Tim Raue Ich weiß, was Hunger ist

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(2)
(1)
(1)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ich weiß, was Hunger ist“ von Tim Raue

Tim Raue wächst im Berliner Wrangelkiez auf und zieht mit seiner Gang, den legendären »36Boys«,  durch die Straßen – immer auf der Suche nach der nächsten Schlägerei. Die Straße ist seine Familie, dort erfährt er Respekt und Anerkennung – Dinge, die ihm die eigenen Eltern verwehren. Einzig die Stunden bei den Großeltern, die Gerüche und Geschmäcker dort, die Geborgenheit, bewahren ihn vor dem endgültigen Absturz. Raue verlässt Kreuzberg, träumt von einer Kochkarriere – und lernt seine große Liebe Marie-Anne kennen. »Meine größte Gefahr ist mein Mundwerk«, bekennt er jedoch bis heute, denn trotz seines Aufstiegs zum Koch der Berliner Republik ist er ein Kämpfer geblieben, der mit Mut, Zorn und Verstand für seine Träume einsteht.

Stöbern in Biografie

Schwarze Magnolie

Ein mehr als beeindruckender Erfahrungsbericht. Was diese Frau erlebt hat, hätte für zehn Leben gereicht!

AmyJBrown

Ein deutsches Mädchen

Sehr mutig, super aktuell, sympathisch und nachvollziehbar hat micch die Autorin mitgenommen auf eine Reise in ihre braune Vergangenheit,

sabrinchen

Nachtlichter

Toll erzählte Lebenserfahrung

brauneye29

Wir hier draußen

Ein sehr "spezielles" Thema mit einer für mich befremdlichen Umsetzung

Klusi

Dichterhäuser

Ein farbenprächtiger Bildband, der Appetit macht, sich mit der Lebens- und Arbeitsumgebung deutschsprahiger Dichter zu beschäftigen

Bellis-Perennis

Heute hat die Welt Geburtstag

Ein durchaus gelungenes und unterhaltsames Buch mit interessanten Einblicken hinter die Kulissen einer deutschen Band

Buchraettin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Ich weiß, was Hunger ist" von Tim Raue

    Ich weiß, was Hunger ist

    libri

    05. March 2012 um 08:57

    Interessantes Buch. Vor allen Dingen die Beschreibungen wie es in Restaurantküchen (teilweise) zugeht fand ich total faszinierend. Ich schaue nie Kochsendungen im Fernsehen, daher war Tim Raue mir auch total unbekannt. Hatte das Buch für meinen Vater ausgeliehen, da er auf Lebenserfahrungs-Bücher steht.

  • Rezension zu "Ich weiß, was Hunger ist" von Tim Raue

    Ich weiß, was Hunger ist

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. August 2011 um 19:00

    Kennen Sie Christian Rach ? Vielleicht Jamie Olivier ? Bestimmt haben Sie diese beiden Namen schon mehr als einmal gehört und/oder gelesen. Das gute Essen bzw. die gute Küche die mit diesen beiden in Verbindung gebracht wird ist ihnen sicherlich auch ein Begriff. Dann sollten Sie Tim Raue kennenlernen. Ausgezeichnet mit einem Stern und 18 Punkten im Restaurantführer überzeugt er in Berlin mit kulinarischen Hoch Genüssen. Vom Nobody zum Selbstständigen lautet hier die Devise. Einer der von sich selbst sagt das seine große Klappe das gefährlichste an ihm geblieben ist. Einer der für klare deutliche Worte steht und eine Authentizität verbreitet das einem schwindelig werden kann. Stefan Adrian hat mit ihm das vorliegende Buch geschrieben das mit nichts aber auch gar nichts des Lebens von Tim Raue hinter dem Berg hält. Natürlich, offen und ehrlich ist die Sprache, es wird kein Blatt vor den Mund genommen. Die erwartete Polemik von armen vernachlässigten Scheidungskind das aufgrund mangelnder Liebe und Akzeptanz abrutscht bleibt dabei völlig auf der Strecke. Tim Raue will nicht jammern, sondern klotzen.Anpacken , Mut machen , Dinge bewegen. Das ist das was rüberkommt, ankommt und tatsächlich Mut macht. Chronologisch folgen die Erzählungen seinem Werdegang buchstäblich von unten nach oben. Es werden positive aber auch ganz schön negative Seiten des Menschen Tim Raue gezeigt. Dadurch entsteht wie ich finde nicht dieses monotone Geleiere einer Biographie die eh schon jeder meint zu kennen. Man entwickelt ein echtes Interesse an dem Menschen, seinen Ideen, Gedanken und Philosophien. Dadurch das Tim Raue sich nie in den Vordergrund gedrängt hat, nie medienwirksame Publicity gestaltet hat erfährt man eben auch viel neues im Vergleich zu anderen Sterne-Köchen. Dadurch vergehen die 288 Seiten wie ein gutes drei Sterne Menü das man im Anschluß an diese Lektüre ohne Zweifel gerne hätte. FAZIT: Ein ganz außergewöhnliche Biographie die mit jeder Zeile Mut macht seinen eigenen Weg zu gehen und der außergewöhnlichen Persönlichkeit Tim Raue sehr gerecht wird. Von mir eine klare Kaufempfehlung und Pflichtlektüre für alle angehenden Köche.

    Mehr
  • Rezension zu "Ich weiß, was Hunger ist" von Tim Raue

    Ich weiß, was Hunger ist

    Jetztkochtsie

    18. May 2011 um 18:03

    Nunja, ob der Titel so glücklich gewählt wurde, lasse ich mal dahin gestellt. Doch in einem, bin ich mir nach der Lektüre des Buches sehr sicher, wahren Hunger hat Tim Raue nie kennengelernt und auch in seiner Gangvergangenheit war er keiner von den ganz harten und ganz bösen Jungs. Das macht aber nichts, denn das Buch ist trotzdem unheimlich gelungen, es zeigt, wozu man es bringen kann, wenn man ein Ziel hat, daß man mit Träumen und Ideen etwas erreichen kann, selbst wenn einem das Umfeld nicht immer wohlgesonnen ist und das Schieben der Schuld am eigenen Versagen auf die Umstände und andere Menschen zu schieben eigentlich nur Feigheit ist. "Der Raue" beißt sich durch, ist ein nicht immer umgänglicher, aber immer authentischer Mensch, er erzählt von Sterneküchen, von gesprengten Servierwagen, Kiwibomben, Fernsehköchen von Schlägen, harten Arbeitstagen, schrecklichen Gästen und noch schrecklicheren Chefs, er lästert ungehindert und frisch von der Seele weg und trotzdem liest man aus jedem Wort seine Liebe für seinen Beruf und das Essen heraus. Es gab keinen Moment des Lesens, in dem ich nicht schrecklichen Hunger gelitten habe und mein Verlangen nach Seegurken und Abalonen stieg ins nahezu Unermessliche. Fazit: Ein reißerischer Titel, dem er Inhalt nicht gerecht wird und das ist auch ganz unbedingt und wirklich gut so. Ich wünsche Tim Raue und seiner Frau auf dem Weg zum zweiten Stern alles Gute....

    Mehr
  • Rezension zu "Ich weiß, was Hunger ist" von Tim Raue

    Ich weiß, was Hunger ist

    R-E-R

    15. May 2011 um 12:32

    Nachlassendes Völlegefühl ist kein Hunger Tim Raue ist einer der vier Köche die jeden Freitag im “Kochquartett” des Süddeutschen Magazin dem interessierten Leser Kreationen ihrer Küche per Rezept und flotter Kolumne erläutern. Ich selber überblättere diese Seite zwar, dennoch war mir immerhin der Name ein Begriff. Im April gab es dann zusätzlich ein Interview mit dem Küchenchef des gleichnamigen Restaurants zum Erscheinen seiner Biografie. Der Inhalt dieses Gesprächs machte mich hinreichend neugierig auf das Buch mit dem Titel “Ich weiß was Hunger ist”. Nach der Lektüre ist mir klar, dass man Hunger in diesem Fall mit Ehrgeiz übersetzen muss. Und dass der Inhalt, zumindest bei mir, keineswegs das Bedürfnis nach Essen weckt (wie es mir regelmäßig beim Lesen von Donna Leon Krimis geht). Tim Raue erzählt aus seinem Leben. Beginnend mit einer verkorksten Kindheit. Seine Eltern lassen sich scheiden. Er selber lebt mal bei der Mutter, einer vom Leben überforderten Frau. Mal beim Vater, der seinen Frust am Sohn ablässt. Raue entwickelt sich zu einem aufsässigen, schwierigen Kind das aus diversen Schulen fliegt. Und schließlich, wieder in Berlin bei der Mutter, in einer berüchtigten Straßengang landet, den 36Boys. Die Zeit in dieser Bande nimmt einen großen Teil des Buches ein, was mir persönlich zu sehr ins Detail ging. Wiederholt werden Kampfszenen und -techniken in aller Anschaulichkeit geschildert. Was mir die Frage durch den Kopf gehen ließ, ob der Leser hier statt nachkochen, nachkämpfen soll. Raue kriegt die Kurve. Er verlässt die Schule nach der zehnten Klasse. Wie er dahin und zu einem Abschluss gekommen ist, wird nicht ganz klar. Denn vorher ist nur die Rede davon das er ständig von der Schule fliegt. Er beginnt eine Kochlehre in einem Berliner Ausflugslokal. Trotz schlechter Arbeitsbedingungen und einem katastrophalen Betriebsklima, fühlt er sich wohl. Hat das Gefühl am richtigen Platz angekommen zu sein: In der Küche. Er lernt seine Frau Marie in der Disco kennen. “Mein Blick hatte sich an einem Mädchen festgezoomt. Sie stand da unter einem Lichtstrahl, und es sah aus, als ob der Scheinwerfer nur für sie da wäre. Alles um sie herum war schlagartig dunkel. Ich sah weder die Bewegungen all der anderen auf der Tanzfläche, noch hörte ich die Musik. Ich hatte nichts getrunken, aber ich fühlte mich wie in Trance. Das Mädchen zog mich an wie ein Magnet”. Vielleicht war die Szene so melodramatisch wie er sie beschreibt. Sie kann aber stellvertretend für den gesamten Inhalt des Buches stehen. Bühnengerecht, theatralisch oder wie Raue es ausdrücken würde: “Einen auf dicke Hose machen”. Ein prominenter Koch zu sein, hat viel mit Selbstdarstellung zu tun. Raue lässt durch Stefan Adrian schreiben: “In der Küche zählt eine Mischung aus Talent und Härte. Man muss den inneren Schweinehund im Griff haben. Eine Küche kann eine der darwinistischsten Lebensformen sein. Die Besten und die Stärksten kommen an die Spitze. In der Küche ist jeden Tag Ernstfall. Bei jedem Teller. Köche arbeiten, wenn andere schlafen und sie arbeiten immer noch, wenn die anderen wieder aufstehen. Sie haben einen speziellen Lebensrhytmus, andere Ansichten und ganz bestimmt einen anderen Humor. Wahrscheinlich steht derjenige, der an den fiesesten Stellen im Kino lacht, während der Rest des Saals betroffen schweigt, am nächsten Tag an einer Kochplatte”. Diese Zurschaustellung überheblichen Größenwahns ging mir ehrlich gesagt auf den Wecker. Ich glaube es war Roger Willemsen der einmal schrieb, das in unseren Breitengraden nachlassendes Völlegefühl bereits als Hunger betrachtet wird. Tim Raue weiss wie man nachlassendes Völlegefühl wohlschmeckend beseitigt. Und er weiss unterhaltend darüber zu berichten. Mich hat diese Biographie dennoch nicht begeistert.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks