Tim Spohn Big Blind: Alles im Spiel

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Inhaltsangabe zu „Big Blind: Alles im Spiel“ von Tim Spohn

Ein Buch, das man verschlingt!

— norasmama

Viel mehr als eine Romanze. Wahnsinnig gut geschrieben!

— ulla08
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  • LESUNG Svea Lundberg & Tim Spohn

    Kristallschnee

    SveaLundberg

    13. April 2016 um 11:20

    LESUNGSvea Lundberg und Tim Spohn lesen aus ihren Romanen "Kristallschnee", "Das Faustus-Institut" und "Big Blind". Wann? Sonntag, 22. Mai 2016, 18 UhrWo? Weissenburg e.V., Schwul-lesbisches Zentrum, Weißenburgstraße 28A, 70180 Stuttgart Svea schreibt Crime, Drama und Romance, oft mit queeren Figuren und immer mit einer Portion Gefühl. Tim schreibt Urban Fantasy und Romance und bloggt rund um LGBTQ-Themen. Mehr Infos unter: http://timspohn.de/ https://www.facebook.com/AutorTimSpohn https://www.facebook.com/Svea.Lundberg.Autorin http://www.deadsoft.de/lundberg-svea/

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  • ...ich liebe es...

    Big Blind: Alles im Spiel

    norasmama

    11. September 2015 um 22:09

    Ich habe dieses Buch verschlungen. Der Schreibstil war flüssig und mit viel Humor versetzt. Aber auch tiefsinnige Gefühle kamen nicht zu kurz.

  • Nette Sommerlektüre, aber etwas flach...

    Big Blind: Alles im Spiel

    Koriko

    17. June 2015 um 12:38

    Story: Der schwule, gutherzige Student David lebt in einer queeren WG, die er sich mit dem lesbischen Pärchen Sinem und Vicky, dem Punk Freddy und Drag Queen Berkan alias Eve Angelical teilt. Während der Suche nach einem neuen Mitbewohner für die durchgeknallte WG, stößt David auf den Weltenbummler Kai, der im Gegensatz zu David und seinen Freunden heterosexuell ist. Dennoch zieht er kurz darauf in die WG ein und wird schon bald ein fester Bestandteil der chaotischen Truppe. Problematisch wird es erst, als sie David in ihn verliebt und die Stimmung in der WG immer mehr zu kippen droht. Da hilft auch kein One Night Stand, der ihn im Anschluss zu verfolgen scheint die guten Ratschläge seiner Freunde, die ihm mit guten Ratschlägen zur Seite stehen wollen … Eigene Meinung: Mit dem sommerlichen, leichten Roman „Big Blind – Alles im Spiel“ veröffentlichte Tim Spohn eine weitere Geschichte im Self Publishing. Nachdem er mit dem ersten Band „Der Fluch des Noah Lindt“ – Trilogie eher fantastische Wege einschlug, präsentiert er nun einen alltäglichen Roman, der zwar ebenfalls in Berlin, jedoch in einem ganz anderen Umfeld spielt. Lediglich hin und wieder glaubt man kurze Überschneidungen zu entdecken, beispielsweise die Fabrikanlage, in der David und seine Freunde wohnen, und die stark an die Bruchbude von Noah erinnert, in der im „Faustus-Institut“ gegen Dämonen kämpfen darf. Im Zentrum stehen die queeren Mitbewohner der WG und dessen Freunde, die alle ihre eigenen kleinen und großen Probleme haben: Sinem und ihr Cousin Berkan wollen sich nicht vor ihrer türkischen Familie outen, Freddy kämpft gegen seine konservativen Eltern, die ihn von seinen Geschwistern fernhalten möchten und Davids bester Freund Nick kämpft gegen den Fluch des Alters. Im Gegenzug dazu ist das einzige Problem, mit dem sich David herumschlagen muss, sein ewiges Single-Dasein und ein stark ausgeprägtes Helfersyndrom, das dafür sorgt, dass er seinen Freunden stets zur Seite steht und von dem auch Kai profitiert, als er ohne Zimmer dasteht. Später werden noch seine Gefühle für Kai ein Problem, da David glaubt bei dem heterosexuellen Mann keine Chance zu haben. Dieser Konflikt und die sich entwickelnde Beziehung zwischen David und Kai sind der zweite Handlungsschwerpunkt. In diesem Zusammenhang geht es bei „Big Blind“ ein wenig expliziter zur Sache, sprich David und Kai landen durchaus miteinander im Bett. Alles in allem ist die Geschichte jedoch sehr flach, bietet nur wenige Höhepunkte und ist ziemlich vorhersehbar. „Big Blind“ ist eher eine Soap Opera, die durch die Charaktere lebt, als dass es eine spannende oder dramatische Handlung gibt, bei der man mitfiebert. Die Charaktere sind sehr realistisch und authentisch beschrieben. Da das Buch aus Davids Sicht geschrieben ist, hat man recht schnell einen Draht zu ihm und erlebt die Ereignisse hautnah. Auch die Nabenfiguren sind gut umgesetzt, die Probleme der anderen WG-Mitbewohner machen den Roman plastischer und lebendiger. Die Geschichte dreht sich nicht nur um David, sondern auch um die Nebenfiguren, was durchweg positiv ist. Allerdings laufen Charaktere wie Berkan und Freddy dem eigentlichen Helden der Geschichte den Rang ab, da man mehr Interesse daran hat, herauszufinden, wie es Berkan und Sinem mit ihrer türkischen Großfamilie ergeht und was aus Freddy wird. So sympathisch David ist und so sehr man ihm ein Happy End gönnt, im Laufe der Zeit wachsen einem die übrigen Figuren mehr ans Herz. Vielleicht plant der Autor ja irgendwann eine Fortsetzung, mit Schwerpunkt auf einer anderen Figur der queeren WG (was eine schöne Reihe werden könnte). Stilistisch ist Tim Spohns Schreibstil Geschmackssache. „Big Blind“ liest sich flüssig, allerdings sind die Sätze und Passagen dieses Mal sehr umgangssprachlich geraten. Was bei „Das Faustus-Institut“ bereits auffiel, ist im vorliegenden Gay Romance verstärkt vorhanden und stört mitunter den Lesefluss. So sehr es zu Davids (Ich-)Perspektive passt, es liest sich teilweise schleppend, zumal sich einige Sätze ein wenig gestelzt anhören. Das mag nicht jedem gefallen, insbesondere da sich dieses Mal mehr Fehler eingeschlichen haben. Fazit: „Big Blind“ ist ein netter Gay Romance für zwischendurch, der vorwiegend mit lebendigen, sympathischen Charakteren punkten kann. Inhaltlich hätte es mehr sein können, ebenso gibt es einige stilistische Mängel. Wer ein Werk von Tim Spohn lesen will, sollte zum „Faustus-Institut“ greifen, da dieses wesentlich spannender und interessanter ist. Leser die Romane mit expliziteren Szenen mögen, sind mit „Big Blind“ wahrscheinlich glücklicher – in dieser Beziehung passiert in „Big Blind“ einfach mehr.

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  • Sankt David und sein Ritter

    Big Blind: Alles im Spiel

    ulla08

    17. May 2015 um 15:06

    David lebt in einer Berliner „Homo-WG“ (seine Worte) und seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, einen zahlenden Mitbewohner für das kürzlich frei gewordene Zimmer zu suchen. Kai, gerade mit seinem Rucksack von einer Weltreise zurück, noch ohne Studienplatz und vor allem ohne Job, scheint nicht der geeignete Kandidat zu sein. Trotzdem nimmt David ihn mit heim und sorgt sogar dafür, dass er eine Nacht lang kostenlos in der WG schlafen kann. Seine soziale Ader lässt sich einfach nicht abstellen … David hadert mit seinen Gründen, Kai in die WG zu holen: Einerseits findet er ihn der ersten Sekunde an unheimlich anziehend und kommt nicht dagegen an ihn heimlich anzuschmachten, andererseits hat er überhaupt keine Lust auf die Komplikationen mit einer Hetero zusammenzuwohnen, der ihm gegenüber zwar nicht ganz gleichgültig ist, aber offen zugibt, dass er sich eine ernsthafte Beziehung zu einem anderen Mann nicht vorstellen kann. Zwischen Job, Studium und sozialem Engagement findet David kaum genug Zeit zum Schlafen, geschweige denn dafür, sein Liebesleben auf die Reihe zu bekommen. Zum Glück sind die Jungs und Mädels in seiner WG nicht nur Mitbewohner, sondern auch die besten Freunde, die sich ein Mensch vorstellen kann. Ich bin ohne wirkliche Erwartungen an diese Geschichte heran gegangen, eigentlich sogar ohne den Klappentext groß zu lesen, weil mich schon das letzte Buch von Tim Spohn völlig in seinen Bann geschlagen hat. Im Gegensatz zum „Faustus-Institut“ (Wann kommt eigentlich endlich die Fortsetzung???) enthält „Big Blind“ keinerlei Urban-Fantasy Elemente, sondern ist ein zeitgenössischer Roman über junge Erwachsene und ihre Suche nach einem Platz im Leben. Gemeinsam haben sie alle eigentlich nur eines: ihre Homosexualität. Diese bedingt aber bei den meisten erhebliche Probleme mit den Eltern und / oder der Umgebung, die nicht immer freundlich reagiert. Die WG bildet eine eingeschworene Gemeinschaft, in der sie sie selbst sein können und bietet ihnen den Rückhalt, den die Familien nicht geben können oder wollen. Tim Spohn schafft es, eine wunderbare Liebesgeschichte, voller Zärtlichkeit und auch voller Romantik zu präsentieren, ohne den Zweifel, den Stress und die Probleme zu verschweigen, mit denen David und seinen Mitbewohner zu kämpfen haben. Manche der Schwierigkeiten sind hausgemacht, wie die vom Davids Freund Nik, der mit 25 schon Angst vorm Alter hat, oder auch die von David selber, der immer zuerst an andere und erst ganz zum Schluss an sich und seine Bedürfnisse denkt. Andere werden durch die Erwartungen und Vorurteile der Familien in die WG hereingetragen. Es ist nicht fair, dass alleine die sexuelle Orientierung dazu führt, dass der junge Freddy von seinen Eltern regelrecht gehasst wird und der ruhige, kompetente Berkan seine Neigungen nur im Geheimen ausleben darf. Auch wenn die WG immer wieder für ihre Bewohner da ist, so können sie doch ihre Familien und deren Erwartungen nicht einfach vor der Tür lassen. Sie tragen die Menschen im Herzen und es ist schwierig und schmerzhaft, sich damit auseinanderzusetzen, dass diese Liebe nach dem Outing nicht mehr erwidert oder vielleicht sogar in abgrundtiefe Abneigung umschlagen wird. David hat übrigens ein anderes Problem: Er weiß, wie und wo er ohne Probleme schnellen, anonymen Sex bekommen kann. Aber er sehnt sich nach einem festen Partner, einem Menschen mit dem er über Gott und die Welt reden kann, mit dem er abends einschläft und morgens aufwacht. Dass er sein Herz ausgerechnet an den heterosexuellen Kai verliert, lässt ihn panisch werden. Vor lauter Sorge, dass diese Beziehung keine Zukunft haben könnte, will er sie erst gar nicht beginnen. Mich hat „Big Blind“ begeistert. Ich pokere nicht und weiß nicht wirklich, was der Begriff in Zusammenhang mit dem Spiel bedeutet. Mir gefällt er trotzdem als Titel für das Buch außerordentlich gut. David, Kai und ihre Mitbewohner und Freunde wissen (so wie wir alle) nicht wirklich, was die Zukunft bringen wird. Blind und mit aufgeregt klopfendem Herzen müssen sie (und wir) es wagen, einen Schritt nach dem anderen zu gehen, wohl wissend, dass jede Handlung Konsequenzen hat. Manche sind unerwartet, dramatisch und schrecklich. Andere wieder so wunderbar, dass es sich lohnt, sich in „blindem“ Vertrauen fallen zu lassen, oder - um vielleicht doch wieder in den Poker-Jargon zu fallen - alles aufs Spiel zu setzen. Fazit: Die Geschichte in „Big Blind“ ist ganz einfach und doch unendlich vielschichtig. Sie ist berührend, eindringlich, manchmal richtig heiß und einfach wunderbar erzählt. Der Handlungsbogen ist rund und doch habe ich eigentlich noch lange nicht genug davon. Die Charaktere wirken so lebendig und echt, dass ich ihnen von Herzen alles Gute wünsche und hoffe, irgendwann, irgendwie noch einmal etwas über ihr Schicksal zu erfahren. Der Roman ist eine Romanze, keine Frage. Aber er hat auch etwas von einem richtig gut geschriebenen Entwicklungsroman. Ich könne jetzt noch eine ganze Weile weiter schwärmen. Mache ich aber nicht. Ich jede hier 10 von 5 Punkten und eine wirklich begeisterte Leseempfehlung. Dann erfährt man selber, warum David von seinen WG-Mitbewohnern den Beinamen „Sankt“ bekommen hat und wer am Ende sein Ritter sein wird. P.S.: Warum das etwas nostalgisch anmutende Titelbild richtig gut zu einer Geschichte passt, die eigentlich hauptsächlich im Berliner Nachtleben spielt, offenbart sich am Ende.

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