Tim Willocks The Religion

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Inhaltsangabe zu „The Religion“ von Tim Willocks

Malta, 1565: Suleiman der Prächtige rüstet zum Kampf gegen den erklärten Feind der islamischen Welt: die gefürchteten Tempelritter von Malta - während eine verzweifelte Frau versucht, ihren Sohn zu finden, der ihr einst von der Inquisition genommen wurde.
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  • Ein historischer Roman, wie er sein soll

    The Religion

    anell

    Ich liebe Histos. Aber ich gebe zu, ich bin von den ganzen Hebammen/Wanderhuren/Heilerinnen und Hexen total angeödet. Einen historischen Roman mit einem Mann in der Hauptrolle zu finden, ist ungefähr so einfach, wie morgens um 11 an der Uni noch einen Parkplatz zu bekommen. Fast ein Ding der Unmöglichkeit. Bei "the Religion" hab ich das Cover gesehen und musste es haben (es handelt sich dabei nicht um das oben angezeigte, sondern das vom Vintage Verlag) Dieses Cover zeigt einen verschwitzten, blutigen Kerl, hinter ihm eine Schlacht. Yeah! Dachte ich und wurde nicht enttäuscht. "The Religion" ist direkt, blutig und expliziet. Wer also beim Anblick von Blut, Fäkalien, Dreck und Innereien zusammenzuckt, sollte von dieser Lektüre absehen. Der Autor, Tim Willocks wird sowohl von den Verlagen, als auch von Amazon gern mit Ken Follett verglichen. In wie weit das zutrifft, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass Willocks sehr viel Liebe und Zeit in seine Figuren steckt, diese alle mit einer wunderbar detailreichen Historie versieht, die er uns auch mitteilt. Manche werden es "Infodump" nennen, und ich bin ja auch ein Leser der über solche "Infos" normalerweise den Kopf schüttelt. Aber bei Willocks passt es einfach. Es war fast so wie bei Abercrombies "Frist Law" du bist auf Seite 100 so viel ist eigentlich noch nicht passiert, die sind noch nicht mal auf Malta, aber die Figuren gehen dir nicht mehr aus dem Kopf und du musst jetzt wissen, wie es weitergeht. Das Buch wird aus der Perspektive mehrerer Personen geschildert. Matthias, Carla, dem Gegenspieler Ludovicus, Orlandu u.a. Bis auf Orlandu haben mich alle begeistert. Nicht dass sein Teil der Geschichte schlecht gewesen wäre. Die anderen waren halt einfach besser. (Ist aber persönlicher Geschmack) Also für Story und Charaktere beide Daumen nach oben. Schwierigkeit: Da würde ich schon sagen, es ist nicht einfach. Ich lese viel englisch, aber wie meine Freundin immer so schön betont, bewegen wir uns auf "Gay-Romance"-Niveau :D Ich habe vom Sinn her alles verstanden. Aber vorallem bei Sachen wie Bewaffnung, Kriegsführung etc. da hats eben aufgehört und da hilft auch kein Übersetzungscomputer oder der große Langenscheidt. Da muss schon gegoogelt werden. Wenn Interesse besteht. Wie gesagt, aus dem Kontext erschließt sich alles. Wers genau wissen will, muss den Computer bemühen. Wer kernige historische Romane mit Männern in der Hauptrolle sucht, ist hier gut bedient.

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    Arun

    21. June 2014 um 13:53
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