Timm Stütz Helene - späte Erzählungen, frühe Gedichte

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Inhaltsangabe zu „Helene - späte Erzählungen, frühe Gedichte“ von Timm Stütz

»Helene - späte Erzählungen, frühe Gedichte« ist eine Fortführung der bisher im Engelsdorfer Verlag erschienenen Bände »Die Leiche im Koffer« 2010 und »Mit dem Rad zum König« 2006. Erzählungen aus der Erinnerung aus über sechs Jahrzehnten. Vorangestellt eine Hommage für Helene, der ihre Enkel ein halbes Jahrhundert nach ihrem Tode einen Erinnerungsbaum pflanzen, auf dem Spielplatz ihrer Kindheit hinter dem Herrenhaus im thüringischen Stotternheim. Neu ist der Versuch einer Kolumne nach dem Schweizer Meister-Kolumnisten Peter Bichsel und Jahrgang 38, ein letzter Besuch bei Jerzy Lewczyński (1924-2014), einem der bekanntesten polnischen Fotografen, der Wahnsinn des Mauerfalls allerdings auf dem Stettiner Haff, wo plötzlich die falsche Grenze für ein pommersches Zeesboot geöffnet ist, die unvorhersehbaren Folgen eines Interviews der beliebten TV-Sendung Landpartie, ein etwas ungebührlicher Vergleich mit dem Jahrhundert-Fotografen Henri Cartier-Bresson (1908-2004), das traumatische Erlebnis der Bombennacht des 13.Februar in Dresden mit einem späten déjà vu, der Abschied vom pommerschen Zeesenfischer Ewald Moritz in Bodstedt, das andere Leben des DEFA-Schauspielers Kurt Dunkelmann (1906-1983), das Verstecken eines Autos im Schengenraum durch die Römische Polizia und ein Atheist auf der Suche nach Gott im Stettiner Herzogsschloss. Enthalten ist auch die spektakuläre Geschichte des Großen Kraweels Pierre de la Rochelle, das plötzlich im Danzig des Jahres 1462 trotz Intervention Ludwig XI. in die Hände Danziger Kaufleute fällt und als Piratenschiff unter dem berüchtigten Kaperkapitän Paul Beneke bis in die Themsemündung Beutezüge unternimmt. Natürlich ist auch die Leiche im Koffer wieder dabei, diesmal aber mit einem verblüffenden und geradezu humorigen Nachspiel. Frühe Gedichte beenden den Band, darunter ein »spätes lachen der götter«. Die Gedichte hätten die Lade nie verlassen, wenn nicht Alter mit Blindheit, Schwerhörigkeit und Unverbesserlichkeit geschlagen Gelassenheit schenkt, auch Mut dass man nun zwar nicht alles mehr könne was man wolle dafür aber dürfe ... Historische Foto-Dokumente am Ende des Buches sind für einige Erzählungen eine wertvolle Ergänzung.

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