noch viel gefährlicher sein ..

Warum Steampunk mehr sein sollte, als sich eine Fliegerbrille über 'nen alten Zylinder zu stülpen und 'ne verrostete Taschenuhr zu tragen.

Vor einigen Jahren tauchte plötzlich das Genre »Steampunk« auf. Ich glaube, zunächst tatsächlich »nur« als eine Modebewegung aus der Gothicszene heraus.
Optisch hatte es durchaus auch seine Reize zu bieten und plötzlich hielt ich in einem Buchladen auch das erste literarische Werk in den Händen, dass dieses Thema bediente. Ich erinnere mich noch, dass es »Boneshaker« der Amerikanerin Cherie Priest war. Witzigerweise sind ihre Bücher nicht weiter ins Deutsche übersetzt worden, obwohl es definitiv eine Reihe ist und der Run um das Genre »Steampunk« dann auch erst losging.

Neben diversen Lizenzübersetzungen aus dem anglo-amerikanischen Raum, stürzten sich vor allem etliche Selfpublisher auf das Thema.

Es versprach auch für mich als Leser, eine Menge Innovation, die ...

... nur leider meist nicht eingehalten wurde.

Ich lese selten ein Buch nicht zu Ende, auch wenn es mir nicht besonders gefällt, möchte ich mir doch eine fundierte Meinung bilden und halte oft bis zum Schluss durch. Mal abgesehen davon, dass ich mittlerweile von dieser Haltung abgewichen bin, weil ich schlicht denke, dass ich zu alt für so einen Quatsch bin und meine verbliebene Lebenszeit nicht mit schlechten Geschichten verbringen möchte ... wenn ich allerdings ein Buch abgebrochen habe, dann waren es oft Werke aus dem sog. »Steampunk«

Ich sage bewusst »sog.«, denn Steampunk sollte mehr sein, als ein Protagonist mit Fliegerbrille am Zylinder und ein paar Zahnrädern als roboterähnlichen Automaten. Vielleicht ist »Steampunk« eben doch »nur« ein Genre, dass seinen Reiz ausschließlich durch die Optik entfalten kann. (Was erklären würde, dass es weitaus mehr wirklich gute Comics dieses Sujets gibt, als Romane)

Es könnte aber auch daran liegen, dass sich die meisten Autoren – die ICH versucht habe zu lesen – einfach keine Mühe gaben, dem Genre wirklich Innovatives abzugewinnen und einfach eine gute Geschichte zu schreiben. Eine Geschichte, die vielleicht auch ohne die »Steampunk« Accessoires funktionieren würde, durch diese aber eben etwas besonderes wird.

Die meisten »Steampunk« Storys spielen im viktorianischen England, sind schlichte Detektivgeschichten, ein paar Zombieanleihen, hier und da einige Vampire, etwas Frauenemanzipazion und ansonsten vor allem ganz viel Romance. Da werden dann einfach rostige Zahnräder an steife Mäntel und Kleider genäht, ein Teekessel wird zu einer Art Computer und fertig ist der »Steampunk«.

Und die Krönung ist dann noch, dass man sich ellenlang über historische Korrektheit streitet. Historische Korrektheit? In einem Genre, dass eine Unterkategorie der Fantasy Fiction ist? Nein. Nicht Science Fiction, die das Wissenschaftliche ja im Namen trägt. Fantasy Fiction? Und die Autoren beschneiden sich selbst in ihrer innovativen Freiheit?

Es gibt natürlich Ausnahmen. Beispielhaft möchte ich hier alle Werke der deutschen Autorin Anja Bagus (Steampunk, Anfang 20stes Jahrhundert im deutschen Kaiserreich) und die beiden »Puppen« Bücher des Autorenduos Voigt nennen. (Wirklich alternativer Weltenentwurf und sau gute Abendteuerschmöker, die alles aus dem Genre rausholen, was nur geht!)

Für mich als Leser, der den Begriff »Steampunk« das erste Mal übrigens im Zusammenhang mit der Ästhetik der Welt des Computerspiels »Final Fantasy 7« bewusst wahrgenommen hat, konnten die oben beschriebenen, einfach lieblos hingeschluderten sog. »Steampunk« Geschichten nur Enttäuschungen sein.

Wollt Ihr wirklich ein Beispiel dafür, wie schlecht die sein können? Ich will doch keine Werbung für sowas machen. Na gut. Ich verlinke in den Shownotes die sog. »Steampunksaga« von Steve Hogan. Die wirklich so ein dermassener Schrott ist, dass diese Assoziation des Rostigen schon fast die Genrebeschreibung rechtfertigt.

Gut.

Jetzt gibt es aber noch Tim Akers und seine beiden »Veridon« Bücher. Band 1 habe ich auf meinem Blog ausführlich rezensiert und da Band 2, dem in nichts nachsteht, will ich hier einfach mal ganz allgemein auf beide Bücher aufmerksam machen.

Wenn man Band 1 gelesen und gut gefunden hat, dann sollte man nicht zögern, zu Band 2 zu greifen. Sie erzählen zwar gut in sich abgeschlossene Geschichten, man kommt aber mit dem Weltenentwurf doch etwas besser klar, wenn man Band 1 kennt. Denn hier tut Akers etwas, dass viele Fantasy-Leser wohl nicht mögen, aber ich liebe es.

Er wirft einen in seine komplex ausgearbeitete Welt einfach mal so hinein und als Leser kann man dann zusehen wo man bleibt.

Wir haben eine Stadt, die auf/in/über einem riesigen Wasserfall errichtet wurde und deren Macht auf gefundenen und durch eine Kirche nach und nach veränderten mechanischen Artefakten beruht. Artefakten, die nicht nur Luftschiffe, sondern auch eine Art von Cyborgs erschaffen.

Wir haben Jacob Burn, der einst ein Adliger und Luftschiffpilot war, zu den Obersten von Veridon gehörte und durch irgendetwas zu Fall kam. Jetzt als Verbrecher oder vielleicht doch so eine Art Privatdetektiv arbeitet. Das Ganze erinnert sehr angenehm an den klassischen Noir-Krimi, zumal der Autor zur Ich-Perspektive greift. Burn ist genauso ein Sozialromantiker, der ständig auf die Fresse bekommt, aber zum Glück ist er ja auch mechanisch verändert und auch wenn er eigentlich mit niemanden etwas zu tun haben will, setzt sich seinn Gerechtigkeitssinn dennoch immer durch.

Es gibt keine langen Erklärungen, wie diese Welt funktioniert. Ja, sie trägt deutliche Züge des Steampunk und ist in ihrem radikalen Entwurf mit »Die Götter von Whitechappel« vergleichbar. Wartet mit mechanischen Engeln, sog. Fötalmetallen, Mechagenetik, mit im Wasser »lebenden« Leichen und mit humanoiden Arachnoiden auf.

Der Spannung tut das keinen Abbruch, da Akers sein Handwerk des guten Drei-Akt-Plots mit allen Twists und Höhepunkten versteht. Darüber hinaus bietet der Einfallsreichtum des Autors einfach zuviel, an dem sich der (mit ein bisschen Fantasie und Vorstellungskraft begnadete) Leser erfreuen kann. Selbst ein kleiner Funken (ritterlicher) Romantik ist vorhanden und der lakonische Ich-Erzähler packt speziell in seinen Dialogen mit dem Anansi Wilson (das ist so ein humanoider Arachnoide) noch eine gehörige Portion Humor dazu.

»Veridon« ist eine rasant erzählte Räuberpistole, die das Sujet »Steampunk« endlich mal wieder voll und ganz ausreizt.
Fantasy, die eben nicht im Mittelalter, sondern in einem industriellen Retrofuturismus angesiedelt ist und mehr Züge von Science Fiction, denn von Tolkien trägt.

Jedem, der Lust darauf hat, beim Lesen seine Vorstellungskraft etwas anzuspornen und grundsätzlich mit einem Noir-Krimi im Steampunk-Gewand klar kommen könnte, kann ich die beiden »Veridon« Bücher von Tim Akers nur empfehlen. Mir haben sie einen riesen Spaß bereitet. Ein wenig fühlt man sich beim Lesen wieder wie ein Junge, der heimlich unter der Bettdecke eine Mischung aus Sherlock-Holmes, Jule Verne und Karl May liest.

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