Tim Glencross Barbarians

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Inhaltsangabe zu „Barbarians“ von Tim Glencross

A dazzling debut' The Times It is 2008, late capitalism is in crisis, and the great and the good are gathered at an Islington house party. Hosting proceedings are waspish Sherard Howe, scion of a publishing dynasty and owner of a left-wing magazine, and his wife, Daphne Depree, whose feminist work The Third Sex is seen - to her increasing discomfort - as an intellectual cornerstone of the Blair era. The guests include cabinet ministers, celebrated artists and peers of the realm; but somehow it's doubtful that any number of grandees would overshadow Afua, the Howes' beautiful and supremely ambitious adopted daughter, already a rising star of the Labour Party. Into this world arrives twenty-four-year-old Elizabeth "Buzzy" Price, an aspiring poet only too aware of her suburban background. Moral support is at hand from shy but devoted Henry, the Howes' biological son - though perhaps Buzzy is most grateful for her friend's connection to her own unrequited love, Afua's boyfriend, the worldly Marcel. As the years pass and a coalition government takes office, Buzzy's fortunes rise and the elder Howes' lives threaten to unravel. But do the civilising possibilities of art involve enlarging Buzzy's romantic ambitions, or revealing their moral complacency? And could meek and gentle Henry, having angered his family by going to work for the political enemy, turn out to be steelier than anyone thought - as steely, even, as his formidable adopted sister? Barbarians is a debut of extraordinary scope and confidence; a fresh, contemporary novel about love, art and politics, told with a 19th century sensibility.

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    Barbarians
    Melpomene

    Melpomene

    14. August 2016 um 16:53

    Oberflächlich betrachtet, schreibt Tim Glencross über nichts Neues. Seine abgeklärte Sicht auf die intellektuell-politische Elite (zu der er übrigens auch gehört), die ihre Triebhaftigkeit und Langeweile mehr schlecht als recht hinter Bildung und Sophistikation verstecken, ist nicht revolutionär. Trotzdem lesenswert wird Barbarians aufgrund seines Witzes und vor allem durch Glencross‘ Talent, Erzählstränge ungezwungen ineinanderzuweben, ohne dabei Aspekte fallenzulassen. Besonders sensibel beschrieben ist die Beziehung von Buzzy und Marcel, die sich anfangs als eine literarisch wohlbekannte, leidenschaftliche Affäre abzeichnet, aber sich angesichts der Lebenswirklichkeit und der seltsamen Inkompatibilität der beiden antiklimaktisch entwickelt: „The fear is always there that their intimacy is not quite special enough, as if he has very precisely measured her qualities and found they fall fractionally short (how could they not?) of what Afua can give him. […] But you consented to this, she’ll see in Marcel’s dark eyes. You wanted to be my creature. She did.“ (Seite 286) Buzzy als untypische Dichterin, die mehr zynisch als romantisch durchs Leben geht und kaum Einsicht in die Gedanken und vor allem Gefühle der Menschen hat, die sie umgeben, ist anfangs noch unbestrittene Sympathieträgerin des Romans. Henry, der mit seiner hoffnungslosen Verliebtheit in Buzzy als ständig unterlegener Schwächling der Familie Howe präsentiert wird, entwickelt sich zum Ende des Romans zum Entscheidungstreffer und Handlungsbestimmer. Ein besonderes Bonbon für den komplexitätshungrigen Literaturstudenten sind die Bezüge auf verschieden Werke des Kanons der Weltliteratur (Flaubert, „Middlemarch“, Keynes‘ „The Turn of the Screw“, Trollopes „Can You Forgive Her?“, „Clockwork Orange“, Tolstoy, „Age of Innocence“). Sie dienen nicht nur dem Beweis der Belesenheit sowohl der Figuren als auch des Autors, sondern sind essentiell für die Handlung: „If it weren’t for all those drawing-room scenes in Eliot and Austen, Tolstoy and James which […] Henry would never have read so assiduously if he hadn’t in the first place been searching for a way to connect with Buzzy, he wouldn’t have immediately understood Marcel’s blush for the guilty admission it was.“ (Seite 302) Barbarians ist nicht nur ein Roman über einen Teil der englischen Elite, sondern auch über Kunst und ihren Wert in der modernen Gesellschaft. Wieviel Romantik kann sich der aufgeklärte und abgeklärte Mensch überhaupt noch erlauben, ohne abgehoben oder naiv zu erscheinen? Barbarians war für mich das ideale Buch für die Sommerferien. Inhaltlich (und auch sprachlich!) ist es anspruchsvoll genug, um nicht jede Seite aufs Neue mit den Augen zu rollen; clever, sehr witzig, mehrschichtig und eloquent geschrieben, lässt es sich entspannt lesen.

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