Tim Winton Schwindel

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Inhaltsangabe zu „Schwindel“ von Tim Winton

Das zornige Meer, die rote Wüste, die unbarmherzige Natur – dafür ist der australische Schriftsteller Tim Winton berühmt, in seinen Geschichten ist der Mensch immer auch ein Ausgesetzter. Wie Tom Keely, ein ehemaliger Umweltaktivist, der in seinem Leben auf ganzer Linie gescheitert ist, ein Mann am Abgrund, der die Welt, wie er sie kennt, nicht mehr lieben kann. In seinem Apartmenthochhaus in Fremantle an der Küste Westaustraliens sieht er täglich vor seiner Haustür, was Gier und Korruption im großen und Gewaltverbrechen und Drogenhandel im kleinen Maßstab aus seinem Land gemacht haben. Als eine frühere Bekannte und ein kleiner Junge neben ihm einziehen, findet er inmitten seiner Abwärtsspirale eine neue Aufgabe und vielleicht auch wieder Sinn und Hoffnung für sein Leben …

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  • Schwindel

    Schwindel

    thenight

    08. September 2016 um 10:40

    Inhalt: Tim Winton erzählt in seinem Buch von Tom, einem gescheiterten Umweltaktivist, der sein Leben fast komplett an die Wand gefahren hat, nachdem eines seiner Projekte scheiterte. Er lebt in einer kleinen heruntergekommenen Wohnung in einem ebenso heruntergekommen Wohnblock, seine sozialen Kontakte beschränken sich auf das Notwendigste, das ändert sich, als er Gemma und ihren Enkel trifft.Gemma ist eine Freundin aus Kindertagen, die zeitweise bei seiner Familie lebte und die er irgendwann aus den Augen verlor. Gemmas Leben wurde geprägt von Misshandlung und Gewalt und doch opfert sie sich auf um ihrem Enkel,dessen Mutter im Gefängnis sitzt, ein geregeltes Leben zu ermöglichen.Meine Meinung:Schwindel zu lesen, war ein Erlebnis, ich habe lange kein Buch mehr in der Hand gehabt, das so wortgewaltig war, ein anderes Wort fällt mir dazu gerade nicht ein. Tim Winton spielt mit Worten und er spielt gut, er lässt den Leser die Hitze Australiens genauso spüren, wie er ihm den Geruch, der in der Sonne gärenden Hundekotbeutel, unter die Nase reibt.Es hat zugegeben etwas gedauert bis ich mich eingefunden hatte in den Schreibstil des Autors, einige Passagen passiert gefühlt nichts und doch sind auch diese Handlungsarmen Seiten wichtig für den Gesamteindruck, für das Gefühl das man nach der letzten Seite hat, das Gefühl dort gewesen zu sein, Toms Weg ein Stück weit begleiten zu dürfen. Ich gebe für das Buch eine absolute Leseempfehlung für Leser die sich Zeit lassen wollen, die das Lesen ein bisschen entschleunigen wollen, für mich war das Buch eine gelungene Abwechslung zu den möglichst atemlosen Thrillern die ich ja bekannter weise, sonst lese.Ein besonderes Lob gebührt sicherlich auch dem Übersetzer, Klaus Berr, der so weit ich das beurteilen kann, einen hervorragenden Job gemacht hat.

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  • Sehr schwieriger Schreibstil, aber guter Roman

    Schwindel

    Daniel_Allertseder

    07. May 2016 um 14:41

    Meine Meinung   Tim Winton’s „Schwindel“ erzählt die Geschichte eines Mannes Namens Tom Keely, der „bereits in den Scherben seines Lebens liegt und kurz vor die Hunde geht“[1]. Tom lebt in einer schäbigen Gegend in der Nähe von Perth in Australien. Er besitzt einige Neurosen, wie zum Beispiel unter Menschen gehen. Der Autor erzählt in seinem Buch, wie Keelys alte Freundin Gemma auf Tom stößt; mitunter ihr Enkel, der bei Tom einiges aufwühlt. Ein Wendepunkt in seinem Leben. Er übernimmt wieder Verantwortung und sein Beschützerinstinkt tritt wieder aus dem Dunkel seines Lebens hervor.   Tim Winton besitzt einen beachtlichen und sehr ausführlichen Schreibstil. Mit Synonymen und Metaphern bepackt er seine Szenen, vermittelt die Pointe seines Buches durch raffiniert gesetzte Sätze. Einiges war unverständlich; zum Beispiel als Winton zu viele Fremdwörter hintereinander gesetzt hat. Auch muss man darauf Acht geben, dass man beim Lesen nie den roten Faden verliert, ansonsten kennt man sich nicht mehr aus und hat keinen blassen Schimmer, was Winton uns im Moment sagen möchte. Tom Keely war ein sehr guter Charakter, der mit seinem Leben kämpft und seiner Vergangenheit nachtrauert. Der authentische Schreibstil vereinfacht – sofern man dabei ist – die Vermittlung der Gefühle und Emotionen auf Grund der richtigen Ausdrucksweise. Perth als Handlungsort fand ich wirklich sehr schön. Besonders wenn man bedenkt, dass Winton selbst aus der Nähe von Perth kommt und somit die Stadt getreu wiedergeben konnte. Sehr irritierend, und was ich als negativ im Lesefluss empfunden habe, waren die nicht vorhandenen Anführungszeichen bei den Dialogen. Dies war für mich eine fatale Blockade des – wie schon gesagt – des Leseflusses, weil man selten unterscheiden konnte, ob das Geschriebene nun ein Dialog war oder nicht.   Das Cover ist sehr schlicht gehalten, wobei ich die Setzung der Schriften etwas wahllos und durcheinander fand. Das Buch war sehr dick, die Kapitel nicht zu kurz und nicht zu lang und besonders angenehm fand ich das Material des Umschlags.     Fazit   Ein interessanter und bewegender Roman, den ich gerne weiterempfehlen möchte. Der Schreibstil war eine kleine Herausforderung, der Plot aber sehr toll gestaltet und wieder mit der Moral, dass man das Leben genießen sollte, wie es ist.   [1] Zitat einer Amazon-Kundin

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  • Vom Weg abgekommen

    Schwindel

    serendipity3012

    19. September 2015 um 12:23

    Vom Weg abgekommen Tom Keely ist ziemlich kaputt. Einst machte er Karriere als Umweltaktivist, war bekannt und auch finanziell gut gestellt, aber nach einem Skandal verlor er seine Arbeit. Außerdem ging seine Ehe in die Brüche, und nun steht er allein da, die Tage sind grau und einer ist wie der andere. Es wird immer schwieriger, sie durchzustehen und ohne Alkohol und Tabletten scheint es ihm unmöglich. Eines Tages begegnet er Gemma wieder, eine Bekannte aus seiner Kindheit. Keelys Eltern hatten sie und ihre Schwester damals aufgenommen und aus einer schwierigen familiären Situation befreit. Gemma ist nun Keelys Nachbarin. Bei ihr lebt ihr Neffe Kai, dessen Mutter im Gefängnis sitzt. Keely, der eigentlich seine Ruhe haben möchte, knüpft zaghaft Kontakt zu Gemma und hilft ihr mit dem Jungen. Schlechte Erfahrungen haben sie hart gemacht. Und sie hat Probleme mit einigen zwielichtigen Gestalten aus einem Milieu, von dem keiner der Beteiligten genau weiß, wie gefährlich es ist. Keely lässt Gemma und Kai nur widerwillig in sein Leben, seine eigenen Probleme lähmen ihn, aber langsam übernimmt er Verantwortung. Der Australier Tim Winton hat mit „Schwindel“ einen Roman um ein paar Menschen vorgelegt, die vom Wege abgekommen sind, die desillusioniert sind. Das tägliche Leben ist für sie zu einem Kampf geworden. Wie Winton dieses Milieu abbildet, den Alltag Keelys und Gemmas zeigt, die Trostlosigkeit und die Resignation, das ist überzeugend. Keelys knappe, teils auch derbe, lakonische Sprache trägt dazu bei, dass man sich als Leser sehr gut hineinversetzen kann in diese Atmosphäre, die natürlich alles andere als einladend ist. Tauschen möchte man nicht mit ihnen. Trotzdem konnte mich Wintons Roman nicht ganz überzeugen. Dass über weite Strecken wenig passiert, ist immer nur dann ein Problem, wenn auch auf einer inneren Ebene Stillstand herrscht, wenn sich die Figuren nicht weiterentwickeln. „Schwindel“ wiederholen sich Situationen in recht ähnlicher Weise, ohne dass etwas Neues hinzukäme, was die Lektüre für mich immer wieder etwas ermüdend machte. Die Geschichte konzentriert sich stark auf Keely und Gemma, andere Figuren wie Keelys Schwester oder seine Ex-Frau treten auf und verschwinden recht schnell wieder. Ich hätte gern mehr über sie erfahren: Hier hätte der Roman noch einmal eine andere Tiefe gewinnen können, aber natürlich wäre „Schwindel“ dann ein anderes Buch mit anderem Schwerpunkt gewesen, das der Autor aber so nicht schreiben wollte. Ich habe den Roman seltsam unscharf empfunden, als unpräzise, bedingt durch die Wiederholungen und die Längen. Trotz alldem ist „Schwindel“ ein Roman, der sicher seine Leser finden wird, um einen Mann in einer Krise, der sich in der Mitte des Lebens neu finden muss, wenn er nicht vor die Hunde gehen will und der durch die Wiederbegegnung mit Gemma an alte Zeiten erinnert wird. Diese Begegnung ist eine Chance für Keely. Eine Geschichte manchmal ohne Hoffnung, manchmal voll von ihr, in einer rauen Sprache, die eine Stimmung schafft, die ihrer Handlung angemessen ist. 

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  • Auf der Suche nach Erlösung

    Schwindel

    Havers

    12. September 2015 um 10:21

    „Schwindel“ ist der neue Roman des australischen Autors Tim Winton. Und wie bereits in „Der singende Baum“ steht auch hier im Zentrum der Handlung ein Gestrandeter, ein Außenseiter, der an einem Wendepunkt seines Lebens angelangt ist: Tom Keely, ehemaliger Umweltaktivist, dessen Leben in Scherben liegt und der droht, vollends vor die Hunde zu gehen. Früher in gesicherten Verhältnissen lebend, hat der Mittvierziger alles verloren, was ihm wichtig war. Nun steht er ohne Job da, seine Frau hat ihn verlassen und Trost findet er nur noch in der Flasche. Die Welt um sich herum betrachtet er aus sicherer Distanz, und die Tage schleichen ohne besondere Vorkommnisse dahin. Die Gegend, in der Tom jetzt wohnt ist schäbig und genau so trostlos wie sein Dasein. Doch dann begegnet er Gemma, die im gleichen Hochhaus wohnt, und die er aus glücklichen Kindertagen kennt. Auch sie hat harte Zeiten hinter sich, geprägt von Gewalt in den verschiedensten Formen, und lebt ein Leben am Rande der Gesellschaft. Aber sie hat eine Aufgabe, denn da ihre Tochter eine Gefängnisstrafe verbüßt, lebt deren Sohn bei ihr, ein zutiefst verstörtes Kind. Dieses zufällige Zusammentreffen markiert einen Wendepunkt in Toms Leben, denn das Kind rührt an längst verschüttete Gefühle und setzt einen Prozess der Heilung in Gang. Sein Beschützerinstinkt erwacht und er übernimmt wieder Verantwortung – nicht nur für Gemma und das Kind, sondern auch für sich selbst. Es ist ein wunderbares Buch, das Tim Winton geschrieben hat. Sein Umgang mit Sprache ist außergewöhnlich, intelligent und dennoch leicht lesbar. Und obwohl streckenweise mehr als handlungsarm, kommt bei der Lektüre zu keinem Moment Langeweile auf, denn der Autor versteht es, Interesse an den Menschen seines Romans zu wecken. Seien es nun die persönlichen Lebensumstände oder die Umgebung, in der sich deren Alltag abspielt – alles wirkt authentisch und nicht gestelzt. Er weckt Sympathie für diese kleine Gruppe, die das Schicksal zusammengeführt hat und wünscht ihnen, dass sie die Erlösung finden, nach der sie suchen. Lesen!

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  • Auf der Suche nach Erlösung

    Schwindel

    Havers

    07. September 2015 um 17:19

    „Schwindel“ ist der neue Roman des australischen Autors Tim Winton. Und wie bereits in „Der singende Baum“ steht auch hier im Zentrum der Handlung ein Gestrandeter, ein Außenseiter, der an einem Wendepunkt seines Lebens angelangt ist: Tom Keely, ehemaliger Umweltaktivist, dessen Leben in Scherben liegt und der droht, vollends vor die Hunde zu gehen. Früher in gesicherten Verhältnissen lebend, hat der Mittvierziger alles verloren, was ihm wichtig war. Nun steht er ohne Job da, seine Frau hat ihn verlassen und Trost findet er nur noch in der Flasche. Die Welt um sich herum betrachtet er aus sicherer Distanz, und die Tage schleichen ohne besondere Vorkommnisse dahin. Die Gegend, in der Tom jetzt wohnt ist schäbig und genau so trostlos wie sein Dasein. Doch dann begegnet er Gemma, die im gleichen Hochhaus wohnt, und die er aus glücklichen Kindertagen kennt. Auch sie hat harte Zeiten hinter sich, geprägt von Gewalt in den verschiedensten Formen, und lebt ein Leben am Rande der Gesellschaft. Aber sie hat eine Aufgabe, denn da ihre Tochter eine Gefängnisstrafe verbüßt, lebt deren Sohn bei ihr, ein zutiefst verstörtes Kind. Dieses zufällige Zusammentreffen markiert einen Wendepunkt in Toms Leben, denn das Kind rührt an längst verschüttete Gefühle und setzt einen Prozess der Heilung in Gang. Sein Beschützerinstinkt erwacht und er übernimmt wieder Verantwortung – nicht nur für Gemma und das Kind, sondern auch für sich selbst. Es ist ein wunderbares Buch, das Tim Winton geschrieben hat. Sein Umgang mit Sprache ist außergewöhnlich, intelligent und dennoch leicht lesbar. Und obwohl streckenweise mehr als handlungsarm, kommt bei der Lektüre zu keinem Moment Langeweile auf, denn der Autor versteht es, Interesse an den Menschen seines Romans zu wecken. Seien es nun die persönlichen Lebensumstände oder die Umgebung, in der sich deren Alltag abspielt – alles wirkt authentisch und nicht gestelzt. Er weckt Sympathie für diese kleine Gruppe, die das Schicksal zusammengeführt hat und wünscht ihnen, dass sie die Erlösung finden, nach der sie suchen. Lesen!

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