Timo Wentzel Hand in Hand

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Inhaltsangabe zu „Hand in Hand“ von Timo Wentzel

Im Frühjahr 2016 entwickelten vier Studenten der Hotelfachschule Heidelberg die Idee, ihren ganz eigenen Beitrag zu leisten, um Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen zu schlagen: Sie brachten junge Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern mit deutschen Spitzenköchen zusammen. So unterschiedlich die Welten, aus denen sie kommen, so sehr eint sie die Leidenschaft für gutes Essen und neue Herausforderungen. Aus dem ursprünglich kleinen Studienprojekt wurde schnell ein großes, das Funken schlug: Über 50 Spitzen- und Sterneköche sind mittlerweile Teil davon, Alfons Schuhbeck, Frank Oehler und Michael Kempf sind nur drei von ihnen. In »Hand in Hand« interpretieren sie Gerichte aus den Fluchtregionen auf spielerische Weise oder schaffen mit typischen Zutaten aus dem Gebiet spannende Eigenkreationen. Außerdem verraten die Köche, was sie mit Gericht, Land oder Bevölkerung in Verbindung bringen. Das Autorenhonorar und ein Spendenzuschuss des Verlages werden einem gemeinnützigen Projekt zugeführt. Der mehrfach ausgezeichnete Fotograf Adrian Ehrbar setzt das Ganze mit stimmungsvollen Foodfotografien in Szene. Making-of-Fotos gewähren persönliche Einblicke in die spannenden Begegnungen. Der bekannte Fotojournalist und Autor Lutz Jäkel stellt zudem die verschiedenen Länder in Text und Bild vor. Jedes Land wird von zwei Flüchtlingen vertreten, die ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen haben.

… Das Beste, was mir seit langem in die Hände gefallen ist. Lobenswert durch und durch!

— Floh
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  • … Das Beste, was mir seit langem in die Hände gefallen ist. Lobenswert durch und durch!

    Hand in Hand
    Floh

    Floh

    Inzwischen habe ich festgestellt, dass ich es sehnlichst herbeisehne, bei neuen Kochbuch Errungenschaften, Backbüchern und Rezeptbüchern, die Einleitung und das Vorwort zu lesen. Mit größter Neugierde erwarte ich die persönlichen Zeilen der jeweiligen Autoren, Köche und Köchinnen, Initiatoren und Herausgeber neuer Kochbücher. Ich habe es mir auch schon zur Gewohnheit gemacht, in guten Kochbüchern zu Stöbern, zu Lesen, abzutauchen und zu Schwelgen, anstatt zu einer Zeitschrift oder Illustrierten zu greifen. Gute Kochbücher bedienen mittlerweile weit mehr als nur eine schnöde Rezeptsammlung und Kochanleitung. Moderne Kochbücher (egal ob modern angehauchte Rezepte, Klassiker oder Bodenständige Küche) fungieren mittlerweile als ganzheitlicher Sinnesrausch. Hier gibt es Inspirationen für das Auge, den Gaumen, der Nase und den Empfindungen aus Erinnerung, Überraschung, Heimat, Neuland und Entdeckungen. In diesem sensationellen Kochbuchprojekt „Hand in Hand – Gemeinsam am Herd“ reichen sich Flüchtlinge aus unterschiedlichen Ländern und Nationen und Spitzenköche aus Deutschland und den Nachbarländern die Hand. So werden exquisite Menüs mit neuen Aromen und Einflüssen vereint. Der Orient und der Nahe Osten treffen auf Deutsche und regionale Küche. WOW. Das Buch ist fantastisch und ich hätte auf den ersten Blick niemals damit gerechnet, so viel zu erfahren, zu verstehen, mitzunehmen und zu berücksichtigen. Hier gilt der Blick auf einen interessanten Teller und weit über den jeweiligen Tellerrand hinaus! Mit jedem gekauften Buch werden 4 Euro für Hilfsorganisationen mit und für Flüchtlinge gespendet. "Hand in Hand" bringt Menschen aller Herren Länder zusammen, hier bringen geflüchtete junge Menschen ihre Speisen und Kochkulturen mit und kombinieren diese mit den Lieblingsgerichten bekannter Sterneköche. Die Initiatoren bieten somit eine ganz neue Geschmacksexplosion und fusionieren die Kulturen und Traditionen. Und man erfährt noch so viel mehr! Afghanistan, Pakistan, Syrien, Gambien, Irak, Nepal, Marokko, Iran… Jedes dieser Länder pflegt eine eigene Kultur und wurde durch Religion, Wetter, Vegetation, Landwirtschaft und Politik beeinflusst. Das wird man auch an den Speisen ablesen können. Erfahrungsberichte, Fluchtgeschichten, Hoffnungen, Heimat, Neuanfang, Chance… Nicht nur die Geflüchteten erzählen hier, auch die Köche kommen zu Wort. Einfach toll und lobenswert! Noch nie habe ich ein so vielseitiges und facettenreiches Kochbuch erlebt und entdeckt, welches all diese wunderbaren Anreize in einem Werk vereint und so persönlich und nahe wiedergibt wie dieses grandiose Projekt zur Integration und Völkerverständigung und Hilfsarbeit! Allein der optische Eindruck dieses Kochbuches mit den vielen Details, den Verzierungen, den tollen Fotos und dem Dialog der Autoren und Flüchtlinge mit dem Leser und den interessanten Interviewfragen. Einmalig! Hier steht nicht nur das gemeinsame Kochen im Vordergrund, sondern auch die Menschen und Geschichten dahinter. Erschienen im ars Vivendi Verlag (https://arsvivendi.com/) Inhalt / Beschreibung: "Im Frühjahr 2016 entwickelten vier Studenten der Hotelfachschule Heidelberg die Idee, ihren ganz eigenen Beitrag zu leisten, um Brücken zwischen unterschiedlichen Kulturen zu schlagen: Sie brachten junge Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern mit deutschen Spitzenköchen zusammen. So unterschiedlich die Welten, aus denen sie kommen, so sehr eint sie die Leidenschaft für gutes Essen und neue Herausforderungen. Aus dem ursprünglich kleinen Studienprojekt wurde schnell ein großes, das Funken schlug: Über 50 Spitzen- und Sterneköche sind mittlerweile Teil davon, Alfons Schuhbeck, Frank Oehler und Michael Kempf sind nur drei von ihnen. In »Hand in Hand« interpretieren sie Gerichte aus den Fluchtregionen auf spielerische Weise oder schaffen mit typischen Zutaten aus dem Gebiet spannende Eigenkreationen. Außerdem verraten die Köche, was sie mit Gericht, Land oder Bevölkerung in Verbindung bringen. Das Autorenhonorar und ein Spendenzuschuss des Verlages werden einem gemeinnützigen Projekt zugeführt. Der mehrfach ausgezeichnete Fotograf Adrian Ehrbar setzt das Ganze mit stimmungsvollen Foodfotografien in Szene. Making-of-Fotos gewähren persönliche Einblicke in die spannenden Begegnungen. Der bekannte Fotojournalist und Autor Lutz Jäkel stellt zudem die verschiedenen Länder in Text und Bild vor. Jedes Land wird von zwei Flüchtlingen vertreten, die ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen haben." Meinung: Mit einem Vorwort melden sich die engagierten Initiatoren des gemeinsamen Kochbuches zu Wort und erzählen uns, wie es zu dieser wertvollen Idee gekommen ist und wie das Kochbuch und das damit zusammenhängende Projekt und die Spendenaktion überhaupt ins Leben gerufen werden konnte. Nico Hoffmann, Schirmherr dieser Aktion, übernimmt federführend das Wort zur Einleitung und Erklärung. Aber auch die vier Studenten Timo, Niclas, Mareike und Paul, die die Idee zu diesem Projekt hatten, erzählen uns über eine Doppelseite, warum ihnen dieses Kochbuch so wichtig wurde und wie diese fixe Idee nach und nach Formen annahm und was auch sie daraus für ihr Leben mitgenommen haben und noch weiterhin mitnehmen werden. Wie schon gesagt, in diesem Buch steckt weit mehr drin als nur gutes und neu inspiriertes Essen. In diesem Buch stecken unterschiedliche Leben, Kulturen, Einflüsse, Erfahrungen, Erinnerungen, Vorlieben, Experimente und neuartige und innovative Ideen mutiger und neugieriger Köche. WOW. Ganz besonders loben möchte ich den jeweiligen Fokus auf die Herkunftsländer unserer Flüchtlinge in diesem Buch, die stellvertretend für viele Landsleute stehen und über dessen Länder und Regionen wie in einem Bildband und Reisebericht erzählt wird. Die Schönheiten und Schätze dieser Länder gilt es zu bewahren und von den zerbombten Bildern aus den Nachrichten abzulenken. Syrien, zum Beispiel. Kreuzungspunkt der Völker. Oder der Iran, Land der Karawanen und Könige, aber auch Pakistan, das Land der Berge, Schluchten und Wüsten… Abwechselnd erzählen Landsleute über ihr Land, warum und wie sie nach Deutschland gekommen sind, wie sie sich hier willkommen fühlen, was sie sich wünschen, was sie erreicht haben und was sie bewegt. Und welches Gericht und welche Lieblingsspeise sie uns vorstellen wollen. Zusammen je mit einem Spitzenkoch, der ebenfalls gebührend über sich und seine Arbeit in der Küche erzählen darf, wird gekocht, ausgetauscht und voneinander gelernt. Hier kommen so viele unterschiedliche Menschen, Kulturen, Heimatländer und Gastländer zu Wort, dass man als Leser unheimlich viel Wissen, Hintergrund und Völkerverständigung für sich mitnimmt und die Welt und die Töpfe etwas offener werden. Hier geben die Initiatoren und Beteiligten intensive Einblicke in ihre "Arbeit", in ihr Denken und das richtig intensive Erleben der Vielfalt der Gerichte dieser Kulturen. Es gibt nichts Wertvolleres als die Menschen und Töpfe vor Ort bei den Leuten und Menschen kennenzulernen, ihre Gastfreundschaft zu spüren und mit ihnen zu sprechen und zu kommunizieren. So erfährt der Kochbuchbesitzer von „Hand in Hand“, die Vorlieben und Traditionen aus dem Orient und Nahen Osten und aus deutschen Küchen. Dieses Buch baut sich wie eine Reise zwischen den Kulturen auf und verbindet die unterschiedlichsten Einflüsse aller Kulturen zu einem schmackhaften Gericht. Neben den einzelnen Zutaten, welche im Glossar und im Text ausführlich beschrieben werden, lernen wir auch die Leute und ihre Einstellungen kennen, dürfen uns über Erlebnisse, Gastfreundlichkeit und Tipps freuen. Dieses Buchprojekt vereint hier so vieles und doch verliert es den Fokus Kochbuch nicht, denn hierum geht es ja um vielfältige und ländertypische Köstlichkeiten zum Nachkochen und Schwelgen. Die orientalische Küche mit seinen Gewürzen und Aromen mit ihren traditionellen Gerichten hat mir schon immer besonders gefallen. Diese Küche fasziniert und lädt ein. Verschiedenste Einflüsse und Motivationen, rund und lecker. Exotisches, modifiziert mit traditionell Deutschen Gerichten und umgekehrt. Was eine wunderbare Hochzeit der Genüsse! Neue Gewürze und schmackhafte Kompositionen, viel Kultur und Wert. Neben vielen facettenreichen und abwechslungsreichen Gerichten und Speisen durch die Regionen und Ländereien gibt es immer wieder tolle Tipps, Anekdoten, Assoziationen und Erlebtes von Land und Leute und von den Köchen und Initiatoren selbst. Trotz der Vielseitigkeit der verschiedenen Gerichte und Verarbeitung und Zubereitung der Lebensmittel, ist dieses Buch ein Kochbuch mit Gelinggarantie, bzw. gute Chancen auf ein köstliches Gericht, denn: wenn es schmeckt, ist es ein Volltreffer! Es werden bekannte und beliebte Rezepte der Menschen und Leute vor Ort vorgestellt und angeleitet, hier gibt es großartige Exotik und Ausflüge rund um die Menschen und deren Vorlieben. Inspiriert vor allem auch dadurch was die jeweilige Region saisonal und marktfrisch anzubieten hat. Im Gesamtkonzept wurde absolut mitgedacht, und so findet man auch bei diesen neuartigen und bisher teilweise unbekannten Rezepten in der Deutschen Küche eine übersichtliche Angabe über Bearbeitungszeit und Garzeiten oder besonderen Kochgeschirren oder Alternativen. Das finde ich speziell bei seltenen oder gar fremden Zutaten oder Zubereitungsmethoden enorm wichtig für eine Gelinggarantie. Loben möchte ich zudem auch die stimmigen Mengen- und Zeitangaben. Hier kann man sich auf die Werte verlassen. Wenn man jedoch einen Blick auf das fertige Gericht wirft und wie es edel und ganz Sternekochmäßig angerichtet wurde, fragt man sich allerdings, ob man jemals satt werden könne… Hier gibt es leckere, gesunde, schmackhafte, reichhaltige und abwechslungsreiche Küche, die sich planen und kalkulieren lässt. Viele der Zutaten und Lebensmittel wirken auf uns Deutsche sehr fremd, auch sind sie nicht immer und überall zu bekommen, aber wer den Wunsch hat, der wird im Internet, in Feinkostläden oder bei Landsleuten die in Deutschland wohnen Hilfe und Abhilfe bekommen. Ein rundum gelungenes Kochbuch, welches übersichtlich ist, gut strukturiert und gegliedert und mit appetitlichen Bildern und Fotos, die das Kochen und Backen erleichtert und die Vorfreude auf das fertige Gericht schüren. Dieses komplexe Kochbuch ist trotz der Stärke und des Umfangs recht handlich, und es bleibt beim Kochen und Zubereiten geöffnet liegen und fällt nicht zu! Danke dafür! Illustrationen / Angaben: Zu jedem Gericht finden wir eine detaillierte Schritt-für Schritt-Anleitung und einige äußerst schmackhafte Illustrationen. Großer Pluspunkt sind die grandiosen Fotoaufnahmen der betreffenden Länder und Regionen und natürlich der Gerichte. Da läuft einem schon das Wasser im Munde zusammen. Die Aufnahmen sind von guter und anschaulicher Qualität, kräftige Farben und klare Bilder. Die fotografierten Speisen machen Appetit und Lust aufs Kochen. Das Buch ist liebevoll designt und bietet überall etwas zu entdecken und viel Hintergrundwissen. Die Mengenangaben sind klar und treffend. Hier gibt es auch eine kurze Erklärung und auch einige mögliche Varianten oder Tipps. Die Gerichte sind in der Regel für 4 oder 6 Personen bemessen. Dieses Kochbuch gibt jedoch nicht nur Einblick in die Kochtöpfe und Traditionen der Leute und Länder, es erzählt auch Geschichten, Erlebtes, Wissenswertes, Hintergründiges und Sympathisches über Land, Leute, Region und Vorlieben. Tradition, Gewohnheit und viele Anekdoten, nette Bilder und Lebensberichte, Fotos und Erinnerungen, die immer wieder aus den vorgestellten Rezepten hervordringen. Die Autoren und Initiatoren über ihr Projekt „Hand in Hand! und zu ihren Rezepten: "Das sind wir: Vier Studenten der Hotelfachschule Heidelberg. Nach einer Ausbildung zum Hotelfachmann/-frau oder Koch verfolgte jeder von uns ein anderes Ziel. Mareike entschied sich für den Bereich der Rezeption. Sie absolvierte ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau in den Kempinski Hotels und ist dort gewachsen. Zum Schluss war sie Front Office Shiftleader im Kempinski Hotel & Residences Palm Jumeirah in Dubai. Paul Aker absolvierte seine Ausbildung zum Koch im Hotel Walk'sches Haus in Weingarten. Anschließend wechselte er als Chef Pâtissier ins Hotel Eden in Karlsruhe. Niclas Dommer ließ sich zum Hotelkaufmann in der Villa Blanka in Innsbruck ausbilden. Nach weiteren Stationen wie dem Kurhotel Sonnenalp und dem Europa-Park zeichnete Niclas als stellvertretender Geschäftsführer für die Ferienwohnungen am Kurpark verantwortlich. Timo Wentzel, Projektleiter des Kochbuchs Hand in Hand, wusste schon früh, dass er in die Fußstapfen seiner Großeltern treten wollte, und entschied sich für eine Ausbildung zum Hotelfachmann in seiner Heimatstadt Bremerhaven. Nach einigen Stationen auf See (MS Deutschland, Seabourn Cruise Line und Hapag Lloyd) zog es ihn zum legendären Sternekoch Horst Petermann nach Zürich, bei dem er als stellvertretender Chef de Service die Kunststuben in Küsnacht leitete. Anschließend ging es für ihn ins Food & Beverage Management im Althoff Grandhotel Schloss Bensberg, dem Savoy Baur en Ville in Zürich und dem Aldiana Andalusien in Spanien, bis er schließlich ein renommiertes Restaurant in Zürich als Geschäftsführer übernahm. Adrian Ehrbar ist ein junger Berufsfotograf, der sich in der Food-Branche bereits früh einen Namen machen konnte. Mit kreativem Flair und einem professionellen Verständnis für Lebensmittel rückt er die Gerichte der Starköche ins richtige Licht. Lutz Jäkel ist Foto- und Videojournalist, Buchautor, Islamwissenschaftler und Historiker und hat in Hamburg, Damaskus (Syrien) und Sanaa (Jemen) studiert. Als Kind aufgewachsen in Istanbul, bereist und fotografiert er seit vielen Jahren die Welt und schreibt darüber für deutschsprachige Medien. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet und werden vermarktet durch die renommierte Fotoagentur laif in Köln. Schwerpunkt ist die arabische und islamische Welt. Derzeit arbeitet Lutz Jäkel mit anderen Fotografen und Filmern an der Webdokumentation „Hadiyalla“ über muslimisches Leben in Deutschland. Außerdem rührt er leidenschaftlich in Kochtöpfen. Nico Hofmann, geboren in Heidelberg und bekannt aus Film & Fernsehen, wurde als Produzent & Regisseur bereits vielfach ausgezeichnet. Er ist u. a. sechsfacher Gewinner des Deutschen Fernsehpreises und dreimaliger Gewinner des Bambis und der Goldenen Kamera. Nico Hofmann ist seit 2015 Co-CEO der UFA. Unsere Mütter, unsere Väter, Ku’Damm 56, Nackt unter Wölfen, Ich bin dann mal weg, Deutschland 83, Der Medicus und Mogadischu sind nur einige grandiose Filme, die Hofmann als Produzent verantwortete." Fazit: Fast ein unschlagbares Kochbuch mit einer ganz neuen Kochkunst! Die deutsche Küche fusioniert mit der orientalischen Geschmacksvielfalt! Hier gibt es einen Blick über den Tellerrand hinaus. Ein wunderbares und sehr löbliches Projekt mit Herz, verstand, Integration und Geschmack. Mehr als begeistert. Ein 5 Sterne (Integrations-)Kochbuch für ein Miteinander auch in der Küche. Toll.

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    • 6
  • gutes Projekt, aber leider nicht so ganz überzeugend umgesetzt

    Hand in Hand
    katze102

    katze102

    27. January 2017 um 12:02

    Die vier Herausgeber dieses Buches, die sich selber als Studierende der Hotelfachschule Heidelberg bezeichnen, erklären ihr Projekt „Hand in Hand“ so, dass sie Geflüchtete und Spitzenköche zusammengebracht hätten mit dem Ziel, die Öffentlichkeit nicht nur für die fremde Küche, sondern vor allem auch für die oft tragischen Lebensgeschichten geflüchteter Menschen zu interessieren.In acht Kapiteln werden jeweils zu Beginn auf vier Seiten die Herkunftsländer der Flüchtlinge kurz vorgestellt: Syrien, Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan, Nepal, Marokko, Gambia, ergänzt durch ein paar Fotos. Insgesamt 20 Flüchtlinge kommen zu Wort, berichten von ihrer Heimat, ihrem Grund zu flüchten und über ihre Flucht nach Deutschland. Beeindruckt haben mich die Schilderungen, warum sie sich häufig alleine, ohne ihre Familie, auf den Weg gemacht haben, ihre Hoffnungen und vor allen Dingen auch ihre bescheidene Art. Ganz im Gegensatz dazu empfand ich die Darstellungen der 50 Spitzenköche mit ihren zum Buch beigetragenen, von den Flüchtlingen und deren Heimat inspirierten kreierten Rezepten. Jeder Koch hat zu seinen angegebenen Karriere-Staionen auch drei Fragen zum Thema beantwortet und man merkt, dass die Spitzenköche sich persönlich mit diesem Projekt unterschiedlich intensiv auseinander gesetzt haben.Alle Beteiligten dieses Buches haben auf ihr Honorar verzichtet und der Gewinn aus dem Buchverkauf soll der Flüchtlingshilfe zugute kommen.Die Idee, die hinter dem Buch steht, gefällt mir sehr gut; die Darstellungen der Flüchtlingsländer sowie die Berichte und Rezepte der Flüchtlinge machen das Buch zu etwas Besonderen. Trotzdem läßt mich das Buch mit einem bitteren Beigeschmack und einigen Fragen zurück.Sowohl der Buchtitel als auch die amazon-Beschreibung des Buches, die ich hier auszugsweise zitieren möchte ( „Sie brachten junge Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern mit deutschen Spitzenköchen zusammen.“), haben mich annehmen lassen, dass sowohl Flüchtlinge als auch Spitzenköche zusammen = gemeinsam kochen, also „Hand in Hand“ und „gemeinsam am Herd“, wofür ich im Buch allerdings überhaupt keinen Hinweis finden konnte. Für mich sieht es so aus, als hätten die Spitzenköche für sich alleine gearbeitet und das Kochen „Hand in Hand“ fand ausschließlich in Zusammenarbeit mit der Hotelfachschule Heidelberg und den beteiligten Fachschülern statt. Auf den Fotos, die das gemeinsame Kochen zeigen, kann ich keinen Spitzenkoch entdecken.Im Anhang lese ich unter „Danke“: „ Ganz besonders möchten wir unseren Hauptdarstellern – den Flüchtlingen – danken.“ Aber die Flüchtlinge sind doch gar nicht die Hauptdarsteller dieses Buches; von Ihnen kommen leider viel zu wenige zu Wort, nämlich nur 20 – Sterneköche jedoch 50. Die Berichte der Flüchtlinge finde ich ausgesprochen interessant, hätte gerne mehr darüber gelesen und mir auch mehr Fotos aus ihrer Heimat gewünscht, denn die, die ich im Fernsehen sehe, zeigen nur Kriegstrümmer; es wäre schön, da auch andere Eindrücke zu erhalten. Ebenfalls hätte ich mir Fotos zu den Rezepten der Flüchtlinge gewünscht, konnte aber leider kein einziges finden, das deren Gerichte zeigt. Die Fotos bei der Zubereitung, die vermitteln, wieviel Freude die Flüchtlinge dabei hatten, fand ich schön. Allerdings hat es einen bitteren Beigeschmack für mich, dass Fotos der Gerichte den Spitzenköchen vorbehalten blieben, ganzseitige und zweiseitige Fotos, oft stark vergößert, damit die zubereitete Kleinigkeit auf Schäumchen an Blüte oder Kapuzinerkresseblatt auch schön in Szene gesetzt wird. Von den Rezepten der Spitzenköche spricht mich keines wirklich so an, dass ich es nachkochen möchte; um eine Brücke zu schlagen, benötigt es meiner Meinung nach etwas mehr, als Gewürze oder Zutaten der Flüchtlings-Heimatländer in appetithäppchen kleine Genüsse zu interpretieren. Gerade eingebettet zwischen den Berichten der oft monatelangen Flucht mit starken Entbehrungen und Überlebenskämpfen, hätte ich mir eher bodenständige als „Schickimicki“-Rezepte gewünscht – auch um Brücken zu schlagen zwischen „typischen“ Küchen der einzelnen Länder.Die Präsentation der Rezepte von Flüchtlingen und Sterneköchen hätte ich mir gerne etwas gleichberechtigter gewünscht.Leider muß ich gestehen, dass ich mit dem Buch nicht so ganz glücklich bin, denn für mich steht die Selbst-/darstellung der Sterneküche im Mittelpunkt, die Vermittlung ihrer Karriere, Sterne und Punkte, Erwähnung bisheriger, erlesener Lokalitäten, in denen sie gearbeitet haben oder "berühmter" Köche, bei denen sie lernen durften und auch Werbung für ihr eigenes Restaurant.Für alle, die gerne äußerst übersichtliche Kreationen der 50 aufgeführten Sterneköche nachbereiten möchten, bietet sich hier eine wahre Fundgrube. Für mich selber lag der Schwerpunkt dieses Buches, wie bislang wohl schon erwähnt, auf der Auseinandersetzung der Situation der Flüchtlinge, auf Kennenlernen und Verstehen ihrer Heimat und Beweggründe zur Flucht und natürlich auch, ihre Lieblingsrezepte aus ihrer Familie kennezulernen. Leider finde ich den Schwerpunkt des Buches stark verschoben, wobei mir die Grundidee dieses Projektes sehr gut gefällt.

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