Die Macht der Geographie

von Tim Marshall 
4,0 Sterne bei24 Bewertungen
Die Macht der Geographie
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Absolut interessant, wie die Geographie uns beeinflusst.

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Geschichte weltweit im Schnelldurchlauf, fast überall lernt man etwas dazu

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Inhaltsangabe zu "Die Macht der Geographie"

Weltpolitik ist auch Geopolitik. Alle Regierungen, alle Staatschefs unterliegen den Zwängen der Geographie. Berge und Ebenen, Flüsse, Meere, Wüsten setzen ihrem Entscheidungsspielraum Grenzen. Um Geschichte und Politik zu verstehen, muss man selbstverständlich die Menschen, die Ideen, die Einstellungen kennen. Aber wenn man die Geographie nicht mit einbezieht, bekommt man kein vollständiges Bild. Zum Beispiel Russland: Von den Moskauer Großfürsten über Iwan den Schrecklichen, Peter den Großen und Stalin bis hin zu Wladimir Putin sah sich jeder russische Staatschef denselben geostrategischen Problemen ausgesetzt, egal ob im Zarismus, im Kommunismus oder im kapitalistischen Nepotismus. Die meisten Häfen frieren immer noch ein halbes Jahr zu. Nicht gut für die Marine. Die nordeuropäische Tiefebene von der Nordsee bis zum Ural ist immer noch flach. Jeder kann durchmarschieren.

Russland, China, die USA, Europa, Afrika, Lateinamerika, der Nahe Osten, Indien und Pakistan, Japan und Korea, die Arktis und Grönland: In zehn Kapiteln zeigt Tim Marshall, wie die Geographie die Weltpolitik beeinflusst und beeinflusst hat.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423349178
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:328 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:09.06.2017

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    Federfees avatar
    Federfeevor 2 Jahren
    Der erstaunliche Einfluss geografischer Gegebenheiten auf die Politik

    In 10 Kapiteln führt uns Marshall einmal um die Welt. Australien lässt er aus, das Kapitel über Europa fand ich zu knapp und nicht besonders aussagekräftig und das über die USA völlig unkritisch.

    Aber auch wenn ich nicht alle Kapitel interessant fand, habe ich doch wichtige Einsichten und ein Stück mehr Verständnis für das gewonnen, was in der Welt passiert und was auch - aber nicht nur - seine Ursache in geografischen Gegebenheiten hat. Mir ist klar geworden, welche Bedeutung das Vorhanden- oder Nichtvorhandensein von Barrieren wie Gebirgen, Flüssen, Wüsten etc. hat, wie wichtig Zugänge zum Meer und schiffbare Flüsse sind, nicht nur für den Handel. Ich verstehe besser, warum z.B. Russland mit seiner offenen Ebene nach Westen hin Angst hat, dass die NATO immer näher rückt. Mir ist klar geworden, welches Konfliktpotenzial sich in den willkürlichen Grenzziehungen der Kolonialzeit noch heute birgt.

    Es sind die konkreten geografischen Gegebenheiten, die einen Rahmen vorgeben. Wenn man mehr darüber weiß, versteht man vieles besser: die historischen Entwicklungen, die politischen Machtverhältnisse, die Konflikte und Kriege, warum es z.B. Flüchtlingsströme gibt und welche Wege sie warum nehmen.

    Natürlich ist die Geografie nur ein Faktor unter anderen, aber ihre Bedeutung sollte nicht ignoriert werden. Auch Bodenschätze, Bevölkerungsentwicklung und Klima spielen eine gewichtige Rolle. Letztendlich kommt es jedoch darauf an, was Menschen und ihre Staaten und Regierungen aus den Gegebenheiten machen.

    Fazit:

    Ich fand nicht alles gut, aber dennoch hat mir das Buch zu wichtigen Erkenntnissen verholfen.

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    M
    michael_lehmann-papevor 3 Jahren
    Hervorragend erläutert

    Hervorragend erläutert

    Es sind nicht (nur) die „großen Politiker“, Feldherren oder vorrauschauenden „strategischen“ Denker, die die Geschickte eines Landes bestimmen. Es sind nicht nur aktuelle Ereignisse, auf die je reagiert wird.

    Sondern, und zwar im Kern des Geschehens, die Geographie eines Landes ist es, die vielfach politische Linien, Kämpfe, Kriege, strategische politische Züge bestimmen.

    So eröffnet Tim Marshall sehr sachkundig, sehr flüssig geschrieben und sehr, sehr überzeugend den Blick des Lesers auf die Geopolitik der Gegenwart und der Geschichte anhand und ausgehend von der konkreten Geographie eines Landes.

    Und sorgt so für teils ganz neue, zumindest ungewohnte, eigentlich aber ja auf der Hand liegende Erkenntnisse, die das politische und strategische Handeln von Akteuren in der Gegenwart und der Vergangenheit in sich schlüssig darstellen.

    Die Ausdehnung Russlands, Problem und Schutz zugleich. Das Fehlen von natürlichen, landschaftlichen Barrieren vor Moskau nach Westen hin, die Wichtigkeit der Ukraine und Moldawiens sowie Georgiens als „Sicherheitszone“ und als „Aufmarschzone“.

    Die Tatsache, dass, außer auf der Krim, keine Häfen ganzjährig nutzbar sind und selbst die Krim (wie auch Häfen auf der pazifischen und der Nordpolarmeerseite) immer mit Engpässen konfrontiert sind, die im „Fall der Fälle“ die russische Flotte behindern würden.

    Zudem die schiere Ausdehnung des Landes nach Osten bis an die Spitze Alaskas hin, die ein „erobern“ unmöglich macht, was allein die Nachschublinien angeht, die andererseits die Politik deutlich mitbestimmen aufgrund des Vielvölkerstaates Russland und der weiten Entfernung eben auch zur Versorgung dieser Gegenden.

    „Weite“, geographische Weite, ist ein wichtiger, wenn nicht der wesentliche Aspekt der Politik Russlands in Gegenwart und Vergangenheit, eine „Weite“, die „vor Moskau“ als Schutz gar nicht weit genug von Russland gedacht und verteidigt werden kann. Was zumindest ein gewisses Verständnis über die nervöse Sorge der Führung des Landes hervorruft, was das „immer näher rücken“ der Nato Mitglieder nach Osten hin angeht.

    „Nehmen die die Grenzen der Nationalstaaten hinweg, und die Landkarte, mit der Iwan der Schreckliche konfrontiert war, ist die gleiche wie die, die ein Wladimir Putin heute vor sich hat. Mit modernen Mitteln, aber immer noch alten Gegebenheiten und damit Herausforderungen.

    Ebenso, wie „China eine Zivilisation ist“ (und zwar eine ganz eigene), „die vorgibt, eine Nation zu sein“,

    Was Marschall ruhig, breit , sachlich eben auch anhand der Geographie des „Kontinents“ China hervorragend darzustellen vermag, wie er die Nordamerikanische Entwicklung zur Vormacht ebenfalls im Kern auf die vielfachen und besten geographischen Gegebenheiten Amerikas zurückführt.

    Geographische Gegebenheiten, die einen konkrete Rahmen für eine Nation, ein „Reich“ vorgeben, anhand derer Entwicklungen sich entfalten und aufgrund derer die geopolitischen Linien der Außenpolitik tatsächlich in viel höherem Maße mitbestimmt werden, als man das vor der Lektüre des Buches gedacht hätte.

    Eine sehr anregende, sehr sachkundige und sehr gut zu lesende Lektüre mit vielen erhellenden und passenden Informationen und Analysen der „Geographie der Welt“.

    Kommentare: 1
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    Maeusekinds avatar
    Maeusekindvor 24 Tagen
    Kurzmeinung: Absolut interessant, wie die Geographie uns beeinflusst.
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    berkavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Geschichte weltweit im Schnelldurchlauf, fast überall lernt man etwas dazu
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    A
    Arunvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Geopolitik in einer leicht verständlichen Form!
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    Marysol14s avatar
    Marysol14vor einem Jahr
    Kurzmeinung: [4/5] Aufschlussreich und ein gelungener Einblick in die Geopolitik. Nur ungünstige Karten und teilweise "so isses"- Mentalität des Autors.
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    LillySjs avatar
    LillySjvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Erklärt super wie die Geographie der Länder die Politik bestimmt. Macht verständlich, warum Putin so handelt und warum China Tibet besetzt.
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    SnoopyinJulys avatar
    SnoopyinJulyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bisschen kompliziert wie alle Sachbücher, aber interessant
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    Flohs avatar
    Flohvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: war mir etwas zu unstrukturiert und unübersichtlich. Schade, da hääte ich mich gerne besser zurechtgefunden. Sonst aber ganz gut.
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    V
    vergaenglichkeitvor 2 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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