Tim Weiner Legacy of Ashes

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Inhaltsangabe zu „Legacy of Ashes“ von Tim Weiner

The image of the CIA as portrayed in countless films and novels is all-powerful, brilliant, decisive, ruthlessly effective. This book shows that the CIA is a blundering, chaotic and dangerously incompetent organization, so ineffective that it was nicknamed 'Can't Identify Anything' by Nato forces. (Quelle:'Flexibler Einband/27.05.2008')

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  • Rezension zu "Legacy of Ashes" von Tim Weiner

    Legacy of Ashes
    Buecherfrosch

    Buecherfrosch

    22. March 2008 um 17:22

    Rezension: Tim Weiner, CIA. Die ganze Geschichte, Frankfurt a. M. 2007, S. Fischer Verlag Glaubt man dem Titel, so will uns der Journalist der New York Times, Tim Weiner, mit seinem Buch „die ganze Geschichte“ der Central Intelligence Agency erzählen. Zu diesem Zweck hat er ein gründliches Quellenstudium betrieben (er behauptet 50'000 Dokumente eingesehen zu haben) und rund 2000 Interviews mit aktuellen und ehemaligen Protagonisten aus dem Geheimdienst und der Politik geführt. Die Problematik an Geheimdiensten ist, dass sie meist nur dann von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden, wenn sie ihre Aufgaben (in den Augen der Öffentlichkeit und mancher Politiker) nicht genügend wahrgenommen haben, oder wenn sie ihre Kompetenzen überschritten haben. Folgt man Weiner, erstaunt es nicht, dass die CIA eigentlich kein echter Geheimdienst war und ist, denn das klandestine Element der Institution ging durch die zahllosen Fehlleistungen und Skandale, und die damit erregte öffentliche Aufmerksamkeit vollständig verloren. Überhaupt ist die Geschichte der CIA nach Weiner eine Chronologie von Fehlleistungen inkompetenter, psychisch angeschlagener Alkoholiker, deren Hauptantrieb Abenteuerlust und Geltungssucht waren. Daher hat sich die Agency auch schwergewichtig auf die gefährlichen verdeckten Operationen verlassen und seit ihren Anfängen das Sammeln und saubere Analysieren von Daten vernachlässigt. Die Covert Operations waren das attraktivste was die Agency der Politik zu bieten hatte, sie wurden zu dem gestaltenden Element der amerikanischen Politik im Kalten Krieg. Zu den stärksten Befürwortern von Covert Ops gehörten – und das mag für europäische Ohren befremdlich klingen – der durch seinen frühen Tod zum Mythos verklärten John F. Kennedy, der zusammen mit seinem Bruder die CIA als Instrument zum Sturz von Castro missbraucht hat. Erschreckend erscheint auch, dass die beiden nicht von Sabotage-Aktionen absahen als sich die Krise um die sowjetischen Atomwaffen auf der Karibikinsel gefährlich zuspitzte. Indem er beständig parallelen zwischen Fehlern der älteren Vergangenheit und dem jüngsten Intelligence Failure vor dem Irak Krieg zieht, will der Autor ein inhärent vorhandenes Potential zum Versagen hervorheben. Die Agency war seit ihren Anfängen von den Sowjets unterwandert worden (dass aber ein Kim Philby zum Beispiel sein Unwesen so lange ungestraft im britischen Geheimdienst treiben konnte ist eher auf ein Versagen der Briten zurückzuführen!), war immer wieder abhängig von einzelnen Persönlichkeiten an ihrer Spitze, und ist von der Politik nach ihrem eigenen Gutdünken zu ihren Zwecken missbraucht und manipuliert worden. Dass Weiner über eine umfassende Aktenkenntnis verfügt ist unbestreitbar. Wie er sie aber einsetzt und zum Teil belegt oder eben nicht ist eher fragwürdig. So verliert er sich zum Teil in völlig unbedeutenden Details: Ob der letzte in Long Tieng (Laos) zurückbleibende Agent Jerry Daniels hiess, ist für den Verlauf der Geschichte absolut irrelevant, dass er dann sieben Jahre später im Alter von 40 Jahren auch noch an einer Gasvergiftung in seiner Wohnung starb tut ebenfalls nichts zur Sache. Tragisch wird’s aber vor allem dann, wenn der Autor nicht mal die Stellen aus dem Text in seinem unendlich scheinenden Anhang belegt die aus Protokollen oder Artikeln stammen. Trotz der grossen publizistischen Resonanz die das Buch gefunden hat, bleibt es für einen Historiker eine grosse Enttäuschung. Der Titel ist irreführend, denn was Weiner präsentiert ist eine sehr subjektive Auswahl und Aneinanderreihung von Fehlern und Fehlschlägen. Inhaltlich hat das Buch somit nichts wirklich Neues zu bieten. Der Erzählstil und die Sprache sind zudem eher salopp und driften dann und wann auch schon mal ins beleidigende ab. Formal ist vor allem der Aufbau des Anmerkungsapparates zu bemängeln und die fehlenden Belege für etliche Zitate. Aus diesen Gründen ist das Buch in meinen Augen nicht geeignet als Informations- oder Überblickswerk. Wer etwas über das Innenleben der CIA erfahren will, ist mit den Biographien einiger Direktoren deutlich besser bedient (z.B. Robert Gates, From the Shadows). Zum Schluss noch ein Wort zur Übersetzung: Leider ist es in den letzten Jahre zu Mode geworden Bücher so schnell wie möglich zu übersetzen und auf den Markt zu werfen. Darunter leidet die Qualität der Texte je nach dem spürbar. Und so habe ich mich auch dieses Mal wieder über diese unsäglichen Wortübertragungen geärgert: Nationale Sicherheitsagentur oder Zentraler Nachrichtendienst sagen dem nicht so bewanderten Leser nicht so viel. Und ein ‚Marine’ ist eben kein Marinesoldat, was einem Angehörigen der Navy entsprechen würde, sondern ein Marineinfanterist. Viel lieber wäre es mir die englischen Bezeichnungen würden stehen gelassen und in einem separaten Anhang würden die Begriffe dann erklärt. Aber das ist halt wieder ein Extraaufwand, und damit könnte man das Buch nicht so schnell auf den Markt werfen – und es könnten Leser durch die Lappen gehen!

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  • Rezension zu "Legacy of Ashes" von Tim Weiner

    Legacy of Ashes
    HarryIlle

    HarryIlle

    26. February 2008 um 09:29

    Tom Weiner hat alle wichtigen Quellen eingesehen und ist seit Jahrzehnten als Journalist mit CIA-Mitarbeitern auf Du-und-Du. Gut geschrieben, oft etwas zu anekdotisch, und leider ohne direkte Quellenangaben. Zudem benötigt man einige Kenntnis der US-amerikanischen Außenpolitik seit 1945, um die CIA-Histörchen einordnen zu können. Aber sehr lehrreich und unterhaltsam!