Tim Seeley

 4,1 Sterne bei 69 Bewertungen
Autor*in von Vergessene Reiche, Revival 1: Unter Freunden und weiteren Büchern.

Lebenslauf

TIM SEELEY ist ein amerikanischer Comic-Zeichner und -Autor, dessen wohl bekannteste Arbeit seine Eigenschöpfung Hack/Slash ist, die in den USA bei Image Comics erschien. Er begann seine Karriere bei einem Kinderbuchverlag, zeichnete aber nebenbei auch Comics für die Independent-Verlage Avatar Press und Dead Dog. Ab 2001 bebilderte er für den Verlag Devil’s Due diverse Projekte wie G.I. Joe: A Real American Hero, G.I. Joe vs. Transformers und Halloween. Ab 2013 arbeitete er verstärkt als Autor für DC Comics, zunächst gemeinsam mit Scott Snyder, James Tynion IV, John Layman und Ray Fawkes an der wöchentlichen Batman- Serie BATMAN ETERNAL. 2014 übernahm er gemeinsam mit Autor Tom King GRAYSON MEGABAND. 2016 unterzeichnete er einen Exklusivvertrag mit dem Verlag DC Comics und arbeitete für die Serie NIGHTWING weiter an der Figur von Dick Grayson. Es folgten weitere DC-Projekte wie GREEN LANTERNS und HELLBLAZER. Seeley ist zudem außerplanmäßiger Professor am Columbia College Chicago und hat dort 2011 auch mit drei anderen Künstlern die Four Star Studios gegründet. Mit seiner Frau und seiner Tochter lebt er in Chicago, Illinois.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Tim Seeley

Cover des Buches Vergessene Reiche (ISBN: 9783866076525)

Vergessene Reiche

(11)
Erschienen am 09.10.2008
Cover des Buches Revival 1: Unter Freunden (ISBN: 9783864259340)

Revival 1: Unter Freunden

(9)
Erschienen am 11.04.2016
Cover des Buches Hack/Slash 1 (ISBN: 9783936480627)

Hack/Slash 1

(8)
Erschienen am 22.10.2007
Cover des Buches Revival 5 (ISBN: 9783864255779)

Revival 5

(4)
Erschienen am 29.02.2016
Cover des Buches Revival 2: Lebe dein Leben (ISBN: 9783864259357)

Revival 2: Lebe dein Leben

(4)
Erschienen am 20.03.2016
Cover des Buches Revival 3: Ein ferner Ort (ISBN: 9783864259364)

Revival 3: Ein ferner Ort

(4)
Erschienen am 20.03.2016
Cover des Buches Revival 4 (ISBN: 9783864255762)

Revival 4

(4)
Erschienen am 28.09.2015
Cover des Buches Swamp Thing: Geschichten aus dem Sumpf (ISBN: 9783741624971)

Swamp Thing: Geschichten aus dem Sumpf

(3)
Erschienen am 07.12.2021

Neue Rezensionen zu Tim Seeley

Cover des Buches Swamp Thing: Geschichten aus dem Sumpf (ISBN: 9783741624971)
Annejas avatar

Rezension zu "Swamp Thing: Geschichten aus dem Sumpf" von Tim Seeley

Anneja
Abwechslungsreiche Geschichten mit einer Mischung aus Emotionen und Düsternis

Auch wenn ich bisher wenig mit Swamp Thing gelesen hatte, muss ich gestehen, dass mich der Charakter sehr fasziniert. Aus diesem Grund wurde ich auch auf diesen Band mit Kurzgeschichten aufmerksam. Ich erhoffte mir hier spannende Geschichten, die eben auch ein wenig düster sind und mir Swamp Thing näher bringen.


Und genau das taten sie größtenteils auch, denn Abwechslung wurde hier wirklich großgeschrieben. Von emotionalen Begegnungen bis hin zu knallharten Kämpfen war alles dabei. Trotzdem verhedderte ich mich hin und wieder, da mir Grundwissen fehlte oder Abschnitte zu komplex waren. Dies geschah jedoch nicht oft, da man auf so manche spezifische Dinge kurz einging. Kleinere Ahhh und Ohhh-Momente gab es also reichlich. Besonders bewegt hatte mich der Titel „Frühlingserwachen“, da man hier Len Wein Tribut zollte, in dem seinen ungeletterten Comic veröffentlichte.


Doch nicht nur die Handlungen konnten mich überzeugen, sondern auch die Optik. Da man es hier mit 6 Kurzgeschichten zutun hatte, gab es auch dementsprechend viele Zeichenstile. Ich persönlich fand dies toll, auch wenn mir nicht alle Stile zusagten. Es ermöglichte mir aber eine breite Auswahl an Swamp Thing-Versionen kennenzulernen.


Fazit:


Wenn mich die 6 Geschichten des Bandes auf eines neugierig gemacht haben, dann auf die Entstehungsgeschichte von Swamp Thing, sowie die aktuelle Serie. Zwar dürfte sich der Band mehr an Kenner von Alec Holland richten, aber ich muss gestehen, dass ich auch mit wenig Wissen einigermaßen gut vorankam. Einen bleibenden Eindruck hat man auf jeden Fall hinterlassen.

Cover des Buches He-Man und die Masters of the Universe vs. Injustice (ISBN: 9783741612718)

Rezension zu "He-Man und die Masters of the Universe vs. Injustice" von Tim Seeley

Ein LovelyBooks-Nutzer
He-Man-Comics früher und heute: ein Vergleich

Ein guter Freund riet mir dazu, meinen Horizont im Comic-Bereich mal ein wenig zu erweitern und schenkte mir das DC-Comic „He-Man und die Masters of the universe vs. Injustice“ von Tim Seeley und Freddie E. Williams II in der Übersetzung von Jörg Fassbender. Viele Grüße an dieser Stelle! Ich muss dazu sagen, ich bin kein Comic-Kenner und kein Comic-Leser. Das einzige, was ich an Vorwissen dazu mitbringe, sind meine Erinnerungen an die ehapa-Comics „Masters of the Universe“, die Ende der 80er Jahre monatlich erschienen sind, die ich also als Kind verschlungen habe. Den ersten Comic-Band „Das Buch des Bösen“ – ebenfalls ein Geschenk – kürzlich herausgegeben von der Retrofabrik, habe ich übrigens ebenfalls rezensiert (vgl. dazu eine frühere Rezension). 

Nun aber zum Comic, das ich natürlich in erster Linie nur mit den Comics von Juan Escandell und Esteban Maroto vergleichen kann. Was mir gleich auffällt: Das Comic ist in meinen Augen wesentlich unstrukturierter in seiner Bebilderung angeordnet als die alten Comics. Und auch die Leserichtung bei den Bildern ist nicht immer sofort eindeutig. Dieser Stil erzeugt nach meinem Empfinden eine gewisse Dynamik und Unruhe, was ja auch zum Inhalt passt, wo viel gekämpft wird. Ähnlich wie die Helden in der Schlacht verliert man auch beim Lesen manchmal etwas den Überblick. 

Und was mir auch aufgefallen ist: Die Gesichtsausdrücke der gezeichneten Figuren sind nicht so plastisch wie in den alten Comics, sie sind viel ausdrucksstärker und intensiver. Die Emotionen der Charaktere kommen so viel eindringlicher und deutlicher zum Ausdruck. 

Grundsätzlich fand ich die Farbgebung auch sehr kräftig und sättigend, noch dazu düster, was dem ganzen Inhalt eine passende Atmosphäre verleiht. Eindrucksvoll gezeichnet und schön zu betrachten, fand ich die großen, seitenfüllenden Illustrationen, die auch punktuell mal vorkommen. 

Natürlich wird mein Urteil dieses Comics dadurch etwas beeinflusst, dass He-Man als Superheld Kindheitserinnerungen bei mir auslöst. Das Gefühl von Nostalgie macht sich breit. Dennoch muss ich den Inhalt des Comics kritisieren, was aber daran liegt, dass ich wenig Vorwissen mitbringe. So heißt es im Vorwort: „Der vorliegende Comic mixt die beiden populären Multimedia-Universen von Injustice: Gods Among Us und He-Man and the Masters of the Universe und ihre ikonischen Figuren zu einer atemberaubenden Geschichte, der das große Kunststück gelingt, für jeden zugänglich zu sein.“ Und dem letzten Satz muss ich eindeutig widersprechen. Inhaltlich konnte ich der Geschichte nicht immer folgen. Spätestens ab dem Kapitel 5 „ Skeletors Vergeltung“ bin ich ausgestiegen. Das mag Leser:innen mit mehr Hintergrundwissen anders ergehen. 

 

Fazit: Das Lesen des Comics hat mir Spaß bereitet, Nostalgie kam auf. Deshalb vergebe ich 4 Sterne. Und ich konnte meinen Horizont im Comic-Bereich erweitern, weil ich bisher nur die klassischen ehapa-Comics „Masters of the Universe“ aus den 80er und 90er Jahren kannte. Es gibt nach meinem Eindruck einige auffällige Unterschiede zu dem klassischen Format von früher. Allerdings habe ich bei der Lektüre festgestellt, dass mein Vorwissen nicht ausreicht, um den Inhalt zu erfassen und angemessen zu beurteilen. Das überlasse ich also anderen Rezensent:innen.

Cover des Buches Swamp Thing: Geschichten aus dem Sumpf (ISBN: 9783741624971)
Mueli77s avatar

Rezension zu "Swamp Thing: Geschichten aus dem Sumpf" von Tim Seeley

Mueli77
Eine wundervolle Sammmlung und Len Weins Abschied

Was macht ein Wesen, welches direkt mit der Natur, dem großen Grün, dem Leben der Pflanzen verbunden ist, wenn es mit ansehen muss, was die Menschen mit diesem Leben anstellen? Wie reagiert dieses „Überwesen“ auf den Eindringling „Mensch“? Und wie reagiert der Mensch, wenn er von solch einem „Beschützer“ erfährt? Was ist die Aufgabe eines solchen Wesens und wie „lebt“ es? Hat es Freunde oder gar Familie? Sind dies dann Menschen oder Pflanzen und gibt es eventuell sogar mehr von diesen „Beschützern“?
Dieser Band wird wohl kaum alle diese Fragen beantworten, aber einige von ihnen sicher. Allerdings wird er auch neue Fragen aufwerfen und vor allem ist es nur immer ein Augenblick. Jede Geschichte offenbart nur einen Moment aus diesem tragischen „Leben“ …

Swamp Thing hat bei Carlsen Comics und Panini bereits einige deutschsprachige Veröffentlichung erfahren. Sei es die erste „klassische“ Serie, ursprünglich von Bernie Wrightson und Len Wein verfasst, die zweite „Saga of the Swamp Thing“-Reihe, an der sich Comicmeister Alan Moore ausgetobt hat, der 52-Neustart unter der Federführung von Scott Snyder, welche dann von Charles Soule grandios weitergeführt wurde, oder die ersten 6 Ausgaben des 2016er Neustarts, an dem Len Wein gemeinsam mit Batman-Ikone Kelley Jones arbeitete. Leider fand diese Serie ein ebenso tragisches Ende, wie die Entstehung Swamp Things. Len Wein starb während der Arbeiten an Ausgabe 7 und so wurde diese bisher nirgends veröffentlicht.
Neben der unfertigen 7. Ausgabe, welche hier in ihrer kompletten Pracht und ohne Text gezeigt wird, nur mit dem ursprünglichen Skript von Wein an Jones ergänzt, gibt es eine ganze Reihe, teils überdurchschnittlich grandioser Geschichten von Künstlern wie Tim Seeley, Tom King, Brian Azzarello, Jason Fabok, Mike Perkins, Greg Capullo, Steve Pugh, Kyle Hotz und vielen mehr.

Diese Storys sind so unterschiedlich, wie die Schreib- und Zeichenstile der beteiligten Künstler. Dabei geht es mal um physische Monster, mal um psychische, neue Freunde und alte Feinde, oder auch umgekehrt. Es geht um Vertrauen, Liebe, Verzweiflung, Mord, Rache, Verrat und vieles mehr. Es geht um die gesamte Bandbreite menschlicher Gefühle und wie stark der Mensch, emotional oder auch rein rational, auf seine Umwelt einwirkt, bewusst, als auch unbewusst. Einfache, linear aufgebaute Geschichten sind dabei ebenso vertreten, wie vielschichtige, auf mehreren Metaebenen angesiedelte Handlungen. Egal aus welchem Grund man zu diesem Band greift, er ist mehr als eine Anthologie, oder Würdigung dessen, was Wein und Wrightson im Jahr 1972 schufen.

Was am Ende übrig bleibt ist ein immerhin über 200 Seiten starker Band, der sowohl berührt, als auch zum Nachdenken anregt. Dabei ist es egal, ob man bereits vorher etwas mit Alec Hollands Alter Ego Swamp Thing zu tun hatte, oder erst durch die Amazon Prime-Serie auf ihn aufmerksam wurde. Sicher, die Zeichenstile werden nicht jeden und immer ansprechen und so manch einer wird eventuell Schwierigkeiten mit einigen Handlungselementen haben, weil diese teilweise oder gar komplett mit früheren Ereignissen verwoben sind, aber dies sind eher Ausnahmen und ein Großteil der Geschichten funktionieren auch ohne Vorwissen sehr gut.
Egal zu welcher Kategorie ihr nun gehört, dieser Band ist in jedem Fall als eine Bereicherung zu verstehen. Und wenn euch gefallen hat, was ihr hier gelesen habt, dann könnt ihr auch gleich mit der Deluxe Ausgabe von „Alan Moores Swamp Thing“ weitermachen, die derzeit ebenfalls bei Panini in Form von drei edel aufgemachten Hardcoverbänden erscheint.

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