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Lilabella

vor 5 Jahren

(30)

Ein ziemlich geniales Buch für jeden Tim Burton Fan! In diesem Buch finden wir genau das, was seine Filme auch so besonders macht: Menschen (oder in diesem Fall Kinder) die durch eine körperliche Besonderheit, ihren Umgang mit anderen Menschen oder ihr Moralverständnis auffallen, und es im Alltag deswegen schwer haben, zurecht zu kommen. Natürlch darf da auch der morbide Touch nicht fehlen, wir haben es hier schließlich mit einem Burton zu tun, nicht wahr?
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So lernen wir z.B. Stick Boy und Match Girl kennen, die sich lieben aber niemals zusammenfinden können, den von seinen Eltern ungeliebten Oyster Boy oder meinen absoluten Favoriten: Mummy. Es ist wahr, dass Tim Burton bei seiner Charaktererstellung die Züge und auch Eigenschaften der jeweiligen Personen maßlos übertreibt, aber gerade das macht meistens der Charme des Films aus – oder in diesem Fall des Buches. Zu jeder Geschichte in diesem Buch hat Tim Burton mindestens eine Zeichnung angefertigt, die den unverkennbaren Stil all seiner Werke haben. Die Geschichten selber wurden in der Länge sehr variiert: Wir haben lange Gedichte aber auch nur Zwei-Zeiler, die sich dann meistens mit dem Versagen im Alltag eines schon bekannten Charakters beschäftigen. Nicht unbedingt nötig, trotzdem ziemlich amüsant.
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Wer in diesem Buch die große Lyrik erwartet, ist leider vollkommen falsch. Der Schreibstil macht die Geschichten nicht aus, es ist vielmehr der Inhalt der fasziniert. Wer aber ein Fan des makabren Burton ist, Edward Scissorhands und Nightmare Before Christmas gerne gesehen hat, der hat hiermit auf jeden Fall nichts falsch gemacht.

Autor: Tim Burton
Buch: The Melancholy Death of Oyster Boy
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