Tim Binding Fischnapping

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Inhaltsangabe zu „Fischnapping“ von Tim Binding

Ein Mann, eine Klippe, viele Frauen Eigentlich wollte Al Greenwood an jenem stürmischen Tag seine Gattin von der Klippe stürzen. Doch er erwischte Michaela, die Frau des Dorfvorstehers, und landete prompt im Knast. Nach vier Jahren geruhsamer Haft ohne seine nervende bessere Hälfte bekommt Al doch noch Besuch von seiner Angetrauten. Ganz plötzlich will sie ihm zu unverhoffter Freiheit verhelfen, und begleitet wird sie – von Michaela. Wen hat Al nun tatsächlich umgebracht? Und wie wird er aus diesem Schlamassel wieder herauskommen?

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  • Wer den schwarzen Humor liebt, der liebt auch Tim Binding

    Fischnapping
    Bommerlinda

    Bommerlinda

    01. August 2016 um 22:04

    Eines vorweg: Fischnapping ist die Fortsetzung des Romans Cliffhanger und man tut gut daran, wenn man die Bücher auch in dieser Reihenfolge liest, denn nur so gelingt es, die Skurillität und den Humor in seiner Fülle und Gänze zu genießen. In "Cliffhanger" stößt Al Greenwood seine vermeintliche Frau, einen gelben Regenmantel tragend, von den Klippen. Nach der Tat zu Hause angekommen, sitzt diese allerdings lasziv auf dem Sofa vor dem Kamin und kann insofern nicht das Opfer sein. Wer aber ist nun die Frau im gelben Regenmantel? Vielleicht seine uneheliche Tochter Miranda, die an diesem fraglichen Nachmittag auch im gelben Regenmantel an der Klippe gesehen worden sein soll? Es gibt mehrere Kandidatinnen. Tragisch, dass ausgerechnet jemand verschwunden ist, der Al sehr nahe steht. Am Schluss wird Al zwar wegen Mordes verurteilt, aber nicht für den, den er begangen hat! "Fishnapping" beginnt in dem Moment, als sich Als Frau eines Besseren besinnt und den Mord an ihrer Tochter gesteht, für den Al bereits 4 Jahre im Gefängnis sitzt. Al wird entlassen und erneut stellt sich für ihn die Frage, wen er denn nun damals die Klippen hinuntergeschubst hat. Die totgeglaubte Frau des Kommissars,  Michaela Rump, ist zumindest quicklebendig.  Gerade jetzt kehrt ausgerechnet die zweite uneheliche Tochter Als aus Australien zurück, um den Tod ihres Verlobten, der vor einigen Jahren während einer Bergwanderung mit Al tödlich verunglückte, aufzuklären. Al verstrickt sich immer tiefer in Verdächtigungen, Missverständnisse und Misstrauen, so dass man fast Mitleid mit bekommt. In diesem Roman wimmelt es nur so von skurrilen Figuren und die Handlung überrascht stets aufs Neue. Fischnapping ist ein literarischer Unterhaltungsroman, der zündet und dabei auch noch saukomisch ist. Es macht unheimlich viel Spaß zu beobachten, wie sich Al in seine Lügengeschichten verstrickt, und er durch seine spontanen und unberechenbaren Handlungen immer wieder neue chaotische Situationen hervorruft. Eine Geschichte ... sehr britisch, sehr schwarz, sehr deftig, wenn nicht gar derb und sehr direkt! Sofern man tief in seinem Inneren einen dunklen Kern besitzt, ist dieser Roman ein Must Have. Der Humor des Tim Binding treibt einem doch tatsächlich Tränen in die Augen und man klopft sich mit lautem Lachen krachend auf die Schenkel. Hervorragend!

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  • Skurrile Charaktere sorgen mal wieder für absurde und spaßige Situationen

    Fischnapping
    Heimfinderin

    Heimfinderin

    31. August 2013 um 20:35

    Vier Jahre sind vergangen seit Als Verurteilung, als er plötzlich aus dem Knast entlassen wird. Verwirrend genug, dass es ausgerechnet seine Ex-Frau Audrey ist, die ihm dazu verhilft, indem sie ihre eigene Schuld zugibt, so ist es auch kaum zu glauben, dass Audrey Freundschaft mit Als damaligem 'Irrtum' geschlossen hatte und somit die Frau, die Al glaubte, von der Klippe gestoßen zu haben, gar nicht so tot ist, wie gedacht. Im Gegenteil: Michaela Rump macht aus Als neu gewonnener Freiheit ein unglaublich absurdes Theaterstück und als hätten sie sich miteinander abgesprochen, taucht auch noch Als Tochter Carol auf und macht das Chaos perfekt, indem sie längst verfaulte Leichen wieder aus dem Keller gräbt und Al ein Lügengebäude konstruieren und aufrecht erhalten muss, das einen normalen Menschen längst an den Rand eines Nervenzusammenbruchs gebracht hätte. Dieser zweite Teil hängt dem ersten in nichts nach, ich habe sogar fast das Gefühl, er ist noch temporeicher und noch absurder, habe aber auch nur das Hörbuch von 'Cliffhanger' gehört und kann das nicht sicher beurteilen. Natürlich kann man Fischnapping auch ohne Vorkenntnisse des ersten Teils lesen, aber mir persönlich würde etwas fehlen, wenn ich Als Vorleben nicht auch hätte verfolgen können. Es macht unheimlich viel Spaß zu beobachten, wie sich Al auch hier wieder in seinen Lügengeschichten verstrickt, und er durch seine spontanen und unberechenbaren Handlungen immer wieder neue chaotische Situationen hervorruft. Und dabei ist es auch hier wieder unheimlich erstaunlich, wie sehr ich mit Al dabei mitfieberte und hoffte, dass er aus dem Schlamassel wieder heraus kommt, obwohl er gar nicht sympathisch ist. Hier bewundere ich den Autor wirklich dafür, dass er eine Figur geschaffen hat, die mein Mitleid hervorruft und die gleichzeitig ein Widerling ist, dem man privat nicht begegnen wollte. Lustige Dialoge, absurde Situationskomik, skurille Charaktere und sehr anhängliche Toblerone (Schokoladenliebhaber sollten sich zur Lektüre einen Vorrat zurecht legen) und die stets leicht benebelte ältere Nachbarin 'Schnüffelnase' machen das Buch zu einem großen Lesevergnügen, wenn man sich auf diese Art schrägen Humor einlassen kann und will. Ich denke, entweder gefällt einem das Buch oder eben nicht. Ein Dazwischen kann ich mir fast nicht vorstellen. Das Ende ist unerwartet ernst und melancholisch, aber eine für mich nachvollziehbare Entwicklung und bietet gemeinsam mit ein paar offen gebliebenen Fragen genug Stoff für eine Fortsetzung, auf die ich mich schon sehr freue.

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  • Rezension zu "Fischnapping" von Tim Binding

    Fischnapping
    Callso

    Callso

    04. September 2012 um 09:16

    So eine Stöberstunde im Bücherladen lohnt sich doch immer wieder. Dieser Zufallskauf ist der beste Beweis! Eine schwarze Komödie mit vielen Wirrungen und Wendungen. Ein heiteres, frisches Stück, das viele Rätsel aufgibt. Es ist ein großes Verwirrspiel um seltsamen Doppelmord, um echte, falsche und verflossene Liebe, es geht um prächtige Kois, um hartumkämpfte Scrabble-Partien und um Toblerone-Packungen. Es geht um Schuld, um Taktik, um einen Fisch-Klau, um Kunst und das Tochter-Sohn Verhältnis von Al zu Carol. Ein lesenswertes und heiteres Buch mit typischem britischem Humor. Häufig angenehm trocken. Tim Binding hat einen unkonventionellen und lebhaften Stil. Frech, flott und sehr ideenreich. Davon profitieren seine Charaktere, die sehr überzeugend skizziert wurden. Ob das Gesamtwerk immer realistisch und nachvollziehbar ist, das muss jeder selber entscheiden. Mich hat das Buch gleichwohl sehr angenehm überrascht…

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  • Rezension zu "Fischnapping" von Tim Binding

    Fischnapping
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. January 2012 um 15:08

    So erzählt Branding die GEschichte von Al Greenwood, der seit vier Jahren im Knast sitzt, weil er seine Frau von einer Klippe gestürzt. Doch seine Frau taucht quicklebendig wieder auf. So glaubt Greenwood eine nicht weniger nervtötende Frau, nämlich die des damals ermittelnden Kommissars, umgebracht zu haben. Doch die taucht plötzlich im Schlepptau seiner Frau im Besucherraum des Gefängnisses auf. Und Al muss sich fragen, wen er damals tatsächlich von der Klippe stürzte. Nachdem seine Frau die Schuld für das Verbrechen, weswegen Al vier Jahre unschuldig im Knast saß, auf sich genommen hat, erfreut er sich an seiner plötzlichen Freiheit. Dabei tritt seine nur wenig geliebte Tochter Carol wieder in sein Leben und sucht nach Beweisen, dass Al ihren damaligen Verlobten zur Strecke gebracht hat. Währenddessen nähert sich ihm die totgeglaubte Gattin des Kommissars an und überredet ihn zum Klau eines wertvollen Koikarpfens aus dem Gartenteich des Kommissars. Al findet dabei nicht nur seine Berufung zum Künstler und seine amouröse Liebe zu seiner ehemaligen Kunstlehrerin, sondern erkennt, wen er tatsächlich von der Klippe gestoßen hat. Obwohl ich den ersten Band (Cliffhanger) nicht gelesen habe, bin ich doch gut in die Geschichte hineingekommen. Tim Branding ist ein Meister des schwarzen Humors und sorgt für zahlreiche Lachattacken während des Lesens ob der absurden Zufälle. Empfehlenswert für Liebhaber obskurer Geschichten. Und womöglich ein Buch für Männer?

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  • Rezension zu "Fischnapping" von Tim Binding

    Fischnapping
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. July 2011 um 10:06

    Al Greenwood sitzt seit vier Jahren im Knast und hat sich (mehr oder weniger) häuslich eingerichtet. Für den Mord an seiner eigenen Tochter Miranda wurde er eingebuchtet und wird noch eine Weile sitzen müssen. Die Ironie der Geschichte ist, dass Al zwar wirklich einen Mord begangen hat, aber nicht den, für den er verurteilt wurde. So fügt er sich in sein Schicksal, denn die wahre Geschichte glaubt ihm nach der Verurteilung ohnehin keiner. Unerwartet steht die wahre Mörderin Mirandas vor der Tür - seine Ex-Frau Audrey - gemeinsam mit dem eigentlichen Mordopfer von Al: Michaela Rump, der Frau des örtlichen Polizisten. Damit beginnen für Al aufregende Tage, deren Sinn sich ihm nicht so recht erschließt: Audrey übernimmt die Verantwortung für den Mord an Miranda, wandert freiwillig in den Knast. Michaela Rump zieht neben Al ein und beginnt, ihn mit seiner Mordgeschichte zu erpressen. Ab diesem Zeitpunkt kann Al nur noch reagieren auf das, was ab sofort mit ihm geschieht. Michaela steuert Als Tun verblüffend gut und Al hat absolut keine Ahnung, wo Michaelas Reise genau hingehen soll. Sie scheint etwas über die Frau zu wissen, die Al tatsächlich über die Klippe gestürzt hat und bietet ihr Wissen stückchenweise gegen Als Dienstleistung in ihren Plänen an. Dass sie ihn in die Pfanne hauen möchte, kapiert er sehr viel zu spät, weil sie ihn mit einer Mischung aus Sex und Hinweisen gefügig hält. Die irrwitzige Geschichte unterhält auf ganzer Linie. Was übrigens nicht der ausschließliche Grund für meine Begeisterung über dieses Buch ist. Was mich viel mehr fasziniert hat, ist, wie sehr ich mit Al mitfieberte. Fast wünscht man sich, dass Michaela nicht zum Zug kommt, dass irgendein freundlicher Zufall Al retten möge. Dabei ist Al ein ganz schöner Kotzbrocken und nicht wirklich sympathisch. Seine Ausführungen über Ohrringe beispielsweise sprechen Bände. Und trotzdem: Sein Schicksal bleibt einem nicht gleichgültig. Von der Sympathie zu Al sollte man sich allerdings der phantasievoll gestrickten Geschichte zuliebe verabschieden und auf sich wirken lassen, was Binding für seine Hauptperson an Überraschungen bereit hält. Es wird eine literarische Achterbahnfahrt.

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  • Rezension zu "Fischnapping" von Tim Binding

    Fischnapping
    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    14. March 2011 um 15:28

    Bereits mit dem vor zwei Jahren erschienenen Buch „Cliffhanger“ hat uns der britische Autor Tim Binding schon ziemlich an der Nase herumgeführt. Jetzt treibt er es mit „Fishnapping“ auf die Spitze. Er hält uns zum Besten, gibt erneut ordentlich Butter bei die Fische und dass ist so abenteuerlich, aberwitzig und vergnüglich, dass man nicht mehr aufhören will zu rätseln, geschweige denn zu lesen. Nicht umsonst ist dem Autor bereits der Titel als König der Krimi-Komödie verliehen worden. In „Fishnapping“ wimmelt es wieder von skurrilen Figuren, die in hanebüchene Situationen geraten. Da endet so manche Szene im Slapstick, doch die Spannung geht dabei glücklicherweise nicht verloren. Da „Fishnapping“ die Geschichte von „Cliffhanger“ weiter erzählt, ein paar Worte zur Handlung: In „Cliffhanger“ schubste Al Greenwood seine vermeintliche Frau im gelben Regenmantel von den Klippen. Als er allerdings nach der Tat nach Hause kam, saß sie auf dem Sofa vor dem Kamin. Somit konnte sie nicht das Opfer gewesen sein. Blöderweise hielt sich die Frau des auf diesen Fall angesetzten Kommissars Rump ebenfalls im gelben „Friesennerz“ ganz in der Nähe auf. Al ist sich nun sicher, dass er die Frau des Kommissars ermordet hat, hinter Gittern muss er allerdings wegen des Mordes an seiner unehelichen Tochter. „Fishnapping“ beginnt nun mit dem Moment, als sich seine Frau eines Besseren besinnt und den Mord an der Tochter gesteht. Al wird entlassen und die Frage, wen er denn nun damals die Klippen hinunter schubste, stellt sich ihm aufs Neue. Die Frau des Kommissars, die tot geglaubte Michaela Rump jedenfalls ist quicklebendig. Ausgerechnet jetzt kehrt auch noch die zweite Tochter aus Australien zurück, um den Tod ihres Verlobten aufzuklären. Der Verlobte war damals bei einer Bergwanderung mit Al verunglückt. „Fishnapping“ ist eine wunderbar an den Haaren herbeigezogene Krimikomödie, bei der Kenner des schwarzen, englischen Humors auf ihre Kosten kommen. Auch wenn einige Zusammenhänge etwas zu dick aufgetragen sind und manches Frauenbild klischeehaft erscheinen mag, überraschen die zahlreichen Verwicklungen und Wendungen und die Pointen zappeln nicht lange im Netz der Erzählkunst. Wohl aber der namensgebende Koi-Karpfen, der aus erpresserischen Absichten heraus entführt werden soll und auch bereits in „Cliffhanger“ eine nicht unwesentliche Rolle gespielt hat.

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