Timothy Kang Gegen den Strom

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Inhaltsangabe zu „Gegen den Strom“ von Timothy Kang

Timothy Kang wächst in bitterer Armut und unter großen Entbehrungen in Nordkorea auf. Um aus dem diktatorischen System auszubrechen, flieht er mit seiner Mutter nach China, wird jedoch abgeschoben und zu einer Haftstrafe in einem nordkoreanischen Straflager verurteilt. Diese Lager gehören zu den grausamsten Gefängnissen der Welt. Ein Ort, an dem niemand lange überlebt. In der dunkelsten Stunde seiner Haft ringt ihm ein Freund das folgenschwere Versprechen ab: Wenn er das Lager jemals lebend verlässt, muss er die grausamen Verbrechen öffentlich machen und den Toten eine Stimme geben. Und er überlebt! Heute lebt er in Südkorea in Sicherheit. Und er hat seine Geschichte aufgeschrieben, einen unglaublichen Bericht über Menschen, die die Welt vergessen hat.

Ein wunderbares Werk, welches den eigenen Horizont erweitert. Das Buch bekommt eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung von mir!

— lesebiene27
lesebiene27

Man erfährt zwar einiges über Nordkorea, aber letztendlich wird es immer mehr zu einer Lobpreisung Gottes in Endlosschleife.

— Betsy
Betsy

Aufwühlender Bericht über das Leben und Leiden in Nordkorea

— vielleser18
vielleser18

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    Gegen den Strom
    Traeumerin109

    Traeumerin109

    27. May 2016 um 21:51

    „Dort, wo niemand lange überlebt, ringt ihm ein Freund ein Versprechen ab: „Wenn du hier rauskommst, musst du der Welt davon berichten.“ Timothy Kang überlebt. Und erzählt seine Geschichte. Es ist die Geschichte der vergessenen Menschen Nordkoreas.“ Was Armut, Hunger, Kälte und Schmerzen wirklich bedeuten, muss Timothy Kang früh erfahren. Auch was sie mit den Menschen machen, was sie mit ihm machen. Wer im diktatorischen Nordkorea überleben will, der kann es sich fast nicht leisten, an andere zu denken. Gemeinsam mit seiner Mutter flieht Timothy nach China, doch er wird wieder abgeschoben und landet in einem Arbeitslager, das normalerweise die allerwenigsten lebend verlassen. Unter unvorstellbaren Bedingungen verliert er doch nie sein Vertrauen in Gott, und er schafft das Unglaubliche: Er überlebt und kommt frei. Wird er es schaffen, dem System endgültig zu entkommen? Ein in vielerlei Hinsicht sehr bedrückendes Buch. Ich muss gestehen: Ich hatte keinen blassen Schimmer, was in Nordkorea für Zustände herrschen, bevor ich dieses gelesen habe. Jede Seite hat mich aufs Neue geschockt und fassungslos zurückgelassen. Es könnte ein Weckruf sein, für all die, die wie ich ahnungslos weit weg von all dem leben. Aber das Buch möchte uns nicht ermahnen, es ist eher eine sanfte, wenn auch eindringliche Bitte, nicht die Augen zu verschließen, sie nur ein kleines bisschen weiter aufzumachen. Was der junge Timothy erlebt hat, kann man eigentlich nicht beschreiben, und doch tut er es. Er selbst schreibt, dass ihm bei der Erinnerung die Tränen kamen. Man spürt jede einzelne von ihnen. Die ganze Geschichte hat bei mir dennoch keinen niederschmetternden, sondern eher einen hoffnungsvollen und tröstenden Eindruck hinterlassen. Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, ob wirklich ein Mensch all das erleben kann, ohne zu verbittern. Timothy hat es geschafft, weil er immer auf Gott vertraut hat und sich nicht gescheut hat, diesen immer wieder um Hilfe anzurufen. Stellenweise erzählte er in doch recht distanzierter Art und Weise von dem Erlebten. Wenn der Sprache die Worte fehlten, dann lag das glaube ich daran, dass es keine anderen Worte gibt um das Leiden zu beschreiben, und dass dies die einzige Möglichkeit war, damit umzugehen. Timothys Hauptanliegen ist es, seinen Landsleuten das Evangelium zu verkünden und ihnen Gott näher zu bringen. Genau da allerdings hatte ich so meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Es ist doch ziemlich missionarisch, und vermittelt meiner Ansicht nach ein recht starres Gottesbild. Das Bild eines Gottes, dem ich persönlich mich nie anschließen könnte, weil ich nicht glaube, dass es Gott auf unsere Sünden ankommt. Ich verbinde mit Gott, wenn überhaupt, erstmal einfach nur Liebe, und das Gefühl, gefunden zu sein. Das habe ich in dieser Geschichte nicht gefunden, daher war ich schon etwas verwirrt. Schließlich glaube ich Timothy, dass er das alles so erlebt hat. Aber die ganzen Wunder, die er beschreibt, was Gott zu ihm gesagt hat...ich weiß nicht, aber es hat mich nicht überzeugt. Irgendetwas fehlte. Da sich dieses Unerklärliche, was fehlte, durch das gesamte Buch zog, bekommt es von mir trotz der bewegenden Schilderung der Lebensumstände in Nordkorea nur drei Sterne.  

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  • Ein wunderbares Buch, das zum Nachdenken anregt

    Gegen den Strom
    lesebiene27

    lesebiene27

    Inhalt: Timothy Kang - bzw. Chol wie er sich in dem Buch selber nennt – wächst in schlimmsten Armutsverhältnissen in Nordkorea auf. Zusammen mit seiner Mutter leidet er an starkem Hunger und unter dem diktatorischen System. Aus diesem Grund beschließt er seine Heimatland zu verlassen und nach China zu flüchten. Dort wird er jedoch abgeschoben und landet im nordkoreanischen Gefängnis, wo die Verhältnisse bedingt durch Folter und Hungersnöte noch viel grausamer sind als außerhalb der Mauern. An diesem Ort, den die wenigsten überleben, hilft ihm einzig der Glaube an Gott durchzuhalten, um der Nachwelt von den mitunter grausamsten Verbrechen der heutige Zeit zu berichten. Meine Meinung: Der Schreibstil des Buches hat mir wirklich sehr gut gefallen. Der Autor berichtet von seinem Leben auf eine sachliche Art, die es dem Leser erlaubt, Mitgefühl für ihn zu entwickeln ohne das Gefühl zu bekommen, dass er genau dies damit beabsichtigt. Man spürt sofort, dass es Timothy Kang daran gelegen ist, über sein Land zu informieren und dabei weder etwas zu beschönigen, noch zu erklären oder zu verdammen. Dies ist mir besonders positiv aufgefallen, weil man sich auf diese Weise eine fast schon objektive Meinung bilden kann, die natürlich auf subjektiven Erfahrungen des Autors beruhen. Weiterhin ist mir dies auch bei dem Thema Glauben aufgefallen. Der Autor erklärt seinen Glauben an Gott, seine eigenen Erfahrungen und seine persönliche Meinung. Jedoch war zu spüren, dass das Ziel dabei nicht ist, den Leser von Gott zu überzeugen, sondern lediglich seinen Standpunkt näher zu bringen ohne sich ein Urteil darüber zu bilden, an was andere Menschen glauben. Dadurch kann das Buch auch von Menschen gelesen werden, die nicht religiös sind. Die Erlebnisse des Autors seit seiner frühsten Kindheit haben mich emotional sehr bewegt. Schon nach den ersten Seiten konnte ich spüren, dass die nächsten ca. 240 Seiten nicht leicht zu lesen sein werden, obwohl der Schreibstil sehr flüssig war. Mein Eindruck lag vielmehr darin begründet, dass ich mir sofort ein Bild machen konnte unter welch ärmlichen und bedauernswerten Zuständen nicht nur Chol, sondern all die Menschen Nordkoreas leben. Dazu kommen die eigenen für mich aufwühlenden Gedanken, dass solche Zustände von der Außenwelt in größten Teilen unbeachtet bleiben. Dadurch habe ich mich manchmal beim Lesen ein bisschen hilflos gefühlt. Ein weiterer für mich wichtiger Punkt in diesem Buch ist die Intention des Autors. Timothy Kang schreibt, dass es ihm kein Anliegen ist, Mitleid für sich oder die Nordkoreaner zu bekommen, sondern die Menschen dazu zu bewegen möchte, für sein Land und die darin lebenden Menschen zu beten, damit es ihnen irgendwann möglich sein wird, frei von Hunger, Todesangst und Existenznöten zu leben. Fazit: Für mich ist „Gegen den Strom“ ein ganz besonderes Buch, welches ich wirklich jedem Menschen ohne Einschränkungen ans Herz legen möchte. Timothy Kang berichtet von seinem Leben und seinem Glauben in einem Land, in dem beides fast unmöglich ist. Mich hat das Buch nachhaltig bewegt, sodass ich auch jetzt – einige Tage nach Beendigung des Buches – viel über den Autor und die furchtbaren Zustände in Nordkorea nachdenken muss. Dieses Buch hat auch dazu geführt, dass ich mein eigenes Leben mittlerweile mit mehr Dankbarkeit betrachte. Ich möchte dem Buch die vollen 5 von 5 Sternen geben und hoffe, dass noch viel mehr Menschen sich an dieses großartige Werk trauen mögen.

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    • 4
  • Leserunde zu "Gegen den Strom" von Timothy Kang

    Gegen den Strom
    Arwen10

    Arwen10

    Ein weiteres interessantes Sachbuch über Norkorea ist gerade im SCM Verlag erschienen. Ich bedanke mich beim SCM Verlag für die Unterstützung der Leserunde ! Gegen den Strom von Timothy Kang Zum Inhalt: Timothy Kang wächst in bitterer Armut und unter großen Entbehrungen in Nordkorea auf. Um aus dem diktatorischen System auszubrechen, flieht er mit seiner Mutter nach China, wird jedoch abgeschoben und zu einer Haftstrafe in einem nordkoreanischen Straflager verurteilt. Diese Lager gehören zu den grausamsten Gefängnissen der Welt. Ein Ort, an dem niemand lange überlebt. In der dunkelsten Stunde seiner Haft ringt ihm ein Freund das folgenschwere Versprechen ab: Wenn er das Lager jemals lebend verlässt, muss er die grausamen Verbrechen öffentlich machen und den Toten eine Stimme geben. Und er überlebt! Heute lebt er in Südkorea in Sicherheit. Und er hat seine Geschichte aufgeschrieben, einen unglaublichen Bericht über Menschen, die die Welt vergessen hat. Falls ihr eines der 3 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 06. Januar 2016, 24 Uhr hier im Threat mit der Antwort auf die Frage: Was interessiert euch an diesem Buch ?  Dazu gibt es noch die Möglichkeit, zwei Rezensionsexemplare außerhalb  (!) der Leserunde zu lesen. Bitte gebt diesen Wunsch bei der Bewerbung an. DANKE ! Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung: Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll. Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt. Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!

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    • 96
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Nordkorea und Gott

    Gegen den Strom
    Betsy

    Betsy

    06. February 2016 um 16:30

    In diesem Buch verarbeitet der Autor seine eigenen Erlebnisse während seiner Zeit in Nordkorea, seiner Flucht nach China, seiner neuen Heimat Südkorea und seinem finden zum christlichen Glauben. Das Buch war zu Beginn wirklich sehr interessant, da man einiges über die Verhältnisse in Nordkorea erfährt, die für mich teilweise gänzlich neu waren, da ich mich zuvor noch nie näher mit dem Land beschäftigt habe. Wie sehr die Menschen hier von der restlichen Welt abeschottet sind und wie die politischen Verhältnisse sind. Man erfährt wie Nordkorea zu dem wurde was es heute ist und wie sehr die Menschen dort hungern müssen. Erschütternd und einfach unglaublich wie stark sich das Leben dort von unserem unterscheidet. Der Autor schildert hier sehr genau, wie der Hunger quasi das Leben in Nordkorea beherrscht und wo man selbst die eigenen Angehörigen wegscheuchen muss, da man selbst am verhungern ist. "Nur die Menschen, die wie ich Graswurzeln zum Essen rupften, Baumrinde abkratzten oder Lebensmittel stahlen, überstanden die Zeit und leben heute noch. Die übrigen sind allesamt in diesen Jahren verhungert." Stehlen und betteln um Nahrung sind hier an der Tagesordnung und man bezieht schwere Prügel (auch die Kinder), falls man nicht gleich ins Gefängnis gesteckt wird, wo die Verhältnisse skandalös sind. Ein wahres Todesurteil ist es, wenn man ins politische Gefängnislager kommt, wo vor allem auch Anhänger des christlichen Glaubens hinkommen. "Um in Nordkorea das Evangelium zu verkünden, musste man bereit sein, sein Leben zu verlieren. Im nordkoreanischen Staat, wo die Menschen unter der Diktatur ihre Führer Kim Il Sung und Kim Jong Il anbeten, wird das einfache Erwähnen des Wortes "Gottes" zur Sünde." Ich bewundere den Mut des Autors an seinem Glauben festzuhalten und diesen anderen näher zu bringen, dennoch tat ich mich mit seinen Visionen und Gesprächen mit Gott etwas schwer. Alles in allem ist das Buch von einem christlichen Verlag und das merkt man auch sehr stark. Daher sollte man sich vor dem Kauf dieses Buches darauf gefasst machen, dass man hiermit auch dem Leser ein sehr schönes Bild von Gott aufzeigen will. Auch wenn es gegen Ende fast nur noch eine Gottesverherrlichung ist, und mich als Leser jetzt nicht wirklich begeistern konnte, weil es mir einfach zu viel des Guten war, ist es trotzdem eine bemerkenswerte Geschichte ums Überleben und die Kraft, die der Autor aus seinem Glauben zog, welcher ihm letztendlich auch einen Lebenssinn gab. Fazit: Leider für mich, nachdem der Autor hier zum Glauben findet, eine sehr zähe Angelegenheit. Sein Glaube schön und gut, das ist schließlich Jedermanns eigene Sache, aber zeitweilig klang es dann schon so als würde einem das Buch quasi Gott verkaufen wollen, sooft wird hier gebetet, von Wundern geredet und nur der Glaube an Gott sei der einzig wahre Weg. Trotzdem war es auch sehr informativ und schockierend wie sehr Nordkorea von unserem Leben entfernt zu sein scheint. Diese Thematik rückt aber zeitweise durch die ganzen Bibelverse und Gebete in den Hintergrund. Wer sich daran nicht stört und sich für eine Lebensgeschichte in der Gott eine ziemlich große Rolle spielt nicht abschrecken lässt, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

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  • Aufwühlender Bericht

    Gegen den Strom
    vielleser18

    vielleser18

    27. January 2016 um 10:57

    Timothy Kang wächst in einem ländlichen Gebiet in Nordkorea auf. Er ist Jahrgang 1986, er hat seine Erfahrungen und vor allem seine Erlebnisse in dem Buch "Gegen den Strom - Meine Flucht aus dem Elend Nordkoreas" verarbeitet. "Da wir in unserem Bergwerksdistrikt für die Zinkgewinnung zuständig waren, erhielten wir wenigstens einmal im Monat eine Nahrungsmittelration für zwei Tage. An den restlichen Tagen mussten wir uns anderweitig versorgen. Leihen, stehlen, Gras essen." (Zitat, S. 40) In einfachsten Verhältnissen groß geworden, immer mit dem Hunger gekämpft, keine Aussicht auf großartige Veränderungen, dies alles führt dazu, dass Timothy mehrmals den gefährlichen Weg nach China unternimmt - einfach um zu Überleben. Doch China hat ein Auslieferungsabkommen mit Nordkorea und so wird Timothy wieder nach Nordkorea abgeschoben, sobald er in China von der allgegenwärtigen Polizei entdeckt wird. Und in Nordkorea erwartet ihn jedesmal wieder Gefängnisse, Lager, Umerziehungsanstalten. Die Haftbedingungen sind unmenschlich und grausam. Viele sterben dort. Während seiner Aufenthlate in China findet Timothy Kang auch seinen christlichen Glauben. Gott hält öfters die Hand über ihn und rettet ihn auch aus scheinbar auswegslosen Situationen. Timothy Kang schwört einem Freund, dass er berichten wird, dass er über die Zustände erzählen wird, sollte er Nordkorea überleben. Als Christ hat er es in Nordkorea noch schwerer, bzw. für ihn kann die Offenlegung seines Glaubens tödlich sein. Dieses Buch geht unter die Haut, denn das was Timothy Kang in seinen noch jungen Jahren erleben und vor allem erleiden musste, kann man sich kaum vorstellen. Und doch - es ist seine Geschichte. Es ist ein aufwühlender Bericht, es ist aber auch ein Buch, bei dem der Autor in seinen Erzählungen viel Wert auf seinen christilichen Glauben legt, von seinem Studium der Bibel bis hin zu vielen Gebeten und wundersamen Hilfen, die er während vieler Situationen erleben durfte. Ein zukünftiger Leser sollte sich darauf einstellen.

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  • Einen starken Glauben erleben

    Gegen den Strom
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    26. January 2016 um 17:41

    Das Buch ist, wie alle Bücher aus dem SCM - Verlag, sehr hochwertig verarbeiten. Der Schreibstil ist ganz gut und der Leser kann immer folgen. Sehr gut haben mir die Zeichnungen gefallen. Sie sind eindrucksvoll und verdeutlichen die Lage der Menschen. Auch wenn ich mich nun weniger über Nordkorea informiert habe, ist mir doch bewusst, dass das Volk unter keinen guten Bedingungen lebte und noch heute lebt. Sehr deutlich wird dem Leser bewusst, wie Gott eine wichtige Rolle in seinem Leben einnimmt und ihn sogar Mut für das weiterleben gibt. In dem Buch sind schreckliche Situationen wie Hunger oder Folter geschildert. Ich fand den Schreibstil eher objekti und nüchter, sodass ich zwar viel neues und schreckliches erfahren habe, aber nicht wirklich berührt war. Ein bisschen seltsam habe ich mich dann doch gefühlt, als ich am Schluss gelesen habe, dass nicht alle geschilderten Orte und Situationen dem Autor selbst zustoßen sind bzw. ob er dort war. Beim Lesen habe ich ein bisschen Zweifel bekommen, als ich erfahren habe, dass *ACHTUNG SPOILER* Er bei bis zu Minus -30 Grad im T-Shirt bei 3 Löffeln Mais oder Reis überlebt hat. Das erscheint mir zu ausgeschmückt. Und ehrlich gesagt weiß ich nicht so genau, wo ich so dran bin, schließlich wird dies als Autobiographie angepriesen, und da habe ich nicht unbedingt Lust auf Dinge, die " irgendwelchen anderen, von denen man gehört hat " zugestoßen sind. Nichts desto trotz erlebt man hier einen großen Glauben zu Gott und Zustände in einem Land, auf das die Welt mehr ihren Blick richten sollte.

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  • eine autobiographische Erzählung über das (Über-)Leben im diktatorisch regierten Nordkorea

    Gegen den Strom
    JDaizy

    JDaizy

    25. January 2016 um 13:06

    „Wenn der Himmel einem Menschen eine große Aufgabe überträgt, lässt er ihn zuvor großes Leid und körperliche Anstrengungen erdulden. Er lässt ihn einen Hunger durchstehen, der den Körper bis auf Stück Leder abmagert. Er lässt ihn leben, ohne das er etwas hätte, das er er sein nennen könnte. Und er lässt ihn in allem, was er tut, scheitern, um ihn zu lehren, in den schwierigsten Lebenssituationen durchzuhalten.“ (Mengzi) Timothy Kang ist noch ein Kind als er mit seiner Mutter aus Nordkorea flüchtet. Doch er wird entdeckt und abgeschoben. Ohne Prozess wird er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und erlebt zusammen mit anderen Häftlingen die grausame, gnadenlose Strafe des diktatorischen Regimes. Doch Timothy Kang überlebt und erfüllt sein Versprechen, dass er seinem Mithäftling Paul gegeben hat: „Du musst hier lebend herauskommen und allen Menschen berichten, was hier geschieht.“ Die Entscheidung für dieses autobiographische Buch fiel also in den dunkelsten Zeiten seines Lebens. Er wollte nicht länger darüber schweigen und er will, dass dieses Buch die Menschen außerhalb Nordkoreas erreicht und bewegt. Und vielleicht wird sein Traum eines Tages tatsächlich Wirklichkeit: die Befreiung Nordkoreas vom diktatorischem Regimes und eine gütliche Wiedervereinigung Koreas. Das Thema Nordkorea ist erst kürzlich wieder durch den umstritten Test einer Wasserstoffbombe in den Medien gewesen. Doch was weiß man von diesem isolierten, künstlich rückständig gehaltenen Land. Ich war sehr bewegt, unter welchen trostlosen, einsamen Bedingungen die Bevölkerung (vor allem auf dem Land) leben muss. Hunger bestimmt den Alltag. Alles ist streng reglementiert und wer hinterfragt oder aufbegehrt, landet im Gefängnis oder in Straflagern. Die Zustände in diesen Lagern sind oft unmenschlich und haben mich zutiefst erschüttert. Im Gedächtnis geblieben sind mir vor allem zwei Situationen, in denen zum einen ein Arbeitseinsatz auf den Feldern beschrieben wird und zum anderen, dass sogar eine Ratte ein „Festmahl“ ist, wenn es darum geht nicht zu verhungern. Etwas was mich an die Kasten in Indien erinnert hat, ist die Unterteilung der nordkoreanischen Bevölkerung, nach dem Songbun. Dieser Status ist angeboren und kann auch nicht durch Bildung verbessert werden. Ausbildung und Beruf sind nicht frei wählbar und somit werden Menschen auch nicht nach ihren Fähigkeiten eingesetzt, sondern nach ihrer Klassenzugehörigkeit. Die Heranwachsenden erfahren keine Liebe und Annahme und haben keine Perspektive, keine Zukunft. In diesem Zusammenhang spricht der Autor auch die Flüchtlingsproblematik an. Denn auch er hat selbst erlebt, wie schwer es ist als Flüchtling in einem anderen Land Fuß zu fassen. Diese Erfahrungen sind auch für Menschen interessant, die sich vielleicht nicht unbedingt für Nordkorea an sich interessieren. Gerade jetzt, wo auch in unserem Land aktuell viel über die Flüchtlingsproblematik diskutiert wird. Das Buch ist als Hardcover im SCM-Verlag erschienen. Es überzeugt mit griffigen Seiten und einer angenehm großen Schrift. Sehr gut haben mir auch das Gedicht zu Beginn und die vereinzelten schwarz-weiß Zeichnungen im Buch gefallen. Das Cover erinnert in der Gestaltung und Farbgebung an die nordkoreanische Flagge. Im Hintergrund kann man aber die Gefängnisse erahnen. Diese Verbindung finde ich sehr gelungen, weil es ein unfreies Land zeigt. Für den Autor spielt der christliche Glauben eine sehr wichtige Rolle. Man findet dazu immer wieder Passagen in seinen Erzählungen und zum Ende hin fügt er in seinen Text auch vermehrt Bibelstellen ein. Nur der Glaube hat ihn in den schwersten Zeiten seines Lebens Halt gegeben. Und da das Buch autobiographisch erzählt, sollte man kein objektives Sachbuch erwarten, dass ausschließlich über die Zustände in Nordkorea berichtet. „Gegen den Strom“ ist vielmehr eine autobiographische Erzählung über das (Über-)Leben des Autors, der sich nichts sehnlicher wünscht als Freiheit für seine Heimat. Fazit: Ein bewegende Geschichte eines heranwachsenden Jungen im diktatorisch regierten Nordkorea. Schonungslos offen, berührend und trotz des großen Leids voller Hoffnung.

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  • Gegen den Strom

    Gegen den Strom
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. January 2016 um 09:59

    Ich muss dazu sagen, ich kannte sicherlich schon einiges vom Fernsehen über die Zuständige und das Elend in Nordkorea, aber bei weitem nicht so viel, wie im Buch geschildert. Ich bin regelrecht von diesem Buch begeistert, auch wenn es sehr traurig ist und man immer wieder Pausen braucht um das Buch durchzulesen. In dem Buch wird die Geschichte von Timothy Kang erzählt. Dieser wächst zusammen mit seiner Mutter auf. Die beiden sind sehr arm und müssen um das Überleben kämpfen. Schließlich gelingt es ihnen aus dem " diktatorischem" Nordkorea zu flüchten und zwar nach China. Dort allerdings wird er abgeschoben und gelangt in ein Gefängnis in Nordkorea, welches als " härtestes" auf der ganzen Welt gilt. Mehr möchte ich nicht zum Inhalt erzählen, ihr müsst dieses Buch selber lesen. Ich persönlich bin der Meinung, dass auch wenn das Schicksal von Timothy Kang sehr traurig ist, das man dieses Buch lesen sollte. Zuviel passiert auf dieser Welt von dem man nicht mal durch die Medien was erfährt. Es ist grauenvoll was Timothy Kang passiert ist und dieses Schicksal darf nicht vergessen werden. Obwohl das Thema wirklich bewegend und traurig war, so hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und ich vergebe 5 Sterne hierfür.

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