Hell-Go-Land

von Tim Erzberg 
3,9 Sterne bei86 Bewertungen
Hell-Go-Land
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (60):
U

Guter Krimi nicht pervers Teile von Körper in Paket

Kritisch (3):
MissWatson76s avatar

Nicht viele Worte, einfach nur langweilig und zuviel düstere, negative Stimmung.

Alle 86 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Hell-Go-Land"

Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort.

"Hell-Go-Land ist so atmosphärisch dicht, wie man es sich von einem Krimi nur wünschen kann. Der Fall ist etwas Besonderes, die Aufklärung logisch, die Konstruktion perfekt und der Stil fesselnd“
Frauke Kaberka, dpa

„Tim Erzberg beschert Polizistin Anna Krüger und uns schlaflose Nächte“
BUNTE

"Tim Erzberg [...] hat ein düsteres, beklemmendes Kammerspiel geschaffen, das sehr lange rätselhaft bleibt."
BRIGITTE 21/2016

"Megaspannend!"
Andrea "Kossi" Kossmann

"Hell-Go-Land vereint die archetypische Konfrontation zwischen Mensch und Natur mit einem überzeugenden Personeninventar und einem klassischen whodunit-Plot, der den Leser lange rätseln lässt. Das Ganze unter Umständen, die nicht anders als mit dem Wort klaustrophobisch zu beschreiben sind... Dieses Buch hätte ich doch recht gerne geschrieben. "
Stephan M. Rother

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959671392
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:HarperCollins
Erscheinungsdatum:13.11.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.08.2016 bei Audible GmbH erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Sunny225s avatar
    Sunny225vor 16 Tagen
    Orkan auf Helgoland

    Als begeisterte Leserin von Krimireihen war ich gespannt auf diesen ersten Band der Reihe um die Polizistin Anna Krüger. Nach Jahren kehrt sie auf ihre Heimatinsel Helgoland zurück, wo sie blutige Überraschungen erwarten. Die Insel Helgoland mit ihren roten Felsen im aufgepeitschten Meer vor schwarzem Himmel ist nicht nur ein tolles Motiv für das sehr schöne Cover der Taschenbuchausgabe, sondern auch ein geeigneter Schauplatz für einen spannenden Krimi. Da die Insel bei Orkan weder auf dem Wasser- noch auf dem Luftweg erreichbar ist, sind die drei Insel-Polizisten bei der Aufklärung der blutigen Vorkommnisse auf sich allein gestellt. Auch wenn dies keine neue Idee ist (ich denke an „Abgeschnitten“ von Fitzek und Tsokos), erhöht es die Spannung, wenn einmal auf DNA-Analyse und Auswertung von Fingerabdrücken verzichtet werden muss. Es scheint klar, dass die Ereignisse etwas mit Annas Vergangenheit auf der Insel zu tun haben. Der Autor lässt uns lange im Ungewissen, was damals geschehen ist, macht nur Andeutungen und wechselt geschickt immer wieder Ort und Zeit. Nach anfänglichen Längen, nimmt die Geschichte immer mehr Fahrt auf und bleibt bis zum Schluss spannend. Ich freue mich sehr auf die Lesung von Tim Erzberg beim Hamburger Krimifestival und auf den zweiten Band dieser Reihe, den ich mit Sicherheit lesen werde.

    Kommentare: 2
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    kitty4s avatar
    kitty4vor einem Jahr
    Nordsee Thriller

    Das Buch wird als Nordsee Thriller vom Verlag vermarktet:  Für jemanden der viele Thriller liest ist er das eher nicht. 
    Es passiert nicht viel außer ein paar makabere Geschenke an die Polizistin Anna, und ansonsten stolpern die Polizisten so in der Geschichte rum. Die Charaktere sind nicht ausreichend skizziert, und man kann sich nicht in die Geschichte hineinversetzen.  Ich fand das ganze sehr langatmig und nicht spannend. Lediglich das letzte Kapitel hat mich etwas in das Geschehen hinein gezogen.
    Der Schreibstil ist ganz flüssig und die Atmosphäre der Insel hat der Autor sehr gut rüber gebracht. 
    Ich finde als Thriller geht das Buch nicht, aber als Roman mit Krimi Touch kann man es lesen

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor einem Jahr
    Hell - Go - Land

    Lesegrund: 

    Auf diesen Thriller bin ich durch verschiedene Rezensionen aufmerksam geworden und da ich Lust auf einen Insel - Thriller hatte, wurde dieses Buch gelesen.

     

    Handlung:

    In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Anna Krüger. Anna nannte Helgoland ihre Heimat, bis zu einem Albtraum, der ihr ganzes Leben veränderte. Als sie nun als Polizistin auf Helgoland beginnt, ist für sie klar, dass sie kaum jemandem von ihrer Rückkehr erzählen will. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag wird Anna mit Grausamkeiten konfrontiert, die ihr klarmachen, dass es für sie selbst, keine Flucht vor ihrer Vergangenheit geben wird ... 

     

    Schreibstil: 

    Der Schreibstil von Tim Erzberg hat mir gut gefallen. Der Autor schreibt flüssig und was ihm sehr gut gelungen ist, ist die unterschwellige Spannung, bei der man gut miträtseln kann. 


    Charaktere: 

    Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Besonders die Protagonistin Anna Krüger mochte ich gerne. Ich fand es schön, dass es eine gute Mischung aus Haupt - und Nebencharakteren gibt und diese auch noch einige Facetten zu bieten haben.

     

    Spannung: 

    Den Spannungsbogen hat Tim Erzberg weitestgehend gut gehalten. Ich hätte mir lediglich im mittleren Teil des Thriller etwas mehr Spannungsanstieg gewünscht, aber das war auch das einzige, was mir diesbezüglich nicht so gut gefallen hat. Besonders gut fand ich, dass man als Leser/Leserin die Möglichkeit bekommt lange mitzurätseln, ohne das, vor der Auflösung, zuviel angedeutet wird.

     

    Emotionen:  

    Die Emotionen hat der Autor nicht schlecht dargestellt. Leider war, mir persönlich,  manches ein bisschen zu aufgesetzt, sodass manche Emotionen, in meinen Augen, etwas zu gewollt wirkten. Das fand ich etwas schade. 

     

    "Hell - Go - Land" ist ein solider Thriller, der mir ein paar Stunden nette Unterhaltung bescherte. In Sachen Glaubwürdigkeit gab es leider noch einiges an Luft nach oben, aber das Potenzial für einen guten Thriller war durchaus zu sehen. Von mir gibt es 3,5 Rosen, aufgerundet auf 4!

     

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    ulrikerabes avatar
    ulrikerabevor einem Jahr
    Vorhersehbar und damit langweilig

    Hellgoland von Tim Erzberg, ach du meine Güte.
    Drei Dorfpolizisten stolpern tagelang bei widrigen Wetter über die Insel, um ein Opfer zu finden.
    Zu den Polizisten gehört Anna, die gerade erst auf Helgoland angekommen, allerdings auf der Insel aufgewachsen ist und ein traumatisches Paket aus der Vergangenheit mit sich rumschleppt. Worum es geht, wird lang nicht verraten, aber es lässt sich bis zur Hälfte des Buches leicht erraten.
    Dann entstand auch bei mir schon der Verdacht, wer der Täter sein könnte, und der sich letztlich als richtig herausstellt. Leider, viel zu oft wir aus dieser Zielgruppe der Täter bedient.
    Selten noch habe ich mich bei einem Thriller so gelangweilt.
    Und schlecht lektoriert ist es auch, aber wirklich.

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    MikkaGs avatar
    MikkaGvor 2 Jahren
    Wintersturm statt Ferienidylle


    Mit Helgoland verbinden die meisten Menschen wohl eher gemütliche Urlaubsatmosphäre (inkl. Strandspaziergang, Heilbad und Matjesbrötchen) als einen zunehmend düsteren Albtraum (inkl. Sturmfront, Ausgangssperre und Blut im Einmachglas).


    Insofern ist die Wahl des Schauplatzes für diesen Thriller originell - und stimmig, denn nach dem Lesen kann ich nur sagen: Helgoland im Winter ist geradezu der perfekte Ort für so eine Geschichte! Außerhalb der Urlaubssaison fahren die Fähren ohnehin nur zweimal in der Woche, und bei Unwetter, was wohl nicht selten vorkommt, ist die Insel sogar vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten. Jeder kennt jeden auf so einer kleinen Insel, und einer davon soll ein skrupelloses Monster sein...? Gänsehaut vorprogrammiert. Ein Großteil der Spannung entsteht alleine schon durch die klaustrophobische, unheilvolle Atmosphäre.


    So lebendig, grandios und stimmungsvoll das sturmumtoste Helgoland beschrieben wird, desto blass bleiben jedoch leider manche der Charaktere.


    Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. In der Gegenwart sieht der Leser die Geschehnisse vor allem aus Sicht der Polizistin Anna Krüger, an die ein unbekannter Täter grausige Präsente schickt, und aus Sicht der Putzfrau Katharina Loos, die einen unheilvollen Verdacht hat, was ihren Arbeitgeber betrifft, und auf eigene Faust ermittelt. Außerdem fließen immer mal wieder Gespräche zwischen Täter und Opfer in die Geschichte ein, reduziert auf den reinen Dialog.


    Auch Annas Erinnerungen spielen eine große Rolle. Schnell wird dem Leser klar: vor 8 Jahren muss ihr etwas Furchtbares angetan worden sein auf Helgoland. Etwas, für das ihr nie Gerechtigkeit zuteil wurde, ganz im Gegenteil. Lange wird alles nur angedeutet, und als Anna es dann doch mal jemandem erzählt, bricht der Autor die Szene einfach ab und blendet über zur nächsten - aber das verhindert nicht, dass man sich doch recht schnell einen Teil dessen, was geschehen ist, denken kann.


    Die Charaktere haben alle viel Potential und auch interessante Eigenheiten. (So hat Anna zum Beispiel ihrer Migräne den Namen Stalin gegeben und spricht gelegentlich mit ihr.) Aber wirkliche Sympathie habe ich weder mit ihr noch mit den anderen Charakteren entwickelt, und sie blieben für mich merkwürdig farblos. 


    Die drei Polizisten sind mit der Situation hoffnungslos überfordert und ermitteln fast stümperhaft, was aber zugegebenermaßen verständlich ist. Kein angeschlossenes Labor, keine Experten für Spurensicherung... Im Grunde sind sie nur eine Dorfpolizei, die normalerweise alles ans Festland weitergibt, was wirkliche Ermittlungen erfordert - nur, dass das jetzt wegen des Sturms eben nicht geht. Nicht nachvollziehen konnte ich hingegen, dass Anna ihren Kollegen ohne ersichtlichen Grund wichtige Dinge vorenthält, wie z.B., dass sie eine Reihe von beunruhigenden SMS erhalten hat. Ein Versuch des Autors, zusätzliche Spannung zu erzeugen, indem er Anna isoliert?


    Der aufmerksame Leser kann schon früh zumindest eine Ahnung entwickeln, wer hinter den blutigen Post-Sendungen steckt, trotz falscher Fährten - allerdings bleibt spannend, warum derjenige tut, was er tut. Die Auflösung und das Motiv des Täters konnten mich am Schluss aber nur so halbwegs überzeugen.


    Im Großen und Ganzen gefiel mir der Schreibstil gut, mit kleinen Abstrichen:


    Immer wieder findet der Autor tolle Bilder und eine großartige Sprachmelodie, oft baut er eine wunderbar dichte, düstere Atmosphäre auf, die alle Sinne anspricht  - gelegentlich driftet er aber auch ab ins Melodramatische.


    Zitat - Anna blickt hinab aufs Meer und bekommt Migräne:
    Eisig war es und sah doch aus, als würde es dort unten von einem Höllenfeuer zum Kochen gebracht. Im Augenblick der Begegnung mit dem zornigen Gott des Meeres waren sie aufgeflammt, hatte es hinter ihren Augen zu pochen begonnen. Zunächst hatte es sich angefühlt, als packe eine eisige Faust ihren Sehnerv und zöge ihn mit Gewalt in den Schädel. 


    Abschließend möchte ich sagen, dass mich das Buch trotz der angesprochenen Kritikpunkte gut unterhalten hat und dass ich es auch sehr spannend fand.


    Fazit:
    Der heimliche Star des Buches ist für mich die Insel Helgoland selbst, denn der Autor beschreibt sie packend und eindringlich - und zeigt sie dabei in einem ganz anderen Licht, als man sie aus Ferienprospekten kennt. Brutale Winterstürme und die damit einhergehende vollkommene Isolation vom Festland bilden die Kulisse für einen Thriller, der seinem Potential in meinen Augen nicht vollständig gerecht wird (besonders die Darstellung der Charaktere hat noch Luft nach oben), aber dennoch hochspannend ist.

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    IlonGerMons avatar
    IlonGerMonvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Angst der Polizistin wird greifbar, das Grauen erfasst einen beim Lesen t und unwillkürlich schaut man sich selbst in der Wohnung um.
    Ein neuer Autor - eine Entdeckung!

    Bislang hatte ich nie Neugierde nach Helgoland verspürt, doch nach der Lektüre dieses Buches sieht das anders aus. Und ich verspüre große Lust, die Insel zu erkunden, stellenweise mit diesem Roman als Reiseführer.

    Der Leser erlebt Helgoland im Winter, während eines heftigen und mehrere Tage andauernden Sturms. Es sind keine Touristen mehr auf der Insel und die Bewohner haben sich in ihren Häusern und auch in ihrer Privatheit verschanzt.
    Genau in diese Zeit fällt der erste Arbeitstag von Anna Krüger, die hier im abgeschiedenen Polizeiposten der Insel ihre neue Stelle als stellvertretende  Leiterin der Dienststelle antritt. Anna ist auf der Insel aufgewachsen, aber von Ihrer Rückkehr wissen nur ganz wenige und das aus gutem Grund.
    Trotzdem erwartet sie schon an diesem ersten Tag eine grausige Überraschung. Ein Paket, an sie persönlich adressiert, wurde vor der Tür der Dienststelle abgelegt und der Inhalt macht ihr unmissverständlich klar, dass es vor den Schrecken der Vergangenheit kein Entrinnen gibt. Und es werden weitere Pakete folgen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn Anna weiß: wenn sie nicht in Erfahrung bringt, wer ihr diese Pakete schickt, wird es ein Menschenleben kosten.
    Obwohl man als  Leser an vielen Stellen den Ereignissen ein wenig voraus ist, erfährt man doch sehr lange Zeit nicht, welcher Art das Geheimnis aus Annas Jugend ist, das offensichtlich noch immer so großen Einfluss auf sie hat. Damit gelingt es dem Autor, zum einem die Spannung stets auf einem hohen Niveau zu halten und uns andererseits häufiger auf neue Fährten zu bringen und damit auch neue Verdächtige ins Spiel einzuführen.
    Nicht nur Anna hat ihr Geheimnis, auch andere Personen und auch ihre Kollegen verbergen Dinge aus Vergangenheit und Gegenwart.

    Das wirklich unwirtliche Wetter wie auch die Verschlossenheit der Insulaner sind nur zwei Aspekte des Romans, die eine düstere und leicht depressive Stimmung erzeugen, die beim Lesen wie mit Händen zu greifen scheint. Und doch können wir die entscheidenden Wendungen der Geschichte nicht festhalten, genauso wenig wie das Anna und ihren Kollegen gelingt. Das Böse oder der Böse ist ihnen bis zu einem furiosen Showdown immer ein Stück weit voraus.

    Tim Erzberg ist es in diesem Buch gelungen, einen Handlungsort zu zeichnen, der neugierig macht und uns darin authentische und glaubwürdige Charaktere zu präsentieren. Wir spüren das Grauen, erleben die Angst und können nachempfinden, dass Anna sich davon nicht beherrschen lassen will.
    Ein wirklich spannender und gut erzählter Thriller und ein Autor, von dem ich gern mehr lesen möchte.
    Lesen Sie Hell-Go-Land und sie werden begeistert sein.

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    sabsisonnes avatar
    sabsisonnevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das Hörbuch routiniert gelesen von Frank Arnold
    Spannend bis zum Schluss

    Anna Krüger nimmt die Stelle an der Polizeiwache in Helgoland an. Sie ist auf der Insel aufgewachsen und wundert sich selbst über ihre Rückkehr. Denn hier ist ihr etwas Schreckliches passiert, was erst nach und nach für den Leser/Hörer enthüllt wird. Auch der Neubeginn hat seine Tücken. Anna leidet unter starker Migräne. Trotzdem tritt sie ihren Dienst an. Auf ihrem Schreibtisch steht schon ein Päckchen, in dem sich ein Daumen befindet. Damit beginnen die Ermittlungen, gemeinsam mit dem Polizeianwärter Marten und dem Dienststellenleiter Paul. Die bildhafte Sprache des Autors trägt dazu bei, dass man die unwirtliche Atmosphäre der Insel spüren kann. Sollte ich jemals vorgehabt haben Helgoland zu besuchen, ich würde es mir jetzt gut überlegen. Im Gegensatz dazu, kommt die Beschreibung der Personen, ihrer Persönlichkeiten und Charaktere etwas zu kurz. Dafür einen Punktabzug. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt: das eigentliche Geschehen und die Handlungen des Täters. Auch wenn ich sehr früh eine Ahnung vom Täter hatte, bleibt der Spannungsbogen bis zum Ende erhalten. Frank Arnold, ein routinierter Srecher, macht seine Sache wie immer gut.

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    Blacksallys avatar
    Blacksallyvor 2 Jahren
    Spannende Lesestunden

    Der Klappentext und das einmalige Cover haben mich direkt angesprochen. Ich finde Thriller die auf Inseln spielen wirklich sehr Spannend, denn man kann von dort aus ja meist nicht schnell weg, das ganze gibt dann meist noch so einen extra Kick an Nervenkitzel.
    Die Protagonistin in diesem Buch ist eine Polizistin. Eigentlich sollte man meinen, als solche steht sie mitten im Leben, doch dem ist nicht so. Sie ist ein sehr labiler Mensch, der von seiner Vergangenheit immer wieder eingeholt wird. Deswegen habe ich auch nicht ganz verstanden, warum sie an den Ort des Grauens freiwillig zurück gekehrt ist. Trotzdem war sie mir sympathisch und ich konnte sie auch irgendwo verstehen. 
    Leider schein ich anscheinend in Sachen Thriller schon sehr geübt zu sein, denn ich hatte bereits vor den ersten 50 Seiten gewusst wer der Täter ist. Das fand ich doch etwas schade, hat der Story aber nicht an Spannung eingebüßt. 
    Im Buch gibt es 2 Handlungsstränge denen wir folgen. Zu einem den unserer Protagonistin und dann gibt es auch noch Katharina, die als Putzfrau bei einem Arzt arbeitet. Auch sie mochte ich sehr gerne, da sie eine fröhliche Ausstrahlung besitzt und ein freundlicher Mensch ist. 
    Zum Ende hin wurde es dann nochmal einen ticken Spannender, was mir sehr gut gefallen hat. Allgemein der Schreibstil des Autors war super. Die Dialoge waren klar und nicht zu langweilig, der Plot an sich super ausgedacht und die Charaktere schön Ausgearbeitet.

    Der Autor:
    Kindesentzug, Körperverletzung, schwere Brandstiftung … Wer seit seiner Kindheit solche Erfahrungen gemacht hat, betrachtet die menschlichen Abgründe mit anderen Augen: Das Verbrechen ist keine andere Welt, es ist Teil des Normalen. 
    Tim Erzberg entschloss sich nach dem Jurastudium, Literaturagent zu werden. Er vertrat unter anderem den berühmtesten deutschen Strafverteidiger Rolf Bossi, und Zvi Aharoni, den Mann, der Adolf Eichmann aus Argentinien entführte, sowie mehrere ehemalige Geheimagenten.
    Seine dunklen Erfahrungen verarbeitet Tim Erzberg in Geschichten, in denen es nicht einfach nur Gut und Böse gibt.

    Mein Fazit:
    Ein Spannender Thriller, der endlich mal wieder in Deutschland spielt. Ich hatte tolle Lesestunden mit diesem Buch.

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    Alaska111vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein eher durchschnittlicher Krimi
    "HELLGOLAND" von Tim Erzberg

    Zum Inhalt:

    Ein kaltblütiger Mörder, eine unerfahrene Polizistin, eine Insel voller Opfer. Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort. "Megaspannend!" Andrea "Kossi" Kossmann "Hell-Go-Land vereint die archetypische Konfrontation zwischen Mensch und Natur mit einem überzeugenden Personeninventar und einem klassischen whodunit-Plot, der den Leser lange rätseln lässt. Das Ganze unter Umständen, die nicht anders als mit dem Wort klaustrophobisch zu beschreiben sind... Dieses Buch hätte ich doch recht gerne geschrieben. " Stephan M. Rother "Tim Erzberg [...] hat ein düsteres, beklemmendes Kammerspiel geschaffen, das sehr lange rätselhaft bleibt." BRIGITTE 21/2016



    Zum Cover:

    Das Cover ist meiner Meinung nach ein echter Hingucker. Obwohl man eigentlich nur die Schrift sieht, die den Titel zeigt, birgt dieses Cover doch etwas spannendes, geheimnissvolles. Auch der Farbverlauf ist wirklich aufregend und regt zum Nachdenken an. Die schwarzen Ränder an den Seiten geben dem Cover ein Gefühl vom Tiefe, Schwärze. Alles in allem strahlt dieser Titel, diese ganze Erscheinung ein Gefühl von Ungewissheit aus. Und wie das bei Ungewissheit so ist, will man immer wissen, was dahinter steckt. 


    Zur Bewertung:

    Also zuerst einmal war die Idee der Geschichte eigentlich supergut. Allerdings kamen mir einige Passagen sehr langwierig vor und ließen kaum zu, dass sich ein Spannungsbogen aufbaute. Das könnte vor allem daran liegen, dass die Geschichte sehr detailliert erzählt wurde und immer von allem möglichen Personen aus. Selbst der Täter beschreibt seinen Ablauf manchmal.
    Der Leser lernt Anna Krüger kennen, eine wirklich sympathische Person, die allerdings einige Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit mit sich herumträgt. Geheimnisse, die auf Helgoland stattgefunden haben und es ihr unmöglich machen, ein halbwegs normales Leben zu führen. Und wenn man die Vergangenheit nicht verdrängen kann, ist es vielleicht manchmal wirklich das Beste, sich einfach mit ihr zu konfrontieren. 
    Gut gefallen hat mir zudem, dass man aus dem Polizeialltag einer kleinen, wie einem scheint, uninteressanten Polizeistation eine Menge erfährt.
    Und das es bei der Polizei nicht immer nur um Verfolgungsjagden, Schießereien, etc. geht, sondern dass auch eine Menge Papierkram dahintersteckt. 
    Alles in allem eine ganz solide, eher mittelmäßige Leistung, da ich an vielen Stellen die Spannung vermisst habe. 

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    charmingbookss avatar
    charmingbooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Für meinen seit langem mal wieder ersten gewählten deutschen Thriller gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.
    düster - spannend.




    Ein kaltblütiger Mörder, eine unerfahrene Polizistin, eine Insel voller Opfer.
    Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort.



    Nach langer Zeit hab ich mich mal wieder an einen Thriller getraut – sogar mal von einem deutschen Autor – ansonsten schweife ich eher zu Amerikanischen Thrillerautoren rüber. Bei den deutschen Büchern hat mir oft einfach etwas gefehlt… aber ich schweife ab …


    Hell-Go-Land spielt auf der Insel Helgoland – wie man unschwer aus dem Titel und sogar aus dem Klappentext erahnen kann. Der Autor hat hier eine wunderbar bildliche Schreibweise verwendet – die gerade dazu einlädt sich alles explizit vor Augen zu führen – und trotz dieser Bildhaftigkeit tritt keine Langatmigkeit und Langeweile auf. Im Gegenteil.
    Der Autor erreicht mit seiner Ausdrucksweise eine düstere Stimmung – die sowohl in bildhaftigkeit als auch in seiner Sprache ausgedrückt wird. Alles wirkt düster und grau – die Stimmung  - die Landschaft.


    Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt – hier geht leider der Bezug zu den Personen etwas verloren. Sie verlieren teilweise etwas die Glaubwürdigkeit und die Tiefe. Nicht alles was hier an Empfindungen niedergeschrieben worden ist kam auch wirklich bei mir so an. Teilweise wirkte es gestelzt und verlor somit an Authentizität. Auch verlieren die einzelnen Protagonisten in Ihrer Tiefe – sie wirken Unscheinbar und Unwichtig.


    Trotzdem kommt die Dramaturgie rüber und zieht den Leser in seinen Bann. Die Psychothriller Momente – ja für mich sind es manchmal welche da ich in der Hinsicht wirklich ein Weichei bin waren für mich fesselnd und spannend. Manchmal hatte ich das Gefühl den Polizisten einen Schritt voraus zu sein und trotzdem konnte mich der Autor hier mit unerwarteten Wendungen überzeugen und wieder einen Spannungsbogen aufbauen mit dem ich nicht gerechnet habe. 



    Für meinen seit langem mal wieder ersten gewählten deutschen Thriller gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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    HarperCollinsGermanys avatar

    Ein kaltblütiger Mörder, eine unerfahrene Polizistin, eine Insel voller Opfer.

    Wir von HarperCollins Germany laden euch herzlich zur Leserunde des neuen Romans

    "Hell-Go-Land" von Tim Erzberg


    ein. Bitte bewerbt euch bis zum 21.08.2016 für eines von 20 Leseexemplaren (Klappenbroschur) und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans.


    Über den Inhalt:

    Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort.

    Du möchtest "Hell-Go-Land" von Tim Erzberg lesen?

    Dann bewerbe dich jetzt um eines der 20 Leseexemplare. Wir sind gespannt auf dich, deine Fragen und Leseeindrücke und würden uns freuen, wenn du deine Rezension dann auf Amazon & Co und auf harpercollins.de teilst.

    Viel Glück und ein tolles Leseerlebnis wünscht dir das Team von HarperCollins Germany



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