Timo Snow Marie Malheur und das große Mundwerk

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Inhaltsangabe zu „Marie Malheur und das große Mundwerk“ von Timo Snow

Diese Marie, diese Pechmarie, diese junge Frau, eine Waise und Ex-Heimbewohnerin zudem, der auch in H-Town irgendwie alles misslingt. »Warum kann ich die Zeit nicht einfach ein paar Stunden zurückdrehen oder anhalten, nur dieses eine Mal?«, so fleht sie. Wieder mal steckt sie voll im Schlamassel - auch jetzt wieder, in diesem überaus schrägen und darüber hinaus so aufwühlend-seltsamen Undergroundroman »Marie Malheur und das große Mundwerk«. Die rothaarige Marie hat zweifelsfrei verkackt und ist sich inzwischen darüber im Klaren, dass sie Hilfe braucht. Drogen wie MutterNatur 500 mg und ihr elendiger Job als Zahnarzthelferin in der für sie ganz neuen Stadt - bei dem 1,65-Mann Dr. Zieher (und jener ist gerne im Stylo, einem Etablissement, mit diversen »Blind Dates« zu Gast) - reißen sie in den Strudel von Begebenheiten, die den Roman zu einem Spiel von so manchen Ups, aber eher sauvielen Downs machen. Der Bulle Hubertus Knife, zugleich Lover der aufregenden Agathe Look, wird folglich zur Behandlung kommen, dem Marie dann auch mal so richtig »das Maul stopft«: also die Zähne eingipst, bis er den Mund nicht mehr aufbekommt. - Ach, diese Marie: »In jedem gelebten Moment lauert die Gefahr und wartet auf einen Fehler von dir.« So eine Mahnung des Autors aus dem Prolog. Nach diesem wild wirbelnden Roman, der sich in einem vollkommen skurrilen Panoptikum austobt, weiß man sehr genau, warum man »verdammt noch mal« mehr von Timo Snow lesen will. Diese ungewohnte Mischung aus abgedrehtem Humor und zugleich dunkelsten Abgründen des Menschseins ist als Lesestoff wie ein Suchtmittel. Knallharte Dialoge, bisweilen in derber und dennoch dem Leben abgeguckter Sprache, garniert mit dem herumirrenden Junkie Frankie, oder »Schneemann und Zwerg« (ein Drogen-Designer-Duo namens »ß«), zudem Namen wie Punkt Einsboy oder Abfuckboy, dann der Rockerboss (und Zuhälter) Paddy, ein »Fleischmann«, die Nutte Molly ... und dazu so manche dralle Flüche. Die Sprache bietet alles.

Top Buch, lustige Charaktere, gute Dialoge. Klare Leseempfehlung!

— Fdw5325

Top Buch, lustige Charaktere, gute Dialoge. Klare Leseempfehlung!

— Fdw5325

Super lustig und unterhaltsam. Teilweise hart, aber why not. Freue mich auf mehr.

— Zanine
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  • Marie Malheur und ihr alles andere als gewöhnliche Leben

    Marie Malheur und das große Mundwerk

    TeleTabi1

    19. November 2016 um 20:16

    Marie ist eine waschechte Pechmarie: Die längste Zeit ihres Lebens im Heim aufgewachsen, hat es das Leben meist nicht allzu gut mit ihr gemeint und auch ihrem Spitznamen - Marie Malheur - macht sie seit jeher alle Ehre. Um diesen ihr auferlegten Teufelskreis endlich zu durchbrechen, ist sie vor wenigen Wochen nach H-Town gezogen, wo sie in einem neuen Umfeld mit eigener Wohnung und ihrer Ausbildung als Zahnarzthelferin bei Dr. Zieher einen Neustart versucht. Doch auch dieser scheitert ganz gewaltig, als Marie komplett auf Pillen die Alginatmasse für Zahnabdrücke im Mund eines Stammkunden vergisst und diesen mutterseelenallein in der Praxis einschließt, um sich in ihr wohlverdientes Wochenende zu verabschieden. Das Unglück nimmt seinen Lauf und aus dem kleinen Malheur erwächst eine wilde Verfolgungsjagd auf Marie, während der sie allerlei kuriosen Gestalten begegnet... „Marie Malheur und das große Mundwerk“ ist der Debütroman von Timo Snow, der mich mit seiner ungewöhnlichen, erfrischend-anderen und vor allem auch direkten Art sofort in seinen Bann gezogen hat. Zweideutigkeiten, Wortneuschöpfungen oder eigene Schreibweisen sogen für einen ganz eigenen Flair, der die individuelle und unverkennbare Note des Buches ausmacht. Außerdem glänzt der Roman mit rasanten Handlungsverläufen, einer knallharten Sprache und Protagonisten, deren Charakter man mit kaputt oder aber auch mit szenetypischer Authentizität bezeichnen könnte. Wie auch immer man dies nennen mag: Es passt einfach alles zusammen so wie es ist und wird ergänzt durch den besonderen Humor und teilweise auch durch ziemlich brutale Schilderungen von Gewalt. Also eher nichts für Zartbesaitete. Für alle anderen jedoch auf jeden Fall lesens- und empfehlenswert.Insgesamt ein angenehmer Schreibstil, der sich, verbunden mit der etwas größeren Schriftgröße des Buches, schnell und einfach lesen lässt und für einige Stunden Lesevergnügen sorgt, bei dem es – trotz der teils heftigen Thematik – einiges zu lachen gibt. 

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  • Leserunde zu "Marie Malheur und das große Mundwerk " von Timo Snow

    Marie Malheur und das große Mundwerk

    TimoSnow

    INFOS ZUR LESERUNDE (DEBÜTROMAN) MARIE MALHEUR UND DAS GROSSE MUNDWERKEine ungewohnte Mischung aus grausam, witzig, schräg, brutal, abgefahren, kuriosDieses Buch ist für Freunde des schrägen und schwarzen Humors. Es ist für Fans verrückter Literatur, für Liebhaber des Unvorhersehbaren und Menschen, die nicht alles so ernst nehmen. Mainstreamverehrer, Schwarzseher und Zartbesaitete sind hier komplett falsch.Zur Bewerbung: Mir gefallen Wortspiele oder einfach verrückte und lustige Sätze. Hier ein paar Beispiele: - Ob Sie die Schwangerschaft, schwanger schafft?- Je mehr Selbstmörder es gibt, desto weniger Selbstmörder gibt es- Bück dich Fee, Wunsch ist WunschWer auch Sätze in dieser Art kennt oder gar erfunden hat, der kann sich damit bei mir für ein Freiexemplar bewerben. Info zum Buch: Die rothaarige Marie hat zweifelsfrei verkackt und ist sich inzwischen darüber im Klaren, dass sie Hilfe braucht. Drogen wie MutterNatur 500 mg und ihr elendiger Job als Zahnarzthelferin in der für sie ganz neuen Stadt, reißen sie in den Strudel von Begebenheiten, die den Roman zu einem Spiel von so manchen Ups, aber eher sauvielen Downs machen. Der Bulle Hubertus Knife, zugleich Lover der aufregenden Agathe Look, wird folglich zur Behandlung kommen, dem Marie dann auch mal so richtig „das Maul stopft“: also die Zähne eingipst, bis er den Mund nicht mehr aufbekommt…Die Sprache bietet alles.Schrägwitziges: »Frankie und Kontrollfähigkeit passten in etwa zusammen wie Lance Armstrong und eine negative Dopingprobe.« Verrücktes: »Alter, siehst im Endeffekt so blass aus, als willst du morgen den Castingboy machen, für nen Vampirfilm.« Gnadenloses: »Doch die meisten setzten alles sofort auf eine Karte. Sie lutschten den Herren das Hirn aus dem Schädel, ließen sich sämtliche Löcher stopfen und versuchten so, sich die Geilheit der Männer zunutze zu machen und sie mit ihrer dargebotenen und von den meisten nie erlebten Hemmungslosigkeit zu infizieren. Unprofessionelle Nutten war der Überbegriff dieser von ihm favorisierten Gruppe. Und eine Frau dieser Gruppe saß ihm nun gegenüber, das war so sicher wie Samen in der Kirche.«Weiter Infos, z.B. Leseproben, finden Sie auf meiner Homepage:http://www.timosnow.de

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    • 69
  • Ein Buch mit schwarzen und abgedrehten Humor

    Marie Malheur und das große Mundwerk

    Sancro82

    05. November 2016 um 11:33

    Marie Malheur beginnt eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin bei Dr. Zieher. Eines Tages soll sie länger in der Praxis bleiben, da ein Patient noch dringend einen Zahnabdruck braucht und Dr. Zieher ein Date hat. Das passt Marie Malheur so gar nicht in den Kram, weil sie gerne "Mutter-Natur" die Pillen von ihrem Dealer des Vertrauens gerne ausprobieren möchte. Nach langer Wartezeit beschließt Marie die Pillen auszuprobieren und nachhause zu gehen. Ausgerechnet als sie schon auf dem Weg zur Ausgangstür ist kommt ihr der Patient entgegen und besteht darauf die Abdrücke zu nehmen. Marie versucht unter Einfluss von "Mutter-Natur" die Abdrücke zu nehmen und das "Malheur" beginnt...Marie Malheur ist eine turbulente und witzige Geschichte, die nicht unbedingt für zarte Gemüter geeignet ist. Die Sprüche von Marie sind zum Teil sarkastisch, aber sie versucht auch anderen Menschen zu helfen. Das Marie umso sympathischer macht.

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  • Ein überaus grausam-lustiges Buch mit schockierendem Ende!

    Marie Malheur und das große Mundwerk

    Leyla1997

    31. October 2016 um 18:14

    Zum Cover/Titel: Das Cover sowie der Titel dieses Buches finde ich äußerst passend gewählt. Die Zähne im Hintergrund sind ein Hinweis auf den Beruf der Hauptprotagonistin. Das "Weiße" wirkt anfänglich etwas "komisch" aber wenn man seine Kreativität benutzt, kommt das schon so einiges bei raus. Der Buchtitel wird im Laufe des Lesens selbst erklärt. Beides ist daher sehr passend. Zum Inhalt: Die Hauptprotagonistin, Marie, ist ein richtiger Pechvogel, könnte man meinen. Sie wird regelrecht vom Unglück verfolgt. Wir steigen in den chaotischen Alltag Maries ein. An einem verhängnisvollen Abend nimmt ihr Leben eine Wendung. Sie sollten den überaus reizenden Herr Hubertus Knife behandeln. Allerdings taucht er zu spät auf und der Abend endet für in mehr als schlecht, denn Marien steht unter Drogeneinfluss und prompt endet Hubertus mit steinharten Abdrücken, allein und verlassen, in der Zahnarztpraxis. Meinung zum Buchende: Ab Kapitel 32 war ich nur noch schockiert. Es ging auf einmal alles so schnell und ich war regelrecht überfordert von dem Buchende. Auch jetzt bin ich es noch. Das ist wohl das Besondere an Timo Snow. Regelrecht ein Ende, dass niemand erwartet hätte. Niemals. Ich kann leider nicht sagen, dass ich froh bin. Zum Teil aber erleichtert. Erleichtert, dass Marie Frieden gefunden hat. Schreibstil des Autors: Mir hat der Schreibstil des Autors sehr gefallen. Er hat sich nicht mit Details aufgehalten, sodass es dem Leser schwerfällt, weiter zu lesen. Stattdessen gibt es flüssige Übergänge von Kapitel zu Kapitel. Das Buch ist gut zu lesen und die lustigen Dialoge in "Jugendsprache" bringen so manch einen mindestens zum schmunzeln. Timo Snow kann mit seiner außergewöhnlichen Schreibweise absolut überzeugen. Fazit: Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, die Geschichte um Maries Leben zu erlesen. Ich bin zwar bisschen traurig, um das Buchende, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich das Buch mag. Die Geschichte Maries zeigt, dass ich zufrieden mit meinem Leben sein kann. Danke Timo Snow für dieses äußerst grausame sowie witzige Buch! Schlusswort: Dieses Buch ist alles andere als 0815!

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  • Extrem, makaber, aggressiv - Pechmarie und ihr trauriges Ende

    Marie Malheur und das große Mundwerk

    Janinasmind

    30. October 2016 um 23:59

    "Sie hatte sich im Gewirr des Lebens verfangen und musste sich befreien." ICH MOCHTE DIESES BUCH. Wirklich. Es ist eine Anordnung von peinlichen, extrem makaberen, urkomischen, aggressiven Momenten; schräge Typen und kuriose Gestalten aneinander gereiht, die das Buch zu einer Schwarzen-Humor-Explosion machen. Gemischt mit einer Menge Zweideutigkeit und Vulgarität und Gewalt. Das konnte ich alles ertragen und zwischenzeitlich war das sehr unterhaltsam. Ich werde einfach das Ende ab Kapitel 32 verdrängen, um auch nur halbwegs objektiv zu bleiben. Das Cover finde ich toll; originell und speziell und einfach mal nicht so 0815. Der Schreibstil war flüssig und leicht, du hast sofort in die Geschichte gefunden. Auch die Entwicklung, nach und nach wurde die Erzähler-Perspektive geändert, hat mich sehr angesprochen. Jede Szene war so absurd und hatte diesen deutschen Unterton - es war einfach so idiotisch komisch. Situationskomik hatte mehrere Höhepunkte in diesem Roman. Auch die Tatsache, dass der Titel im Laufe der Story immer mehr Sinn ergeben hat ("Malheur" und "großes Mundwerk"), war toll eingearbeitet. Zwischenzeitlich kam mir der Titel wie die Aufmachung von Superhelden-Comics vor und auch das fand ich amüsant. Besonders wortgewandt fand ich Agathe's "Das hab ich gemerkt, du impotentes Arschloch!" und das ständige -boy von Zwerg. Von den Charakteren haben mir am meisten 'ß' und Herr Huck gefallen. Hubertus habe ich am Ende des Romanes so sehr gehasst, dass ich gedanklich 'Du hast noch mehr verdient, als nur den Fakt das Agathe mit dir Schluss gemacht hat!' geschrien habe. Letztendlich jedoch frage ich mich, was ich mir denn als passendes und realistisches Ende für die Geschichte vorgestellt habe und komme einfach zu keiner Antwort. Meine rosarote Brille und meine Gutmütigkeit standen da wohl im Weg, denn so ein Ende hatte ich sicher nicht erwartet. Für mich, persönlich, war das sehr - um jetzt umgangssprachlich zu sein - krass. Sehr detailliert, sehr brutal und gnadenlos. Mir, als Vertreterin des weiblichen Geschlechts, wurde bei der Beschreibung mehr als nur ein bisschen übel. Ich weiß nicht genau, ob ich darüber hinweg sehen kann. Einerseits stelle ich mir die Geschehnisse als relativ realistisch vor, da so etwas wahrscheinlich passieren könnte, aber andererseits hasse ich es, wenn Frauen - auch wenn nur fiktional - so missbraucht und gedemütigt werden, nur um eine Geschichte in eine gewisse Richtung zu führen. Ein Teil meines Gehirns fragt sich dann immer 'Hättest du dir nicht eine andere Storyline ausdenken können, um deinen Charakter an diese Endstation, an diesen Punkt in der Geschichte zu bringen?'. Ich weiß nicht genau, wie ich das Buch bewerten soll. Bis zum 32. Kapitel hätte ich es wahrscheinlich 4 Sterne gegeben - jetzt sind es eher 3, weil es einen wunden Punkt bei mir getroffen hat und ich - während ich diese Rezension schreibe - ein schlechtes Gefühl habe, einen unangenehmen Nachgeschmack. Sprachlich fand ich den Roman Eins A; sehr ausdrucksstark, einfach, verständlich, trotzdem anschaulich und nicht stockend, also bin ich ein bisschen im Dilemma und das wird sich wahrscheinlich auch nicht mehr ändern. PS: I got a free copy in exchange for an honest review (das wollte ich schon immer mal schreiben.)

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  • Super lustig

    Marie Malheur und das große Mundwerk

    Zanine

    20. March 2016 um 00:12

    Super lustig und unterhaltsam. Teilweise hart, aber why not. Gehört zu den Büchern wo man ein bisschen traurig ist, wenn man die letzte Seite ausgelesen hat. Freue mich auf mehr. 

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