Tim Krabbé Das Rennen

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Inhaltsangabe zu „Das Rennen“ von Tim Krabbé

Tim Krabbés autobiographischer Roman aus dem Jahr 1978 ist der literarische Radsportklassiker schlechthin. Man glaubt förmlich mitzufahren bei diesem Rennen im Süden Frankreichs - durch Hitze und Regen, schweißtreibende Aufstiege und eiskalte Abfahrten, am Rande der Erschöpfung, bis zum spannenden Finish.

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  • Rezension zu "Das Rennen" von Tim Krabbé

    Das Rennen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. March 2011 um 15:36

    Der niederländische Autor Tim Krabbé kam erst spät, mit Anfang 30 zum Radsport. In der Folge bestritt er zahlreiche Amateurrennen im In- und Ausland. U.a. die Mont-Aigoual-Rundfahrt, zu der er uns mitnimmt und uns teilhaben lässt an seinen Gedankengängen, Emotionen und Schmerzen während des Rennens. Ob er diese Gedanken trifft, vermag ich nicht mit Gewissheit zu beurteilen. Dazu fehlt mir die nötige Erfahrung. Radrennen habe ich selbst nie bestritten. Aber ich wage zu behaupten, dass man vorsichtig sein sollte mit Formulierungen die den Eindruck erwecken, dass man einen allgemeingültigen Einblick in die Rennfahrerpsyche gewinnt. Es sind die Gedanken von Tim Krabbé. Aber sind es auch die von David Moncoutie oder Riccardo Ricco? Gerade bei Letzterem, einem leichten Opfer für meine Vermutung, sind doch Zweifel angebracht, dass er sich während eines Rennens Gedanken macht, die es wert sind, am Ende bei Reclam zu erscheinen. Kommt man schnell in das Rennen hinein? Fühlt man sich als Teil des Pelotons oder nimmt die Rolle von Krabbé in der Spitzengruppe ein? Ja, das tut man auf jeden Fall. Es gelingt dem Autor den Leser zu sich aufs Rad zu holen und das Interesse am weiteren Verlauf des Rennens zu erwecken und stets aufrecht zu erhalten. Fiebert man mit dem Protagonisten Krabbé mit? Für mich persönlich muss ich diese Frage mit Nein beantworten. Schon vor dem Rennen wird mir Krabbé unsympathisch. Zu überheblich erscheinen mir seine Äußerungen über andere Fahrer. Was ich im Finale des Rennens noch als Motivationshilfe verstehen würde, ist mit vor dem Start unangenehm. Und wenn die Sympathie fehlt, kann ich ihm nicht die Daumen drücken. Zu diesem Mangel an Sympathie für Krabbé trägt such seine Einstellung zum „guten Verlierer“ bei. Wer nach dem Rennen seinem erfolgreichen Gegner Applaus spenden kann, zeige einen Mangel an Respekt vor seinem Gegner und dem sportlichen Wettkampf. Wer applaudiert, dem scheint der Rennausgang egal zu sein und somit raubt er dem Sieg des Gegners die Bedeutung. So jemand habe im Sport nichts verloren. Applaus ist aber nicht gleich Applaus, Gratulation ist nicht gleich Gratulation. Wer sich über seine Niederlage ärgert, muss dem Gegner nicht um den Hals fallen, ihm nicht langen Applaus spenden. Es reicht ein anerkennendes Nicken, ein kurzer Handschlag. Die Anerkennung des Siegers und seiner Leistung schließt doch den tief empfundenen Ärger über die eigene Niederlage nicht aus. Krabbé leistet sich in diesem Punkt einen Widerspruch. Den Applaus bei der Siegerehrung verweigert er. Aber zuvor hat er nach Überqueren der Ziellinie dem Sieger auf die Schulter gehauen. Der Schlag oder Klaps auf die Schulter als eben jenes kleine Zeichen der Anerkennung und der Gratulation durch den guten Verlierer. Die Vermischung des Renngeschehens der Mont-Aigoual-Rundfahrt mit Erzählungen über die großen Helden der damaligen Zeit wie Jacques Anquetil halte ich für überwiegend gelungen. Nur der als „Kleines Rennfahrer-ABC“ bezeichnete Abschnitt gefällt mir nicht. Die Beschreibungen von Merckx & Co sollten wohl witzig sein. Aber abgesehen von einem schönen „Gabel“-Wortspiel konnte ich darüber nicht schmunzeln. Die Siebziger Jahre waren sicher noch nicht die Zeit der großen Anti-Doping-Bewegung. Nichtsdestotrotz macht es sich der Autor etwas einfach, wenn er über Tom Simpson nur schreibt, dass er in der Hitze am Mont Ventoux starb. Alkohol und Amphetamine stören aber wohl das Bild von den Helden der Landstraße. Die Beschreibung von taktischen Überlegungen, der Schmerzen oder den Ängsten bei der rasenden Abfahrt – all das ist wunderbar geschrieben. Die negativen Kommentare über die Rennfahrerkollegen, die ich als unsympathisch empfinde, sind wohl einfach die ehrliche Meinung. Was sich in einem Interview nicht gehören würde, gehört natürlich dazu, wenn man in einem Roman aus der Sicht eines Fahrers schreibt. Wer das besser trennen kann und weniger empfindlich reagiert, wird so noch mehr Spaß an diesem guten Buch haben, als ich es hatte. Fazit: Sollte jeder Radsportfan ruhig einmal gelesen haben. Wertung: 3+/5

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  • Rezension zu "Das Rennen" von Tim Krabbé

    Das Rennen

    Phil Decker

    24. February 2011 um 14:47

    Geniales Buch über die Empfindungen eines Amateurradrennfahrers während seines schwersten Rennens. Schade, daß so wenig von Krabbe übersetzt wurde.

  • Rezension zu "Das Rennen" von Tim Krabbé

    Das Rennen

    BertieWooster

    06. March 2009 um 16:07

    Das Buch handelt von einem Amateurrennen, dass 1977 in den Cevennen Frankreichs stattfand, aus der Sicht des Autors. Sehr anschaulich schildert der Autor die Leiden, wenn man bis zum Anschlag fahren muss, um nicht abgehängt zu werden. Aber auch die Gedanken, die den Rennern während des Rennens so durch den Kopf gehen werden sehr gut umgesetzt. Es folgen auch immer wieder Rückblicke in die Kindheit oder zu anderen Rennen. Manchmal scheint der Renner auch so eine Art Halluzination zu haben, wenn er sich z.B. mit Anquetil auf einer Radrennbahn wähnt.

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