Tim Willocks Das Sakrament

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Inhaltsangabe zu „Das Sakrament“ von Tim Willocks

Welche Waffen sind schärfer?§Die Waffen des Glaubens oder der Liebe?Malta im Jahre 1565. Die letzte Bastion der Christenheit wird von den Türken belagert. Der heilige Orden der Malteser schickt eine schöne Contessa aus, um den einzigen Mann auf die Insel zu locken, der sie noch retten kann. Mattias Tannhäuser, der einst für die Türken kämpfte, soll den Sohn der Contessa suchen und den Christen helfen, die Belagerung zu überstehen. Fasziniert von der Contessa, willigt Tannhäuser schließlich ein, doch bald muss er erkennen, dass sein größter Feind keineswegs eine feindliche Armee ist, sondern ein Inquisitor, der nichts Geringeres plant als den Untergang des Ordens.Ein vielschichtiges, historisches Epos, das alle Dimensionen sprengt:Ein Mann, der gewohnt ist, mit dem Schwert zu kämpfen, muss die gefährlichen Wege der Liebe und des Hasses erkunden, um an sein Ziel zu gelangen.

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    Das Sakrament
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 18:48

    "Nicht für Reichtümer oder Ehre, sondern um meine Seele zu retten!" Tim Willocks sollte ein Buch vorlegen, das selbst "Die Säulen der Erde" in den Schatten stellt. Ist ihm dies gelungen? Für mich tangieren beide auf einer Ebene, mit einem kleinen Vorsprung für Willocks. Er zeichnet seine Protagonisten scharfsinniger und hat ganz klar stilistische und sprachliche Vorteile (hiermit auch ein großes Lob an die hervorragende Übersetzung!). Willocks ist ein historisch fundiertes und gut recherchiertes Buch über die Belagerung Maltas im Jahre 1565 gelungen. Detailreiche Beschreibungen, auch bei kleinen und scheinbar nebensächlichen Handlungen, zeichnen dieses Buch aus. Alle Figuren sind plastisch und überzeugend gezeichnet. Die Spannung wird über den gesamten Zeitraum ohne Verluste aufrechterhalten. Auch die Schlachtbeschreibungen sind für mich in keinster Weise ermüdend, sondern gewähren in dieser überaus lebendigen Schreibweise tiefe Einblicke in die Strategie der damaligen Kriegsführung. Gerade diese Detailtreue nimmt der Schlacht den heroischen Charakter und macht Willocks' Epos zu etwas Besonderem. Die Belagerung Maltas war ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte: sollte der Koran über das Evangelium siegen? Mit sehr viel Sensibilität nähert sich Willocks an die Weltreligionen, den Islam und das Christentum an. Behutsam werden beide skizziert - religiöser Fanatismus genauso wie die Kraft aus dem Glauben - und nie die eine vor die andere gestellt. Dies ist dem Autor großartig gelungen. Wenn es an diesem tollen Buch etwas zu kritisieren gäbe, ist es die - in meinen Augen - zu heroische, beinahe philosophische Gestalt des Mattias Tannhäuser. In einer Zeit des Konformismus, in der Speichelleckerei und Kriecherei der beste Weg zum Erfolg waren, handelt er treu nach dem Spruch, der in seinem goldenen Armreif steht "nicht für Reichtümer oder Ehre, sondern um meine Seele zu retten"... "denn irgendwo jenseits von all diesem Wahnsinn [die Schlacht um Malta] wartet eine Welt, in der Männer wie wir Spuren hinterlassen können, die etwas Besseres sind als eine blumige Inschrift auf einem Grabmal." Ein schönes Weltbild, welches zur damaligen Zeit sicher kaum jemandem inne gewohnt hat. Aber Romanhelden sollten wohl auch heroisch sein dürfen ;-) Fazit: "Die Wahrheit einer Geschichte liegt in dem Geschenk, das der Erzähler seinem Zuhörer macht." sagt Tannhäuser im Buch. Meinen Dank an Mister Willocks: Dies ist Ihnen großartig gelungen! Ich freue mich schon jetzt auf Ihre geplanten Fortsetzungen. Ganz klar 5 Sterne von mir!

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