Timothy Keller Es ist nicht alles Gott, was glänzt

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Inhaltsangabe zu „Es ist nicht alles Gott, was glänzt“ von Timothy Keller

Erfolg. Wohlstand. Wahre Liebe. Viele Menschen jagen diesen Idealen hinterher. Doch keiner würde auf die Idee kommen, dass das Erreichen der großen Ziele das Schlimmste ist, was uns passieren kann. Kein Wunder, dass sich so viele Menschen unerfüllt, einsam und verloren fühlen. Wir haben aus all diesen eigentlich guten Dingen Götter gemacht. Götzen, die uns nicht das geben können, was wir wirklich brauchen. Nur wer die Götter erkennt, die ihn selbst und seine Kultur beeinflussen, kann sich und seine Welt verstehen. Lassen Sie den Druck, alles aus eigener Kraft erreichen zu müssen, hinter sich. Und finden Sie zu der Erfüllung, nach der sich Ihr Herz sehnt.

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    Es ist nicht alles Gott, was glänzt

    Liebes_Buch

    04. May 2013 um 16:55

    Da ich im Internet schon Predigten der berühmten Redeemer Church gehört hatte, wollte ich gerne auch mal ein Buch von Timothy Keller lesen. "Es ist nicht alles Gott, was glänzt" befasst sich mit Götzen. Dabei geht es hier nicht um die Anbetung von fremden Götterfiguren, sondern um Götzen, die bei Christen einen Wert haben; z. B. die Familie oder der Partner, die Finanzen, der Erfolg und die Politik. Timothy Keller erklärt, was im theologischen Sinne Götzen sind, wie sie funktionieren und was sie mit uns machen. Was er erklärt, untermalt er mit Geschichten aus der Bibel und mit Zitaten von Bankern, Sportlern oder Stars. Ich bewundere es an Kellers Predigten immer, wie gut er uns kennt und wie er es schafft, statt eine Strafpredigt zu halten, Hoffnung und Frieden zu vermitteln. Das Buch ist sehr unterhaltsam und streichelt die Seele. Man merkt etwas, wie psychologisch die Bibel auch ist. Besonders begeistert hat mich seine Auslegung der merkwürdigen Geschichte von Jakob, Rahel und Lea. Das Buch enthält wegen der Beispiele viele Fussnoten, die im Anhang erklärt sind. Ich habe sie lieber direkt auf der Seite aber okay... wer sie nicht lesen will, bleibt so verschont. Das Buch hat einen Schutzumschlag aus goldenem Glanzpapier in Anspielung auf den Titel. Ach, von Timothy Keller kann man immer etwas lernen! Ich werde es sicher mehrmals lesen.

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  • Rezension zu "Es ist nicht alles Gott, was glänzt" von Timothy Keller

    Es ist nicht alles Gott, was glänzt

    WinfriedStanzick

    10. August 2011 um 11:23

    Man kann vom Glauben zwei Sätze sagen, die sich widersprechen. Der eine Satz lautet: der Glaube entwirft Bilder von Gott, weil er nicht blind leben kann. Und der andere behauptet: der Glaube überholt die vorhandenen Bilder, und oft reißt er sie auch nieder und zerstört sie, wie etwa Mose den goldenen Stier am Sinai niedergerissen hat, in dem das Volk die Kraft seines Gottes verehrte. Der Glaube entwirft Bilder. Ein bildloser Glaube ist ein trostloser Glaube. Denn in den Grundsituationen des Lebens kommen wir Menschen mit unserer einfachen Sprache nicht aus. Die Sprache selbst drängt sozusagen ins Bild. Sie verliert ihren bestimmenden Charakter und fängt quasi an zu fliegen, und keine Definition kann sie dann mehr einholen. So reden wir, wenn wir lieben. So reden wir im Schmerz, in der Trauer, in der Sehnsucht. Wir fliehen in die Bilder, weil unsere normale Sprache zu eng ist. Aber, und das ist wichtig: diese Bilder, die wir da machen und benutzen sind keine Fotos; sie wollen niemand einfangen und festhalten. Es sind Bilder, die auf jemanden zueilen und ihn umarmen möchten. In der Liebe, in der Trauer, in der Sehnsucht spüren wir das Ungenügen unserer eigenen Sprache. Wie eine Welle die andere bricht und überholt, so überpurzeln sich die Bilder und man versucht immer neue. Das Bild selber bricht das Bild und ist somit bilderstürmerisch. Aber, zum zweiten: der Glaube reißt auch Bilder nieder. Der Prophet Habakuk sagt an einer Stelle: „Das Bild lehrt lügen.“ Die Geschichte vom Goldenen Kalb ist sozusagen die Grundgeschichte des Bildersturzes. Das Volk ist in der Wüste, Mose oben auf dem Berg; er scheint nicht wieder zu kommen. Woran sollen sie sich halten, wenn sie ihren Führer verloren haben? Sie sammeln ihren Schmuck und gießen das Bild eines goldenen Kalbs, ein Abbild der Stärke ihres Gottes. Keines fremden Gottes, sondern des Gottes, der sie kraftvoll und mächtig aus Ägypten befreit hat. Was war also so falsch daran? Das Volk wollte die Garantie eines anwesenden Gottes haben. Seine Kraft sollte gefangen werden im kostbaren Bild des mächtigen Stieres. Er sollte dem Volk jederzeit zur Verfügung stehen in dem sichtbaren Bild. Und so wurde das Bild zum Götzenbild. Das war dann nicht mehr der Gott der Freiheit. Aus ihm war ein nach Menschenmaß berechenbarer und handhabbarer Gott geworden. Das Volk hat sich einen Götzen gemacht, indem es mehr haben wollte als das unangreifbare Versprechen seines Gottes, indem es also sich selber den Gott garantieren wollte. Überall, wo die Bilder und die Namen Gottes nicht mehr Sprachversuche und Annäherungen sind, wo die Namen und Bilder nicht mehr große und zärtliche Liebesspiele sind, sondern als endgültige Feststellungen und Klarlegungen begriffen werden, sicher oft auch um unsere Angst und Unsicherheit zu binden, da besteht die Gefahr einen Götzen zu haben, statt einen Gott. Das vorliegende Buch des amerikanischen Theologen Timothy Keller ist der lange und erfolgreiche Versuch, nachdenkend und Gott suchend, der Frage nachzugehen, „was im Leben wirklich trägt.“ Er will den aktuellen und zeitgenössischen Götzen unseres Denkens und unserer Gesellschaft auf die Spur kommen und identifiziert den Gott, der sich am Berg Sinai und am Berg Golgatha offenbart hat, als denjenigen, der allein unser Vertrauen verdient.

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