Tim Pratt

 4,3 Sterne bei 38 Bewertungen

Lebenslauf

TIM PRATT ist ein mit dem Hugo-Preis ausgezeichneter SF- und Fantasy-Autor und Finalist u. a. für die World Fantasy, Sturgeon, Stoker, Mythopoeic und Nebula Awards. Er ist Autor von über zwanzig Romanen und einer Vielzahl von Kurzgeschichten. Seit 2001 arbeitet er für Locus, das Magazin für Science-Fiction und Fantasy, bei dem er derzeit als leitender Redakteur tätig ist.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Tim Pratt

Cover des Buches Twilight Imperium: Zerfallenes Imperium (ISBN: 9783966588607)
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Rezension zu "Twilight Imperium: Zerfallenes Imperium" von Tim Pratt

einz1975
Tim Pratt - Twilight Imperium: Zerfallenes Imperium

Seit Ende der 90er Jahre ist das Brettspiel Twilight Imperium in aller Munde und hat mittlerweile viele tausend Fans. Eigene Fanseiten und dank Tim Pratt auch eigene Geschichten, welche sich mitten im Spielgeschehen wiederfinden. In einer weit entfernten Zukunft kämpfen verschiedene Fraktionen um die Vorherrschaft in der Galaxis. Auf einer kleinen Welt, weit außerhalb, lebt eine kleine Familie. Die Tochter ist ein Findelkind und ihre Eltern können Kinder bekommen. Doch genau dieses Mädchen ist die Hauptfigur einer unglaublichen Entdeckung. Auf ihrem Heimatplaneten gibt es allerhand seltsame Ruinen. Zum einen liegt es daran, dass hier vor langer Zeit ein Erz abgebaut wurde, doch mit den Zerwürfnissen der Fraktionen ist dieser Planet in Vergessenheit geraten - bis heute.

Ein Raumschiff landet und das Baronat von Letnev nimmt ihren Besitz wieder in Anspruch. Doch warum wird plötzlich dieses Mädchen so interessant? Hier muss man noch viele tausend Jahre weiter zurückschauen. Eine alte Zivilisation, welche über die halbe Galaxis geherrscht hat und nur noch in Ammenmärchen sich widerspiegeln, soll plötzlich wiederentdeckt worden sein und genau dieses Mädchen ist der Schlüssel dazu. Der Trick dabei ist nun, ihr nicht zu verraten, wie wichtig sie ist. Mit einer doch eher unglaubwürdigen Verschleierungstaktik, versucht die Letnev-Anführerin das Mädchen unter Kontrolle zu bekommen, was nicht so leicht funktioniert wie erhofft. Pratt bringt auch noch ein paar andere Figuren in die Geschichte, allerdings hätte er sich hier etwas zurückhalten können. Viele der Informationen sind nicht wirklich relevant und bringen auch den Figuren sehr wenig Tiefe.

Denn einzig und allein Bianca Xing ist hier die Hauptperson. Von Seite zu Seite wird sie stärker. Nicht nur mit Muskelkraft, auch mit allem anderen, was weit über das Menschliche hinausgeht. Als dann die Reise zu ihrer „Sehnsucht“ anfängt, ist sie auch kaum noch aufzuhalten. Man kann wirklich gespannt sein, was der Autor hier für den Leser reserviert hat. Eine schöne Idee, mit einem bitteren Erwachen. Was Pratt jederzeit gut kann, sind die Beschreibungen der Aliens, Raumschiffe und der Technik. Nette kleine Nuancen, in dem etwas vorhersehbaren Verlauf. Wenn die Masken fallen und sich das Ende nähert, ist man als Leser ebenfalls ein wenig erleichtert, dass endlich die Wahrheit ans Licht kommt. Schauspielerisch geben sich die Figuren zwar Mühe, doch es bleibt leider nur dabei.

Ansonsten spart der Autor nicht mit Dialogen und auch der Witz von Tim Pratt ist wie in seinem ersten Band gut durchdacht, auch wenn er diesmal nicht immer zündet. Alte verlassene Ruinen sind schon immer ein sehr gutes Futter für Spannung. Dass es diesmal einige mehr sind, bringt dem Roman einige Pluspunkte. Besonders das Ende entpuppt sich als äußerst opulent. Nach so vielen Äonen noch etwas zu finden, von einer Zivilisation, welche so mächtig war, da hat der Autor gute klassische Sci-Fi verarbeitet. Erstaunt war ich, dass es kaum großartige Action-Sequenzen gab. Kleinere Gefechte, welche aber schon nach wenigen Zeilen beendet wurden. Es scheint, dass mehr das Theater und die Entdeckung für den Autor wichtiger war, was auch mal erfrischend sein kann.

Fazit:
Am Ende bleibt das Ende. Tim Pratt hat schon so einige Science-Fiction-Romane geschrieben und man merkt deutlich eine Routine in seinem Stil. Mit dem Mantel des Twilight Imperium kommt er gut zurecht und zupft sich passende Figuren, Fraktionen, Raumschiffe und Begebenheiten heraus. Er verpasst einer Heldin, die nicht weiß, wer sie wirklich ist, ein angenehmes Wesen. Nur bei den Nebencharakteren wirkt es diesmal, als ob er später noch Teile hinzugefügt hat, um den Rahmen auszuschmücken. Zusammengenstichen wäre man so sicher deutlich kürzer gekommen, hätte der Story aber nichts abgenommen. Grundlegend erzählt er dennoch eine gute Sci-Fi-Story, mit spannenden Ideen und jahrtausendealten Mythen einer längst verfallenen Zivilisation.

Matthias Göbel

Autor: Tim Pratt
Übersetzung: Johannes Neubert
Taschenbuch: 389 Seiten
Verlag: Cross Cult Verlag
Veröffentlichung: 04.07.2022
ISBN: 9783966588607

Cover des Buches Twilight Imperium: Zerbrochene Leere (ISBN: 9783966586153)
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Rezension zu "Twilight Imperium: Zerbrochene Leere" von Tim Pratt

einz1975
Tim Pratt - Twilight Imperium: Zerbrochene Leere

Patrouillieren, patrouillieren und nochmals patrouillieren. Es kann nichts Langweiligeres für einen Raumschiff-Captain geben, in dem abgelegensten und ruhigstem System, mit seiner Crew seine Runden drehen zu müssen. Captain Felix Duval wünscht sich so sehr mehr Action, schließlich ist seine Fraktion berüchtigt für ihre Piraten, doch hier und jetzt passiert absolut nichts, was seine Stimmung heben würde. Als plötzlich doch ein Hilferuf von einem Planeten eintrifft, glauben sie zuerst, dass es sich um einen Fehler handelt, doch die kommende Geschichte, soll nicht nur sein Leben verändern, sondern das der gesamten Galaxie. Ein Wissenschaftler wurde entführt und Duval soll ihn zurückholen.

Dabei trifft man auf allerhand Wesen aus dem
Strategie-Brettspiel Twilight Imperium. Die Aliens selbst werden knapp und gut beschrieben, an manchen Stellen hätte es ruhig genauer sein können, aber für die Geschichte mehr als ausreichend. Auf der Suche nach dem Wissenschaftler namens Thales gerät Duval in einige sehr unmögliche Situationen. Er muss stehlen, betrügen, kämpfen... na gut, als Pirat kein Problem und schließlich wollte er ja auch die Action, die er jetzt mehr als genug hat. Thales Erfindung ist so revolutionäre, dass jede Fraktion früher oder später hinter ihm er wäre. Die Technologie zur Erschaffung von künstlichen Wurmlöcher für die Reise durch den Raum, wäre der wirtschaftliche und strategische Vorteil, den man sich nicht entgehen lassen darf.

Doch bevor diese Technologie funktioniert, müssen die einzelnen Komponenten zusammengetragen werden. Hier gibt es mehr als ein Problem und daraus ergeben sich ein paar Gegenspieler, die absolut nicht zu unterschätzen sind. Ein wahres Katz- und Maus-Spiel beginnt, welches nicht spannender und abwechslungsreicher hätte gestaltet werden können. Für die Crew von Duval heißt es, sich ständig etwas einfallen zu lassen. Der Autor geht dabei sehr kreativ mit den Möglichkeiten um. An keiner Stelle kann man vorahnen, was als nächstes passiert. Es gibt sogar Figuren, die er einfach sterben lässt, wobei er sie vorher so umfangreich aufgebaut hat.

Genau das macht den Roman unglaublich fesselnd. Hinzu kommt auch Duval selbst, welcher vielleicht nicht der Vorzeigepirat schlechthin ist. Im Zusammenspiel mit seiner Crew lernt man ihn immer besser kennen und einige Mannschaftsmitglieder würde man gern selber mal kennenlernen. Die Geheimagentin und die Sicherheitsexpertin als Gegenpart funktionieren ebenfalls hervorragend. Bissig und gerissen nehmen sich die Gegner nichts von der Cleverness, um den anderen eins auszuwischen. Selbst Thales, der eher ein echtes Ekel ist, hat auf seine Art und Weise etwas an sich, was ihn so passend in die Geschichte setzt, dass man schon des ein oder öfteren über seine Aussagen schmunzeln muss.

Fazit:
Was hinter der Leere beginnt... Ein Pirat und Gentleman, könnte man meinen, wenn man Captain Felix Duval bei seinem Abenteuer begleitet. Inhaltlich hat Tim Pratt eine schnell und extrem abwechslungsreiche Erzählstruktur. Kurze schmackhafte Gefechte, wechseln sich ab mit einer ausgefeilten Strategie um ans Ziel zu kommen. Nicht immer wird dabei von Anfang an erzählt, manchmal erfährt man erst wenn, es passiert, wie der Plan aussehen sollte. Die Aliens, Schiffe und Technologie sind zwar mehr Beiwerk, aber alles gut und stimmungsvoll eingeflochten. Wer das Strategie-Brettspiel Twilight Imperium kennt, dem sei dieser Roman definitiv ans Herz gelegt, allen anderen kann ich nur dringend empfehlen dieses witzige, spannende Sci-Fi-Epos zu lesen.

Matthias Göbel

Autor: Tim Pratt
Übersetzung:
Johannes Neubert
Taschenbuch:
370 Seiten
Verlag:
Cross Cult Verlag
Veröffentlichung: 11.11.2021
ISBN:
9783966586153

Cover des Buches Stormglass. Angriff der Killerbienen (ISBN: 9783848920556)
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Rezension zu "Stormglass. Angriff der Killerbienen" von Andy Deemer

VanillaCookiesAndBookes
Unterhaltend


'Stormglass. Angriff der Killerbienen'
Inhalt:
Die beiden scheinen nicht nur Ahnung vom Agentenhandwerk zu haben, sie statten Jake auch gleich mit jeder Menge Gadgets aus. Und es dauert nicht lange, bis ihnen ihr erster Auftrag in Gestalt einer Killerbiene sprichwörtlich zufliegt.


Eine halsbrecherische Jagd lässt die drei Nachwuchsagenten um den Globus jagen und stellt ihr Freundschaft auf eine nervenzerreißende Probe!
Meine Meinung:
Ich bin durch Zufall an dieses Buch gekommen und muss sagen, dass mich diese Geschichte nicht wahnsinnig fesseln konnte. Es schien mir irgendwie mehr ein Buch für Kinder zu sein; dieser Gedanke machte es mir schwer zu lesen. Aber dennoch, die Geschichte war unterhaltend geschrieben. 

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