Tim Weiner

 3.7 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von CIA, CIA: Die ganze Geschichte und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Tim Weiner

Tim Weiner ist Journalist bei der »New York Times« und gilt als einer der intimsten Kenner des amerikanischen Geheimdienstsystems. Für seine Reportagen und seine Berichterstattung über das geheime »National Security Program«, das die CIA gemeinsam mit dem Pentagon heimlich ins Leben gerufen hatte, erhielt er zwei Pulitzer-Preise. Er berichtete als Korrespondent u. a. aus Afghanistan, Pakistan, dem Sudan und weiteren fünfzehn Staaten. Für ›CIA. Die ganze Geschichte‹ wurde er mit dem National Book Award 2007 und dem Los Angeles Times Book Award for History 2007 ausgezeichnet.

Alle Bücher von Tim Weiner

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CIA

CIA

 (23)
Erschienen am 22.02.2012
CIA: Die ganze Geschichte

CIA: Die ganze Geschichte

 (2)
Erschienen am 01.03.2011
FBI

FBI

 (1)
Erschienen am 17.02.2012
Ein Mann gegen die Welt

Ein Mann gegen die Welt

 (1)
Erschienen am 22.03.2016
Legacy of Ashes: The History of the CIA

Legacy of Ashes: The History of the CIA

 (1)
Erschienen am 05.06.2008
Legacy of Ashes

Legacy of Ashes

 (1)
Erschienen am 20.05.2008
Blank Check

Blank Check

 (0)
Erschienen am 01.07.1991
Enemies

Enemies

 (0)
Erschienen am 01.04.2013

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Settembrinis avatar

Rezension zu "Ein Mann gegen die Welt" von Tim Weiner

Annäherung an einen Präsidenten
Settembrinivor 2 Jahren

Weiner setzt sich mit dem Leben von Nixon auseinander. Von Nixon hat sicherlich jeder schon etwas gehört (Stichwort Watergate). Dennoch gibt es diverse neue Fakten, die nicht jedermann bekannt sind (z. B. Möglichkeit, sich Ämter durch entsprechende Wahlkampfspenden zu kaufen). Weiner hält jederzeit die erforderliche kritische Distanz zu Nixon.  Der absolute Schwerpunkt liegt auf der Zeit der Präsidentschaft. Kindheit, Jugend, die "vorpräsidiale" Zeit und das Privatleben werde. Deutlich knapper behandelt.
Was mir allerdings gar nicht gefallen hat, ist das sprachliche Niveau, das deutlich höher hätte sein können. Möglicherweise liegt dies allerdings auch an der Übersetzung. Ich habe lange überlegt, ob es drei oder vier Sterne werden sollen. Angesichts des Inhalts halte ich vier Sterne aber schon für gerechtfertigt.

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M

Rezension zu "FBI" von Tim Weiner

Rezension zu "FBI" von Tim Weiner
michael_lehmann-papevor 7 Jahren

Differenziertes und umfassendes Standardwerk

Gar nicht so einfach ist es, eine differenzierte und sachgerechte Geschichte des FBI zu Papier zu bringen. Jenes Dienstes zwischen Legenden von hochkompetenten „G-Man“ aus der Kaderschmiede in Quantico, und den Anwürfen mitsamt des tiefen Misstrauens inneramerikanisch gegen diese teilweise als „Privattruppe Hoovers“ geltenden kriminalpolizeiliche Einheit, oder eher auch als „Intrigenschmiede“ wahrgenommenen Dienstes. Die untrennbar verknüpft ist mit ihrem Gründer J. Edgar Hoover, mit dessen umfangreicher Aktensammlung, dessen politischer Einflussnahme gegen etwaige „Kommunisten“, gegen Politiker, gegen eben jeden, der als „Störung“ gelten hätte können.

Gelungen aber ist es Tim Weiner. Eine tatsächlich differenzierte Darstellung, welche die „dunklen“ Seiten der Vergangenheit gerade unter Hoover und in dessen Person nicht auslässt, diese aber durchaus zu erden versteht und zudem auf knapp 590 Seiten Text ebenso die „normale“ Arbeit der Behörde darzustellen vermag wie die Struktur des Dienstes und seine wechselhafte Geschichte (lange Jahre in sichtbarer Konkurrenz zur CIA, durchaus mit negativen Folgen, was z.B. die Terrorbekämpfung anging).

Tim Weiner pflegt bei all seinen Darstellungen einen erzählerischen, flüssig dahin laufenden Stil, der das Buch in Teilen fast wie einen Agententhriller (die Verflechtungen, Korruptionen, die investigative Arbeit allein schon in den 20er Jahren gegenüber dem kommunistischen Untergrund lohnt das Lesen in ihrer spanenden Darstellungen) daherkommen lässt und damit für eine anregende Lektüre sorgt.

Von diesen Anfängen des FBI und dessen intensiver Prägung durch und unter Hoover über die Zeit des kalten Krieges, Vietnam, Watergate, bis hin zu den Ereignissen im September 2001 (und darüber hinaus) reichen die vielfältigen, durchweg informativen und spannenden Geschichten, die Weiner akribisch auch neu zugänglichen Quellen entnimmt, wie auch seine Analysen eine durchaus verständliche und differenzierte Darstellung beinhalten.

Natürlich ist zu weiten Teilen J. Edgar Hoover Zentrum des Geschehens. In seiner Detailversessenheit, seinem Talent, eine hervorragende Struktur im Dienst herzustellen, aber auch in seiner Hybris, seiner ungezügelten Eigenart, sehr persönlich den Dienst auszurichten und zu nutzen und seinen durchaus vielfache einfach auch illegalen Aktionen. Gesetze beugte Hoover vielfach und immer da, wo sie ihm hinderlich waren. Lebensleistung und Fehlurteile, Stärken und Schwächen des prägenden Mannes kommen so umfassend im Buch zur Geltung, was alleine schon eine Leistung angesichts einer solch polarisierenden Figur der Zeitgeschichte ist. Keine Frage, dass der Tod Hoovers 1972 zunächst ein intensives Vakuum und sich auflösende Strukturen nach sich zog. Diese zeigt Weiner detailliert auf und lässt den Leser am Ende des Buches teilhaben an einem sich Jahrzehnte später energisch fangenden und wieder erstarkenden FBI in durchaus veränderter Form.

Informativ, spannend, in vielen Geschichten wie ein Thriller zu lesen und äußerst sachkundig, vollzieht Weiner ein großes Stück moderner, amerikanischer Zeitgeschichte des letzten Jahrhunderts nach. Und dies im überwiegenden Teil des Buches gespiegelt und gebrochen an der Person des Gründers, J. Edgar Hoover, bei dem manches Mal schon der Eindruck entsteht, dass hier keine Bundesbehörde, sondern ein ganz persönlicher Ermittlungsdienst geführt wurde. Bei dem die Geschichte des FBI aber weder stehen bleibt noch endet. Sehr empfehlenswert.

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wireless5011s avatar

Rezension zu "CIA" von Tim Weiner

Rezension zu "CIA" von Tim Weiner
wireless5011vor 10 Jahren

Sehr detailliert aber nicht einfach zu lesen

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