Tim Jackson Wohlstand ohne Wachstum

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Inhaltsangabe zu „Wohlstand ohne Wachstum“ von Tim Jackson

Was garantiert uns Wohlstand und sozialen Frieden? Wie ein Mantra kommt die Antwort aus Politik und Wirtschaft: Wachstum, Wachstum, Wachstum! Aber dürfen wir das noch glauben angesichts der Verwerfungen der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrisen – und angesichts der ökologischen Schäden, die unser Wirtschaften produziert? Unsere gesamte Wirtschaftsordnung baut auf ewigem Wachstum auf – aber nun brauchen wir einen anderen Motor, sagt der britische Ökonom Tim Jackson. Er hat im Auftrag der britischen Regierung den Zusammenhang von Wachstum und Wohlstand untersucht. In der aktuellen Debatte sticht seine Analyse hervor: Jackson fordert nicht weniger als die Entwicklung einer neuen Wirtschaftsordnung, die auf einem anderen Wohlstandsbegriff beruht. Ein Maß dafür, wie die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen befriedigt werden, müsse darin ebenso eingehen wie die gerechte Verteilung von Waren und Dienstleistungen. Jacksons brisantes Buch, das nun erstmals auf Deutsch erscheint, zählt schon jetzt zu den wichtigsten Publikationen der Postwachstumsökonomie. In griffigem Stil entwickelt der Autor eine glasklare Analyse der aktuellen Situation und der Blockaden, die uns daran hindern, etwas zu ändern. Er entwickelt konkrete Überlegungen für eine nachhaltige Ökonomie und entwirft die glaubwürdige Vision einer blühenden menschlichen Gesellschaft innerhalb der bestehenden ökologischen Schranken.

Arbeitslosigkeit kann nur mit Wirtschaftswachstum bekämpft werden. Stimmt das? Alternativen sind möglich.

— ErichLedersberger

Ein lesenswertes Buch, das nachdenklich stimmt. Was ist Wohlstand? Was passiert, wenn Wachstum anfängt, ihn zu untergraben? Fragen der Zeit, die Jackson in weiser Manier behandelt und zu beantworten versucht. Herausgekommen ist ein Denkanstoß, den ich nicht missen möchte.

— Energie

dieses Buch suggeriert einfache Lösungen einer komplexer Thematik. Aus ökonomischer Sicht leider völlig naiv.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Wohlstand ohne Wachstum

    Energie

    17. June 2014 um 23:00

    Tim Jackson stellt die richtigen Fragen - und findet Antworten darauf, die nachdenklich stimmen. Was macht Wohlstand eigentlich aus? In den hochentwickelten Industrieländern -  zum Beispiel bei uns in Mitteleuropa - bringt das Wirtschaftswachstum schon lange keine messbaren Vorteile mehr, wie Jackson zeigt. Wohlstand ohne Wachstum heißt aus seiner Sicht weniger materieller Reichtum und Verschwendung bei uns, dafür ein ähnliches Niveau weltweit, um den Wachstumszwang zu knacken und für alle ein gedeihliches Auskommen zu sichern. Er plädiert dafür, einen ökologische Makroökonomie zu entwicklen, die innerhalb strikter ökologischer Grenzen funktioniert und in der "das gemessen wird, worauf es ankommt", statt dem BIP: also Wohlergehen, Gesundheit und Verwirklichungschancen der Menschen. Das Ziel ist eine "starke, gesunde und gerechte Gesellschaft, die innerhalb ökologischer Grenzen lebt." Nur so kann bleibender Wohlstand geschaffen werden, alles andere führt zum ökologischen Kollaps oder zur Rebellion, ist Jackson überzeugt. Derzeit steuern wir gerade darauf zu, darum sind Jackson´s Überlegungen so wichtig, finde ich. Der einzige Nachteil des Buches ist aus meiner Sicht, dass man stellenweise ohne Fremdwörterlexikon aufgeschmissen ist, wenn er von "frugalem Lebensstil" und ähnlichem spricht. Da ist der Wissenschafter mit ihm durchgegangen.

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  • Rezension zu "Wohlstand ohne Wachstum" von Tim Jackson

    Wohlstand ohne Wachstum

    Sokrates

    13. October 2012 um 18:43

    Ein Buch, das sich auch dem Laien in der Thematik leicht und verständlich erschließt und dabei die Vielschichtigkeit der Probleme zu beherrschen versucht. - Tim Jackson's Ansatz erscheint in sich schlüssig und überzeugend. Leider nur beschleicht den Leser - wie bei fast allen diesen systemkritischen Büchern - der Verdacht, dass sich das System als Ganzem wohl eher nicht helfen lässt oder diese Änderung von wesentlichen Teilen des Systems (die momentan [noch] hiervon profitieren) nicht angestrebt wird. Ideen und Modelle der Veränderung sollten aber nach wie vor gelesen und diskutiert werden - so auch dieses Buch.

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  • Rezension zu "Wohlstand ohne Wachstum" von Tim Jackson

    Wohlstand ohne Wachstum

    michael_lehmann-pape

    31. May 2011 um 12:44

    Wie es ökonomisch nachhaltig gehen könnte „Wir werden mit Sicherheit dahin gelangen, dass zu Recht die Frage gestellt wird, ob es noch immer nützlich und richtig ist, mehr Güter.... zu erzeugen, oder ob es nicht sinnvoll ist, unter Verzichtsleistung auf diesen „Fortschritt“ mehr Freizeit, mehr Besinnung,... zu gewinnen“. Dieses Zitat von Ludwig Erhard aus dem Jahre 1957, welches Barbara Unmüßig in ihrem Vorwort zitiert, gibt die Grundrichtung dieses, auf jeder Seite und in jedem Gedanken bedenkenswerten, Buches von Tim Jackson vor. Nun ist es offenkundig an der Zeit, angesichts der finanzwirtschaftlichen Verwerfungen, der ökologisch drängenden Fragen, des allseits spürbaren Unmutes der Bevölkerungen und des Schwankens ganzer Volkswirtschaften jene Fragen nach der Zukunft zu stellen, die Lösungen der Nachhaltigkeiten in sich tragen. Gegen die seit zig Jahren wie ein Mantra vorgetragene These, der sich die ganze Welt angeschlossen zu haben scheint, dass „Wachstum = Wohlstand = Sicherung des Lebensstandards“ bedeutet, wendet sich Tim Jackson eloquent, in großer Ruhe und in fundierter Betrachtung. Zur Lösung aus diesem Würgegriff des Molochs „Wachstum“ geht er einen ganz eigenen Weg. Statt ständig „gegen“ irgendetwas zu argumentieren, erläutert er verständlich und nachvollziehbar die Hintergründe des Wachstumsdenkens, stellt grundsätzliche menschliche Bedürfnisse nach Entwicklung und Sicherung des Lebens nicht in Frage, füllt allerdings den Begriff „Wachstum“ mit einer ganz eigenen Definition. Dieser Kunstgriff ermöglicht es Tim Jackson in der Gesamtbetrachtung des Buches, durchaus einen „Wohlstand“ zu beschreiben, der nicht nur kein ständiges „Mehr an Gütern“ mehr verlangt, sondern sogar Verzicht und Regression beinhalten kann ohne Qualitätseinbußen für das, recht verstandene, „Leben im Wohlstand“. Oder, anders formuliert, ein „Wachstum“ auf einer Ebene in den Raum zu stellen, das sich nicht durch materielles Wachstum definiert. Im Gesamten lässt es Jackson an notwendigen Differenzierungen nicht fehlen. So unterteilt er einerseits in jene Gesellschaften, die im fast schon ermattenden Überfluss leben und in jene, die einen starken Nachholbedarf allein schon in Fragen der Grundsicherung des Lebens aufweisen. Immer aber schwingt seine Leitfrage mit, ob das „unerbittliche Streben nach Mehr (im materiellen Sinne)“ nicht bereits längst an ein Ende der Ressourcen und des inneren Sinnes angelangt ist. Drei grundlegende Einwendungen gegen ein solches „immer Mehr“ setzt er in dabei in den Raum. Zum ersten die Endlichkeit der Ressourcen, zum Zweiten die nicht mehr Steigerung, eher Beeinträchtigung individuellen Glücks und zum Dritten die ungerechte und unfaire, ständig zunehmende Ungleichheit der Verteilung auf dieser Welt. Seite für Seite entfaltet er, ohne ideologische Verhärtung, seine eigentliche These und Definition. Wohlstand versteht Jackson als „Fähigkeit des Menschen, zu gedeihen – und zwar innerhalb der ökologischen Grenzen eines endlichen Planeten“. Was es zu diesem Gedeihen braucht ist dann aber sehr unterschieden vom Viertwagen, vom fünften Fernseher und vom zigsten Handy. Materielle Aspekte für jenes „Gedeihen“ sind durchaus dabei vorhanden. Essen, Kleidung, Obdach, Wärme, Kultur, Teilhabe sollen (und können durchaus) gewährleistetet werden. Aber die Gleichsetzung von „Quantität und Qualität“, dagegen verwehrt sich Jackson deutlich und, vor allem, wohl begründet. So kann der Leser am Ende des Buches Jackson ohne weiteres in seinem Aufruf folgen: „Es ist an der Zeit!“. Jackson liefert eine intelligente, sauber argumentierte und in sich schlüssige Darstellung einer nachhaltigen Welt unter gerechterer Verteilung, ohne gleich sämtliche Systeme samt des Kapitalismus abschaffen zu müssen. Dass dieses „Gedeihen“ des Menschen eines entschlossenen politischen Rahmens bedarf und eine Ablösung des alten Denkens von „Immer Mehr“ hin zu „was ist sinnvoll und notwendig“, das wird jedem Leser überdeutlich, der sich diesem buch aussetzt. Ein Buch, dem man nur eine weite Verbreitung und eine ernste Auseinandersetzung mit seinen Inhalten wünschen kann.

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