Timm Kruse

 4.3 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor von Roadtrip mit Guru, Weder geschüttelt noch gerührt und weiteren Büchern.
Timm Kruse

Lebenslauf von Timm Kruse

Ich wurde 1970 in Lippe-Detmold geboren, habe Sprach- und Literaturwissenschaften in Saarbrücken und Wolverhampton studiert. Nebenbei arbeitete ich für verschiedene deutsche Tageszeitungen. Seit 1997 bin ich Fernseh-Redakteur, unter anderem für den NDR und das ZDF. Ich war Wissenschaftsjournalist bei „Planetopia“ und Sportreporter bei „ran“. Eines Tages hatte ich endlich den Mut, Bücher zu schreiben. Denn das wollte ich schon immer.

Neue Bücher

Weder geschüttelt noch gerührt
 (3)
Neu erschienen am 20.08.2018 als Taschenbuch bei Verlag Herder.

Alle Bücher von Timm Kruse

Timm KruseRoadtrip mit Guru
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Roadtrip mit Guru
Roadtrip mit Guru
 (22)
Erschienen am 10.03.2014
Timm KruseWeder geschüttelt noch gerührt
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Weder geschüttelt noch gerührt
Weder geschüttelt noch gerührt
 (3)
Erschienen am 20.08.2018
Timm Kruse40 Tage Fasten
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40 Tage Fasten
40 Tage Fasten
 (2)
Erschienen am 12.02.2012
Timm KruseMeditiere ich noch oder schwebe ich schon?
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Meditiere ich noch oder schwebe ich schon?
Meditiere ich noch oder schwebe ich schon?
 (1)
Erschienen am 11.01.2016
Timm KruseRoadtrip mit Guru. Wie ich auf der Suche nach Erleuchtung zum Chauffeur eines Gurus wurde
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Roadtrip mit Guru. Wie ich auf der Suche nach Erleuchtung zum Chauffeur eines Gurus wurde

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Neue Rezensionen zu Timm Kruse

Neu
EvyHearts avatar

Rezension zu "Weder geschüttelt noch gerührt" von Timm Kruse

Interessant, aber einseitig (Rezi-Ex.)
EvyHeartvor 2 Monaten

Am Anfang des Buches habe ich geschwärmt, dass das Buch lebensnah ist und kein Buch, dass einem erzählt, wie toll und schön das Leben ohne Alkohol ist. Am Ende einer netten Reise war es genau das.

Inhalt


Das Buch erzählt von einem Jahr (versuchter) Abstinenz des Autors. Es zeigt den Weg in die Alkoholsucht und wieder heraus. Einschließlich der Rückschläge. Im letzten Viertel gibt es die Ergebnisse der Recherchen des Autors - die Alkohol-Lobby ist schuld.

Eine weitere Rolle spielen Timms Bald-Freundin Anna (dient nur als Stilmittel, um Spannung reinzubringen und später nichtmehr relevant) und der Tod eines Freundes (interessant, aber einseitig)


Was hat mir gefallen?


Die Lebensnähe: Anfangs erzählt der Autor, dass ihm Alkohol nicht schmeckt und dass er das nur tut, weil es gesellschaftlich geläufig ist. Außerdem berichtet er vom Versuchen und Scheitern und wirkt dabei durchdacht und nett. Auch der Gedanke, dass man ohne Alkohol sehr, sehr viel Zeit hat, fand ich nett. Und mir war sehr sympatisch, dass er deutlich sagt, dass manches fiktiv ist. Diese Ehrlichkeit hat mich beeindruckt.

Werbung: Während andere Drogen und Sexualkrankheiten mit Kampagnen bekämpft werden, gibt es zu Alkohl nur wenig. Abgesehen von der Kampagne "Kenn dein Limit" - die sich an Jugendliche richtet. Dass Alkohol auch für Erwachsene ein Problem sein kann, wird bei solchen Maßnahmen wenig betrachtet. Die Kritik an der Alkohollobby war mir zu einseitig und zu einfach, aber mir wird bewusst, wie wenig vor den Gefahren gewarnt wird. Gleichzeitig macht das Buch deutlich, dass das Sponsoring z.B. im Sport sehr wichtig ist - keine Formel 1 ohne Bierwerbung. Leider erläutert das Buch nicht, wie man es kompensieren könnte, wenn die Förderung durch Alkoholmarken wegfällt ... Ein Gedanke im Text ist, dass der Preis für Alkohol erhöht wird und damit Suchtprävention unterstützt wird.

Generationenkonflikt: Der Erzähler ist bei seinen Eltern zu Gast und erntet harte Worte, weil er keinen Champagner trinkt. Ähnliches habe ich von Veganern gehört, die auf einer Familienfeier Fleisch essen sollten, weil Fleisch für die ältere Generation etwas Wertvolles ist, das man nicht ablehnt. Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde. Ob ich aus Höflichkeit und um einen Machtkonflikt zu vermeiden, der sich nicht lösen lässt, trinken würde oder ob ich ablehnen würde. Vielleicht braucht so etwas Zeit?

Definition: Als der Erzähler bei den Anonymen Alkoholikern ist, fällt es im schwer, sich als "Alkoholiker" zu bezeichnen, weil er nicht dem Klischee des verwahrlosten Trinkers entspricht - und die anderen Mitglieder der Runde auch nicht. Muss man sich in eine Schublade einordnen, damit einem geholfen wird? Umgekehrt: Ist man nicht krank, wenn man nicht krank aussieht? Es hat mir gefallen, dass sich das Buch gegen starre Definitionen ausspricht und die eigene Sicht in den Vordergrund rückt.

Was hat mir nicht gefallen?


Die Beschränkung: Es ist ein Erfahrungsbericht eines Menschen, der sich als alkohol-kontroll-unfähig bezeichnet. Der in einer Welt lebt, in der viel getrunken wird und in der man verachtet wird, wenn man nicht trinkt. Ob alle Journalisten trinken? Der Protagonist mag den Geschmack von Alkohol nicht, er bekommt Angstattacken, wenn er Alkohol trinkt und er erträgt Partys schwer, wenn er nüchtern ist. Es gibt viele Gründe nicht zu trinken - trotzdem tut er es. Ich denke, damit können sich einige Leser identifizieren.

Für mich fehlen jedoch Zwischentöne und das andere Extrem. Zwischentöne, weil es Leute gibt, denen Alkohol schmeckt. Und Umgebungen, in denen niemand doof guckt, wenn man keinen Alkohol trinkt. Und ob Alkohol "der Feind" ist oder nur ein Mittel ist, um innerliche Leere zu kompensieren - ob sich das auf etwas anderes überträgt, wenn der Alkohol wegfällt. Das andere "Extrem" sind Leute, die noch nie Alkohol getrunken haben. Haben sie ein besseres Leben, weil sie nicht trinken? Wie fühlt man sich, wenn man Freundeskreise nicht vermeiden will?

Hinterfragen und eine einfache Lösung: Die Anonymen Alkohliker werden ein bisschen hinterfragt, der Abstinenz-Kurs, den die Figur macht, nicht. Die Figur ist glücklich mit dem, was sie erreicht hat, aber ... das war einseitig. Des Rätsels Lösung sind übrigens Meditation und Zeit für sich.

Ich denke, das gesteigerte Wohlbefinden liegt weniger am Alkohol, als daran, dass die Figur gelernt hat, die Kontrolle über ihr Leben zu gewinnen. Indem sie bewusst an einem Problem gearbeitet hat und anstatt Betäubung etwas für sich getan hat.

Aber ich mag den Gedanken, inne zu halten und sich bewusst zu machen, wieviel man bewirken kann.

Fazit


Ich mag am Buch die Ehrlichkeit. Dass es nicht pseudo-wissenschaftlich tut und in Gerede versinkt. Es ist ein offenes Bekenntnis und das war spaßig. Trotzdem finde ich den Text einseitig, zu geradlinig. Und der Versuch, eine Spannungskurve zu erzeugen, ist oft gescheitert.

Das Buch hat mein Bewusstsein für Alkohol in der Gesellschaft gestärkt und ich betrachte das Thema kritischer.

Trotzdem: Für mich ist es nicht einzigartig genug. Das Gleichgewicht aus Persönlichkeit und Kritik am Alkohol stimmt für mich nicht.

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seschats avatar

Rezension zu "Weder geschüttelt noch gerührt" von Timm Kruse

Vom Saulus zum Paulus
seschatvor 3 Monaten

Timm Kruse (*1970) ist es leid, durch seinen unkontrollierten Alkoholkonsum ständig Filmrisse inklusive Angstattacken und Größenwahngedanken erleben zu müssen und dadurch immer die falschen Frauen und Freunde kennen zu lernen. Als Medienschaffender ist es aber alles andere als leicht, dem Alkohol zu widerstehen, wenn monatlich mehrere Empfänge, Partys etc. anstehen und man selbst nicht als Langweiler und Spielverderber dastehen möchte. Kurzum, es gehört dort zum guten Ton sich auch einmal etwas zu gönnen, Alkohol und andere Drogen eingeschlossen. Und Kruses Bilanz liest sich erschütternd: "Grob geschätzt, habe [er] mehr als 100 Badewannen voll Bier getrunken, 300 Waschbecken Wein, 70 Kühlschränke Sekt, acht Kellerregale Rum, Whiskey, Schnaps und was es sonst noch an Hochprozentigen gibt." (S. 16)


Der Versuch, ein Jahr ohne Alkohol zu leben, ist für Timm Kruse anfangs noch eine Art Spielerei, wird aber mit der Zeit zum Selbstläuterungsprozess. Wenn er nun bloß ein Wasser oder eine Cola bestellt, gilt er schnell als außerirdisch und wird von den meisten Kollegen und Freunden schief angesehen. Doch durch Disziplin, Sport (Yoga) und Selbsthilfegruppen (Anonyme Alkoholiker) wie -ratgebern (Allen-Carr-Methode) schafft er es, dem Alkohol Adieu zu sagen, auch weil er neue Freunde und eine Partnerin findet, die keinen oder nur wenig Alkohol konsumieren. Indem sich Kruse intensiv mit sich selbst, seinem bisherigen schädlichen Trinkverhalten und wissenschaftlichen Studien auseinandersetzt, wandelt er sich derart radikal, dass "Psyche und Physis auf einem besseren Stand als mit Anfang zwanzig [sind]." (S. 147)

An dem 160-seitigen Erfahrungsbericht hat mir vor allem Kruses schonungslos offene Herangehensweise sowie Schreibe gefallen, die nichts verheimlicht, sondern sich ehrlich mit Schwächen, Fehlern etc. beschäftigt. Auch die angeführten statistischen wie historischen Berichte zum Thema "Alkoholismus" wurden prägnant und damit spannend ausgewertet. Schockiert und nachdenklich gestimmt hat mich vor allem der Fakt, dass mindestens 90 Prozent der Erwachsenen in Deutschland Alkohol trinken und dies damit der nachfolgenden Generation als unbedenkliches Verhalten vorleben. 

FAZIT
Ein authentisch-spannender Selbstversuch, der geglückt ist und anderen "Problemtrinkern" bzw. Co-Abhängigen ein Beispiel sein kann. 



Kommentare: 1
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FrolleinJotts avatar

Rezension zu "Roadtrip mit Guru" von Timm Kruse

Interessanter und amüsanter Einblick in das Leben eines Gurus
FrolleinJottvor 3 Jahren

Inhalt / Klappentext:

Mit 38 Jahren trifft Timm Kruse bei einem Festival auf einen indischen Guru und lauscht gebannt seinen Worten. Die Begegnung verändert etwas in ihm, von heute auf morgen lässt er seine Familie und sein altes Leben hinter sich und begibt sich auf die Suche nach Erleuchtung.
Ehe er sich versieht, lebt er im Ashram des Gurus in Indien, geht als sein Chauffeur mit ihm auf Weltreise durch Kanada, die USA und Europa. Doch je länger er mit dem Guru unterwegs ist, desto mehr beginnt das Bild des Erleuchteten zu bröckeln. Ist er am Ende etwa auch nur ein ganz normaler Mensch?
Authentisch und mit viel Witz erzählt Timm Kruse von seiner spirituellen Reise und gibt einen faszinierenden Einblick in das Leben eines waschechten Gurus.

Meine Meinung:

Mit großem Vergnügen habe ich diese wahre Geschichte gelesen, denn Timm Kruse versteht es, zwar ernsthaft, aber auch sehr amüsant über seine Erlebnisse mit dem indischen Guru zu erzählen, ohne die ganze Sache ins Lächerliche zu ziehen.

Er berichtet, wie er bei einem Festival auf einen Guru traf, was ihn faszinierte und warum er dann beschloß, eine Weile in einem indischen Ashram zu leben. Wie schwierig es war, diese Entscheidung seiner Partnerin und seiner Familie zu erklären und was er dann dort alles erlebt hat. Einerseits begeistert von der Lebensweise dort, aber auch immer wieder mit Zweifeln kämpfend, geht er dann mit dem Guru und seinem Anhang auf mehrere große Reisen.

Timm Kruse war auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und nach der sogenannten Erleuchtung. Voller Erwartungen an den Guru und was er von ihm lernen kann, kommt er zu einigen Erkenntnissen, spürt auch, dass ihm diese Erfahrung gut tut, doch immer größer werden die Zweifel, ob der Guru wirklich selber lebt, was er anderen predigt. Der Umgang mit den anderen Personen im Ashram ist nicht immer einfach und es scheint eine Menge Geheimniskrämerei unter den Leuten dort zu geben. Nicht alles wird im Buch aufgeklärt, was sich da nun wirklich abgespielt hat.

Der Schreibstil des Buchs hat mir richtig gut gefallen, es läßt sich gut und flüssig lesen, die Story wurde nie langweilig. Es ist rückblickend geschrieben und immer wieder wirft Timm Kruse dabei Bemerkungen ein über Erkenntnisse, die er erst später, nach seiner Zeit mit dem Guru gewonnen hat. Nachdem er den Guru verlassen hat, haben sich noch einige der anderen Ashram-Bewohner bei ihm gemeldet und dem Autor über ihre Erlebnisse berichtet.

Kommentare: 1
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Gespräche aus der Community

Neu
TimmKs avatar
Liebe LererInnen,
Ihr könnt jetzt fünf von mir signierte Roadtrips mit Guru gewinnen.
Alles, was Ihr tun müsst, ist folgende Frage beantworten: Wie heißt der Guru im Buch?
Wer´s weiß, schreibt mir eine kurze Mail: kruse@gekritzeltes.de
Zur Buchverlosung
TimmKs avatar
Hallo zusammen, wenn Ihr an der Verlosung teilnehmt, schickt mir bitte unbedingt auch Eure Adresse, damit wir Euch das Buch zusenden können.
Die Frage lautete: Wie heißt der Guru im Buch. Die Antwort bitte an kruse@gekritzeltes.de
Danke!!
Zur Buchverlosung
TimmKs avatar
Liebe Leute,

mein neues Buch ist da: "Roadtrip mit Guru - wie ich auf der Suche nach Erleuchtung zum Chauffeur eines Gurus wurde".
Klingt spirituell, ist es aber nicht. Es handelt von meiner neunmonatigen Reise mit einem indischen Guru um die halbe Welt.
Der Roadtrip ist eine wahre Geschichte, ein verrücktes Abenteuer und die Suche nach Wahrhaftigkeit.
Ich reiste zu Fuß, mit Schiffen, der Bahn, dem Flugzeug und 12.000 Kilometer mit dem Auto durch drei Kontinente und zwölf Länder, um schließlich zu begreifen, dass es Erleuchtung gar nicht gibt.
Wahrscheinlich wäre ich immer noch der Chauffeur dieses Gurus, wenn er mich nicht rausgeschmissen hätte. Ich habe mich nämlich nicht gebührlich benommen. Zum Glück.

Ich möchte mit Euch über das Buch diskutieren, Erfahrungen austauschen und - wenn möglich - alle Eure Fragen beantworten.
Eden Books und ich verlosen 10 Freiexemplare, für die Ihr Euch hier bewerben könnt. Bewerbungsschluss ist der 25. Mai 2014. Schreibt mir einfach, was Ihr von Gurus haltet, mit ihnen verbindet und welche Stories Ihr vielleicht erlebt habt.

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Für weitere Infos könnt Ihr gerne meine Homepage checken: www.gekritzeltes.de

Ich freue mich auf Euch.
Blausterns avatar
Letzter Beitrag von  Blausternvor 4 Jahren
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Zusätzliche Informationen

Timm Kruse wurde am 03. März 1970 in Lippe-Detmold (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 47 Bibliotheken

auf 10 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

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