Tim Erzberg Hell-Go-Land

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Inhaltsangabe zu „Hell-Go-Land“ von Tim Erzberg

Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort. Hell-Go-Land ist so atmosphärisch dicht, wie man es sich von einem Thriller wünschen kann - Nordwest Zeitung Der Fall ist etwas Besonderes, die Aufklärung logisch, die Konstruktion perfekt und der Stil fesselnd - Lübecker Nachrichten Tim Erzberg hat ein düsteres, beklemmendes Kammerspiel geschaffen, das sehr lange rätselhaft bleibt - Brigitte

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  • Hell - Go - Land

    Hell-Go-Land
    Kleine8310

    Kleine8310

    18. August 2017 um 23:38

    Lesegrund:  Auf diesen Thriller bin ich durch verschiedene Rezensionen aufmerksam geworden und da ich Lust auf einen Insel - Thriller hatte, wurde dieses Buch gelesen.   Handlung: In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Anna Krüger. Anna nannte Helgoland ihre Heimat, bis zu einem Albtraum, der ihr ganzes Leben veränderte. Als sie nun als Polizistin auf Helgoland beginnt, ist für sie klar, dass sie kaum jemandem von ihrer Rückkehr erzählen will. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag wird Anna mit Grausamkeiten konfrontiert, die ihr klarmachen, dass es für sie selbst, keine Flucht vor ihrer Vergangenheit geben wird ...    Schreibstil:  Der Schreibstil von Tim Erzberg hat mir gut gefallen. Der Autor schreibt flüssig und was ihm sehr gut gelungen ist, ist die unterschwellige Spannung, bei der man gut miträtseln kann.  Charaktere:  Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Besonders die Protagonistin Anna Krüger mochte ich gerne. Ich fand es schön, dass es eine gute Mischung aus Haupt - und Nebencharakteren gibt und diese auch noch einige Facetten zu bieten haben.   Spannung:  Den Spannungsbogen hat Tim Erzberg weitestgehend gut gehalten. Ich hätte mir lediglich im mittleren Teil des Thriller etwas mehr Spannungsanstieg gewünscht, aber das war auch das einzige, was mir diesbezüglich nicht so gut gefallen hat. Besonders gut fand ich, dass man als Leser/Leserin die Möglichkeit bekommt lange mitzurätseln, ohne das, vor der Auflösung, zuviel angedeutet wird.   Emotionen:   Die Emotionen hat der Autor nicht schlecht dargestellt. Leider war, mir persönlich,  manches ein bisschen zu aufgesetzt, sodass manche Emotionen, in meinen Augen, etwas zu gewollt wirkten. Das fand ich etwas schade.    "Hell - Go - Land" ist ein solider Thriller, der mir ein paar Stunden nette Unterhaltung bescherte. In Sachen Glaubwürdigkeit gab es leider noch einiges an Luft nach oben, aber das Potenzial für einen guten Thriller war durchaus zu sehen. Von mir gibt es 3,5 Rosen, aufgerundet auf 4!  

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  • Vorhersehbar und damit langweilig

    Hell-Go-Land
    ulrikerabe

    ulrikerabe

    28. April 2017 um 21:29

    Hellgoland von Tim Erzberg, ach du meine Güte. Drei Dorfpolizisten stolpern tagelang bei widrigen Wetter über die Insel, um ein Opfer zu finden. Zu den Polizisten gehört Anna, die gerade erst auf Helgoland angekommen, allerdings auf der Insel aufgewachsen ist und ein traumatisches Paket aus der Vergangenheit mit sich rumschleppt. Worum es geht, wird lang nicht verraten, aber es lässt sich bis zur Hälfte des Buches leicht erraten. Dann entstand auch bei mir schon der Verdacht, wer der Täter sein könnte, und der sich letztlich als richtig herausstellt. Leider, viel zu oft wir aus dieser Zielgruppe der Täter bedient. Selten noch habe ich mich bei einem Thriller so gelangweilt. Und schlecht lektoriert ist es auch, aber wirklich.

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  • Wintersturm statt Ferienidylle

    Hell-Go-Land
    MikkaG

    MikkaG

    08. February 2017 um 00:16

    Mit Helgoland verbinden die meisten Menschen wohl eher gemütliche Urlaubsatmosphäre (inkl. Strandspaziergang, Heilbad und Matjesbrötchen) als einen zunehmend düsteren Albtraum (inkl. Sturmfront, Ausgangssperre und Blut im Einmachglas). Insofern ist die Wahl des Schauplatzes für diesen Thriller originell - und stimmig, denn nach dem Lesen kann ich nur sagen: Helgoland im Winter ist geradezu der perfekte Ort für so eine Geschichte! Außerhalb der Urlaubssaison fahren die Fähren ohnehin nur zweimal in der Woche, und bei Unwetter, was wohl nicht selten vorkommt, ist die Insel sogar vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten. Jeder kennt jeden auf so einer kleinen Insel, und einer davon soll ein skrupelloses Monster sein...? Gänsehaut vorprogrammiert. Ein Großteil der Spannung entsteht alleine schon durch die klaustrophobische, unheilvolle Atmosphäre. So lebendig, grandios und stimmungsvoll das sturmumtoste Helgoland beschrieben wird, desto blass bleiben jedoch leider manche der Charaktere. Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. In der Gegenwart sieht der Leser die Geschehnisse vor allem aus Sicht der Polizistin Anna Krüger, an die ein unbekannter Täter grausige Präsente schickt, und aus Sicht der Putzfrau Katharina Loos, die einen unheilvollen Verdacht hat, was ihren Arbeitgeber betrifft, und auf eigene Faust ermittelt. Außerdem fließen immer mal wieder Gespräche zwischen Täter und Opfer in die Geschichte ein, reduziert auf den reinen Dialog. Auch Annas Erinnerungen spielen eine große Rolle. Schnell wird dem Leser klar: vor 8 Jahren muss ihr etwas Furchtbares angetan worden sein auf Helgoland. Etwas, für das ihr nie Gerechtigkeit zuteil wurde, ganz im Gegenteil. Lange wird alles nur angedeutet, und als Anna es dann doch mal jemandem erzählt, bricht der Autor die Szene einfach ab und blendet über zur nächsten - aber das verhindert nicht, dass man sich doch recht schnell einen Teil dessen, was geschehen ist, denken kann. Die Charaktere haben alle viel Potential und auch interessante Eigenheiten. (So hat Anna zum Beispiel ihrer Migräne den Namen Stalin gegeben und spricht gelegentlich mit ihr.) Aber wirkliche Sympathie habe ich weder mit ihr noch mit den anderen Charakteren entwickelt, und sie blieben für mich merkwürdig farblos.  Die drei Polizisten sind mit der Situation hoffnungslos überfordert und ermitteln fast stümperhaft, was aber zugegebenermaßen verständlich ist. Kein angeschlossenes Labor, keine Experten für Spurensicherung... Im Grunde sind sie nur eine Dorfpolizei, die normalerweise alles ans Festland weitergibt, was wirkliche Ermittlungen erfordert - nur, dass das jetzt wegen des Sturms eben nicht geht. Nicht nachvollziehen konnte ich hingegen, dass Anna ihren Kollegen ohne ersichtlichen Grund wichtige Dinge vorenthält, wie z.B., dass sie eine Reihe von beunruhigenden SMS erhalten hat. Ein Versuch des Autors, zusätzliche Spannung zu erzeugen, indem er Anna isoliert? Der aufmerksame Leser kann schon früh zumindest eine Ahnung entwickeln, wer hinter den blutigen Post-Sendungen steckt, trotz falscher Fährten - allerdings bleibt spannend, warum derjenige tut, was er tut. Die Auflösung und das Motiv des Täters konnten mich am Schluss aber nur so halbwegs überzeugen. Im Großen und Ganzen gefiel mir der Schreibstil gut, mit kleinen Abstrichen: Immer wieder findet der Autor tolle Bilder und eine großartige Sprachmelodie, oft baut er eine wunderbar dichte, düstere Atmosphäre auf, die alle Sinne anspricht  - gelegentlich driftet er aber auch ab ins Melodramatische. Zitat - Anna blickt hinab aufs Meer und bekommt Migräne: Eisig war es und sah doch aus, als würde es dort unten von einem Höllenfeuer zum Kochen gebracht. Im Augenblick der Begegnung mit dem zornigen Gott des Meeres waren sie aufgeflammt, hatte es hinter ihren Augen zu pochen begonnen. Zunächst hatte es sich angefühlt, als packe eine eisige Faust ihren Sehnerv und zöge ihn mit Gewalt in den Schädel.  Abschließend möchte ich sagen, dass mich das Buch trotz der angesprochenen Kritikpunkte gut unterhalten hat und dass ich es auch sehr spannend fand. Fazit: Der heimliche Star des Buches ist für mich die Insel Helgoland selbst, denn der Autor beschreibt sie packend und eindringlich - und zeigt sie dabei in einem ganz anderen Licht, als man sie aus Ferienprospekten kennt. Brutale Winterstürme und die damit einhergehende vollkommene Isolation vom Festland bilden die Kulisse für einen Thriller, der seinem Potential in meinen Augen nicht vollständig gerecht wird (besonders die Darstellung der Charaktere hat noch Luft nach oben), aber dennoch hochspannend ist.

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    • 2
  • Ein neuer Autor - eine Entdeckung!

    Hell-Go-Land
    IlonGerMon

    IlonGerMon

    02. January 2017 um 00:49

    Bislang hatte ich nie Neugierde nach Helgoland verspürt, doch nach der Lektüre dieses Buches sieht das anders aus. Und ich verspüre große Lust, die Insel zu erkunden, stellenweise mit diesem Roman als Reiseführer. Der Leser erlebt Helgoland im Winter, während eines heftigen und mehrere Tage andauernden Sturms. Es sind keine Touristen mehr auf der Insel und die Bewohner haben sich in ihren Häusern und auch in ihrer Privatheit verschanzt. Genau in diese Zeit fällt der erste Arbeitstag von Anna Krüger, die hier im abgeschiedenen Polizeiposten der Insel ihre neue Stelle als stellvertretende  Leiterin der Dienststelle antritt. Anna ist auf der Insel aufgewachsen, aber von Ihrer Rückkehr wissen nur ganz wenige und das aus gutem Grund. Trotzdem erwartet sie schon an diesem ersten Tag eine grausige Überraschung. Ein Paket, an sie persönlich adressiert, wurde vor der Tür der Dienststelle abgelegt und der Inhalt macht ihr unmissverständlich klar, dass es vor den Schrecken der Vergangenheit kein Entrinnen gibt. Und es werden weitere Pakete folgen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn Anna weiß: wenn sie nicht in Erfahrung bringt, wer ihr diese Pakete schickt, wird es ein Menschenleben kosten. Obwohl man als  Leser an vielen Stellen den Ereignissen ein wenig voraus ist, erfährt man doch sehr lange Zeit nicht, welcher Art das Geheimnis aus Annas Jugend ist, das offensichtlich noch immer so großen Einfluss auf sie hat. Damit gelingt es dem Autor, zum einem die Spannung stets auf einem hohen Niveau zu halten und uns andererseits häufiger auf neue Fährten zu bringen und damit auch neue Verdächtige ins Spiel einzuführen. Nicht nur Anna hat ihr Geheimnis, auch andere Personen und auch ihre Kollegen verbergen Dinge aus Vergangenheit und Gegenwart. Das wirklich unwirtliche Wetter wie auch die Verschlossenheit der Insulaner sind nur zwei Aspekte des Romans, die eine düstere und leicht depressive Stimmung erzeugen, die beim Lesen wie mit Händen zu greifen scheint. Und doch können wir die entscheidenden Wendungen der Geschichte nicht festhalten, genauso wenig wie das Anna und ihren Kollegen gelingt. Das Böse oder der Böse ist ihnen bis zu einem furiosen Showdown immer ein Stück weit voraus. Tim Erzberg ist es in diesem Buch gelungen, einen Handlungsort zu zeichnen, der neugierig macht und uns darin authentische und glaubwürdige Charaktere zu präsentieren. Wir spüren das Grauen, erleben die Angst und können nachempfinden, dass Anna sich davon nicht beherrschen lassen will. Ein wirklich spannender und gut erzählter Thriller und ein Autor, von dem ich gern mehr lesen möchte. Lesen Sie Hell-Go-Land und sie werden begeistert sein.

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  • Spannend bis zum Schluss

    Hell-Go-Land
    sabsisonne

    sabsisonne

    30. November 2016 um 16:05

    Anna Krüger nimmt die Stelle an der Polizeiwache in Helgoland an. Sie ist auf der Insel aufgewachsen und wundert sich selbst über ihre Rückkehr. Denn hier ist ihr etwas Schreckliches passiert, was erst nach und nach für den Leser/Hörer enthüllt wird. Auch der Neubeginn hat seine Tücken. Anna leidet unter starker Migräne. Trotzdem tritt sie ihren Dienst an. Auf ihrem Schreibtisch steht schon ein Päckchen, in dem sich ein Daumen befindet. Damit beginnen die Ermittlungen, gemeinsam mit dem Polizeianwärter Marten und dem Dienststellenleiter Paul. Die bildhafte Sprache des Autors trägt dazu bei, dass man die unwirtliche Atmosphäre der Insel spüren kann. Sollte ich jemals vorgehabt haben Helgoland zu besuchen, ich würde es mir jetzt gut überlegen. Im Gegensatz dazu, kommt die Beschreibung der Personen, ihrer Persönlichkeiten und Charaktere etwas zu kurz. Dafür einen Punktabzug. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt: das eigentliche Geschehen und die Handlungen des Täters. Auch wenn ich sehr früh eine Ahnung vom Täter hatte, bleibt der Spannungsbogen bis zum Ende erhalten. Frank Arnold, ein routinierter Srecher, macht seine Sache wie immer gut.

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  • Spannende Lesestunden

    Hell-Go-Land
    Blacksally

    Blacksally

    22. November 2016 um 19:50

    Der Klappentext und das einmalige Cover haben mich direkt angesprochen. Ich finde Thriller die auf Inseln spielen wirklich sehr Spannend, denn man kann von dort aus ja meist nicht schnell weg, das ganze gibt dann meist noch so einen extra Kick an Nervenkitzel.Die Protagonistin in diesem Buch ist eine Polizistin. Eigentlich sollte man meinen, als solche steht sie mitten im Leben, doch dem ist nicht so. Sie ist ein sehr labiler Mensch, der von seiner Vergangenheit immer wieder eingeholt wird. Deswegen habe ich auch nicht ganz verstanden, warum sie an den Ort des Grauens freiwillig zurück gekehrt ist. Trotzdem war sie mir sympathisch und ich konnte sie auch irgendwo verstehen. Leider schein ich anscheinend in Sachen Thriller schon sehr geübt zu sein, denn ich hatte bereits vor den ersten 50 Seiten gewusst wer der Täter ist. Das fand ich doch etwas schade, hat der Story aber nicht an Spannung eingebüßt. Im Buch gibt es 2 Handlungsstränge denen wir folgen. Zu einem den unserer Protagonistin und dann gibt es auch noch Katharina, die als Putzfrau bei einem Arzt arbeitet. Auch sie mochte ich sehr gerne, da sie eine fröhliche Ausstrahlung besitzt und ein freundlicher Mensch ist. Zum Ende hin wurde es dann nochmal einen ticken Spannender, was mir sehr gut gefallen hat. Allgemein der Schreibstil des Autors war super. Die Dialoge waren klar und nicht zu langweilig, der Plot an sich super ausgedacht und die Charaktere schön Ausgearbeitet. Der Autor:Kindesentzug, Körperverletzung, schwere Brandstiftung … Wer seit seiner Kindheit solche Erfahrungen gemacht hat, betrachtet die menschlichen Abgründe mit anderen Augen: Das Verbrechen ist keine andere Welt, es ist Teil des Normalen. Tim Erzberg entschloss sich nach dem Jurastudium, Literaturagent zu werden. Er vertrat unter anderem den berühmtesten deutschen Strafverteidiger Rolf Bossi, und Zvi Aharoni, den Mann, der Adolf Eichmann aus Argentinien entführte, sowie mehrere ehemalige Geheimagenten.Seine dunklen Erfahrungen verarbeitet Tim Erzberg in Geschichten, in denen es nicht einfach nur Gut und Böse gibt. Mein Fazit:Ein Spannender Thriller, der endlich mal wieder in Deutschland spielt. Ich hatte tolle Lesestunden mit diesem Buch.

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  • "HELLGOLAND" von Tim Erzberg

    Hell-Go-Land
    Alaska111

    Alaska111

    09. November 2016 um 19:19

    Zum Inhalt:Ein kaltblütiger Mörder, eine unerfahrene Polizistin, eine Insel voller Opfer. Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort. "Megaspannend!" Andrea "Kossi" Kossmann "Hell-Go-Land vereint die archetypische Konfrontation zwischen Mensch und Natur mit einem überzeugenden Personeninventar und einem klassischen whodunit-Plot, der den Leser lange rätseln lässt. Das Ganze unter Umständen, die nicht anders als mit dem Wort klaustrophobisch zu beschreiben sind... Dieses Buch hätte ich doch recht gerne geschrieben. " Stephan M. Rother "Tim Erzberg [...] hat ein düsteres, beklemmendes Kammerspiel geschaffen, das sehr lange rätselhaft bleibt." BRIGITTE 21/2016Zum Cover:Das Cover ist meiner Meinung nach ein echter Hingucker. Obwohl man eigentlich nur die Schrift sieht, die den Titel zeigt, birgt dieses Cover doch etwas spannendes, geheimnissvolles. Auch der Farbverlauf ist wirklich aufregend und regt zum Nachdenken an. Die schwarzen Ränder an den Seiten geben dem Cover ein Gefühl vom Tiefe, Schwärze. Alles in allem strahlt dieser Titel, diese ganze Erscheinung ein Gefühl von Ungewissheit aus. Und wie das bei Ungewissheit so ist, will man immer wissen, was dahinter steckt. Zur Bewertung:Also zuerst einmal war die Idee der Geschichte eigentlich supergut. Allerdings kamen mir einige Passagen sehr langwierig vor und ließen kaum zu, dass sich ein Spannungsbogen aufbaute. Das könnte vor allem daran liegen, dass die Geschichte sehr detailliert erzählt wurde und immer von allem möglichen Personen aus. Selbst der Täter beschreibt seinen Ablauf manchmal.Der Leser lernt Anna Krüger kennen, eine wirklich sympathische Person, die allerdings einige Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit mit sich herumträgt. Geheimnisse, die auf Helgoland stattgefunden haben und es ihr unmöglich machen, ein halbwegs normales Leben zu führen. Und wenn man die Vergangenheit nicht verdrängen kann, ist es vielleicht manchmal wirklich das Beste, sich einfach mit ihr zu konfrontieren. Gut gefallen hat mir zudem, dass man aus dem Polizeialltag einer kleinen, wie einem scheint, uninteressanten Polizeistation eine Menge erfährt.Und das es bei der Polizei nicht immer nur um Verfolgungsjagden, Schießereien, etc. geht, sondern dass auch eine Menge Papierkram dahintersteckt. Alles in allem eine ganz solide, eher mittelmäßige Leistung, da ich an vielen Stellen die Spannung vermisst habe. 

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    • 2
  • düster - spannend.

    Hell-Go-Land
    charmingbooks

    charmingbooks

    26. October 2016 um 15:08

    Ein kaltblütiger Mörder, eine unerfahrene Polizistin, eine Insel voller Opfer. Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort. Nach langer Zeit hab ich mich mal wieder an einen Thriller getraut – sogar mal von einem deutschen Autor – ansonsten schweife ich eher zu Amerikanischen Thrillerautoren rüber. Bei den deutschen Büchern hat mir oft einfach etwas gefehlt… aber ich schweife ab … Hell-Go-Land spielt auf der Insel Helgoland – wie man unschwer aus dem Titel und sogar aus dem Klappentext erahnen kann. Der Autor hat hier eine wunderbar bildliche Schreibweise verwendet – die gerade dazu einlädt sich alles explizit vor Augen zu führen – und trotz dieser Bildhaftigkeit tritt keine Langatmigkeit und Langeweile auf. Im Gegenteil. Der Autor erreicht mit seiner Ausdrucksweise eine düstere Stimmung – die sowohl in bildhaftigkeit als auch in seiner Sprache ausgedrückt wird. Alles wirkt düster und grau – die Stimmung  - die Landschaft. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt – hier geht leider der Bezug zu den Personen etwas verloren. Sie verlieren teilweise etwas die Glaubwürdigkeit und die Tiefe. Nicht alles was hier an Empfindungen niedergeschrieben worden ist kam auch wirklich bei mir so an. Teilweise wirkte es gestelzt und verlor somit an Authentizität. Auch verlieren die einzelnen Protagonisten in Ihrer Tiefe – sie wirken Unscheinbar und Unwichtig. Trotzdem kommt die Dramaturgie rüber und zieht den Leser in seinen Bann. Die Psychothriller Momente – ja für mich sind es manchmal welche da ich in der Hinsicht wirklich ein Weichei bin waren für mich fesselnd und spannend. Manchmal hatte ich das Gefühl den Polizisten einen Schritt voraus zu sein und trotzdem konnte mich der Autor hier mit unerwarteten Wendungen überzeugen und wieder einen Spannungsbogen aufbauen mit dem ich nicht gerechnet habe.  Für meinen seit langem mal wieder ersten gewählten deutschen Thriller gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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  • Spannend, weist aber auch Längen auf

    Hell-Go-Land
    Lilli33

    Lilli33

    18. October 2016 um 08:46

    Taschenbuch: 400 SeitenVerlag: HarperCollins; Auflage: 1 (22. August 2016)Sprache: DeutschISBN-13: 978-3959670463Preis: 16,00€auch als E-Book und als Hörbuch-Download erhältlich Spannend, weist aber auch Längen auf Inhalt:Anna Krüger ist auf Helgoland aufgewachsen, bis sie schließlich von der Insel floh. Nach etlichen Jahren kehrt sie nun als Polizistin zurück, um den kleinen Polizeiposten zu verstärken. Sie ist kaum angekommen, als die Polizei auch schon ein makabres Päckchen erhält, an Anna persönlich adressiert. Treibt hier jemand ein böses Spiel mit ihr?Meine Meinung:Der Thriller beginnt für meinen Geschmack ein wenig zu langsam. Hier wird erst mal viel beschrieben, Personen eingeführt und immer und immer wieder darauf hingewiesen, dass Anna damals auf Helgoland wohl etwas Schlimmes erlebt hat. Hier habe ich mir ständig gewünscht, dass der Autor entweder mal diese Andeutungen bleiben lässt, denn ich hatte es ja inzwischen kapiert, dass etwas vorgefallen sein musste, oder dass er endlich ausspuckt, was Sache ist. Ein weiterer Punkt, der meine Nerven etwas strapazierte, ist Annas Migräne, die sie anscheinend über Wochen fest gepackt hat und die gefühlt auf jeder Seite mindestens zweimal erwähnt wird. Das war mir wirklich zu viel. Damit war es das aber auch schon an sanfter Kritik. Erzählt wird hauptsächlich aus Annas Perspektive. Daneben gibt es aber auch Abschnitte, die sich um eine Putzfrau drehen, die im Haus ihres Arbeitgebers eine grausame Entdeckung macht. Ab der Hälfte wird es dann richtig spannend. Auch wenn das Szenario, eine Insel im Orkan, abgeschnitten von der Welt, nicht unbedingt neu ist, erzeugt es doch immer wieder eine gruselige Atmosphäre. Diese hervorzurufen, ist Tim Erzberg sehr gut gelungen. Auch die Charakterisierung der Insulaner hat mir gut gefallen. Interessant war, dass wir es hier mal nicht mit hochintelligenten und gut ausgerüsteten Kriminalkommissaren zu tun haben, sondern mit einfachen Dorfpolizisten, die zudem ganz auf sich gestellt sind. Das erschwert die Ermittlungen natürlich enorm. Das letzte Viertel hat es dann so richtig in sich, obwohl oder vielleicht auch gerade weil ich da schon eine konkrete Vermutung hatte, wer hinter den Taten stehen könnte. Hier erlebt die Spannungskurve einen riesigen Aufschwung. Fazit:Nach einem etwas schleppenden Anfang dreht dieser Thriller richtig auf und bietet einige Stunden spannende Unterhaltung. ★★★★☆

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    • 2
  • Durchschnittlicher Krimi

    Hell-Go-Land
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    10. October 2016 um 18:09

    »‚Es ist offensichtlich eine persönliche Sache‘, sagte Paul. ‚Und es steckt offenbar auch ein ganz perfider Plan dahinter. Die Frage ist, was für ein Plan das sein soll.‘«1890 tauschte England die Insel Helgoland gegen Sansibar an das Deutsche Reich. Nach 1945 nutzten die Briten die Insel als Bombenübungsplatz. In dieser Zeit sprachen die britischen Soldaten auch von »Hell go Land«, vom Land, das zur Hölle geht. Und wer erinnert sich nicht an die Butterfahrten nach Helgoland, mit Eltern und Großeltern, bei denen oft die Hälfte der Passagiere gegen den Wind kotzte. Oft genug musste man umkehren, Ablanden in die kleinen Boote war zu gefährlich, selbst im Sommer. Wieder nichts mit zollfreier Butter und Köm.Auf dieser rauen Insel platziert Tim Erzberg seinen ersten Thiller. Erzberg hauptberuflich Literaturagent, hat schon mehrere Bücher geschrieben. Diesen Agenten nennt man den »Bestseller-Macher« Hier ist sein erster Thriller. Wer meinen Blog aufmerksam liest, weiss wer dahintersteckt. Anna Krüger hat sich versetzen lassen, stellvertretende Dienststellenleitung auf Helgoland. Drei Polizisten, zwei Vorgesetzte. Die Polizistin ist auf Helgoland geboren, ihre Eltern sind dort begraben, sowie ihre erste große Liebe. Kontakt hat sie zu niemandem dort. Niemand weiss, dass sie zurückgekehrt ist. Daher ist es erstaunlich, dass für Anna am ersten Tag ein Paket in der Dienststelle abgegeben wurde. Ein Willkommensgeschenk. Der abgetrennte Daumen eines Menschen! Wem gehört dieser Daumen? Ist der Besitzer tot, lebt er noch, ein Unfall, ein Verbrechen? Draußen tobt der Sturm, die letzte Fähre hat abgelegt. Das Wetteramt meldet, die nächsten Tage wird es keinen Kontakt zum Festland geben. Anna erhält Blut-Geschenke. Nun wird es ungemütlich. Die Sache muss persönlich sein. Das kleine Helgoland hat weder einen kriminaltechnischen Dienst, noch gibt es eine Rechtsmedizin, nicht mal einen Pathologen. Die örtlichen Ärzte sind wenig hilfreich. Blutgruppe bestimmen, ja. Das ist fast alles, sie können nicht mal sagen, ob es sich um menschliches Blut handelt oder um Schweineblut. Der Sturm wird heftiger, es gibt Ausgangssperre für die Insel.Tim Erzberg blättert langsam Annas Vergangenheit auf, bis zum Schluss hält er Einzelheiten zurück, hält den Leser an der Leine. Was ist damals geschehen? Sehr schön beschreibt der Autor die Insel in ihrer Kargheit und in ihrer Schönheit. Behagliches Leben im Sommer, raue Natur im Winter, Salz auf der Haut, Sturm um die Nase, Gischt im Nacken. Wunderbar beschriebene Naturszenen, keine Frage.Eine spannende Geschichte nach Baukastensystem. Gut zu lesen, aber für einen Top-Thriller muss für mich mehr kommen. Knaller am Anfang, rauf und runter im Maß in der Mitte, persönliche Geschichte aus der Vergangenheit der Hauptprotagonistin, Nebenplot, Cliffhanger, tosendes Ende. Thriller vom Reißbrett. Der geübte Thrillerleser weiss vor der Hälfte, wer der Bösewicht ist, nur noch nicht warum. Das Buch wird bei mir nicht nachhallen. Warum? Mir fehlte eine echte Geschichte. Diese ist schon hundertmal erzählt worden. Für mich braucht ein gutes Buch ein Thema, damit es in meinem Gedächtnis hängenbleibt. Die Figuren waren mir zu flach abgehandelt, ich konnte mir nicht eine einzige vorstellen, mich in sie hineinversetzen, vielleicht ein wenig in Anna. Aber selbst die Hauptprotagonistin kommt mir ein wenig fleischlos herüber. Mir fehlt dem gesamten Buch die Persönlichkeit. Kann man das so sagen?Der Plot ist spannend. Wer zur Entspannung einen netten Thriller lesen will, ist gut bedient mit diesem Buch.

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  • Spannender Thriller! Passend für stürmische Herbsttage..

    Hell-Go-Land
    Ayda

    Ayda

    08. October 2016 um 19:36

    AUGE UM AUGE, ZAHN UM ZAHN, TAG UM TAG Spannender Thriller! Passend für stürmische Herbsttage - 4,5 Sterne... Hell-Go-Land ist ein spannender Thriller, der sehr passend zur stürmischen Herbstzeit passt. In der Geschichte geht es um die Polizeibeamtin Anna Krüger, die nach Hellgoland zurückkehrt und die Stelle als stellvertretende Dienststellenleiterin annimmt. Der Gedanke, dass auf so einer kleinen Insel in der Nordseee der Polizeialltag eher langweilig wird, verschlägt sich sehr schnell als Anna immer wieder mysteriöse Nachrichten und gruselige Post bekommt. Immer mehr holen sie die Gedanken aus der Vergangenheit ein, die sie seit Jahren versucht zu verdrängen in dem sie auch die Insel vor Jahren verlassen hatte. Doch bald merkt sie,sie muss sich dem stellen, denn es geht um Leben und Tod... Das Cover gefält mir sehr und ist passend zum Inhalt gestaltet... Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Von der ersten Seite an konnte es mich fesseln und mich in die stürmische Inselstimmun bringen. Der Schreibstil ist sehr gut und bildhaft, so dass man sich die Szenen sehr gut vorstellen kann. Auch Anna war mir sehr sympathisch und eine sehr authentische Protagoistin. Sie leidet an Migräneschmerzen, die sie immer wieder quälen. Da auch diese Erkrankung habe, konnte ich diesen Schmerz sehr gut nachemfinden, es tat mir so leid. Der Schreibstil, die Stimmung auf der Insel, die Personen alles war super. Auch wenn der Spannungsbogen durchweg da war, hat es sich phasenweise so geballt, so dass sich einige Szene etwas gezogen haben. Vor allem am Ende ging alles so schnell und auch einige Hintergrundinformationen hätten im Buch Stück für Stück verteilt werden sollen. Vielen Dank an den Autor und dem Harper Collins Verlag! https://www.harpercollins.de/buecher/krimis-thriller/hell-go-land#product-info-tab3 http://www.hellgoland-thriller.de/

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  • Ein guter Thriller-spannend und fesselnd

    Hell-Go-Land
    Vampir989

    Vampir989

    07. October 2016 um 20:34

    Nach einigen Jahren kehrt Anna auf Ihre Heimatinsel Helgoland zurück.dort übernimmt Sie die stellvertrenende Leitung der Insel-Polizeidienststelle .Dort bekommt Sie ein merkwürdiges Willkommensgeschenk-einen abgetrennten ,menschlichen Daumen.Danach geschehen noch weitere merkwürdige Dinge.Anna und Ihre Kollegen haben nun viel zu tun und müssen diesen Geschehnissen auf den Grund gehen.Dabei sind Sie auf sich allein gestellt.ein Orkan schneidet die Insel vom Festland ab.Der Schreibstil ist leicht und locker und man kommt mit dem Lesen sehr gut vorran.Der Autor beschreibt detailiert viele Szenen ,sodas ich mich richtig in bestimmte Situationen hinein versetzen konnte.Die Protoganisten werden gut beschrieben und jeder ist auf seine Art unterschiedlich.Die Spannung steigt von Anfang bis Ende an.Da alles sehr geheimnisvoll und enrgiegeladen ist ,fiebert man richtig mit.Das Cover finde ich sehr gut gewählt und passend für einen Thriller.Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen und für Thrillerfans ist es sehr zu empfehlen.

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  • Spannungsgeladen und voller Nervenkitzel!

    Hell-Go-Land
    Line1984

    Line1984

    03. October 2016 um 10:15

    Auf dieses Buch war ich wahnsinnig gespannt, der Klappentext klang ziemlich überzeugend und auch das Cover versprach Spannung.Voller Begeisterung begann ich zu lesen.Das Buch beginnt mit einer Art Prolog dieser lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Er macht unglaublich neugierig und ist gleichzeitig erschreckend.Was mir ziemlich schnell aufgefallen ist war die Atmosphäre des Buches, sie ist ein wenig Melancholisch und auch leicht depressiv. Hinzu kommt das einmalige Seeting der Insel diese beiden Grundlagen waren einfach perfekt für eine Story voller Nervenkitzel.Anna ist schwer traumatisiert, auf Helgoland erlebte sie schlimmes, dennoch kehrt sie nun, nach längerer Abwesenheit, wieder zurück auf die Insel. Dort übernimmt sie die Stellvertretende Leitung der Polizeistation.Jemand scheint sie schon erwartet zu haben denn gleich an ihrem ersten Arbeitstag wartet auf ihren Schreibtisch ein kleines Willkommensgeschenk.Doch das war nur der Anfang....Der Schreibstil des Autoren ist sehr locker und flüssig zu lesen.Er schreibt detailliert und zog mich so ein den Bann der Story.Der Spannungsbogen baut sich gleich zu beginn auf, er bleibt auch fast die komplette Story über aufrecht, der Autor schafft es sogar noch eine Schippe drauf zu packen.Die Charaktere wirkten auf mich authentisch gezeichnet, gleichzeitig wirkte aber auch jeder für sich ziemlich geheimnisvoll, jeder scheint irgendetwas zu verbergen.Das war aber auch das gute daran, denn so wusste ich zu keiner Zeit wer denn nun der Täter war.Ja, sicherlich hatte ich mehrere "Verdächtige" doch der Autor schaffte es durch geschickte Wendungen mein Verdacht wieder zu zerschlagen.Nach etwa der Hälfte des Buches nahm die Spannung kurzzeitig ab.Ich hatte schon Angst das es das nun gewesen war, doch dann haut der Autor noch mal richtig drauf.Der Finale Showdown war grandios und auch erschreckend.Die anschließende Aufklärung passte aber wieder richtig gut zur Story und ist somit ein tolles Ende. Es war stimmig, spannungsgeladen und voller Nervenkitzel.Ich für meinen Teil bin wirklich begeistert!Daher kann ich euch diesen Thriller nur ans Herz legen.Klare und uneingeschränkte Empfehlung!Fazit:Mit "Hell - Go - Land" ist dem Autoren ein spannungsgeladener und nervenaufreibender Roman gelungen der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte.Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    kubine

    kubine

    01. October 2016 um 18:18
  • Reicht leider nicht für eine unbedingte Leseempfehlung von mir! Schade.

    Hell-Go-Land
    Floh

    Floh

    „Hell Go Land“! Mit diesem vielbedeutenden Titel und dem mehrschichtigen Cover hat dieser Thriller mein Augenmerk erhascht. Die Beschreibung zur Vita des Autors Tim Erzberg hat mich keine Sekunde lang zögern lassen, mir diesen Titel zu bestellen. Ich MUSSTE diesen neuen Thriller einfach kennenlernen. Verheißungsvoll, andersartig und mit vielen neuen Facetten des Nervenkitzels, so eine Assoziation erweckt mir die Präsentation und Beschreibung des Buches. Ich wurde vom Titel angezogen und all die begeisterten Rezensionen haben mich sofort überzeugt und auch ich wollte dieses Buch lesen. Erschienen bei Harper Collins (https://www.harpercollins.de/)Darum wollte ich diesen Thriller unbedingt lesen:Dieses Zitat, diese Aussage zur Vita des Autors Tim Erzberg hat mich mehr als neugierig gemacht und lies mich vom Buch nicht mehr los: „Kindesentzug, Körperverletzung, schwere Brandstiftung … Wer seit seiner Kindheit solche Erfahrungen gemacht hat, betrachtet die menschlichen Abgründe mit anderen Augen...“ Verheißungsvoll, beängstigend und grundlegend für einen Thriller mit Gänsehautfaktor, so erschien mir dieser Satz zum Autor. Zudem war ich selbst einige Male bereits auf der Vogelinsel Helgoland und finde dieses winzige und schroffe Eiland als Schauplatz für einen Thriller äußerst interessant und innovativ. Alles andere als Mainstream…Zum Inhalt:"Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort."Handlung:Anna Krüger kehrt nach knapp 6 Jahren zurück auf die Nordseeinsel Helgoland, auf der sie ihre Kindheit und Jugend verbracht hatte, ehe ein Ereignis ihr ganzes Leben aus den Angeln gehoben hat und sie den Ort des Grauen verlassen musste… Nun ist sie zurück und stellt sich beruflich einer neuen Herausforderung: Sie wird als Polizistin auf der Insel arbeiten und als Beamtin den Polizeiposten mit ihren neuen Kollegen Marten und Paul bekleiden. Noch ehe Anna richtig ankommen kann und sich ihren neuen Kollegen vorstellen kann, beginnt bereits die Vergangenheit wieder hochzukommen und Anna mit brachialer Wucht um die Ohren zu fliegen. Blutige Nachrichten, abgetrennte Körperteile, verschwörerische SMS und Überraschungspakete mit menschlichen Präsenten erreichen Anna nur wenige Tage nach ihrer Ankunft auf Helgoland. Den drei Dorfpolizisten bleibt keine andere Wahl, als mit den wenigen Mitteln und dem wenig geeigneten Inventar eine potentielle Mordermittlung gegenüber einem kranken Psychopathen zu führen. Denn die Insel ist aufgrund starker Winterstürme vom Festland komplett abgeschnitten und der Killer treibt ungeniert sein Unwesen…Und was hat der Fall Leon van de Loop mit den blutigen Nachrichten zu tun? Welche Rolle spielt Anna in dem ganzen Grauen? Und welcher Insulaner könnte zu dieser Tat imstande sein? Parallel dazu macht die Haushälterin Katharina Loos eine beklemmende Entdeckung bei ihrem Arbeitgeber und Inselarzt Dr. Strecker, die ihr die Luft zum Atmen raubt… Das Buch beginnt mit einem albtraumartigen Dialog, der als Prolog dient. Immer wieder durchziehen diese grauenvollen Einblicke diesen Thriller. Was es damit auf sich hat und wer diese Gespräche führt, das wird man im Laufe des Falls mehr und mehr vermuten und später erfahren. Während wir abwechselnd Katharina Loos und Anna Krüger mit ihrem Team begleiten, spitzt sich die Lage in beiden Handlungssträngen enorm zu und bewegt sich aufeinander zu. Schreibstil:Der Autor Tim Erzberg betritt in seinem ersten Thriller „Hell Go Land“ ein sehr potentialgeladenes Themengebiet für einen spannenden und facettenreichen Thriller. Da die bisherigen Leserstimmen große Begeisterung verströmen und regelrechte Lobeshymnen an dem Werk lassen, habe ich natürlich große Erwartungen an dem mir bisher noch unbekannten Autor gehegt. Daher war ich hier besonders neugierig, welches Stilmittel und welchen Klang der Autor sich erdacht hat, um Hell Go Land aus der Masse herausstechen zu lassen und seinen verheißungsvollen Klapptext in die Tat umzusetzen und das Potential zu nutzen. Tim Erzberg hat laut seiner Vita einige prägende Erfahrungen gemacht, die ihn zum Schreiben animierten. Das klingt für mich nach einer sehr verlockenden Grundvoraussetzung um in menschliche Abgründe zu blicken. Autor Erzberg nutzt einen gelungenen Perspektivenwechsel um seine Handlung auf der Insel zu beleben und voran zu treiben. Aus dritter Sicht wird dieser Thriller erzählt, bei dem es immer wieder Rückblenden und Flashbacks aus der Kindheit und Jugend von Anna gibt, die die Zeit um den „Unfall“ mit Leo, Leon van de Loop, beschreiben. Interessant empfinde ich die Inselstudie, die auf eine sehr gute Kenntnis und Recherche schließen lassen. Ich selbst war mindestens dreimal auf der kleinen Nordseeinsel und erkenne das Inselbild, was Tim Erzberg hier skizziert und zeichnet wirklich wieder. Sehr stimmig. Tim Erzberg verfolgt zwei Handlungsstränge. Er begleitet einmal die Haushälterin Katharina Loos, die bei dem Inselarzt Dr. Strecker putzt und aufgrund der Winterstürme länger auf der Insel bleiben muss, als üblich. Denn jeglicher Fährverkehr wurde eingestellt und Ausgangssperren verhangen. Augenmerklich geht es aber im Hauptteil um Anna Krüger, die nach knapp sechs Jahren zurück zu ihren Wurzeln kommt und eine Stelle als Polizistin auf dem Eiland annimmt. Hier und da ist dieser Thriller mit Tagebucheinträgen von Anna und Dialogen der Folterungen an dem Opfer durchzogen, was den Fluss des Lesens sehr auflockert. Erzberg nutzt eine einfache und beinahe primitive Sprache. Seine Sätze sind sehr kurz und der Ton sehr flach. Dazu paaren sich wirklich laienhafte Ermittlungsmethoden und viele dümmliche Handlungen und unüberlegter Aktionismus. Das muss und sollte man als Leser mögen und akzeptieren. Mir persönlich fiel dieser Umstand enorm schwer und schmälerte meine Begeisterung. In diesem Thriller fühlte ich mich als Leser lange nur informiert und unterhalten. Zwar hat der Schreibstil viele positive Aspekte, auf denen ich später noch näher eingehen werde, aber die Art der Umsetzung und das Heranführen an das Thema und das Spannungsniveau waren für mich sehr miserabel bis hin zu flach, blumig und irgendwie fast primitiv. Sorry, dass ich hier so ehrlich bin, aber nach all den Lobeshymnen, die von schlaflosen Nächten, Fingernägelkauen und Gänsehaut berichteten, hätte ich für mich doch etwas mehr erwartet. Unrealistisch, laienhaft und unglaubwürdig. Das besagte Gewisse Etwas, ein Hauch Genialität oder Komplexität fehlte mir im Stil und in der Gesamtumsetzung einfach. Das Buch liest sich ziemlich flott, denn Autor Tim Erzberg schreibt so, wie man sich die Charaktere vorstellt, er ist nah dabei, bildet kurze Sätze und knappe Handlungen ohne vielen Ausformungen oder verschachtelten Sätzen. Der Bezug zum Klapptext wird jedoch erst nach knapp der Hälfte des Buches geknüpft. Ab da geht es dann richtig los und die Spannung nimmt rasch zu. Zuvor waren es eine Aneinanderreihung von Abfolgen, Kurzschlussreaktionen und die Zusammenhänge vom Fall zu Anna und ihrer Vergangenheit über der sie so gern schweigt. Was geschah mit Leo? Was hat das mit Annas Eltern zu tun? Warum verließ sie die Insel? Wer schickt ihr diese Nachrichten und Körperteile? Von wem stammen die Extremitäten? Wer ist zu diesen Taten fähig? Ein Insulaner? Was verbirgt der hiesige Inselarzt? Ist Katharina Loos in Gefahr? Was soll das für ein ominöser Unfall gewesen sein bei dem Leo starb? Warum sind so viele Mitwisser inzwischen Tod? Wer hat noch eine Rechnung mit Anna offen?... Puuuuh, hier kommt endlich die lang ersehnte Spannung hoch. Autor Tim Erzberg schreibt sehr kurze aber aussagekräftige Sätze. In seinen einzelnen Kapiteln wechselt er die innerinseligen Schauplätze und Perspektiven, so begleiten wir zwei Handlungsstränge, die auf einen großen Showdown hinauslaufen und sich bündeln. Das Buch liest sich sehr leicht, temporeich und flott. Keine schwere Kost, aber von geballter Rasanz und späteren schockierenden Handlungen und Antworten auf all die brennenden Fragen. Tim Erzberg besitzt einen gekonnt bildhaften und lebendigen Schreibstil, vor allem wenn er das Wetter, den Schnee, den Lichteinfall, die Gerüche und Emotionen beschreibt und mit Worten bebildert, die das Inselbild wie eine eigene Inselstudie zeigen. Seine knappe Art, die Dinge zu schildern, zu verdeutlichen, ein Flair und ein Gefühl für Charaktere, Handlungsorte, Umgebung und Situationen zu schaffen, hat mir von Beginn an sehr gefallen, die unstete Atmosphäre, der schnelle Handlungsverlauf und die Aneinanderreihung von Ereignissen folgen mir persönlich zu schnell und nehmen dem Thriller viel seiner Authentizität und Glaubwürdigkeit. Der Einstieg und die ersten knapp 240 von 400 Seiten wirkten lange zu irreal, blass, zu haltlos und mau, erst die zweite Hälfte bekommt eine lobende Wendung und zeigt ansatzweise das, was ich mir vom Buch eigentlich erhofft hatte. Das Ruder reißt dieser Autor für mich persönlich jedoch nicht wieder herum und es bleibt ein fahler Nachgeschmack für meine Erwartungen an diesen Thriller. Schade. Charaktere:Die Auswahl der Charaktere ist zwar gut und stimmig gelungen, jedoch habe ich bei diesem Thriller einfach zu wenig Zugang gefunden. Ich konnte den Handlungen kaum Glauben und Authentizität abgewinnen und daher das Handeln und Agieren der Figuren, vor allem die laienhafte und dümmliche Arbeit der Beamten Paul, Marten und Anna selbst, nicht folgen oder gutheißen. Daher wirkte auf mich dieser Thriller sehr schal und einfältig. Zwar hat sich der Autor interessante Psychogramme erdacht und gelungene Charakterstudie betrieben, aber ganz identifizieren konnte ich mich mit den Protagonisten nicht. Manchmal war ich sogar genervt von den vielen kindlichen Gedanken und Hemmungen. Dass Anna nach sechs Jahren zurück kehrt ist ja okay, aber im Buch wirkt es so, als sei sie mehrere Jahrzehnte weg geblieben. Als wäre ihr die Insel fremd und sie orientierungslos. Auch kaum ein Bewohner erkennt sie sofort wieder. Aber hey, was sind schon sechs Jahre? Vor allem da der Fall Leon van de Loop damals für Aufsehen gesorgt hat und mit Annas Familie in Verbindung stand, müssten doch viel mehr Menschen sich an Anna erinnern. Das passt hier alles nicht ganz rund und harmonisch zusammen, wie ich finde. Außerdem wirkt auf mich die Angst nicht echt, wenn Anna die Angst mal beschleichen würde. Ganz ehrlich? Wer bleibt in der pension wohnen, in der im Nebenzimmer eine blutige Nachricht an die wand gepinselt wurde und jemand des Nachts die privaten Räume betreten hat und es noch metallisch und tötlich riecht? Anna geht einfach ins Zimmer nebenan und schläft, wenn sie denn mal schläft, nebenan. Das kann ich mir im echten Leben kaum vorstellen… Ein weiterer Punkt, der mir die Charaktere unglaubwürdig erscheinen lässt. Für mich passt es einfach nicht ganz ins Bild zu Annas Erlebnissen aus der Jugend, zu den aktuellen Bedrohungen und den hiesigen Verhältnissen. Der Handlungsstrang um Katharina Loos bringt Potential und Wirbel in die Handlung und wird zum wichtigen Faktor im Verlauf der Ermittlung. Interessant fand ich auch Nele Steenkamp, die Inselhure. Man stelle sich ihren Job mal vor… Tztztz…. Thrillerautor T. Erzberg hat eine überschaubare Mischung aus Haupt- und Nebenrollen erschaffen. Einen Pool aus Gut und Böse. Diese Rollen und Nebenrollen bringt er in Einklang und lässt den Leser somit mitfühlen und ganz wichtig: Er lässt den Leser an den erschütternden Vorgängen teilhaben! Mich konnte er jedoch nicht ganz überzeugen und die Figuren blieben mir sehr distanziert und ich folgte dem Geschehen nur noch argwöhnisch. Meinung:Der Autor hat mich mit seinem vielversprechenden Klapptext sehr neugierig gemacht. Vor allem die Beschreibung seiner Vita haben mein Interesse geweckt und Neugierde geschürt. Ich lerne immer wieder gerne neue Autoren kennen, Tim Erzberg wird aktuell mit seinem Thrillerdebüt im Genre Thriller ja hochgefeiert und ist sehr erfolgreich. Helgoland, ein kleines Präsidium, alte Vergangenheiten, ein abgetaner Unfall, eine Familiengeschichte und Leichen im Keller, Rückblenden und eine Hatz gegen die Zeit, bei dieser Thematik, da war ich völlig Feuer und Flamme für dieses Buch. Ich habe viele sehr ansprechende und begeisternde Rezensionen zum Thriller gelesen, doch hier bin ich leider tief gefallen mit meinen hohen Erwartungen, denn ich fühlte mich zunächst eher gelangweilt und vom laienhaften, fast dümmlichen und stümperhaften Ermittlerdasein und Stil enttäuscht. Erst im späteren Verlauf nimmt das Buch Züge eines guten und packenden Thrillers an und die Handlungsstränge laufen aufeinander zu. Das reicht mir für ein gutes Buch für mich persönlich leider nicht. Neben dem enttäuschenden Schreibstil und der späten Bezugnahme zum Klapptext und der eigentlichen Thrillerhandlung, hat das Buch aber auch ganz besondere Vorzüge, die ich hier nennen möchte, da sie mir sehr gefallen haben. Pluspunkte:• Atmosphärische Schauplätze, Lichteinflüsse, Gerüche, der leise Schnee, die Kälte, die Panik, die alten Häuser aus den 1950iger Jahren, das Oberland, Mitteland und Unterland der Insel, die Lange Anna, die roten Felsen… • Ein verheißungsvoller Dialog und Tagebucheinträge verwoben im Buch, das macht neugierig und lässt tief blicken• Wechselnde Erzählperspektiven. Katharina und Anna. Wobei mir der Handlungsstrang von Katharina am besten gefallen hat und immer wichtiger wird. • Ein leichter und flotter Schreibstil• Die zweite Hälfte bietet Thrillergenuss pur. Das Hell-Go-Land macht seinen Namen alle Ehre• Der Leser, der immer wieder indirekt angesprochen wird um nach Antworten zu suchen• Perspektivenwechsel die für Kurzweil und Abwechslung sorgen und so mehrere Blickrichtungen bieten• Eine nette Anmerkung hinten im Buch zur Insel vom Autor• Das die Protagonistin Anna hier Anna heißt finde ich in Bezug auf den Felsen Lange Anna auf Helgoland richtig gebührend. Das passt. • Das Cover ist ein Hammer!!!!!Kritikpunkte:• Ein sehr langer Vorlauf, der knapp die Hälfte des Thrillers einnimmt, ehe Helgoland (als Wortspiel HELL-Go_land) zur Realität wird und Anna einholt. • Die Ermittler und die Ermittlungsmethoden sind so was von laienhaft und unprofessionell, dass ich mich sehr darüber geärgert habe. Dazu gesellen sich dümmliche und naive Gedanken von Paul, Marten und Anna. Wie sie mit Beweismaterial umgehen, wie sie den Fall rekonstruieren, wie sie Untersuchungen durchführen und Befragungen planen. Irgendwie echt mau und unbeholfen. Klar, sie haben keine anderen Mittel und bekommen keine Amtshilfe vom Festland. Aber naja…. • Der Charakter von Anna und das Wirken des Falls und die Bedrohung an sie wirken für mich nicht echt. Ich denke, jemand wie Anna müsste ganz anders auf den Umstand reagieren. Das ist für mich alles einfach nicht stimmig und rund. • Die Spannung und der Nervenkitzel nehmen erst sehr spät zu, dann bleiben nicht mehr viele Seiten um in den wirklich authentischen Thrillergenuss zu kommen• Die Charaktere und Handlungen wirken für mich zu weit hergeholt und sehr unglaubwürdig• Der Thriller wird hoch gelobt, schürt dadurch eine Erwartungshaltung, die kaum erfüllt werden kann.• Der Autor soll es verstehen, in menschliche Abgründe zu blicken? Mmmm, da hätte ich mehr Pfiff und Eindringlichkeit erwartet. So intensiv und nah schildert Tim Erzberg seinen Thriller leider nicht. • Sehr kurze und knappe Sätze, kaum Anspruch, Komplexität oder Genialität. Schale Einfachheit. Beinahe einfältig. • Zu viele Fragen, die sich stellen und lange keinen wirklich greifbaren Zusammenhang bieten können.• Uuuuuaaaaahr, hier wird die Migräne von Anna so gut beschrieben, das das der eigentliche Thriller und das eigentliche Grauen für mich ist. Grrrrrr…..Im Gesamten hat mich dieser Thriller, an dem ich so hohe Erwartungen gestellt habe, nicht überzeugen können und hat sein Potential leider nicht ausgeschöpft und nur in homöopathischen Dosen genutzt. Das führt zu Sternabzügen. Das ärgert mich sehr, denn aus dieser Story wäre so viel mehr herauszuholen gewesen. Zudem habe ich einige Rechtschreibfehler entdeckt, die mich bei einem Buch, was durch mehrere Korrekturleser und durch ein Lektorat geht, immer etwas ärgert. Aber das Aufkommen von Tippfehlern ist hier noch im akzeptablen und duldbaren Rahmen. Leider gab es für mich im eigentlichen Thriller erst zu spät Bezug zur Handlung und zum Klapptext, zu wenig Anspruch und zu flache und naive Aktionen und Gedanken und leider auch sehr viel Unglaubwürdigkeit. Allein die Schauplätze und die Atmosphäre, haben mich begeistert, mich immer wieder mitgerissen, meine Neugier entfacht, mich am Lesen gehalten und mich dann mit einem fulminanten und grandiosen Showdown in der zweiten Hälfte im Buch doch noch belohnt. Ich wanke zwischen minimaler und guter Begeisterung und sehr starker Enttäuschung, die 2,5 Sterne Bewertung fällt mir sehr schwer, da das Buch mit einer guten Idee glänzt und so viel verborgenes Potential hat. Aber ich möchte ehrlich sein und meine Enttäuschung nicht unausgedrückt lassen. Ein fulminantes Ende macht noch kein vollkommenes Buch aus. Das Cover / Die Aufmachung:Das grandiose Cover ist genauso vielversprechend wie der spannende Klapptext und der verheißungsvolle Titel und die Biografie des Autors. Hier schreit außen einfach alles nach einem richtig gelungenen Werk! Ich finde die Haptik des Covers sehr samtig und fast weich. Der Titel lässt sich erkunden und im Hintergrund prangt der rote Felsen der Langen Anna auf Helgoland inmitten der rauen Nordsee. Hier fühlt man sich als Thrillerleser richtig angezogen und die Neugier wird geweckt. Das Schriftbild ist sehr locker und angenehm, die Kapitel weisen eine ideale Länge auf und wechseln durch Perspektivwechsel, anderen Schriftarten und den Zeitebenen. Mit Datumsangabe, Uhrzeit, Breitengrad und Wetterlage und Windstärke. Innerhalb eines Kapitels kommt es zum Wechsel der Erzählung von Anna zu Katharina. Hier hätte ich mir zusätzlich zum Absatz eine kurze eigene Kapitelüberschrift gewünscht. Hochwertige Klappbroschur mit festem Papier und guter Qualität. Der Autor:"Kindesentzug, Körperverletzung, schwere Brandstiftung … Wer seit seiner Kindheit solche Erfahrungen gemacht hat, betrachtet die menschlichen Abgründe mit anderen Augen: Das Verbrechen ist keine andere Welt, es ist Teil des Normalen. Tim Erzberg entschloss sich nach dem Jurastudium, Literaturagent zu werden. Er vertrat unter anderem den berühmtesten deutschen Strafverteidiger Rolf Bossi, und Zvi Aharoni, den Mann, der Adolf Eichmann aus Argentinien entführte, sowie mehrere ehemalige Geheimagenten.Seine dunklen Erfahrungen verarbeitet Tim Erzberg in Geschichten, in denen es nicht einfach nur Gut und Böse gibt."Fazit:Dieser Thriller hätte von mir gerne auch 5 Sterne bekommen, die Idee zur Handlung besitzt Potential, der Kern ist sehr beklemmend und die zweite Hälfte zieht auch endlich richtig an. Jedoch reicht es für mich hier nicht für totale Fesselung, Nervenkitzel und Spannung. Mir fehlte an vielen Stellen das gewisse Etwas und der Schreibstil war mir oft zu blumig und Handlungen zu weit hergeholt und unglaubwürdig. Die Ermittlungen sind stümperhaft, laienhaft und einfältig. Die Charaktere wirken nicht real und ihr Aktionismus manchmal sehr fern. Daher bekommt dieses vielversprechende Werk von mir persönlich nur 2 Sterne, schweren Herzens, auch wenn die Vielzahl anderer Rezensionen anderes besagt und eher zu 4 oder 5 Sternen tendiert! Ich denke einfach, der Autor hätte es zu „Mehr“ geschafft. Hier ein Blick in meinen Lesestatus, meine Lesechronik:https://www.lovelybooks.de/bibliothek/Floh/lesestatus/1315691986/

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