Tim Vogler Stunde der Rache

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Inhaltsangabe zu „Stunde der Rache“ von Tim Vogler

Ein gekreuzigter Politiker und weitere rätselhafte Morde stürzen die Hauptstadt in den Ausnahmezustand. Der neue Ermittler Maxim soll zusammen mit der Polizeilegende Castorf, der schönen Perez und dem hellsichtigen Jungen Levy den oder die Täter zur Strecke bringen. Nach und nach versteht Maxim, dass die Morde nicht nur in die höchsten Kreise aus Wirtschaft und Politik reichen. Sie fordern von ihm auch eine Reise in das dunkelste Kapitel seiner eigenen Vergangenheit. Eine wilde Jagd durch das zerrissene und abseitige Berlin des Jahres 2049 beginnt … Das packende Debüt von Tim Vogler. Mit Illustrationen des italienischen Malers Cosimo Miorelli.

Spannender SF-Thriller, der den Leser auf eine atemlose Hetzjagd durch ein Berlin der nahen Zukunft schickt

— PeterHadTrapp
PeterHadTrapp

Komplex, ungeheuer spannend und originell. Macht Lust auf mehr!

— lacrimosadiesilla
lacrimosadiesilla

Das 1984 des 21. Jahrhunderts. Beängstigend realistische Dystopie.

— ElyseoDaSilva
ElyseoDaSilva

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  • Ein großartiger Debütroman - spannend, vielschichtig und grandios geschrieben und erzählt

    Stunde der Rache
    PeterHadTrapp

    PeterHadTrapp

    17. November 2016 um 18:29

    Tim Vogler entführt uns in ein Berlin der nicht allzu fernen Zukunft, die nicht mal ein halbes Jahrhundert vor uns liegt. Die Welt hat eine große Katastrophe überlebt, Berlin scheint eine Art selbständiger Stadt-Staat zu sein, der von einer eigenen Regierung verwaltet wird, an deren Spitze ein sogenannter Kanzler steht, welcher aber eher im Stile des Diktators einer "Bananenrepublik" agiert.Die Stadt und ihre Geschicke werden gesteuert von einem übermächtigen Computerprogramm namens "Der Algorithmus", das mithilfe eines ausgeklügelten Überwachungssystems ständig die Handlungen und Emotionen der Bevölkerung auswertet und daraus autarke Schlüsse zieht. Diese werden sofort in Vorschriften, Maßnahmen und Interventionen umgesetzt. Geistiger Vater des "Algorithmus" ist der amtierende Kanzler, sodass virtuelle und personell ausgeübte Macht eine unheilige Allianz eingehen.Doch damit nicht genug der düsteren Zukunftsvisionen. Die Stadt Berlin gliedert sich in verschiedene Viertel, die auch räumlich voneinander getrennt sind und ganz unterschiedliche Lebenswelten beherbergen. So existieren sogenannte "Kulissenviertel", deren Einwohner ganz dem Motto und der abzubildenden Epoche des Viertels unterworfen sind, also sich entsprechend kleiden und verhalten und auch die technische Ausstattung soll, zumindest dem ersten Eindruck nach, dem Mottoviertel entsprechen. Es existieren ein "Mauer-Berlin" und ein "Wilhelminisches Viertel". Die Kulissenviertel mitsamt ihren Bewohnern dienen für Besucher aus der ganzen Welt als Touristenattraktionen und tragen so ein Gutteil zum Wirtschaftsleben der Stadt bei. Die Einwohner dürfen ihre Viertel prinzipiell auf legalem Wege nicht verlassen, ausgenommen sind Amtsträger oder andere Privilegierte.In dieser Szenerie geschieht ein bizarrer Mord. Die Ermittlungen sind vielschichtig, kompliziert und verworren und kommen auf die Spur einer offenbar großen Verschwörung.Der Autor entwirft in seinem Buch einen düsteren Ausblick auf eine nahe Zukunft. Er zieht dabei teilweise verblüffende Schlüsse aus aktuellen Trends und politischen Strömungen. Das Berlin in seiner Geschichte ist eine bedrückende Dystopie, die in ihrer Bildhaftigkeit sehr lebendig ist und greifbar beim Lesen vor dem inneren Auge erscheint. Die Szenarien und Schauplätze werden eindrücklich beschrieben sodass das ganze Buch eine sehr dichte und fühlbare Atmosphäre hat. Das Buch kennt keine "Hänger", vielmehr sieht sich der Leser durchgängig einer anhaltenden Atemlosigkeit gegenüber, die zum Teil von den Protagonisten des zusammengewürfelten Ermittlerteams in ihrer Gehetztheit erzeugt wird, die aber auch aus der schnellen Handlung mit ihren immer wechselnden Schauplätzen und ihren vielen Wendungen erwächst. Das Buch ist dabei spannend, ruhige Passagen nehmen nur einen geringen Teil der Geschichte ein. Die Personen des Ermittlerteams sind gut angelegt und allenfalls etwas überzeichnet. In ihren Charaktereigenschaften überzeugend und echt geschildert, liefern sie gute Identifikationsflächen. Die Einblicke in die Gefühlswelten und in die innere Zerissenheit der "Helden" bilden eine sehr gelungene Parallele zur zerissenen Stadt mit ihren unterschiedlichen Vierteln und deren scheinbar gänzlich unterschiedlichen Realitäten.Im Buch mit eingebunden sind ausdrucksstarke Grafiken des Künstlers Cosimo Miorelli (url einfügen), die es mehr als wert sind, sie in farbiger Darstellung zu betrachten, die eInk-Displays des eines eReaders werden diesen Illustrationen nicht ansatzweise gerecht.Mein Fazit:Berlin Metropolis - Requiem für Sandersson hat mir wirklich gut gefallen. Es erzeugt einen düsteren Sog, der mich mehr und mehr in die Szenerie und in die Identifikation mit den vielschichtigen Figuren hineingezogen hat. Dazu trägt die überzeugende Schilderung der Plätze und Örtlichkeiten sehr viel bei, die Art wie Tim Vogler beschreibt und erzählt lässt dieses merkwürdige und bedrückende Berlin sehr lebendig und eindrücklich im Kopf des Lesers aufleben. Ich nahm großen Anteil an den Zerreißproben, denen die Ermittler ausgesetzt sind, an ihren Konflikten mit sich selbst, mit ihren Kollegen und mit der Welt in Dder sie leben und handeln. Der Bogen zwischen der Ohnmacht gegenüber der Kontrolle und Steuerung von außen einerseits und andererseits dem Willen sich dieser zu widersetzen und den Dingen auf den wirklichen Grund zu gehen wird sehr nachfühlbar gespannt. Hier liegen auch die Stärken des Autos. Lebendige Charaktere, beeindruckende Kulissen und Szenerien, die überzeugend beschrieben und gestaltet sind.Wenn ich Tim Vogler und seinem wirklich gelungenen Erstling Schwächen attestieren will, dann liegen diese eher im Bereich der Konstruktion bzw. der Anlage der Handlung und ihrer Stränge. Hier bleibt manches zu sehr an der Oberfläche und die Gehetztheit mit der die Szenen wechseln lässt an einigen Stellen doch Fragen offen. Die Schlüsse der Ermittler beruhen meiner Ansicht nach auch immer wieder auf zu viel Vermutungen und Intuitionen und zu wenig auf greifbaren "echten" Ermittlungsergebnissen. Vielleicht hätten die Handlungsfäden für zwei Bände gereicht aber es erscheint ein wenig so, dass Tim Vogler sich der Versuchung die eine oder andere Idee zu viel in das Buch zu packen, nicht erwehren konnte, schließlich ist es sein Debutroman. Ich wage zu behaupten, dass dies auch der Euphorie, die ihn meiner Ansicht beim Schreiben dieses Buches getragen hat, geschuldet ist. Deswegen ist auch die Auflösung am Ende zwar für sich soweit schlüssig, aber bei weitem nicht alle verbliebenen Fragen werden beantwortet und manche Aspekte bleiben sehr im vagen. Hier stellt sich mir die Frage, ob der Autor auf einzelne dieser Aspekte nicht vielleicht ganz hätte verzichten sollen, z.B. die Rolle der "Kalifatsbrüder".Mich hat das Buch jedenfalls sehr fasziniert und wirklich in seinen Bann gezogen, an verschiedenen Stellen musste ich immer wieder an den SF-Film-Klassiker "Bladerunner" denken. Tim Vogler braucht dazu keine anspruchsvollen Exkursionen in technische oder (schein)wissenschaftliche Themenfelder, wie im klassischen SF-Genre üblich, sondern das Buch lebt von den Stimmungen, Szenerien und Persönlichkeiten sowie deren überzeugender Schilderung. Sehr treffend sagt eine der Hauptpersonen gegen Ende des Buches den eindrücklichen Satz: "Die Gewissheit, dass auch die Erkenntnis der Kulisse nur Kulisse ist ... " Ich freue mich sehr auf einen Nachfolgeroman um wieder in dieses düstere absurde Berlin mit seinen Kulissen einzutauchen.

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  • Komplex, spannend und originell

    Stunde der Rache
    lacrimosadiesilla

    lacrimosadiesilla

    28. October 2016 um 19:52

    „Stunde der Rache“ ist der erste Teil einer in einer dystopischen Zukunft angesiedelten Thriller-Reihe. Der Roman spielt im Berlin des Jahres 2049. Ein Politiker wurde auf grausame Art und Weise ermordet und die beiden Ermittler Maxim und Bachir versuchen, Licht ins Dunkel der Intrigen und Verschwörungen zu bringen, die sich bis in die höchsten Ränge des Staatsapparates erstrecken.Die Handlung ist spannend und komplex, ein Roman, der volle Aufmerksamkeit fordert. Die mehrdimensionalen Charaktere und die sehr originelle und die nachdenklich stimmende, dystopische Welt, in die uns Tim Vogler entführt, sind in sich stimmig. Die Sprache ist kraftvoll und bildreich. Und das actiongeladene Finale lässt keine Wünsche offen.Fazit: Ein toller Einstieg in eine Reihe, die noch auf viele spannende Lesestunden hoffen lässt!

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  • Das 1984 des 21. Jahrhunderts

    Stunde der Rache
    ElyseoDaSilva

    ElyseoDaSilva

    16. August 2016 um 09:21

    Berlin Metropolis ist ein hochgradig durchdachter, komplexer Roman, der aktuelle Entwicklungen aufgreift und sie ins Berlin des Jahres 2049 fortführt. Dabei gelingt es Tim Vogler durch unterschiedliche Perspektiven eine konsequent spannende Geschichte zu erzählen, die den Leser in ihren Bann schlägt. Im Laufe des Romans enträtselt er peu a peu, was es mit den verschiedenen Vierteln Berlins auf sich hat, aber auch, welche persönliche Geschichten hinter den teils mysteriösen Hauptfiguren stecken.Absolut lesenswert.

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