Tim Curran American Wasteland

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Inhaltsangabe zu „American Wasteland“ von Tim Curran

Höllentrip durch die Postapokalypse

Der Biker John Slaughter hält nichts von Autoritäten. Als eine Katastrophe die USA in nukleares Brachland verwandelt, genießt er das Gefühl von totaler Anarchie und Freiheit. Doch bald wird den Überlebenden das Leben zur Hölle gemacht, als seltsame Würmer vom Himmel prasseln. Sie fressen sich in das Fleisch der Menschen und verwandeln sie in willenlose Tötungsmaschinen.

Eine bekannte Biologin könnte die Seuche beenden. Um sie zu finden, bricht John in Richtung Mississippi auf. Er ahnt nicht, das er geradewegs durch die Hölle auf Erden fährt: Mutanten, Monster und konkurrierende Rocker lauern ihm auf – und uralte, diabolische Mächte sind zu neuem Leben erwacht …

Swampdweller Book Reviews: »Ein fantastischer Roman! Perfekt geschrieben, fesselnd und der Held ist sehr sympathisch.«

Hellnotes: »Die brutalen und blutigen Szenen sind liebevoll ausgeschmückt – und natürlich gibt es jede Menge davon.«

Zombies. Lebende Leichen, teilweise verwest, aber dennoch mit Leben versehen. Nicht wirklich umfangreich mit Neuronen befeuert und auch...

— LukeDanes

Ein typischer Curran mit sehr bildhaften Beschreibungen, die aber leider etwas auf Kosten der Handung gehen...

— Virginy

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    American Wasteland

    LukeDanes

    22. June 2017 um 11:44

    Zombies. Lebende Leichen, teilweise verwest, aber dennoch mit Leben versehen. Nicht wirklich umfangreich mit Neuronen befeuert und auch sonst eher die langsame Sorte in Punkto Fortbewegung. So sieht es zumindest die klassische Version der Menschenfleischfresser vor. Da dies jedoch auf die Dauer recht öde ist, sollte man sich etwas einfallen lassen um den Horrorkonsumenten noch mit ein wenig frischeren Ideen zu beliefern. So gibt es also schnelle Zombies, Zombies welche unsere Gesellschaft nachahmen weil sie nicht gepeilt haben das sie eigentlich tot sind, Zombies die von ihren Gegenparts nicht so genannt werden und Zombies in Love – was sicher Twilight geschuldet ist. Tim Currans Zombies sind jedoch noch einen Zacken wirrer als die bisher oben genannten Exemplare der walking Dead. Seine Zombies entstehen, indem sie durch einen Wurm kontaminiert werden, welcher den Wirt innerhalb kürzester Zeit umbringt um ihn dann in noch kürzerer Zeit wieder mit untotem Leben auferstehen zu lassen. Autor Tim Curran ergeht sich genüsslich in wahren Orgien an detallierten Beschreibungen, sobald es an das Auslöschen der zerfallenden Kadaver geht und lässt keine Möglichkeit aus das Kopfkino des Lesers mit den unappetitlichsten Bildern zu colorieren. Curran scheint einen höllischen Spaß daran zu haben auch die kleinste Kleinigkeit auszuwalzen. Nicht nur, das er sehr gut recherchiert hat – sich z.B. komplett in einen Outlaw Biker hineinzusetzen vermag – er bedient sich einer Bildsprache wie ich sie bisher nur selten gelesen habe. Würde man das Buch auf die wesentlichen Bestandteile reduzieren, käme man sicher mit einem Drittel des Umfangs gut zurecht, doch wie der Amerikaner sagen würde: Where´s the fun in that? John Slaughter, der Held des Ganzen, scheint eine weitreichend vorbestimmte Mission zu haben von der er nicht viel weiß und welche ihm eher durch übernatürliche Spiegelungen und Bauchgefühlen, die nichts mit schlechtem Essen zu tun haben, vermittelt wird. Als er gefangen genommen wird und den Auftrag erhält eine Biologin aus den Klauen einer paramilitärischen Organisation zu befreien, hat man das Gefühl Lee van Cleef würde gerade Kurt Russel in Richtung New York schicken, auch wenn Snake Plissken sich nicht gegen Zombies hat behaupten müssen. Ähnlich düster, wie in Carpenters dystopischem Klassiker, ist auch die Grundstimmung von Currans Dystopie, welche einen ansehnlichen Mischmasch an alten Bekannten abliefert, ohne sich dabei jedoch zu sehr in den Farben der Altvorderen zu verlieren. Auf seiner Reise in die Weststaaten der USA bekommt Slaughter es jedoch nicht nur mit Zombies zu tun. Riesige Spinnen und andere Mutationen, welche durch die Bombardierung diverser Landstriche mit Atombomben erschaffen wurden, trachten ihm und seinen Begleitern ebenfalls nach dem Leben. Die Deadheads (Zombies) in den Deadlands sind zwischendurch auch reine Nebensache, denn Curran lässt Slaughter auch ein wenig in der Geschichte der Indianer herum schnüffeln. Slaughters großer Widersacher – Black Hat, Skeleton Man oder wie man ihn auch immer nennen mag – weißt viele Züge eines Stephen King Dämons auf, auch wenn mir die Herangehensweise an das Böse von Curran wesentlich mehr zusagt als die des Altmeisters. „American Wasteland“ ist keine Durchschnittsdystopie, sondern hebt sich in Sprache (nichts für Muttis Liebling), Idee und Umsetzung ein gutes Stück vom normalen Tagesgeschehen in Richtung Zombie-Apokalypse ab. Festa delivers, denn der Verlag legt ja großen Wert darauf, etwas andere Literatur anzubieten – also Dinge an die sich Papas Verlage nicht trauen, weil entweder die Sprache zu bösieböse, die Story zu rattig oder auch der Rest eben von härterer Gangart ist. Tim Curran hat mich mit diesem Roman angefixt, denn der Mann schreibt wie der Leibhaftige selbst! Eine Geschichte wie ein Fiebertraum, ein Roadtrip durch die Hölle eines schlechten Drogenrausches – alles endet in einem orgiastischen Finale, welches dem Leser zwar viel abverlangt ihn aber am Ende in dem Gewissen zurück lässt beim Höllentrip durch die Postapokalypse in der ersten Reihe mit dabei gewesen zu sein. Leseempfehlung für alle die schon genug haben von Rick Grimes und den anderen Weichspül-Apokalypstern!

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  • Das Ende der Welt...

    American Wasteland

    Virginy

    06. February 2016 um 16:27

    John Slaughter ist ein hochrangiger, von der Polizei gesuchter Biker bei den Devil`s Disciples, doch seitdem die Welt vor die Hunde gegangen ist, hat das nicht mehr viel zu sagen. Der Wurmregen hat einen Großteil der Menschheit dahingerafft, die Würmer regnen vom Himmel herab, nisten sich in den Menschen ein um sie zu töten und anschließend als eine Art Zombies wieder auferstehen zu lassen, öffentliche Ordnungen gibt es nicht mehr, aber natürlich die Motoradbanden, die immer noch umherziehen und sich gegenseitig bekriegen. Und natürlich kommt, was kommen muß, Slaughter wird von der übrig gebliebenen Obrigkeit geschnappt und soll für seine Morde verurteilt werden, man läßt ihm allerdings ein Hintertürchen offen. Wenn er sich auf die Suche nach einer Biologin macht, die ein Patentrezept gegen die Würmer zu haben scheint und in einer Festung gefangen gehalten wird, ist er frei. Und nicht nur das, auch sein Bruder, der auf seine Hinrichtung wartet, wird entlassen, außerdem soll er als Unterstützung alle zur Zeit Inhaftierten Disciples bekommen. John ist von Anfang an klar, dass es sich um ein Himmelfahrtskommando handelt, aber ein echter Biker stirbt nun mal lieber mit seiner Maschine unter dem Hintern als im Knast und so trommelt er seine verbliebenen Kumpanen zusammen und macht sich auf den Weg ins Ödland. In Träumen und Visionen wird er immer wieder von einem seltsamen Mann in Schwarz heimgesucht, den er aufgrund seines Hutes Black Hat nennt. Je näher man der Festung kommt, umso grauenhafter wird die Umgebung, da gibt es Riesenspinnen, Menschenopfer, Kannibalen und Slaughter weiß, am Ende seiner Reise wird er sich Black Hat stellen müssen... Ja Curran ist zurück und an Grausamkeiten, Glibber und Gedärm wird in diesem Werk nicht gespart, allerdings hätte ich mir an manchen Stellen ein bißchen mehr Handlung gewünscht als die x-te detailgetreue Beschreibung einer Leiche. Außerdem bin ich mit John nicht so recht warm geworden, er ist ein skrupelloser, gefühlskalter Mörder, dem außer seinem "Motorradclub" alles andere egal zu sein scheint. Ja er ist ein Biker und die halten zusammen wie Pech und Schwefel, allerdings hat mich gestört, dass darauf das ganze Buch über herumgeritten wird... Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, kurz und knapp, 4 von 5 Sternen für "American Wasteland"...

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