Tim Desmond

 4 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf von Tim Desmond

Tim Desmond ist praktizierender Psychotherapeut, Achtsamkeitslehrer und Schüler des Zenmeisters Thich Nhat Hanh. Er ist Fakultätsmitglied an der Harvard University und Mitbegründer des Morning Sun Mindfulness Center. Desmond arbeitet mit Google zusammen, um ein neues Schulungsprogramm für Achtsamkeit für die Mitarbeiter des Unternehmens zu erstellen. Im Jahr 2005 wurde er von Thich Nhat Hanh nach langjähriger Praxis in den Orden Intersein aufgenommen. Neben der Tradition von Thich Nhat Hanh lehrt er Gewaltfreie Kommunikation und positive Psychologie. www.timdesmond.net

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Tim Desmond

Cover des Buches Shit happens (ISBN: 9783426675878)

Shit happens

 (7)
Erschienen am 03.02.2020
Cover des Buches Die Kunst des Selbstmitgefühls (ISBN: 9783867813587)

Die Kunst des Selbstmitgefühls

 (0)
Erschienen am 16.12.2020

Neue Rezensionen zu Tim Desmond

Cover des Buches Shit happens (ISBN: 9783426675878)Kleine8310s avatar

Rezension zu "Shit happens" von Tim Desmond

Sh*t happens
Kleine8310vor 10 Monaten

Shit happens – Anleitung zum Menschsein in einer beschissenen Welt” ist ein Ratgeber des Autors Tim Desmond. Auf dieses Buch bin ich tatsächlich durch den Titel aufmerksam geworden und wollte direkt wissen, was es inhaltlich zu bieten hat. Der Aufbau des Buches hat mir gut gefallen und es ist flüssig und gut verständlich geschrieben. Inhaltlich bekommt man als Leser*in eine schöne Mischung aus Anleitungen und Beispielen, anhand der Lebensgeschichte des Autors präsentiert. Das fand ich gelungen. 

Es geht im Grundsatz um Meditation und Achtsamkeit, insbesondere im Bezug auf verschiedenste Gefühle. Ich mochte den Ansatz von Tim Desmond sehr gerne, weil er nicht dazu rät schwierigere Gefühle “nur” weiterziehen zu lassen, sondern dazu anhält diese Gefühle ebenfalls wahrzunehmen und zu respektieren und akzeptieren. Dieses Buch kann in vielen Bereichen hilfreich sein, so zum Beispiel bei Konflikten, eigenen Erwartungen und Einschätzungen bezüglich sich selbst oder auch bei Stress oder hohen Anforderungen im Alltag. Ich denke das jede*r hier etwas hilfreiches für sich entdecken kann. 

“Shit happens – Anleitung zum Menschsein in einer beschissenen Welt” ist ein gut geschriebener und vielseitiger Ratgeber, der tolle Denkanstösse und verschiedene praktische Übungen bietet! 

Meine Bewertung: 4 von 5

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Cover des Buches Shit happens (ISBN: 9783426675878)R_Mantheys avatar

Rezension zu "Shit happens" von Tim Desmond

Occupy Buddhism
R_Mantheyvor einem Jahr

Es mag sein, dass ich mir mit dieser Rezension keine neuen Freunde mache. Sei es drum. Manche Menschen verwechseln den Zen-Buddhismus, wie er sich zum Beispiel bei Thich Nhat Hanh äußert, mit esoterischem Gehabe und Gedankengut. Ein Zen-Meister aus alten Zeiten würde bei solchen Leuten zum Stock greifen. Nun sind diese Zeiten vorbei, und wahrscheinlich würde der gute Tim Desmond diesem Zen-Meister auch gleich ein paar Takte über gewaltfreie Kommunikation erzählen.

Tatsächlich gibt es genügend Anlass, stark daran zu zweifeln, ob Tim Desmond wirklich verstanden hat, was Zen-Buddhismus ist. Und das, obwohl er ein Schüler von Thich Nhat Hanh ist. Desmond jammert, wie schrecklich die Gegenwart doch ist. Und wie ungeheuer schwer es sei, dabei das Mensch-Sein zu bewahren. Ein wirklicher Zen-Buddhist würde so eine Aufführung belächeln. Und in der Tat gibt es zum Lächeln wirklich viele Gründe bei Desmond.

Auf Seite 103 zitiert er aus dem Tao Te King:

Die Welt erobern und behandeln wollen,
ich habe erlebt, dass das misslingt.
Die Welt ist ein geistiges Ding,
das man nicht behandeln darf.
Wer sie behandelt, verdirbt sie,
wer sie festhalten will, verliert sie.

Nun ist Desmond ein linker Weltverbesserer und Mitbegründer von Occupy Wallstreet. Damit versucht er genau das, wovor im Tao gewarnt wird. Und er merkt es noch nicht einmal. Wie so vieles andere übrigens. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Thich Nhat Hanh bei einem seiner Bücher einen dermaßen negativen Untertitel gewählt hätte. Wertungen sind Anhaftungen. Sie verhindern den klaren Blick für die Realität.

Im Jahrhunderte alten Tao Te King steht klar und deutlich: Wer sich anmaßt, die Welt verändern zu wollen, wird sie verderben. Beispiele dafür gibt es leider seit dieser Niederschrift in ausreichender Zahl. Solche Anmaßungen sind Buddhisten fremd. Sie kümmern sich um ihr eigenes Verhalten. Und damit haben sie wahrlich genug zu tun.

Desmonds Buch wird sicher vielen esoterisch gesteuerten Lesern, die alle bessere Menschen sein wollen, gefallen. Sie werden nicht verstehen, dass sich bereits in diesem Streben die Wurzel für ihr Scheitern findet. Besser sein zu wollen, ist nichts weiter als eine Selbstüberhöhung. Nun muss man nicht lange nach Gründen dafür suchen. Es gibt eigentlich immer nur einen Grund – das Leid. Und damit sind wir wieder bei Buddha und diesem Buch.

Leid entsteht durch Anhaften. Merkwürdigerweise versteht das Desmond sehr gut, denn seine praktischen Tipps und Übungen, die übrigens alle ausgezeichnet sind, reflektieren dieses buddhistische Verständnis. Es ist auch zu ihm selbst durchgedrungen. Wenn er wütend ist, macht er genau das, was ein Zen-Buddhist machen sollte: Er tritt neben sich, beobachtet sich wie ein Zuschauer und fragt, was er eigentlich hat. Mit einiger Übung beruhigt man sich dabei nicht nur, sondern findet tatsächlich heraus, was los ist. Woran man selbst leidet, was einen wütend gemacht hat. Und dieses Prinzip funktioniert auch in der Kommunikation mit anderen Menschen

Hat man diese Methode erst einmal verinnerlicht, hilft einem das in jeder Situation. Durch das wertfreie Beobachten löst sich alles auf. Nun gehört es offenbar zu den vielen Rätseln dieser Welt, dass jemand etwas verstanden und gleichzeitig nicht verstanden hat. Desmond erklärt, wenn auch manchmal umständlich, die zen-buddhistische Herangehensweise an die Welt. Gleichzeitig aber wertet er ständig und jammert, wie schrecklich die Welt doch ist. Und dass man sie unbedingt verändern muss, obwohl ihn das Tao Te King eindringlich davor warnt. Auch in Rezensionen zu diesem Buch liest man gelegentlich von "egoistischen Zeiten". Die Zeiten waren noch nie anders. Das kann man sich vielleicht nicht vorstellen, aber die alten Schriften, wie eben zum Beispiel das Tao Te King, legen genau davon Zeugnis ab.

Der Zen-Buddhismus ist keine Weltverbesserungsanleitung, sondern eine zum Glücklichsein in jeder Lage. Irgendwie hat das auch Desmond verstanden. Aber eben auch wieder nicht.

Um es auf den Punkt zu bringen: Desmonds praktische Anleitungen sind ausgezeichnet, weil sie den Zen-Buddhismus praktisch umsetzen. Seine grundlegende Herangehensweise an die Welt zeugt jedoch davon, dass er den Zen-Buddhismus nicht verstanden hat.

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Cover des Buches Shit happens (ISBN: 9783426675878)Fraeulein_mellys avatar

Rezension zu "Shit happens" von Tim Desmond

Gute Ansätze, aber nicht gänzlich auf mich passend.
Fraeulein_mellyvor einem Jahr

Shit Happens ist nicht mein erster Ratgeber. Vielleicht bin ich daher ein bisschen strenger damit.


Die drei Sterne sollen keineswegs aussagen, dass ich das Buch nicht gut fand. Es gab wirklich viele gute Ansätze und einfache Denkensweisen, die man leicht in seinen eigenen Alltag integrieren kann. Um diese besser zu verstehen, sind sie oft mit Beispielen unterlegt.


Allerdings muss ich sagen, dass die Übungen nicht so meins waren und mir einige Punkte ein wenig zu esoterisch und Abstrakt waren.


Es ist quasi so 50/50. Aber natürlich ist es immer so, dass man aus Ratgebern keine 100% zieht, denn man soll sich darin ja nur Inspiration holen und das passende für sich herausziehen.


Ich denke, dass dieses Buch gut geeignet ist, für Ratgeber-Neulinge oder die, die sich im Erkennen von Emotionen schwer tun. Denn um diese geht es zu sehr großen Teilen des Werkes.

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