Tim Weiner FBI

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Inhaltsangabe zu „FBI“ von Tim Weiner

Berühmt und berüchtigt: das FBI. Einige setzen ihre Hoffnung in den Kampf seiner "Special Agents" gegen das organisierte Verbrechen, Korruption und Terrorismus. Andere halten es aufgrund seiner illegalen Verhaftungen, Einbrüche und Lauschangriffe für einen sinistren Staat im Staate. Doch was ist Legende, was ist Realität? Wie bereits in seinem Weltbestseller ›CIA‹ schreibt der zweifache Pulitzer-Preisträger Tim Weiner die Geschichte dieser mächtigen Organisation neu. Sein glänzend recherchiertes und spannend geschriebenes Buch, das u.a. auf bislang unbekannten Quellen basiert, erhellt auf eindrucksvolle Weise dunkle Seiten der amerikanischen Geschichte und stellt die Machenschaften des FBI in einen profunden politischen Kontext. Ein Buch packender als ein Thriller. „Tim Weiners Buch ist die umfassendste Geschichte des FBI. Seine unglaubliche Recherchearbeit bietet einen völlig neuen Blick auf J. Edgar Hoover und all die Präsidenten der Vereinigten Staaten die mit ihm zusammen arbeiteten. Eine unerlässliche Lektüre für jeden, dem Bürgerrechte wichtig sind.“ Robert Dallek, Autor von „John F. Kennedy. Ein unvollendetes Leben“

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  • Rezension zu "FBI" von Tim Weiner

    FBI
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    16. March 2012 um 12:56

    Differenziertes und umfassendes Standardwerk Gar nicht so einfach ist es, eine differenzierte und sachgerechte Geschichte des FBI zu Papier zu bringen. Jenes Dienstes zwischen Legenden von hochkompetenten „G-Man“ aus der Kaderschmiede in Quantico, und den Anwürfen mitsamt des tiefen Misstrauens inneramerikanisch gegen diese teilweise als „Privattruppe Hoovers“ geltenden kriminalpolizeiliche Einheit, oder eher auch als „Intrigenschmiede“ wahrgenommenen Dienstes. Die untrennbar verknüpft ist mit ihrem Gründer J. Edgar Hoover, mit dessen umfangreicher Aktensammlung, dessen politischer Einflussnahme gegen etwaige „Kommunisten“, gegen Politiker, gegen eben jeden, der als „Störung“ gelten hätte können. Gelungen aber ist es Tim Weiner. Eine tatsächlich differenzierte Darstellung, welche die „dunklen“ Seiten der Vergangenheit gerade unter Hoover und in dessen Person nicht auslässt, diese aber durchaus zu erden versteht und zudem auf knapp 590 Seiten Text ebenso die „normale“ Arbeit der Behörde darzustellen vermag wie die Struktur des Dienstes und seine wechselhafte Geschichte (lange Jahre in sichtbarer Konkurrenz zur CIA, durchaus mit negativen Folgen, was z.B. die Terrorbekämpfung anging). Tim Weiner pflegt bei all seinen Darstellungen einen erzählerischen, flüssig dahin laufenden Stil, der das Buch in Teilen fast wie einen Agententhriller (die Verflechtungen, Korruptionen, die investigative Arbeit allein schon in den 20er Jahren gegenüber dem kommunistischen Untergrund lohnt das Lesen in ihrer spanenden Darstellungen) daherkommen lässt und damit für eine anregende Lektüre sorgt. Von diesen Anfängen des FBI und dessen intensiver Prägung durch und unter Hoover über die Zeit des kalten Krieges, Vietnam, Watergate, bis hin zu den Ereignissen im September 2001 (und darüber hinaus) reichen die vielfältigen, durchweg informativen und spannenden Geschichten, die Weiner akribisch auch neu zugänglichen Quellen entnimmt, wie auch seine Analysen eine durchaus verständliche und differenzierte Darstellung beinhalten. Natürlich ist zu weiten Teilen J. Edgar Hoover Zentrum des Geschehens. In seiner Detailversessenheit, seinem Talent, eine hervorragende Struktur im Dienst herzustellen, aber auch in seiner Hybris, seiner ungezügelten Eigenart, sehr persönlich den Dienst auszurichten und zu nutzen und seinen durchaus vielfache einfach auch illegalen Aktionen. Gesetze beugte Hoover vielfach und immer da, wo sie ihm hinderlich waren. Lebensleistung und Fehlurteile, Stärken und Schwächen des prägenden Mannes kommen so umfassend im Buch zur Geltung, was alleine schon eine Leistung angesichts einer solch polarisierenden Figur der Zeitgeschichte ist. Keine Frage, dass der Tod Hoovers 1972 zunächst ein intensives Vakuum und sich auflösende Strukturen nach sich zog. Diese zeigt Weiner detailliert auf und lässt den Leser am Ende des Buches teilhaben an einem sich Jahrzehnte später energisch fangenden und wieder erstarkenden FBI in durchaus veränderter Form. Informativ, spannend, in vielen Geschichten wie ein Thriller zu lesen und äußerst sachkundig, vollzieht Weiner ein großes Stück moderner, amerikanischer Zeitgeschichte des letzten Jahrhunderts nach. Und dies im überwiegenden Teil des Buches gespiegelt und gebrochen an der Person des Gründers, J. Edgar Hoover, bei dem manches Mal schon der Eindruck entsteht, dass hier keine Bundesbehörde, sondern ein ganz persönlicher Ermittlungsdienst geführt wurde. Bei dem die Geschichte des FBI aber weder stehen bleibt noch endet. Sehr empfehlenswert.

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