Tim Krohn Ans Meer

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Inhaltsangabe zu „Ans Meer“ von Tim Krohn

Anna und Josefa waren als Mädchen unzertrennlich. In Lütjenburg an der Ostsee, wo sie aufgewachsen sind, sah man kaum je die eine ohne die andere. Nun lebt Anna in Kiel, Josefa in Zürich, und sie haben seit zwölf Jahren nicht mehr miteinander gesprochen. Anna, die sich nichts sehnlicher wünscht als eine Familie, hat sich gerade von ihrem Freund getrennt. Und Josefa, die impulsive Kindfrau, ist die Mutter des elfjährigen Jens. Zu ihrer Vergangenheit hat sie jede Verbindung gekappt. Aber Jens träumt vom Meer … Als die Freundinnen wieder aufeinandertreffen, stehen sie nach wie vor im Bann der dramatischen Ereignisse von vor zwölf Jahren. Ein Roman über die Sehnsucht nach einem Zuhause und die schwierige Kunst des Verzeihens.

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  • Rezension zu "Ans Meer" von Tim Krohn

    Ans Meer

    Clari

    11. July 2011 um 17:43

    Ein unergründliches und belastendes Geheimnis trennt zwei Freundinnen, die sich in frühester Kindheit liebten. Die Familien der beiden besaßen ein Haus am Meer. An der Ostsee haben sie zusammen glückliche Kindertage verbracht. Doch eines Tages zerbrach die Gemeinschaft, und die Familien trennten sich. Jetzt lebt Anna in Kiel und Josefa in Zürich. Beide haben sich zwölf lange Jahre nicht gesehen. Anna sucht schließlich erneut den Kontakt zu Josefa. Bis es dazu kommt, wird das jeweilige Schicksal aller Beteiligten skizziert. Josefa hat den zwölfjährigen Sohn Jens, den sie sehr liebt. Er drängt sie ungeduldig, zum Haus ans Meer zu reisen. Er möchte so gerne auf der Ostsee segeln! Doch Josefa ist taub auf dem Ohr. Sie will nicht zurück an den Ort ihrer Kindheit, wo es ein dunkles Geheimnis gab, das die Gemeinschaft aus glücklichen Tagen zerbrechen ließ. Anna ist berufstätig und wünscht sich sehnsüchtig ein Kind von ihrem Partner Kalle. Leider wartet sie vergeblich, bis auch sie hinter ein in Geheimnis kommt, das ihre Beziehung zu sprengen droht. Man merk schon: das Buch steckt voller versteckter und verworrener Geschichten, und der Durchblick ist schwer! Zahlreiche Spuren führen zu den einzelnen Figuren, die sich wie in einem Netz verfangen haben. Niemand weiß alles, jeder kennt nur Teile der Geheimnisse des anderen. Ungewöhnlich frühreif steht Jens, der zwölfjährige Sohn von Josefa, im Mittelpunkt der Erzählung. Aus seinen Augen schaut man zurück und sucht neugierig nach Spuren, die für ihn Unerklärliches verstehbar machen. Doch er und auch wir müssen lange warten, bis wir begreifen, wie es denn nun zu den Zerwürfnissen in den Familien gekommen ist! Tim Krohn hat seinen Roman verschachtelt angelegt, so dass man sich getrieben fühlt, den einzelnen Spuren zu folgen, um endlich zu verstehen. Immer wenn man auf dem richtigen Erkenntnisweg zu sein scheint, muss man sich doch noch gedulden, bis man der Auflösung aller Rätsel näher kommt. Der Autor hat einen leichten Roman verfasst. Auch alle unerklärlichen Todesfälle können die sommerliche Unbeschwertheit der Glücksmomente nicht überdecken. Lieben und geliebt werden, Treue und Untreue, Leidenschaft und Vergänglichkeit: alles kommt vor und man hat trefflich zu tun, der Aufklärung zu folgen. Wer der leichten Muse zugetan ist, der wird die kurzweilige Lektüre zwischen Krimi und Gesellschaftsroman genießen.

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  • Rezension zu "Ans Meer" von Tim Krohn

    Ans Meer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. August 2010 um 09:54

    Meine Meinung: Noch immer bin ich ergriffen und fasziniert von diesem Buch. In „Ans Meer“ dreht es sich hauptsächlich um Schuld und die Frage des Verzeihens sowie auch die Schuldfrage. Es spielen mehrere Personen dabei eine sehr große Rolle und ein jeder hat Schuld auf sich geladen von dem die anderen nichts wissen. Denn niemand traut sich seine Fehler zu gestehen. So entwickelt sich bei diesem Buch ein feines Gespinst von verschiedenen Schicksalen das sich letztendlich am Ende, zu einem ganzen entwickelt und ein großes Schicksal erklärt. Über die Handlung selbst, vermag ich nicht viel verraten, die Inhaltsangabe reicht meiner Meinung aus, und weitere Details dazu würden meiner Meinung nach einfach zu viel verraten. Außerdem nehme es dem Leser einfach die Chance verschiedene Personen selbst kennenzulernen und zu entdecken. Die Personen/ Charaktere sind alle sehr detailliert beschrieben. Der Roman besteht aus mehreren Kapiteln, immer aus der Sichtweise der jeweiligen Person erzählt. Allesamt verbindet das Meer. Tim Krohn hat diesen Roman sehr gefühlvoll und vor allem detailreich geschrieben, oft hatte ich das Gefühl die Personen zu kennen, sie deutlich vor mir zu sehen. Auch konnte ich mir dank dem Autor das Meer sehr gut in Erinnerung rufen und bekam so manches mal Lust auf Urlaub. Also sind auch die Orte sehr gut beschrieben. Der Autor zeigt dem Leser wie schwer oder aber auch wie einfach es sein kann zu verzeihen, immer abhängig von der Person und deren Schicksal. Jeder der Charakteren muss seine eigene Fehler erkennen lernen. Der Roman bleibt meiner Meinung nach die ganzen Seiten über gleichsam interessant, man findet also keinen extremen Spannungsbogen sondern eine einfühlsame schicksalsreiche Erzählung. Der Schreibstil ist fließend und lässt sich schnell lesen. Ich mochte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen, um endlich alle Rätsel und Geheimnisse lösen zu können. Das Cover ist ebenfalls sehr schön und vor allem passend gewählt, zeigt es doch das Meer. Fazit: Ein wunderbarer und zugleich trauriger Roman, voller Charaktere. Sehr einfühlsam und detailliert geschrieben. Ein Roman der bei mir nachwirkt. Ich geb dem Buch 5 von 5 Sternen.

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  • Rezension zu "Ans Meer" von Tim Krohn

    Ans Meer

    Bibliophil

    17. January 2010 um 13:56

    Jens lebt mit seiner Mutter in Zürich. Seinen Vater hat er noch nie gesehen und er weiss auch nicht viel über ihn. Jens hätte gerne eine ordentliche Mutter, eine Mutter auf die man sich verlassen kann. Seine Mutter aber ist chaotisch, der Alltag wird mit ihr schnell mal zu einem Abenteuer. Nur beim Segeln, eine Leidenschaft die sie zusammen teilen, hält sie sich an jede Regeln und ist absolut verlässlich. Ausserdem möchte er gerne mal das Meer sehen, jetzt ist er fast elf Jahre alt, und am Meer war er immer noch nicht, obwohl seine Mutter ihm es sicher an die hundert Mal versprochen. Dabei ist sie ja am Meer aufgewachsen, an der Ostsee, aber in ihre Heimat will sie auf keinen Fall zurück. Und von ihrer Vergangenheit erzählt sie ihm so gut wie gar nichts, was Jens überhaupt nicht verstehen kann. Vor 12 Jahre hat Josefa, Jens Mutter, ihre Heimat fluchtartig verlassen, an dem Tag, an dem ihre Mutter auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Seither ist sie nicht mehr zurückgekehrt. Nach einigen Vorkommnissen reift in ihr der Entschluss, für einige Tage in ihr Heimatdorf zurückzukehren, um ihre Erbe anzutreten, um das sie sich noch nicht gekümmert hat, und einen Schlussstrich unter ihre Vergangenheit zu ziehen. Nach elf Jahren Funkstille ruft genau in dieser Zeit Anna an, ihre beste Freundin in Kinder- und Jugendtagen, mit der sie wie eine Schwester aufgewachsen ist. Doch anders als Anna ist Josefa nicht daran interessiert ihre Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Mehr möchte ich zur Handlung an dieser Stelle nichts mehr verraten. Der Roman ist wunderschön und gekonnt erzählt und er liest sich sehr flüssig. Auf ihm liegt ein eigenartiger Zauber, schon ab den ersten Seiten ist man von der Geschichte gefangen und man kann fast nicht mehr aufhören zu lesen. Die Protagonisten in dem Roman sind sympathisch, auch wenn man doch ab und zu den Kopf über sie schütteln muss. Alles in allem ein spannender Roman mit Tiefgang, der sich leicht und flüssig lesen lässt.

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