Timothée de Fombelle

 4,4 Sterne bei 194 Bewertungen

Lebenslauf von Timothée de Fombelle

Timothée de Fombelle wurde 1973 geboren und ist ein französischer Schriftsteller und Dramatiker. Bereits mit 17 Jahren gründete er eine Theatergruppe, für die er eigene Stücke schrieb und inszenierte. Seine Stücke handeln oft von Verlust und Zerbrechlichkeit, und er hat mehrere renommierte Auszeichnungen dafür bekommen, den ersten im Jahre 2002. Mit dem Jugendbuch "Tobie Lolness" wandte sich de Fombelle dem Roman zu und erzielte damit einen weltweiten Erfolg. Die Romane wurde in 26 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Alle Bücher von Timothée de Fombelle

Cover des Buches Tobie Lolness - Ein Leben in der Schwebe (ISBN: 9783423714129)

Tobie Lolness - Ein Leben in der Schwebe

 (55)
Erschienen am 01.05.2010
Cover des Buches Vango - Zwischen Himmel und Erde (ISBN: 9783423715478)

Vango - Zwischen Himmel und Erde

 (37)
Erschienen am 01.09.2013
Cover des Buches Tobie Lolness - Die Augen von Elisha (ISBN: 9783423714310)

Tobie Lolness - Die Augen von Elisha

 (30)
Erschienen am 01.11.2010
Cover des Buches Vango - Prinz ohne Königreich (ISBN: 9783836954761)

Vango - Prinz ohne Königreich

 (30)
Erschienen am 25.06.2012
Cover des Buches Die wundersamen Koffer des Monsieur Perle (ISBN: 9783836958790)

Die wundersamen Koffer des Monsieur Perle

 (21)
Erschienen am 30.01.2017
Cover des Buches Céleste (ISBN: 9783836952910)

Céleste

 (3)
Erschienen am 25.01.2010
Cover des Buches Tobie Lolness (ISBN: 9783836956604)

Tobie Lolness

 (3)
Erschienen am 25.06.2018
Cover des Buches Rosalie (ISBN: 9783836960403)

Rosalie

 (3)
Erschienen am 01.06.2020

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Timothée de Fombelle

Cover des Buches Rosalie (ISBN: 9783836960403)Belladonnas avatar

Rezension zu "Rosalie" von Timothée de Fombelle

Einfühlsame Kurzgeschichte
Belladonnavor 7 Monaten

Meine Meinung

Die Kinderbücher des französischen Autors Timothée de Fombelle wurden bereits in mehrere Sprachen übersetzt und ausgezeichnet. Sein neuestes Werk »Rosalie. Als mein Vater im Krieg war« ist eine einfühlsame Kurzgeschichte über das Kind sein in Zeiten des Krieges, eindrücklich bebildert durch die Aquarell-Illustrationen der kanadischen Künstlerin Isabelle Arsenault.

Rosalie ist noch keine sechs Jahre alt und bekommt schon in diesen jungen Jahren das schreckliche Gesicht des Ersten Weltkrieges zu spüren. Ihr Vater kämpft für das Vaterland, die Mutter arbeitet seither den ganzen Tag in der Fabrik, um sie durch die schwere Zeit zu bringen. Während des Tages sitzt Rosalie in der letzten Bank in einer Schulklasse, und am Abend liest ihre Mutter ihr aus den Briefen ihres Vaters vor.

Obwohl Rosalie noch so jung ist, bemerkt sie die Veränderung, die mit ihrer Mutter vor sich geht und ahnt, dass mit den Briefen irgendetwas nicht stimmen kann. Doch Rosalie kann noch nicht lesen und sich selbst der Worte vergewissern, und so beschließt sie kurzerhand, sich das Lesen selbst beizubringen, um die Wahrheit herauszufinden. Hauptmann Rosalie hat eine Mission…

Timothée de Fombelle und Isabelle Arsenault vermitteln mit dieser Geschichte eindrucksvoll, wie die Welt eines kleinen Mädchens, die durch die Umstände des Ersten Weltkrieges unmittelbare Auswirkungen in ihrer Familie erlebt, aussieht, und wie sie mit dem Schweigen der Erwachsenen gegenüber ihr als Kind zu kämpfen hat.

Eltern versuchen immer ihre Kinder zu beschützen und vor Unheil zu bewahren, und so macht es auch Rosalies Mutter, indem sie versucht etwas Schönes vorzugaukeln, wo Rosalie doch genau die graue Wirklichkeit und die Schrecken des Krieges sehen kann. Doch wenn eines diese Kurzgeschichte beweist, dann das, dass Kinder besser mit der Wahrheit umgehen können und man ihnen durchaus mehr zutrauen und zumuten kann, als Erwachsene vermuten. Viel schlimmer wiegt für Rosalie nämlich die nagenden Ungewissheit. Aber mit ihrem starken Willen, der Wahrheit selbst auf den Grund zu gehen, wird verdeutlicht wie wichtig es ist, Kinder auch in schrecklichen Situationen ernst zu nehmen und sich gemeinsam mit ihnen der Wahrheit zu stellen.

Arsenaults Illustrationen sind überwiegend in Grau- und Schwarztönen gehalten, was die schwere Kriegszeit für die Bevölkerung einfängt und wird nur selten durch Farbtupfer, wie z. B. Rosalies rotes Haar, aufgebrochen, was die Aufmerksamkeit der Leser*innen unweigerlich immer wieder auf das aufgeweckte Mädchen lenkt, dass sich selbst auf einer geheimen Mission als Hauptmann Rosalie befindet.

Fazit

Eine einfühlsame Kurzgeschichte über die Auswirkungen des Krieges auf ein kleines Mädchen, dass um die Wahrheit herauszufinden, einer ganz eigenen Mission nachgeht.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 24.07.2020

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Cover des Buches Tobie Lolness (ISBN: 9783836956604)Seelensplitters avatar

Rezension zu "Tobie Lolness" von Timothée de Fombelle

Eine kleine Welt für sich
Seelensplittervor 9 Monaten

Meine Meinung zum Kinderbuch:

Tobie Lolness

Ein Leben in der Schwebe - Die Augen von Elisha


Inhalt in meinen Worten:

Ihr kennt alle sicherlich einen Baum, doch wisst ihr, wie er beschaffen ist, wisst ihr, das darin Leben zu finden ist, und nicht nur die Wasserstraße sondern kleine Menschen leben in diesem Baum, gerade mal so groß wie der Rand eures Fingernagels, der vielleicht gerade nicht geschnitten ist. Dort lebt Tobie. Und hier geht es um seine Lebensgeschichte. Denn er musste fliehen, doch wohin und warum? Nun das wird euch hier erzählt. Auch wie er wieder zurückfindet und für seine Rechte einsteht, doch ist das so einfach? Nun Tobies Leben ist ein besonderes Leben und das dürft ihr hier entrdecken. Habt keine Angst vor Spinnen, die größer sind als ihr, habt keine Angst vor Käfern, an sich tun sie euch nämlich nichts, sie unterstützen euch eigentlich bei der Arbeit und habt vor allem keine Angst, euer Herz für neue Chancen und Wege zu öffnen, es könnte sich nämlich lohnen.


Wie ich das Gelesene empfinde:

Dieses Buch ist wirklich vielschichtig. Es steckt unheimlich viel in wenigen Zeilen, das man erst einmal verstehen muss. Es sind auch mitunter nicht ganz so einfache Worte dabei, die Kinder so vielleicht noch nicht kennen, wer sich aber trotzdem traut weiter zu lesen, wird eine Lebensgeschichte von jungen Jahren bis zum mittleren Alter finden, das finde ich eine interessante Kombi in einem Kinderbuch.

Die Reise die Tobie im Buch unternimmt und die Gefühle die er dabei wiederspiegelt haben mich sehr berührt. Die Hoffnungen und Enttäuschungen, die großen Ideen die doch nicht ganz so klug waren, wie sich eingipsen lassen um an die Stelle eines anderen zu kommen und dabei beinahe den Flammen zum Opfern zu fallen, aber es gibt noch so vieles mehr. Freundschaft, Verrat, Neubeginn, und altes wieder neu in das Leben rufen, aber auch was eine Erziehung anrichten kann, nämlich zerstören und bitter machen. 


Die Gedanken sind teilweise sehr philosophisch, zum Teil rückeln sie am Weltbild und zum anderen Teil ist es einfach eine Welt, die wir auch heute kennen, nur mit dem Unterschied das alles minimal ist. 


Charaktere:

Tobie ist sehr vielschichtig. Einerseits in seiner Geschichte, die er mir hier kund tut zum anderen aber auch durch seinen Charakter. Er geht durch so viele Tiefs und Aufs. Ich hatte teilweise wirklich respekt vor ihm, das er nicht aufgab, das er weiter ging, das er am Ende des Buches auf wirklich viel blicken konnte. Auch die anderen Charakter, jeder für sich hat seine Reise und seinen Weg gefunden, manche wurden belohnt, andere dagegen mussten erkennen welchen Mist sie bauten. 


Kinderbuch:

Obwohl es für Kinder ab 10 Jahren zu lesen geht, fand ich manche Worte sehr schwer und teilweise zog sich das Buch in dezente Längen, ich als 10 jährige hätte nicht so sehr die Geduld gehabt und wäre weiter gekommen als bis zu den ersten 100 Seiten. Aber wenn ich älter gewesen wäre, hätte ich es durchgelesen, weswegen ich das Buch eher ab 12 oder 14 empfehlen möchte. 

Es ist sehr philosophisch und auch mit vielen Hinterfragen der eigenen Weltsicht verbunden, was ich nicht tragisch finde im Gegenteil, aber jetzt als Erwachsene kann ich mit dem Inhalt viel mehr anfangen als vielleicht als Jugendliche. Deswegen bin ich nicht sicher ob es wirklich ein reines Kinderbuch ist. 


Spannung:

Wurde immer wieder angehoben und kurz auf die Spitze getrieben, danach kamen kurze Erholungsphasen. Letztlich ist es aber ein Buch das konstant eine Spannungslinie hat, die mal mehr mal weniger zu oder abnimmt. Das finde ich toll. 

Auch die Reise von Tobie fand ich ungemein spannend.


Empfehlung:

Durchhalten lohnt sich, auch wenn es Längen und manche Szenen gibt, die nicht ganz einfach waren. Jedoch ist meine Leseempfehlung eben erst ab 12-14 Jahren und nicht schon ab 10 Jahren. Und die Leser sollten geneigt sein auch mal durch schwerere Stellen gut durchhalten zu können. 


Bewertung:

Tobie bekommt von mir vier Sterne und es war wirklich eine ganz besondere Reise.

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Cover des Buches Rosalie (ISBN: 9783836960403)Dr_Ms avatar

Rezension zu "Rosalie" von Timothée de Fombelle

"Auf dem Feld der Ehre gefallen"
Dr_Mvor einem Jahr

Hätte die kleine Rosalie Kinder bekommen und hätten diese sich weiter fortgepflanzt, dann wären wir jetzt in der fünften Generation nach der 1916 Fünfjährigen. Inzwischen ist viel Zeit vergangen, und in Westeuropa wissen Kinder in Rosalies Alter nichts von Kriegen. Deshalb werden sie mit Rosalies Geschichte nicht viel anzufangen wissen, zumal sich das Ganze in Deutschland anders liest als in Frankreich, wo dieses Kinderbuch im Original erschien. Aus diesen beiden Gründen erscheint es mir mutig, ein solches Buch hierzulande zu verlegen. Allerdings ist Timothee de Fombelle ein interessanter Schriftsteller, was wiederum mein Interesse geweckt hat.

Rosalie geht zwar noch nicht in die Schule ihres Dorfes, aber sie wird dennoch von ihrer Mutter dort abgegeben, denn sonst könnte sie nicht in der Waffenfabrik arbeiten. Rosalie stellt sich beim Malen vor, sie wäre ein Hauptmann, der gegen die Bösen kämpft, in diesem Fall die deutsche Reichswehr. Ihr Vater sitzt in den Schützengräben des Ersten Weltkrieges und hat Angst, die er in den Briefen an seine Frau schildert. Rosalies Mutter liest ihrer Tochter aus diesen Briefen vor, allerdings nicht das, was dort wirklich steht.

Eines Tages kommt ein anderer Brief und danach nie wieder welche vom Vater. Die Mutter verändert sich, und Rosalie will wissen, was passiert ist. Da sie schon lesen kann und irgendwann diesen letzten Brief findet, erfährt sie, dass ihr Vater auf dem Feld der Ehre gefallen ist. Schließlich erscheint mit der Post irgendwann auch noch ein postumer Orden, den Rosalie erhält. Für deutsche Kinder ist das eine etwas schwere Kost, denn in ihrer Heimat hat man zu diesem Krieg eine ganz andere Haltung. Wie sollen deutsche Eltern das ihren Kinder erklären, sollten sie vorher auf die Idee gekommen sein, dieses Buch für sie zu kaufen? Eine analoge Geschichte, die zu dieser Zeit in Deutschland spielt, also mit einer deutschen Rosalie, würde hier niemals geschrieben und gedruckt werden.

Aus diesen Gründen halte ich die deutsche Ausgabe für nicht besonders durchdacht. Wie man dieses Buch bewerten soll, ist mir auch ein Rätsel, denn eigentlich ist diese Geschichte aus französischer Sicht gelungen, schön geschrieben und auch interessant illustriert. Andererseits muss man Kinder nicht unbedingt mit solchen Geschichten belasten, die sie überfordern, weil sie keine Vorstellung von dieser Zeit haben können und auch nicht unbedingt haben müssen. Man möge meine Bewertung als ratlos und neutral auffassen.

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Gespräche aus der Community

 Noch vor dem offiziellen Erscheinungstermin (2. Juli 2012) verschenken wir 15 Leseexemplare des Jugendromans „Vango – Prinz ohne Königreich“ an abenteuerfreudige Lovelybooks-Leser. Mitreißend schildert Timothée de Fombelle Vangos Flucht und seine Suche nach den Geheimnissen seiner Vergangenheit. Wenn Ihr erfahren wollt, wie sich die unterschiedlichen Erzählstränge am Ende auflösen, wenn Ihr Euch mit anderen Lovelybooks-Lesern austauschen und am Ende eine Buchbesprechung verfassen wollt, bewerbt Euch bis zum 13. Juni 2012.

Zum Inhalt:
New York, 1936. Vango versucht verzweifelt, den Mann zu finden, der seine Eltern auf dem Gewissen hat. Und der zugleich der einzige Mensch auf der Welt ist, der Vango Aufschluss über die Nacht geben kann, in der seine Eltern brutal ermordet worden sind. Doch dieser Mann, Cafarello, ist inzwischen eine Größe in der New Yorker Unterwelt und Meister darin, seine Spuren zu verwischen. Und Vango wird weiterhin verfolgt, ohne wirklich zu wissen, wer seine Verfolger sind und was sie von ihm wollen Das Rätsel seiner Herkunft führt Vango über New York zurück nach Europa, wo inzwischen der Zweite Weltkrieg entfacht ist. Das Geheimnis, dem er schließlich auf die Spur kommt, ist brisant…

Leseprobe zu „Vango - Prinz ohne Königreich": http://www.book2look.com/vBook.aspx?id=9783836954761

TV-Feature zu „Vango – Zwischen Himmel und Erde“ auf 3sat – Kulturzeit:
http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=playset&obj=31244

Testleser werden noch vor Erscheinungstermin!:
Bewerbt Euch bis zum 13. Juni um ein Leseexemplar, indem Ihr uns folgende Frage beantwortet:
Wie schaffen es Autoren, im Buch Spannung aufzubauen, so dass man mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören mag?

Wir freuen uns auf eine spannende Leserunde mit Euch!
Euer Gerstenberg Verlag

300 Beiträge
Eintauchen und erst nach Stunden des Lesens wieder auftauchen. Bei Timothée de Fombelles Jugendroman „Vango“ vermischen sich Handlungsorte und –zeiten, Fiktion und Historie so temporeich und spannungsgeladen, dass man das Buch nicht mehr beiseite legen möchte. Habt auch Ihr Lust hat, gemeinsam mit uns die Flucht Vangos zu verfolgen, zu kommentieren und am Ende eine Buchbesprechung zu schreiben? Wir vergeben 10 Exemplare des Abenteuerromans „Vango“, wenn Ihr Euch bis zum 30. April bewerbt. Zum Inhalt: Auf den Pflastersteinen vor Notre-Dame wartet der 19-jährige Vango darauf, seine Priesterweihe zu empfangen, als plötzlich ein Schuss fällt. Eines Mordes beschuldigt, den er nicht begangen hat, flüchtet Vango mit Hilfe Hugo Eckeners an Bord eines Zeppelins quer durch Europa bis nach Amerika. Die Frage, wer seine Verfolger sind, scheint in Vangos Vergangenheit begründet. Fieberhaft sucht Vango nach Antworten: Wer bin ich? Woher komme ich? In seiner filmischen Erzählweise schafft Timothée de Fombelle eine ungeheure Intensität und verwebt kunstvoll verschiedenste Erzählstränge. Leseprobe: http://catalog.gerstenberg.com/bk/gerstenberg-verlag/bib/online/9783836953658/blaetterkatalog/ Bewerbung: Bewerbt Euch bis zum 30. April um ein Leseexemplar und schreibt uns, was aus Eurer Sicht einen guten Abenteuerroman ausmacht. Wir freuen uns auf eine lebhafte Leserunde mit Euch! Euer Gerstenberg Verlag
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