Tim Pieper

 4.7 Sterne bei 236 Bewertungen
Autor von Dunkle Havel, Kalte Havel und weiteren Büchern.
Autorenbild von Tim Pieper (©)

Lebenslauf von Tim Pieper

Tim Pieper, geboren 1970 in Stade, studierte nach einer Weltreise Neuere und Ältere deutsche Literatur und Recht. Seit 1998 lebt er in seiner Wahlheimat Berlin und nutzt jede Gelegenheit, um die spannende und abwechslungsreiche Geschichte der Region zu erkunden. 2010 veröffentlichte er seinen farbenprächtigen Mittelalterroman "Der Minnesänger" im Heyne-Verlag. Nach zwei historischen Krimis ist "Dunkle Havel" sein erster Gegenwartskrimi im Emons-Verlag. Tim Pieper ist Mitglied in der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur "Syndikat".

Neue Bücher

Stille Havel

Erscheint am 19.09.2019 als Taschenbuch bei Emons Verlag. Es ist der 4. Band der Reihe "Hauptkommissar Toni Sanftleben".

Alle Bücher von Tim Pieper

Cover des Buches Dunkle Havel (ISBN:9783954515073)

Dunkle Havel

 (58)
Erschienen am 02.12.2015
Cover des Buches Tiefe Havel (ISBN:9783740802851)

Tiefe Havel

 (43)
Erschienen am 15.03.2018
Cover des Buches Kalte Havel (ISBN:9783740800017)

Kalte Havel

 (44)
Erschienen am 19.10.2016
Cover des Buches Der Minnesänger (ISBN:9783453470996)

Der Minnesänger

 (42)
Erschienen am 04.01.2010
Cover des Buches Mord unter den Linden (ISBN:9783897059146)

Mord unter den Linden

 (28)
Erschienen am 08.03.2012
Cover des Buches Mord im Tiergarten (ISBN:9783954511785)

Mord im Tiergarten

 (21)
Erschienen am 10.10.2013
Cover des Buches Stille Havel (ISBN:9783740806705)

Stille Havel

 (0)
Erscheint am 19.09.2019
Cover des Buches Der Minnesänger (ISBN:9783641043711)

Der Minnesänger

 (0)
Erschienen am 26.04.2010

Neue Rezensionen zu Tim Pieper

Neu

Rezension zu "Mord im Tiergarten" von Tim Pieper

Vorurteile in alle Richtungen
Bellis-Perennisvor 7 Monaten

Seit dem Aufsehen erregenden Mordfall von 1890 sind mehrere Jahre vergangen. Dr. Otto Sanftleben hat den Radrennsport an den Nagel gehängt und war einige Zeit im Ausland, genauer gesagt in Afrika. Von dort hat er einen hochbegabten jungen Mann, Moses, mitgebracht, der nun Medizin studieren soll. Aufgrund seiner Hautfarbe, wird ihm das durch die rassistischen Vorbehalte Professor von Trittins aber verwehrt. Das stachelt Sanftlebens sportlichen Ehrgeiz an. Gemeinsam und wollen sie den Antisemiten bei einer Segelregatta am Wannsee schlagen, um eine Aufnahme an die Uni zu erzwingen.

Gleichzeitig wird Berlin von einer grauslichen Mordserie erschüttert: Diesmal trifft es nicht die Arbeiter sondern Mitglieder der jüdischen Gemeinde. Das erste Opfer ist der Medienzar Salomon Hirsch, der mitten im Affengehege des Berliner Zoos geradezu grotesk aufgebahrt liegt.
Sanftleben wird wieder von Commissarius Funke als Berater herangezogen. Der antisemitische Hintergrund der Bluttat ist nicht zu übersehen und als zweites wird ein jüdischer Bankier auf ähnliche Art ermordet. Damit ist die Mordserie aber noch nicht zu Ende. Nun heißt es für Funke und Sanftleben schnell handeln.

Meine Meinung:

Wie schon im ersten Fall für den Kriminologen Dr. Otto Sanftleben ist das historische Umfeld penibel recherchiert. Antisemitismus und Rassismus prägen das Deutsche Kaiserreich. Die Vorurteile sind weit gestreut, ziehen sich durch alle Bevölkerungsschichten und schließen allein lebende Frauen mit ein.

Tim Piepers Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig. Aufgrund der eingehenden Recherche kann sich der Leser ein gutes Bild der Zeit machen. Gekonnt führt der Autor seine Leser in die Irre. Der Täter ist immer präsent, aber nicht allzu leicht auszumachen. So soll ein Krimi sein!
Die Charaktere haben sich weiterentwickelt.

Fazit:

Wieder ein gut gelungener historischer Krimi aus dem Kaiserlichen Berlin des 19. Jahrhunderts. Gerne gebe ich hierfür 5 Sterne.

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Rezension zu "Mord unter den Linden" von Tim Pieper

Der erste "Profiler" - Dr. Otto Sanftleben ...
Bellis-Perennisvor 7 Monaten

Berlin kurz vor der Jahrhundertwende – die Kriminalistik steckt noch ein wenig in den Kinderschuhen. Geständnisse werden eher durch Prügel als mit logischen Argumenten und Beweisen erreicht.

„Unter der Verbrecherphänomenologie verstehen wir die Untersuchung kriminalistisch relevanter Erscheinungen, die uns Aufschluss über seelische Vorgänge des Täters geben und so die Hintergründe der Tat aufdecken können. Untersuchungsgegenstände sind unter anderem Körperhaltung, Mimik, Gestik und Kleidung…“

Mit diesen Worten leitet Dr. Otto Sanftleben einen Vortrag im Hause des Kommerzienrates von Vittel ein. Sanftleben erforscht nämlich Verhaltensweisen und körperlichen Merkmale von Verbrechern. Man könnte ihn als einen frühen „Profiler“ bezeichnen.

Kurze Zeit später wird er von Commissarius Funke, einem Berliner Kriminalbeamten, herangezogen, weil eine junge Frau gekreuzigt und anschließend verbrannt wurde. Gleichzeitig – wir schreiben das Jahr 1890 – sorgt eine Reihe von politisch motivierten Anschläge für permanente Unruhe unter den Arbeitern, ist doch das Mordopfer eine der ihren. Doch sie wird nicht das einzige Todesopfer bleiben …

Meine Meinung:

Am Ende des 19. Jahrhunderts sind die sozialen Spannungen in Großstädten wie Berlin kaum zu übersehen. Doch es wird wenig zur Verbesserung der Situation der Arbeiter und ihrer Familien gemacht. Das öffnet Tür und Tor allerlei obskuren Heilsversprechern und Scharlatanen. In diesem Krimi verknüpft Tom Pieper geschickt die historischen Tatsachen (Sozialistengesetze) mit der Krimi-Handlung. Es kommen durchaus historische Personen zu Wort und Ehre.

Der Schreibstil ist fesselnd und die Sprache jener von damals angepasst. Mehrmals wird der faszinierte Leser in die Irre geführt. Selbst Sanftleben weiß manchmal nicht, wem er trauen soll und kann. Plötzlich findet er sich in einer politischen Intrige wieder, aus der er fast nicht mehr herausfindet.
Gut gefallen hat mir, dass Dr. Otto Sanftleben den Radsport huldigt und deswegen mit der Obrigkeit, dem Amt für Fuhrwesen – also dem Vorgänger eines Verkehrsministeriums, im Clinch liegt.

Auch Commissarius Funke ist ein liebenswerter Charakter, auch wenn er ein wenig verschroben erscheint. Seine Glatze versteckt er immer unter einer Echthaarperücke und das ist nicht sein einziges Geheimnis.

Das stimmige Titelbild, des im Emons-Verlag erschienenen Krimis, zeigt die Berliner Prachtstraße „Unter den Linden“.

Fazit:

Ein bis zur letzten Seite fesselnder historischer Kriminalroman. Gerne gebe ich 5 Sterne.

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Rezension zu "Tiefe Havel" von Tim Pieper

Tonis dritter Fall
Eliza08vor einem Jahr

Ein neuer Sanftleben und auch diesmal ist der leise Krimi an Spannung kaum zu überbieten. Ich mag sie die leisen Krimis, Actionszenen brauche ich nicht so sehr, mir geht es um den Plot, um die Figuren und die Hintergründe und all das finde ich immer wieder in den Krimis von Tim Pieper. So wurde es nach etlichen historischen Romanen und Familiensagas mal wieder Zeit für einen Krimi und da greife ich immer wieder gerne zu altbewährtem.

Toni habe ich einfach ins Herz geschlossen, ich mag den Hauptkommissar sehr, nicht nur als Polizist, sondern vor allen Dingen als Mensch mit Fehlern und Schwächen. Langsam wird er zu einer Kultfigur wie Brunetti & Co.

Diesmal hat es der Fall auch wieder in sich und die Wege zum Täter sind verworren. Das Motiv ist unklar und somit ist es erstmal auch nicht leicht den Mörder zu finden. Interessant ist der Weg den Sanftleben und seine Kollegen beschreiten, keineswegs einfach, sondern eher kniffelig, dazu keine gesunde Portion Menschenkenntnis.

Der Roman wird nicht nur chronologisch erzählt, es gibt auch Rückblenden bzw. Vorschauen, was dem Roman diesmal neben den verschiedenen Erzählperspektiven einen ganz eigenen Charme verleiht. Besonders angetan hat mir die Recherche und das Hintergrundwissen, was in diesem Roman vermittelt wird. Es werden viele verschiedene Themen angeschnitten, die wunderbar die Komplexität unserer Gesellschaft und unseres Lebens wiederspiegeln. So macht Unterhaltung Spaß!

Der Schreibstil des Autors ist wunderbar leicht zu lesen, vor allen die Dialoge bereiten beim Lesen große Freude. Die kurzen Kapitel tragen zu einem hohen Erzähltempo bei, da in der Regel nach einem Kapitel das Setting oder der Blickwinkel wechselt.

Interessant sind auch die Entwicklungen, die es innerhalb der Familie Sanftleben gibt, dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten. Der Weg der Familie ist nun keinesfalls mehr vorgezeichnet, vielmehr steht fortan alles offen und Tim Pieper hat hier nun volle schöpferische Freiheit.

Ich habe diesen Krimi sehr gerne und mit viel Freude gelesen und würde mich über einen weiteren Fall für Toni und seine Kollegen freuen.

Ein wunderbarer Sommerkrimi nicht nur für Fans der Havel, sondern jeglicher Regionalkrimis. Ob Mann oder Frau, hier haben beide Geschlechter Spaß und Spannung und sollten zu diesem guten Krimi greifen.

Ich bedanke mich bei Tim Pieper und dem Emons Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und wünsche noch viel Erfolg mit den Krimis Rund um Hauptkommissar Sanftleben.

 


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Gespräche aus der Community

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„Die Landschaft rauschte an ihm vorbei. Er sah kleine Waldstücke, Wiesen mit grasenden Pferden und Felder, auf denen runde Strohballen lagen. Das Laub einiger Alleebäume verfärbte sich bereits. Er hatte die Ursprünglichkeit und Lieblichkeit des Havellandes immer gemocht, jetzt kam ihm die Gegend zum ersten Mal feindlich vor.“

Ein Binnenfrachtschiff treibt im Havelkanal. An Bord liegt der Kapitän, hingerichtet in Profimanier. Erste Hinweise führen den Potsdamer Hauptkommissar Toni Sanftleben ins Berufsschiffermilieu. Doch der Täter hat bereits weiteres Blut an den Händen. Zu spät begreift Toni, dass es um alles geht, auch um seine eigene Zukunft.

Ausgefeilte Charaktere und ein Plot mit Suchtgefahr: ein packender Kriminalroman aus dem Havelland.


Liebe Lovelybooker,

ich möchte euch ganz herzlich zu einer Leserunde einladen. Zu diesem Zweck stellt der Emons­-Verlag fünfzehn Freiexemplare von meinem neuen Krimi „Tiefe Havel“ zur Verfügung. Ihr könnt ein Buch gewinnen, wenn ihr bis zum 17. März folgende Frage beantwortet:

Warum möchtest du bei dieser Leserunde dabei sein?  

Die Gewinner werden am 18. März bekanntgegeben. Am Tag darauf verschicke ich die Bücher. Sobald ihr euer Exemplar in den Händen haltet, könnt ihr loslesen und eure Eindrücke in den Threads posten.

Solltest du zu den Gewinnern zählen, wäre es schön, wenn du dich aktiv beteiligst und eine Rezension schreibst.

Wer bei der Verlosung leer ausgeht und sich selber ein Buch besorgen möchte, ist natürlich ebenfalls herzlich eingeladen.

Wer sich einen ersten Eindruck verschaffen will, findet auf der Verlagsseite eine Leseprobe unter: https://www.emons-verlag.de/programm/tiefe-havel

Ich freue mich schon auf einen regen Austausch mit euch und bin schon gespannt auf eure Leseeindrücke.

Herzliche Grüße aus Berlin und bis bald

Tim    

Zur Leserunde

Liebe Lovelybooker,

ich möchte euch ganz herzlich zu einer Leserunde einladen. Zu diesem Zweck stellt der Emons­-Verlag fünfzehn Freiexemplare von meinem neuen Krimi „Kalte Havel“ zur Verfügung. Ihr könnt ein Buch gewinnen, wenn ihr bis zum 22. Oktober folgende Frage beantwortet:

Was magst du an Krimireihen? 

Die Gewinner werden am 23. Oktober um 19.00 Uhr bekanntgegeben. Die Leserunde startet eine Woche später am 30. Oktober zwischen 19.00 und 20.00 Uhr mit einem Eröffnungschat.  

Solltest du zu den Gewinnern zählen, wäre es schön, wenn du dich aktiv an der Leserunde beteiligst und eine Rezension schreibst.

Wer bei der Verlosung leer ausgeht und sich selber ein Buch besorgen möchte, ist natürlich ebenfalls herzlich eingeladen.

Wer sich einen ersten Eindruck verschaffen will, findet auf der Verlagsseite eine Leseprobe unter: http://www.emons-verlag.de/programm/kalte-havel

Ich freue mich schon auf einen regen Austausch mit euch und bin schon gespannt auf eure  Leseeindrücke.

Herzliche Grüße aus Berlin und bis bald

Tim    

Letzter Beitrag von  CanYouSeeMevor 3 Jahren
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ZWEITE LESERUNDE ZU "DUNKLE HAVEL"

„An einigen Stellen schimmerte das Wasser silbern, andere waren so schwarz wie dunkle Schlünde. Der Fluss war mehr als einen halben Kilometer breit. Am Ufer gegenüber hoben sich Baumkronen von dem heller werdenden Horizont ab. Nirgends war jemand zu sehen.“

 Als Hauptkommissar Toni Sanftleben in die Potsdamer Innenstadt gerufen wird, geht er zunächst von einem Routinefall aus. Doch dann findet er in den Sachen des Mordopfers das verblasste Foto einer weinenden Frau – es ist seine Frau Sofie, die vor sechzehn Jahren auf dem Baumblütenfest in Werder spurlos verschwand. Sanftleben ist wie elektrisiert. Wird er endlich herausfinden, was damals wirklich geschah?

Einen guten thematischen und atmosphärischen Vorgeschmack bietet ein fünfminütiger Fernsehbericht, der in der RBB-Mediathek unter folgendem Link zu finden ist:

http://www.rbb-online.de/taeteropferpolizei/archiv/20150329_1900/krimitipp_dunkle_havel.html


Liebe Lovelybooker,

weil die erste Leserunde allen Teilnehmern - inklusive mir - soviel Spaß gemacht hat, stellt der Emons-Verlag noch einmal zehn Freiexemplare für eine zweite Leserunde zur Verfügung. Ihr könnt ein Buch gewinnen, wenn ihr bis zum 19. April folgende Frage beantwortet:

Was macht für dich einen guten Krimi aus?

Die Gewinner werden unter allen Teilnehmern ermittelt und am 20. April bekanntgegeben. Sobald ihr die Bücher Zuhause habt, könnt ihr mit der Lektüre starten und eure Beiträge posten. 

Wenn du zu den Gewinnern zählst, solltest du dich aktiv an der Leserunde beteiligen und im Anschluss eine Rezension schreiben.

Wer bei der Verlosung leer ausgeht und sich selber ein Buch besorgen möchte, ist natürlich ebenfalls herzlich eingeladen. 

Ich freue mich schon auf einen regen Austausch mit euch und bin schon gespannt auf eure  Leseeindrücke.

Herzliche Grüße aus Berlin

Tim   

 

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Tim Pieper wurde am 10. Juni 1970 in Stade (Deutschland) geboren.

Tim Pieper im Netz:

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von 2 Lesern aktuell gelesen

von 17 Lesern gefolgt

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